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Die (Un-)möglichkeit der teilnehmenden Beobachtung im Frankfurter Bahnhofsviertel

Titel: Die (Un-)möglichkeit der teilnehmenden Beobachtung im Frankfurter Bahnhofsviertel

Essay , 2008 , 10 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Merk (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Um eine Sozialstrukturanalyse eines öffentlichen und zugleich devianten Raums zu erstellen bietet sich als Methode die teilnehmende Beobachtung an. Zu berücksichtigen ist, dass der teilnehmenden Beobachtung ethische Grenzen gesetzt sind, die der Forscher nicht übertritt, wenn er die guten Sitten einhalten und keine Ächtung oder einen Imageschaden für sich und seine Kollegen riskieren möchte. Falls ihm die erfassbaren Daten als wichtig genug erscheinen, müsste er zuerst einen Zutritt in das Feld bekommen und sich als Freier im Forschungsfeld bewegen, oder selbst Drogen konsumieren um diese Bereiche kennen zu lernen.
Um Informationen über den Hotel und Gastronomiebereich zu erlangen wird der Forscher nicht sofort automatisch an ethische Grenzen gelangen und risikolos die teilnehmende Beobachtung anwenden können.
Im folgenden werde ich grundlegend auf Vor- und Nachteile der Beobachtung eingehen, knapp die theoretischen Aspekte untersuchen, um im weiteren Verlauf Ideen durchzugehen, bei der die teilnehmende Beobachtung nicht anwendbar, problematisch- oder anwendbar ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Aspekte

3. Anwendungsmöglichkeiten der teilnehmenden Beobachtung

4. Möglichkeiten der teilnehmenden Beobachtung in Bezug auf Hotels

5. Möglichkeiten der teilnehmenden Beobachtung in Bezug auf Gastronomie/ Lebensmittelgeschäfte

6. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die methodischen Möglichkeiten und ethischen Grenzen der teilnehmenden Beobachtung als Instrument zur Sozialstrukturanalyse im Frankfurter Bahnhofsviertel. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich der Forscher in verschiedenen sozialen Räumen – von legalen Gastronomie- und Hotelbereichen bis hin zu devianten Milieus wie der Prostitution oder dem Drogenhandel – bewegen kann, ohne das Forschungsfeld zu verzerren oder ethische Standards zu verletzen.

  • Analyse der teilnehmenden Beobachtung als qualitative Forschungsmethode
  • Abwägung zwischen offener und verdeckter Beobachtung
  • Ethische Reflexion bei der Untersuchung deviante Räume
  • Herausforderungen der Rollendefinition für den Forscher im Feld
  • Praktische Anwendbarkeit in unterschiedlichen sozialen Kontexten des Bahnhofsviertels

Auszug aus dem Buch

3. Anwendungsmöglichkeiten der teilnehmenden Beobachtung

Die Studierenden werden die offene teilnehmende Beobachtung nicht risikolos anwenden können, wenn sie Informationen über Bordelle und weitere Etablissements, die Prostitution als legale Dienstleistung anbieten, erhalten wollen. Mit offen ist gemeint, dass die Studierenden sich gegenüber den Beobachteten als solche zu erkennen geben. So können sich die Studierenden freier und ungezwungener im Feld bewegen und müssen sich allein auf das Beobachten konzentrieren und nicht auch noch auf die Aufrechterhaltung ihrer Alltagsrolle wie in der verdeckten Beobachtung.

Die Frage beim zuständigen Personal, ob aufgrund von Forschungsarbeiten Beobachtungen durchgeführt werden können wird sehr wahrscheinlich verneint werden. Für Frauen ist eine offene Beobachtung der legalen Prostitution nicht realisierbar, da sie keinen Eintritt in die Bordelle erhalten, was durch Verbotsschilder am Eingang schon kenntlich gemacht wird. Ob diese Verbote rechtmäßig sind, ist fraglich, sie werden jedoch rigoros vom Sicherheitsdienst durchgesetzt.

