In dieser Arbeit wird der Film „Lara Croft: Tomb Raider“ behandelt. Die Heldenrolle von Lara Croft, ihre Funktion für die Gesellschaft sowie die Charaktereigenschaften und die Entwicklung der Heldin werden analysiert und diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kurze Inhaltsangabe des Films
3. Die Heldin Lara Croft
3.1. Das äußere Erscheinungsbild der Heldin
3.2. Ihre Arbeit
3.3. Berufung und Vaterkomplex
3.4. Beziehungen
3.5. Intelligenz
4. Heldenrolle
4.1. Arten von Helden
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Heldenrolle von Lara Croft im Film „Lara Croft: Tomb Raider“, untersucht ihre Funktion innerhalb der Gesellschaft sowie ihre Charaktereigenschaften und beleuchtet den Reifeprozess der Protagonistin im Kontext ihrer familiären Bindung.
- Analyse der Heldenrolle von Lara Croft
- Funktion der Heldin für die Gesellschaft
- Darstellung des weiblichen Körpers und Geschlechterrollen
- Psychologische Aspekte: Der Vaterkomplex und Reifeprozess
- Einordnung in filmische Heldentypen
Auszug aus dem Buch
3.1. Das äußere Erscheinungsbild der Heldin
Der Körper der Protagonistin spielt eine große Rolle und ist die diskurstragende Kategorie überhaupt. Sie trägt ein schwarzes, eng anliegendes Top und dazu eine Hot Pants. Diese aufkommende Erotik die durch Lara Croft verbreitet wird ist mitunter ein wichtiger Bestandteil des Films, denn sie vermittelt nicht nur Stärke sondern auch Anmutigkeit und Sex. Laras Körper wird im Film fetischisiert, denn sie hat den perfekten Körper einer Actionheldin, der Kraft und Erotik zugleich verspricht. Der weibliche Körper, der auch nackt gezeigt wird, stellt eine Kombination aus „typisch weiblichen“ Kleidungsstücken und „männlichen“ Accessoires wie die Militärstiefel und den Waffengürtel dar. In ihrem Grundprinzip bleibt ihre Kleidung immer dieselbe, indem sie als „zweckmäßig“ dargestellt wird und für ihre Tätigkeit passend ist. Lara Croft erhielt von ihren Erfindern überdimensionierte weibliche Attribute - Ein großer Schmollmund, eine Wespentaille, riesige Brüste und extrem lange Beine. Ihr Frausein wird einerseits auf diese Attribute reduziert, andrerseits ist ihr Körper eine durchtrainierte Kampfmaschine, die zum Bestehen ihrer Aufgaben eingesetzt wird und nicht um etwa Männer zu verführen.
In Tomb Raider werden Anteile von Laras Körper auch in anderen symbolischen Formen in den Mittelpunkt des Films gerückt. Wie etwa das „Allsehende Auge“. Dieser Diskurs stellt auch dar, dass es sich nicht zufällig um einen weiblichen Körper handelt. Der Körper macht somit einen wesentlichen Teil ihrer Identität aus, denn es wird offensichtlich, dass die Frau auch wesentlich über ihr Aussehen definiert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Filmgegenstands sowie Formulierung der Thesen zur Funktion der Heldin, zum Reifeprozess und zu den Schwächen der Protagonistin.
2. Kurze Inhaltsangabe des Films: Zusammenfassung der Handlung von „Lara Croft: Tomb Raider“, inklusive der Suche nach dem „Dreieck des Lichts“ und der Auseinandersetzung mit den „Illuminaten“.
3. Die Heldin Lara Croft: Untersuchung der verschiedenen Facetten der Hauptfigur, von ihrem äußeren Erscheinungsbild bis hin zu ihrer beruflichen Rolle und psychischen Verfassung.
3.1. Das äußere Erscheinungsbild der Heldin: Analyse der Körperinszenierung und der Verbindung von Erotik und Funktionalität in der Darstellung der Heldin.
3.2. Ihre Arbeit: Betrachtung der beruflichen Tätigkeit als Archäologin und Abenteuerin, die klassischerweise mit männlichen Attributen assoziiert wird.
3.3. Berufung und Vaterkomplex: Diskussion der Vater-Tochter-Beziehung als zentrales Motiv, das die Handlungen und Emotionen der Heldin maßgeblich steuert.
3.4. Beziehungen: Analyse der sozialen Isolation der Protagonistin und der Bedeutung der Vaterfigur gegenüber anderen zwischenmenschlichen Bindungen.
3.5. Intelligenz: Einordnung der intellektuellen Fähigkeiten und der Bildung von Lara Croft als wichtige Bestandteile ihrer Identität und Heldenhaftigkeit.
4. Heldenrolle: Theoretische Herleitung des Heldentums und die Einordnung der Protagonistin in bestehende Heldentypen nach Campbell.
4.1. Arten von Helden: Differenzierung verschiedener Heldenkonzepte und Bestimmung von Lara Croft als „Mythenheldin“ mit makrokosmischem Triumph.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsthesen und Reflexion über den vollzogenen Reifeprozess von Lara Croft.
Schlüsselwörter
Lara Croft, Tomb Raider, Heldenrolle, Filmkritik, Geschlechterrollen, Vaterkomplex, Actionheldin, Mythenheldin, Joseph Campbell, Identität, Reifeprozess, Frauenbild, Popkultur, Kino, Weiblichkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Figur der Lara Croft aus dem Film „Lara Croft: Tomb Raider“ im Kontext ihrer Rolle als Heldin und ihrer Funktion für die Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Heldenrolle, die psychologische Entwicklung (Reifeprozess), das Geschlechterbild sowie die Bedeutung familiärer Bindungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage befasst sich mit der gesellschaftlichen Funktion von Lara Croft, ihrem Reifeprozess im Film sowie der Identifikation ihrer Schwächen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die verschiedene theoretische Konzepte (z. B. von Joseph Campbell) auf die Figur anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des äußeren Erscheinungsbildes, der beruflichen Identität, der psychologischen Vater-Tochter-Beziehung und der Einordnung in diverse Heldentypen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Heldentum, Geschlechterrollen, Vaterkomplex und Mythenheldin.
Wie unterscheidet sich Lara Croft von klassischen männlichen Helden?
Sie vereint traditionell männlich assoziierte Fähigkeiten, wie Kampf und Abenteuerlust, mit einer expliziten weiblichen Inszenierung und einer emotionalen Vater-Tochter-Bindung.
Welche Rolle spielt der Vater im Verlauf der Filmhandlung?
Der Vater dient als Mentor, Triebfeder und psychologisches Motiv für die Handlungen der Heldin; die Versöhnung mit seinem Verlust markiert ihren Reifeprozess.
- Arbeit zitieren
- Sandra Müller (Autor:in), 2010, Die Heldin Lara Croft in der Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161764