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Zur Shop-Startseite › Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ

Deutsch als Zweitsprache

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zweitspracherwerb

Titel: Deutsch als Zweitsprache

Seminararbeit , 2009 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Monika Thiem (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausgangspunkt der Arbeit sind die theoretischen Erkenntnisse zum Zweitspracherwerb, im Besonderen diverse Hypothesen zum Erwerb der Zweitsprache, den Erwerbsprozess beeinflussende Faktoren sowie konkrete Aspekte und Fördermöglichkeiten für Deutsch als Zweitsprache. In Bezug auf die zentrale Fragestellung werden anhand eines Praxistransfers die theoretischen Erkenntnisse erörtert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung in die Thematik

I.1. Einleitender Gedanke und Themenbegründung

I.2. Zentrale Fragestellung und Themeneingrenzung

I.3. Aufbau der nachfolgenden Arbeit

II. Theoretische Erkenntnisse zum Zweitspracherwerb

II.1 Begriffsbestimmung Zweitspracherwerb

II.2 Theorien zum Erwerb der Zweitsprache

II.2.1 Kontrastivhypothese

II.2.2 Identitätshypothese

II.2.3 Interlanguagehypothese

II.2.4 Interdependenzhypothese

III. Erwerbsprozess der Zweitsprache

III.1 Voraussetzungen des Erwerbsprozesses

III.1.1 Basale Fähigkeiten und Fertigkeiten

III.1.2 Hörvermögen und Hörverstehen

III.1.3 Lautwahrnehmung und phonologische Entwicklung

III.2 Inhalte des Erwerbsprozesses

III.3.1 Wortschatzerwerb

III.3.2 Syntaxerwerb

III.3.3 Kommunikative Fähigkeiten

III.2 Einflussfaktoren des Erwerbsprozesses

III.2.1 Gesellschaftlich orientierte Faktoren

III.2.2 Individuell orientierte Faktoren

IV. Implikationen für die Förderung von Deutsch als Zweitsprache

IV.1 Aspekte der dt. Sprache als potenzielle Hürde im Zweitspracherwerb

IV.2 Inhaltliche Gestaltung der Sprachförderung

IV.3 Pädagogische Prinzipien und Zielsetzung

IV.4 Didaktisches und methodisches Vorgehen

V. Schlussbemerkungen und Bilanz

V.1 Zusammenfassung der zentralen Aussagen

V.2 Persönliche Kommentierungen, kritische Stellungnahme und Konsequenzen für die Zukunft

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zweitspracherwerb bei Kindern, diskutiert relevante theoretische Ansätze und leitet daraus Implikationen für eine ganzheitliche, ressourcenorientierte Sprachförderung im pädagogischen Kontext ab.

  • Theoretische Grundlagen und Hypothesen zum Zweitspracherwerb
  • Biologische und individuelle Voraussetzungen des Erwerbsprozesses
  • Einflussfaktoren wie gesellschaftliche Integration und Sprachinput
  • Herausforderungen der deutschen Sprache für Lernende
  • Methodik und Prinzipien effektiver Sprachförderung in Bildungseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

II.2.1 Kontrastivhypothese

Die um 1940 von Fries entwickelte Kontrastivhypothese wir in der Literatur auch oft als Transfer-Hypothese beschrieben. Der auf dem behavioristischen Modell eines „input - output“ Verhaltens basierende Ansatz stellt beide Sprachsysteme vergleichend gegenüber und geht davon aus, dass der Erwerb der Zweitsprache von der Struktur der Erstsprache determiniert ist (vgl. Eckhardt 2008). Umso differenter die Sprachstrukturen einer Sprache zur Muttersprache sind, desto schwerer ist es, diese als Zweitsprache zu erlernen.