Bei verdeckter teilnehmender Beobachtung, also der Studierende gibt seinen Interaktionspartnern nicht seine Identität preis, müsste er in eine typische Alltagsrolle des sozialen Raums schlüpfen. Der Studierende hat den Vorteil, dass sich die Beobachteten des „beobeachtet-werdens“ nicht bewusst sind und sich natürlich verhalten und ungestört fühlen. Beispielsweise wäre die Rolle eines potenziellen Freiers oder einer Prostituierten möglich. Ersterer müsste sich mit den Annäherungsriten beschäftigen, um seine Rolle adäquat ausfüllen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Sozialstrukturanalyse eines devianten Raums und erste theoretische Einordnung der teilnehmenden Beobachtung.

2. Theoretische Aspekte: Untersuchung der Nachteile der teilnehmenden Beobachtung, insbesondere im Hinblick auf Wahrnehmungs- und Erinnerungsselektion sowie ethische Implikationen.

3. Anwendungsmöglichkeiten der teilnehmenden Beobachtung: Diskussion der methodischen Herausforderungen bei der Beobachtung im Rotlichtmilieu und bei der Obdachlosigkeit.

4. Möglichkeiten der teilnehmenden Beobachtung in Bezug auf Hotels: Analyse, wie durch verdeckte Beobachtung in Hotels Erkenntnisse über Sicherheitsstrategien und Gästestrukturen gewonnen werden können.

5. Möglichkeiten der teilnehmenden Beobachtung in Bezug auf Gastronomie/ Lebensmittelgeschäfte: Untersuchung der Rollengestaltung bei der Beobachtung in Bars und dem Kontakt mit Ladenbesitzern in ethnisch geprägten Vierteln.

6. Schlussbemerkungen: Fazit zur methodischen Grenze der teilnehmenden Beobachtung bei ethischen Konflikten und der unterschiedlichen Zugangsschwierigkeiten je nach Untersuchungsbereich.

Schlüsselwörter

Teilnehmende Beobachtung, Sozialstrukturanalyse, Frankfurter Bahnhofsviertel, qualitative Forschungsmethode, verdeckte Beobachtung, offene Beobachtung, ethische Grenzen, Wahrnehmungsselektion, Rollendefinition, Prostitution, Obdachlosigkeit, Feldforschung, Interaktionsanalyse, Feldzugang, Beobachtungsprotokoll

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der teilnehmenden Beobachtung zur Untersuchung des Frankfurter Bahnhofsviertels, einem öffentlichen und zugleich devianten Raum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Prostitution, den Drogenhandel, Obdachlosigkeit sowie Gastronomie- und Hotelstrukturen im Kontext sozialwissenschaftlicher Forschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie die Methode der teilnehmenden Beobachtung unter Berücksichtigung ethischer Grenzen und methodischer Hürden in verschiedenen sozialen Milieus eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit fokussiert auf die teilnehmende Beobachtung, differenziert dabei in offene, verdeckte, aktive und passive Formen, und diskutiert deren Validität.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte der Selektivität und der praktischen Anwendung in spezifischen Bereichen wie Hotels, Bars, Prostitutionsstätten und dem Kontext der Obdachlosigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Feldforschung, Ethik, Rollendefinition, Sozialstrukturanalyse und methodische Verzerrung geprägt.

Warum ist die verdeckte Beobachtung im Bereich Drogenhandel besonders schwierig?

Die Verdeckte Beobachtung ist aufgrund des illegalen Charakters, der hohen Diskretion zwischen Dealer und Konsument sowie der Gefahr krimineller Verwicklungen kaum risikofrei durchführbar.

Welche Rolle spielt die „schauspielerische Leistung“ des Forschers?

Um in einem fremden Milieu (z. B. als Obdachloser oder Freier) nicht aufzufallen und unverfälschte Ergebnisse zu erhalten, muss der Forscher seine Identität verbergen und eine glaubwürdige Alltagsrolle einnehmen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die (Un-)möglichkeit der teilnehmenden Beobachtung im Frankfurter Bahnhofsviertel
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Sozialstrukturanalyse des Frankfurter Bahnhofsviertels
Note
1,7
Autor
Michael Merk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
10
Katalognummer
V161875
ISBN (Buch)
9783640776108
ISBN (eBook)
9783640776276
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frankfurt Bahnhofsviertel Rotlicht Prostitution Freier Prostituierte Striplokal Hotel Nachtclub Laufhaus Kaiserstraße Devianz Beobachtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Merk (Autor:in), 2008, Die (Un-)möglichkeit der teilnehmenden Beobachtung im Frankfurter Bahnhofsviertel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161875
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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