Studienseminar für Lehrämter an Schulen Hamm
- Seminar für das Lehramt GHR (Primarstufe) -
Schriftliche Unterrichtsplanung
zur 1. unterrichtspraktischen Prüfung gemäß § 34 (4) OVP
im Fach Mathematik
vorgelegt von: Stefanie Hiller
Klasse: 2a
1 Thema der Reihe
„Wir arbeiten mit dem Geobrett.“- Ein handlungsorientierter Umgang mit dem Geobrett durch Sammlung vielfältiger Erfahrungen zu ebenen Figuren, deren Eigenschaften und der Kongruenz von Flächen zur Förderung des räumlichen Orientierungsvermögens und der Weiterentwicklung der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit.
2 Thema der Einheit
„Wir entdecken verschiedene Dreiecke am Geobrett.“- Eine aktiv- entdeckende Auseinandersetzung mit der ebenen Form „Dreieck“ durch forschenden Umgang mit dem 3x3 Geobrett, indem die Kinder möglichst viele voneinander verschiedene Dreiecke spannen und miteinander vergleichen mit dem Ziel der Sammlung weiterer Erfahrungen zur Kongruenz von Flächen sowie der Förderung des räumlichen Orientierungsvermögens und der Weiterentwicklung der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema der Reihe
2. Thema der Einheit
3. Aufbau der Reihe
4. Kernanliegen der Einheit
4.1 Zentraler Arbeitsauftrag
4.2 Reflexionsauftrag bzw. Leitimpuls für die Reflexionsphase
5. Begründung des Kernanliegens aus didaktischer und methodischer Sicht
5.1 Didaktische Analyse
5.2 Lehrplan
5.3 Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler
5.4 Didaktische Reduktion
5.5 Methodische Analyse
5.6 Teilziele des Kernanliegens
5.6.1 Sachkompetenz
5.6.2 Methodenkompetenz
5.6.3 Sozialkompetenz
5.6.4 Selbstkompetenz
6. Verlaufsplanung der Einheit
7. Literatur
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist die Anbahnung eines ersten Basiswissens über die Kongruenz bzw. Inkongruenz von geometrischen Figuren bei Schülerinnen und Schülern der Klasse 2a. Die zentrale Forschungsfrage bzw. der Reflexionsauftrag konzentriert sich darauf, wie Kinder durch handelndes Erproben am Geobrett die Kriterien für Gleichheit und Verschiedenheit von Dreiecken mathematisch begründen können.
- Handlungsorientierter Umgang mit dem Geobrett zur Förderung der Geometrie-Kompetenz
- Erkenntnisgewinn zum Begriff der Kongruenz durch praktisches Spannen und Vergleichen
- Stärkung der räumlichen Wahrnehmung und Orientierungsfähigkeit
- Förderung prozessbezogener Kompetenzen wie Problemlösen, Kommunizieren und Argumentieren
Auszug aus dem Buch
5.1 Didaktische Analyse
Nach Radatz & Rickmeyer zählt das handelnde (Lernen) sowie entdeckende Lernen zu den Prinzipien zur Gestaltung des Geometrieunterrichts in der Grundschule. Die Kinder sollen in dieser Unterrichtsstunde anhand des Geobrettes ihr Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Darstellungsvermögen erweitern, so dass ihnen Handlungserfahrungen und praktische Tätigkeiten, wie hier das Spannen, ermöglicht werden, indem sie verschiedene Dreiecke finden und entdecken. Denn „versteht man Denken im Sinne Piagets als verinnerlichtes Handeln (...), dann wird die Bedeutung des konkreten Handelns mit geometrischen Elementen besonders im Vor- und Grundschulalter deutlich“.
