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Die Minne – Exkurse im „Tristan“ von Gottfried von Straßburg

Auf der Suche nach dem Ideal

Titel: Die Minne – Exkurse im „Tristan“ von Gottfried von Straßburg

Seminararbeit , 2007 , 17 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Corinna Groß (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mehr als neunzehntausend Verse umfasst das grandiose Werk „Tristan“, in dem Gottfried von Straßburg mit seinem Leser in die Welt der Minne eintaucht. In kunstvoller Weise lässt er den Leser des senften herzesmerzen der beiden Liebenden Tristan und Isolde, „der innerhalp des herzen / sô rehte sanfte unsanfte tuot“ miterleben und Zeuge einer Liebe werden, die viele Hindernisse überwinden muss. Immer wieder gewaltsam durch die huote der Gesellschaft unterdrückt und von Betrug sowie Eifersucht bestimmt, scheint das Erreichen des vollkommenen Minneglückes beinahe unmöglich.
Der Gipfelpunkt der Liebe - dargestellt in der Allegorie der Minnegrotte - liegt weit ab vom Hof und von der Realität. Doch ob die Liebenden dort dem wahren Zauber der Minne verfallen und wunschlos glücklich sind, wird an späterer Stelle noch zu erörtern sein. So müssen die Protagonisten erfahren, dass die Liebe, so erstrebenswert sie auch sein mag - denn jeder strebt nach dem „wunder, / daz man an liebe vünde“ (12210 f.) - unberechenbar sein kann.
Neben der unvergleichbaren Erzählweise sind es besonders die zahlreichen Exkurse, die die Besonderheit dieses Werkes ausmachen. Ich möchte mich in meiner nun folgenden Hausarbeit mit den kurzen und langen Exkursen beschäftigen, die sich dem Thema der Minne gewidmet haben. An konkreten Beispielen werden dabei relevante Wesenszüge der Minne hervorgehoben oder spezielle Aspekte der Handlung auf die Allgemeinheit bezogen. Reichhaltiger und systematischer als bei seinen Zeitgenossen eingesetzt, gliedern und erläutern Gottfried von Straßburgs Exkurse die Handlung und werden als Gegengewicht zu der irrationalen Tristanminne eingesetzt. Doch besteht dennoch eine Einheit zwischen der Handlung und den Exkursen oder widersprechen sie sich womöglich? Wie sind sie formal in das Erzählgefüge eingegliedert?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Funktion der Exkurse

3. Die Minne – Exkurse

3.1. Gesamtüberblick

3.2. Die „rede von den guoten minnen“

3.3. Die Minnegrotten – Allegorese

3.4. Der „Huote – Exkurs“

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktion und Bedeutung der Exkurse im „Tristan“ von Gottfried von Straßburg. Ziel ist es, die Verbindung zwischen der Handlung des Romans und den reflektierenden Einschüben des Erzählers zu analysieren, wobei die Voraussetzungen, Ideale und gesellschaftlichen Auswirkungen der Minne im Zentrum der Untersuchung stehen.

  • Die Funktion der Exkurse als erzählerisches Mittel und ihre Abgrenzung zur Haupthandlung.
  • Analyse der „rede von den guoten minnen“ als Reflexion über das Liebesideal.
  • Deutung der Allegorie der Minnegrotte und deren symbolischer Gehalt.
  • Untersuchung des „Huote-Exkurses“ hinsichtlich gesellschaftlicher Anforderungen an die Frau.
  • Gegenüberstellung von Minne-Ideal und der Realität der Protagonisten.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die „rede von den guoten minnen“

Der erste große Minne – Exkurs (12183 – 12357) ist der Vorgeschichte zuzuordnen. Die beiden Liebenden Isolde und Tristan haben ihre Liebe zueinander erkannt und die treue Brangäne in ihr Geheimnis eingeweiht. Doch der Kummer, den Geliebten nur geheim sehen zu können, schmerzt sie sehr.

Der Erzähler macht hier einen bewussten Einschnitt, um besondere Eigenschaften, die die Minne auszeichnen, zu charakterisieren. Im stetigen Wechsel erscheint dabei die Minne als höchstes Glück oder wird im Kontrast dazu als von den Menschen verdorbene Minne dargestellt.

