Neue Technologien, wie UMTS oder VoIP, ermöglichen neue Formen interpersonaler Kommunikation. Das dies der Fall ist, lässt sich exemplarisch an der Erfolgsgeschichte der bekannten VoIP-Software Skype nachvollziehen, die laut Unternehmensangaben in den verschiedenen Versionen schon mehr als 1,69 Milliarden mal heruntergeladen wurde.
Eine im Seminar Mediaforschung durchgeführte Mediennutzungsstudie unter Dresdner Studenten soll die Verwendung dieser Diensleistungen und Geräte unter Studenten klären. Neben dem Vergleich zur Nutzung herkömmlicher Festnetztelefonie und des Computers, beleuchtet die Tagebuchstudie auch rezipierte Medieninhalte und den Nutzungskontext.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Telefonie als Möglichkeit mobiler Kommunikation
3 Forschungsinteresse
4 Datenauswertung
4.1 Kurze methodische Vorbetrachtung
4.2 Studenten telefonieren – aber wie?
4.3 Das Mobiltelefon und seine Verwendung
4.4 Weitere Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das tatsächliche Nutzungsverhalten von Mobiltelefonen unter Dresdner Studenten im Jahr 2009. Das primäre Ziel ist es, die Art und den Umfang des mobilen Medieneinsatzes im studentischen Alltag zu analysieren, wobei Vergleiche zur Internet- und Festnetztelefonie gezogen werden, um die Bedeutung neuer Kommunikationstechnologien kritisch zu hinterfragen.
- Analyse der Nutzungsintensität und -präferenzen von Mobiltelefonen bei Studenten.
- Vergleich der Mobiltelefonnutzung mit Festnetz- und Internettelefonie.
- Untersuchung der parallelen Mediennutzung im studentischen Alltag.
- Evaluierung der Akzeptanz und Verwendung von Zusatzfunktionen (3G, E-Mail, TV).
Auszug aus dem Buch
4.1 Kurze methodische Vorbetrachtung
Für die verwechslungsfreie Interpretation der Ergebnisse empfiehlt es sich an dieser Stelle nochmals kurz auf die zu Grunde liegende Methodik einzugehen. Die für die Auswertung herangezogenen Daten sind im Rahmen des Seminars Mediaforschung in zwei Wellen von jeweils sieben Tagen vom 09.06. (erste Welle) und vom 15.06. ab (zweite Welle) erhoben worden. Die dafür rekrutierten Dresdner Studenten erhielten eine digitale Vorlage eines Tagebuchs indem sie am Ende des Tages halbstündlich die jeweils verwendeten Medien, den entsprechenden Kanal und Inhalt sowie weitere Variablen, die den Nutzungskontext beschreiben, erfassen sollten.
Das grobe Zeitraster erlaubt allerdings keine Aussage über die tatsächliche Nutzungsdauer, insbesondere, weil Telefongespräche in der Regel nur wenige Minuten andauern (vgl. Statistisches Bundesamt 2004, S. 5; Höflich 2006, S. 46). Die meisten Ergebnisse gehen von der halben Stunde als Analyseeinheit aus, welche sich am ehesten als quantitative Einheit deuten lässt, die anhand der Häufigkeit der Nennung über den Erhebungszeitraum hinweg beurteilt wird. Die daraus möglicherweise resultierende Problematik, dass sich vor allem solche kurzen Nutzungsphasen am Ende des Tages nicht mehr rekonstruieren lassen, ist als ein weiterer Nachteil der Methodik zur Kenntnis zu nehmen.
Die Frage nach der Länge des Medieneinsatzes kann deshalb immer nur indirekt beantwortet werden. Die für die Rekrutierung der Untersuchungsteilnehmer festgelegten Quotierungskriterien dürfen hinsichtlich deren lockeren Handhabung, aufgrund der generell geringen Teilnahmebereitschaft, nur sehr eingeschränkt für einen Schluss auf die Grundgesamtheit herangezogen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der veränderten Kommunikation durch neue Technologien wie UMTS und VoIP ein und stellt die Forschungsfrage der Arbeit dar.
2 Telefonie als Möglichkeit mobiler Kommunikation: Hier wird der theoretische Rahmen gesteckt und der Begriff der mobilen Kommunikation wissenschaftlich definiert.
3 Forschungsinteresse: Auf Basis der Theorie werden die zentralen Hypothesen zum Nutzungsverhalten von Mobiltelefonen im Vergleich zu anderen Medien entwickelt.
4 Datenauswertung: Dieser Hauptteil analysiert die erhobenen Daten, betrachtet Nutzungskanäle, parallele Mediennutzung und die Akzeptanz von Zusatzdiensten.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die reine Verfügbarkeit neuer Technologien nicht automatisch zu einer veränderten Mediennutzung bei Studenten führt.
Schlüsselwörter
Mediennutzung, Mobiltelefon, Studenten, Festnetztelefonie, Internettelefonie, Kommunikation, SMS, MMS, Medienforschung, UMTS, Parallel-Nutzung, Technologiewandel, Telefonie, Datenauswertung, Medienkanal.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem tatsächlichen Nutzungsverhalten von Mobiltelefonen bei Dresdner Studenten und vergleicht dieses mit Festnetz- und Internettelefonie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Verwendung von SMS/MMS, Telefonie-Gewohnheiten, die Rolle des Internets am Handy und die parallele Nutzung mehrerer Medien gleichzeitig.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie und wie lange Mobiltelefone im Alltag von Studenten genutzt werden und ob sie traditionelle Kommunikationswege wie das Festnetztelefon bereits verdrängen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative Mediennutzungsstudie mit Hilfe digitaler Tagebücher über zwei Erhebungswellen hinweg durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Daten zur Mediennutzung, prüft Hypothesen zur Handy-Verwendung im Vergleich zu VoIP und untersucht die Verbreitung von 3G-Diensten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mediennutzung, Mobiltelefon, Studenten, Internettelefonie und Parallel-Nutzung.
Warum spielt Internettelefonie laut der Studie eine eher untergeordnete Rolle?
Obwohl Internettelefonie kostengünstiger ist, zeigen die Daten, dass sie bei Studenten kaum genutzt wird, da sie primär am Computer stattfindet und die befragten Studenten dafür kaum Zusatzdienste am Handy in Anspruch nehmen.
Welchen Einfluss haben Kosten auf die Nutzung von Mobiltelefonen?
Hohe Preise für Datentarife und die Anschaffungskosten für komfortable Endgeräte (Smartphones) werden als wesentliche Gründe für die geringe Nutzung moderner 3G-Dienste identifiziert.
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- BA Daniel Hofmann (Author), 2009, Mediennutzung unter Studenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161616