„Die Kontrastivhypothese besagt, dass es anhand von Kontrastierungen bzw. Sprachvergleichen der Erst- und Zweitsprache möglich ist, Sprachstrukturen vorauszusagen und zu beschreiben, die in der Zweitsprache einfach bzw. schwere gelernt werden.“ (a.a.O. 2008; 22)

Dieser Transfer bekannter Strukturen aus der Muttersprache in die Zweitsprache kann zum einen in Form von Ähnlichkeiten positiv zum anderen in Form von Gegensätzen negativ sein. Beispiel für einen positiven Transfer: »Er wohnt in München. – He lives in Munich.« Die Wortstellung ist in beiden Sprachen identisch und führt daher zu einem positiven Transfer. Beispiel für einen negativen Transfer: »Er wohnt seit 1990 in München. – He lives in Munich since 1990.« Diese störende Einwirkung der verdrehten Wortstellung im Satz wird Interferenz genannt und kann den Zweitspracherwerb in hohem Maße retardieren (vgl. Müller et al. 2007). Formen von Interferenzen können im Bereich der Aussprache, der Grammatik, des Wortschatzes und des Sprachgebrauchs auftreten (vgl. Lewandowski in Günther/ Günther 2007). Folglich müssen in der Zweitsprache vor allem Sprachstrukturen erlernt werden, die sich von denen der Muttersprache unterscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung in die Thematik: Die Einleitung begründet das Thema im Kontext der gesellschaftlichen Pluralität und definiert die Fragestellung der Arbeit.

II. Theoretische Erkenntnisse zum Zweitspracherwerb: Dieses Kapitel erläutert zentrale Fachbegriffe und diskutiert wissenschaftliche Hypothesen zum Zweitspracherwerb.

III. Erwerbsprozess der Zweitsprache: Das Kapitel analysiert die Voraussetzungen, Inhalte und Einflussfaktoren, die den Prozess der Sprachentwicklung bei Kindern bestimmen.

IV. Implikationen für die Förderung von Deutsch als Zweitsprache: Hier werden praktische Strategien, pädagogische Prinzipien und didaktische Ansätze zur effektiven Sprachförderung aufgezeigt.

V. Schlussbemerkungen und Bilanz: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch die Bedeutung einer ressourcenorientierten Sprachförderung für die Zukunft.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Interlanguagehypothese, Kontrastivhypothese, Interdependenzhypothese, Sprachentwicklung, Migrationshintergrund, Interkulturelles Lernen, Kommunikative Kompetenz, Pädagogik, Sprachinput, Wortschatzerwerb, Syntaxerwerb.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit behandelt wissenschaftliche Grundlagen, den Erwerbsprozess und praktische Förderansätze für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erwerbshypothesen, den Voraussetzungen des Spracherwerbs sowie der Gestaltung pädagogischer Sprachförderangebote.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den komplexen Erwerbsprozess der Zweitsprache zu beleuchten und daraus Empfehlungen für eine effektive, ganzheitliche pädagogische Praxis abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Transfer wissenschaftlicher Theorien in den pädagogischen Kontext.

Welche Aspekte werden im Hauptteil diskutiert?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hypothesen, die biologischen und sozialen Erwerbsvoraussetzungen sowie didaktische Methoden zur Sprachförderung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Zweitspracherwerb, Mehrsprachigkeit, Sprachförderung, Interlanguage und interkulturelle Pädagogik stehen im Zentrum.

Warum spielt die Erstsprache eine so zentrale Rolle?

Die Erstsprache ist ein wesentlicher Teil der kindlichen Identität und bildet die kognitive Basis für den Erwerb weiterer Sprachen.

Was unterscheidet den ungesteuerten vom gesteuerten Spracherwerb?

Ungesteuerter Erwerb geschieht im Alltag während der Sozialisation, während gesteuerter Fremdspracherwerb eine systematische, unterrichtsbasierte Struktur aufweist.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutsch als Zweitsprache
Untertitel
Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zweitspracherwerb
Hochschule
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Note
1,0
Autor
Monika Thiem (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V161472
ISBN (eBook)
9783640758340
ISBN (Buch)
9783640758395
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zweitspracherwerb Zweitsprache Sprachförderung Sprachliche Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Monika Thiem (Autor:in), 2009, Deutsch als Zweitsprache, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161472
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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