Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

Die Charakterisierung der Dido im "Eneasroman" und in der Aeneid

Eine Interpretation der Figur der Dido

Title: Die Charakterisierung der Dido im "Eneasroman" und in der Aeneid

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ester Schoefberger (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details


Diese Arbeit besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil behandelt die Charakterisierung der Dido im Aeneasroman Heinrich von Veldekes. Die mittelalterliche Dido wird Vergils Dido gegenübergestellt, um die mittelalterliche Charakterisierung deutlicher aufzuzeigen. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Verzicht auf einen göttlichen Einfluss auf das Geschehen geschenkt. Die Arbeit folgt dem Ablauf der Geschehnisse, und die Figur der Dido wird immer neu in Frage gestellt. Dieser Teil ist aber eher deskriptiv, und eine mögliche Interpretation wird im zweiten Teil diskutiert. Es könnte also scheinen, dass Dido nur oberflächlich beschrieben wird. Doch da mehrere Interpretationen möglich sind, wollte ich neutral bleiben, um die Thematik im zweiten Teil wieder aufzunehmen und aus meiner Sicht zu behandeln.
Im zweiten Teil versuche ich, die Figur der Dido zu deuten. Da ihre Geschichte ein alter phönizischer Mythos ist, habe ich mich gefragt, warum sie gemeinsam mit Aeneas erscheint, und was für Folgen das für die gesamte Handlung haben konnte. Die Außergewöhnlichkeit ihrer Figur in der Literatur der Antike hat weitere Fragen hervorgerufen. Ich habe versucht, sie zu beantworten, obwohl die Antworten nur einer der möglichen Interpretationen folgen. Vergils Aeneis wird wieder erwähnt, um eine Parallele herzustellen und um zu untersuchen, ob die römische Bedeutung der Figur im Mittelalter beibehalten wurde.
Ich wollte ein möglichst vollständiges Bild der Figur geben. Hinter der Liebesgeschichte verbergen sich verschiedene Bedeutungen, und ich habe versucht, einige von diesen ans Licht zu bringen. Möglicherweise wird nie mit letzter Sicherheit festgestellt werden, wie Dido zu interpretieren ist, denn ihre Geschichte basiert auf verschiedenen Ebenen, und jede Ebene führt zu einer anderen Interpretation.
Noch etwas zur Art der Darstellung: ich habe beschlossen, mich nur mit der römischen und der mittelalterlichen Dido zu befassen. Eine vollständige historische Charakterisierung mit Berücksichtigung aller Darstellungsformen der Dido hätte eine viel umfangreichere Arbeit erfordert. Deswegen wurde die Arbeit auf nur zwei Werke eingeschränkt, und die Sekundärliteratur wurde bewusst danach ausgewählt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Charakterisierung der Dido im Eneasroman und in der Aeneis

Eine Interpretation der Figur der Dido

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Charakterisierung der Dido in Heinrich von Veldekes Eneasroman im Vergleich zur antiken Vorlage der Aeneis des Vergil. Ziel ist es, die Unterschiede in der Darstellung der Dido-Figur herauszuarbeiten, insbesondere im Hinblick auf den göttlichen Einfluss, die psychologische Tiefe sowie die soziopolitische Rolle der Königin im Kontext der mittelalterlichen Rezeption.

  • Vergleich der Dido-Charakterisierung in Mittelalter und Antike
  • Analyse des Einflusses göttlicher Vorherbestimmung versus menschlicher Autonomie
  • Untersuchung der Dido als starke Herrscherin und ihr Scheitern an gesellschaftlichen Idealen
  • Kontrastierung von privaten Gefühlen und öffentlichen Pflichten

Auszug aus dem Buch

Die Charakterisierung der Dido im Eneasroman und in der Aeneis

Die Figur des Dido erscheint am Anfang des Aeneasromans von Heinrich von Veldeke. Es wird kurz erzählt, wie Troja von den Griechen zerstört wird und wie sich Aeneas entschließt, seine Stadt zu verlassen. Es wird berichtet, dass Aeneas ein mächtiger Herzog ist, ein Sohn der Göttin Venus und ein Bruder des Cupido. Er überlebt die Zerstörung und erhält von den Göttern den Befehl, in das Land Italien zu fahren. Er ruft seine Freunde zusammen, und man fasst einen Entschluss:

dô dûhte sie daz baz getân, daz sie daz lant rûmden denn sie sich dâ versûmden und rûm dâ erworben, dâ si umbe erstorben.1