Aufgrund der Vielzahl der Exkurse fallen diese häufig relativ kurz aus. Auch wenn dies bei diesem Exkurs nicht unbedingt zutrifft, leitet Gottfried seinen Exkurs dennoch als „kurz rede von guoten minnen / diu guotet guoten sinnen“ (12185 f.) ein. Im typischen Kreuzreim verfasst, kann Gottfried sich dank diesen vier Versen der Aufmerksamkeit des Lesers sicher sein. Auffällig ist zudem, dass der Erzähler die „epische Vergangenheit verlässt“ und aus der „Gegenwärtigkeit des Autors über die Gegenwart zur Gegenwart der Hörer“ spricht. Darauf folgt zunächst eine Beschreibung des Erzählers, der von seinen eigenen Erfahrungen berichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Thematik des Werkes „Tristan“ und Definition der Fragestellung zur Rolle der Exkurse für das Verständnis der Minne.

2. Funktion der Exkurse: Erörterung der literarischen Definition eines Exkurses und der wissenschaftlichen Debatte über dessen inhaltliche Anbindung an die Haupthandlung.

3. Die Minne – Exkurse: Untersuchung der verschiedenen Exkurs-Typen im Tristan, eingeteilt in Reflexionen über Minne, die Rolle der Gesellschaft und das Idealbild.

3.1. Gesamtüberblick: Systematische Auflistung und Gruppierung aller sechzehn Exkurse sowie Darlegung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

3.2. Die „rede von den guoten minnen“: Analyse des ersten großen Exkurses, der das Ideal der Minne dem Verhalten der Menschen gegenüberstellt.

3.3. Die Minnegrotten – Allegorese: Interpretation der symbolischen Bedeutung der Grotte und der Exklusivität der idealen Liebe.

3.4. Der „Huote – Exkurs“: Untersuchung der negativen Einflüsse der Außenwelt auf die Liebenden und des idealen Verhaltens der Frau.

4. Schlusswort: Zusammenfassende Betrachtung der Diskrepanz zwischen dem in den Exkursen proklamierten Ideal und der Realität der Romanhandlung.

Schlüsselwörter

Tristan, Gottfried von Straßburg, Minne, Minne-Exkurs, Huote, Allegorese, Minnegrotte, höfische Literatur, Liebesideal, Gesellschaftskritik, Treue, Triuwe, Erzählstruktur, Mittelalter, Leid.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die zahlreichen Exkurse im Tristan-Epos von Gottfried von Straßburg und deren Bedeutung für das Verständnis der im Werk dargestellten Liebe.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Definition und Funktion der Exkurse, das Konzept der „guten Minne“, die Allegorese der Minnegrotte und die Rolle der „Huote“ (Bewachung) in der höfischen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob die Exkurse eine Einheit mit der Handlung bilden oder als eigenständige Reflexionen über das Minne-Ideal zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf der Auslegung der Originalverse und dem Vergleich mit der Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Übersicht der Exkurse und eine detaillierte Einzelanalyse der drei bedeutendsten Minne-Exkurse des Werkes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Tristan, Minne, Exkurs, Huote, Allegorese, Minnegrotte und die Spannung zwischen Ideal und Realität.

Inwiefern spielt der „Huote-Exkurs“ eine Rolle für die Interpretation der Rolle der Frau?

Dieser Exkurs kritisiert gesellschaftliche Zwänge und definiert das Ideal einer Frau, die durch Selbstachtung und Treue ihr eigenes Handeln bestimmt, statt durch äußere Bewachung eingeschränkt zu werden.

Wie unterscheidet sich die Minnegrotte von der höfischen Realität?

Die Minnegrotte wird als idealisierter Ort der vollkommenen Liebe dargestellt, der jedoch im direkten Kontrast zur betrugsbehafteten Welt des Hofes steht und für die Liebenden nur zeitweise und mühsam erreichbar bleibt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Minne – Exkurse im „Tristan“ von Gottfried von Straßburg
Untertitel
Auf der Suche nach dem Ideal
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Veranstaltung
Literaturwissenschaftliches Proseminar: „Gottfried von Straßburg: Tristan“
Note
2,7
Autor
Corinna Groß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V161520
ISBN (eBook)
9783640754106
ISBN (Buch)
9783640754489
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Minne Exkurse Gottfried Straßburg Suche Ideal
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Corinna Groß (Autor:in), 2007, Die Minne – Exkurse im „Tristan“ von Gottfried von Straßburg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161520
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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