Eine Verinnerlichung geometrischer Begriffe kann im Grundschulalter nur über Handlungserfahrungen und über den Umgang mit konkretem Material erfolgen. Diese Forderungen kann das Geobrett erfüllen. In der Auseinandersetzung mit dem Formen- Spann- Spiel im Einstieg, dem Spannen von geometrischen Figuren (hier: Dreieck), sowie dem Nachvollziehen der Deckungsgleichheit entwickeln und trainieren die Schülerinnen und Schüler ihre visuelle Wahrnehmungsfähigkeit. Im Umgang mit dem Geobrett vertiefen und erweitern die Kinder ihre Formenkunde; die Entwicklung des Begriffs „Kongruenz“ wird gestützt, da alle Dreiecke hinsichtlich der Deckungsgleichheit überprüft werden können. Durch Ausprobieren, Testen und Nachbilden werden Dreiecke erstellt und gefunden, also ist in dieser Einheit auch der induktive Ansatz vorzufinden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema der Reihe: Diese Einführung beschreibt einen handlungsorientierten Ansatz, bei dem Schüler durch den Umgang mit dem Geobrett Erfahrungen zu ebenen Figuren und deren Eigenschaften sammeln.
2. Thema der Einheit: Hier liegt der Fokus auf der aktiv-entdeckenden Auseinandersetzung mit der Form des Dreiecks durch forschendes Spannen und Vergleichen am 3x3 Geobrett.
3. Aufbau der Reihe: Dieser Abschnitt erläutert die sieben Einheiten der Reihe, die von ersten Grunderfahrungen über Koordinaten-Einführung bis hin zur Arbeit in einer Lernecke reichen.
4. Kernanliegen der Einheit: Das Kapitel definiert das Ziel, Basiswissen über Kongruenz zu vermitteln und Verfahren zur Überprüfung der Deckungsgleichheit zu etablieren.
5. Begründung des Kernanliegens aus didaktischer und methodischer Sicht: Dieser umfangreiche Teil beleuchtet die theoretischen Grundlagen des entdeckenden Lernens, den Lehrplanbezug sowie die spezifischen Lernvoraussetzungen und methodischen Entscheidungen.
6. Verlaufsplanung der Einheit: Eine tabellarische Übersicht der Unterrichtsphasen mit konkreten Handlungsschritten und methodischen Kommentaren.
7. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Richtlinien.
Schlüsselwörter
Geobrett, Geometrieunterricht, Kongruenz, Grundschule, Handlungsorientierung, Entdeckendes Lernen, Dreiecke, Raumvorstellung, Deckungsgleichheit, visuelle Wahrnehmung, Unterrichtsplanung, Mathematik, Partnerarbeit, Problemlösen, Fachdidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt eine schriftliche Unterrichtsplanung für eine unterrichtspraktische Prüfung im Fach Mathematik in der Primarstufe dar.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Das zentrale Thema ist der geometrische Bereich „Raum und Form“, speziell der Einsatz des Geobretts zur Untersuchung der Eigenschaften von Dreiecken.
Was ist das primäre Ziel der Einheit?
Das Ziel ist die Anbahnung eines Basisverständnisses für Kongruenz sowie die Befähigung der Schüler, Deckungsgleichheit bei Dreiecken eigenständig zu überprüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein handlungsorientierter und entdeckender Lernansatz verfolgt, der auf der Prämisse basiert, dass geometrische Begriffe durch konkretes Handeln verinnerlicht werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die didaktische Analyse, den Lehrplanbezug, die Einbettung in die Reihe sowie die detaillierte methodische Planung der Unterrichtsstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geobrett, Kongruenz, entdeckendes Lernen, Raumvorstellung und handlungsorientierter Mathematikunterricht charakterisiert.
Warum wurde das 3x3 Geobrett für diese Stunde gewählt?
Das 3x3 Geobrett gilt als das praktikabelste Lehrmittel für Grundschüler, da die Lösungsvielfalt überschaubar bleibt und somit die Konzentration auf die mathematischen Kerninhalte erleichtert wird.
Welche Rolle spielt die Partnerarbeit in diesem Konzept?
Die Partnerarbeit dient der Förderung der geometrischen Sprachkultur und sozialer Kompetenz, wobei leistungsstärkere Kinder leistungsschwächere durch Austausch unterstützen können.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Hiller (Autor:in), 2009, „Wir arbeiten mit dem Geobrett“ - Ein handlungsorientierter Umgang mit dem Geobrett - Klassenstufe 2, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161652