Nachdem er eingesehen hat, dass er keine Rache nehmen kann, belädt er zwanzig Schiffe mit Proviant und fährt los. Er wird von seinem Sohn begleitet, doch seine damalige Ehefrau kommt nicht mit, und man erfährt nicht, was mit ihr geschehen ist. Die Reise nach Italien wird schon am Anfang von den Göttern beeinflusst, vor allem von Juno, die wegen des goldenen Apfels Aeneas schaden will. Sieben Jahre lang muss er reisen, ohne sein Ziel zu erreichen. Der erste schädliche Sturm bricht sofort los und dauert drei Tage und drei Nächte, und erst am vierten Tag können sie festes Land erreichen. Sie kommen an der libyschen Küste an, und hier vereinigt sich die Geschichte des trojanischen Helden mit einem alten phönizischen Mythos.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Die Autorin legt ihre Vorgehensweise dar, die sich auf den Vergleich der Darstellung von Dido bei Heinrich von Veldeke und Vergil konzentriert.

Die Charakterisierung der Dido im Eneasroman und in der Aeneis: Dieses Kapitel vergleicht die Einbettung der Dido-Geschichte in den jeweiligen Werken und arbeitet die Unterschiede in der Götterdramaturgie heraus.

Eine Interpretation der Figur der Dido: Hier erfolgt eine vertiefende Analyse der Motive für Didos Schicksal, wobei die Rolle der Königin als starke Frau im Konflikt mit gesellschaftlichen Idealen beleuchtet wird.

Schlusswort: Die Autorin fasst zusammen, dass Didos Scheitern in beiden Werken die Überlegenheit der göttlichen Vorbestimmung und der gemeinschaftlichen Ideale gegenüber dem individuellen menschlichen Schicksal verdeutlicht.

Schlüsselwörter

Dido, Heinrich von Veldeke, Aeneasroman, Vergil, Aeneis, Mittelalter, Antike, Literaturvergleich, Liebesgeschichte, Herrscherin, Götter, Mythos, Schicksal, Selbstmord, Karthago

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die literarische Charakterisierung der Figur Dido in Heinrich von Veldekes Eneasroman und ihrer antiken Vorlage, der Aeneis von Vergil.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Im Zentrum stehen die Unterschiede in der Darstellung von Schicksal, göttlichem Einfluss, der psychologischen Motivation der Figur Dido sowie deren Rolle als Frau und Herrscherin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie sich das Bild der Dido vom antiken Mythos zur mittelalterlichen Bearbeitung gewandelt hat und warum sie als Figur an ihren Idealen und äußeren Zwängen scheitert.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Es wird eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär textimmanente Interpretationen und den Abgleich der beiden Werke umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine deskriptive Darstellung des Geschehens in beiden Werken sowie eine interpretative Auseinandersetzung mit der psychologischen Dimension der Figur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Eneasroman, Dido, Aeneis, Götter, Mittelalter, Antike und Herrschaftsverständnis geprägt.

Warum wird im Eneasroman auf das Eingreifen der Götter weitgehend verzichtet?

Im mittelalterlichen Eneasroman wird das Geschehen stärker vermenschlicht; das Schicksal der Dido erscheint als eine rein menschliche Konsequenz im Kontext der Natur und eigener Gefühle, statt primär durch göttliche Intervention gelenkt zu werden.

Welche Bedeutung kommt der Figur der Schwester Anna in der Erzählung zu?

Anna wird als umstrittene Figur dargestellt, die Dido zwar beistehen soll, durch ihr Handeln jedoch unbewusst das tragische Ende der Königin und ihr Schicksal vorantreibt.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Die Charakterisierung der Dido im "Eneasroman" und in der Aeneid
Subtitle
Eine Interpretation der Figur der Dido
College
Dresden Technical University  (Institut Germanistik)
Course
HS Trojaromane
Grade
1,3
Author
Ester Schoefberger (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V161785
ISBN (eBook)
9783640752164
ISBN (Book)
9783640752584
Language
German
Tags
Dido Eneasroman Aeneis Heinrich von Veldeke Vergil phönizischer Mythos Didone
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ester Schoefberger (Author), 2009, Die Charakterisierung der Dido im "Eneasroman" und in der Aeneid, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161785
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint