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Zur Shop-Startseite › VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Internationalisierungstheorien und ihr Erklärungsbeitrag für den Markteintritt ausländischer Unternehmen in osteuropäische Märkte

Titel: Internationalisierungstheorien und ihr Erklärungsbeitrag für den Markteintritt ausländischer Unternehmen in osteuropäische Märkte

Diplomarbeit , 2008 , 109 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jens Gerstner (Autor:in)

VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die fortschreitende Globalisierung der Märkte und der daraus resultierende Wettbewerb schaffen neue Herausforderungen, denen sich alle Unternehmen stellen müssen. Waren bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts hauptsächlich multinationale Unternehmen vom zunehmenden, weltweiten Wettbewerb betroffen, so trifft dies mittlerweile ebenfalls auf die kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu. Unternehmungen sehen sich heute zunehmend mit der Sättigung traditioneller Märkte, dem wachsenden Kostendruck auf heimischen und ausländischen Märkten sowie der wachsenden technischen Komplexität industrieller Produkte bei einer parallelen Verkürzung der Innovationszyklen mit immer größerem Konkurrenzdruck konfrontiert. Dies zwingt sie dazu, ihre vorhandenen Wettbewerbsvorteile zu sichern und auszubauen. Die Erschließung von Auslandsmärkten scheint ein geeignetes Mittel hierfür zu sein. Einen sehr wichtigen Markt stellt hierbei Osteuropa dar. Für die Entwicklung dieser Region war der Beitritt von Bulgarien und Rumänien zur EU im Januar 2007 von höchster Bedeutung. Die Europäische Union zählt danach 27 Mitgliedsstaaten, von denen zehn Staaten Osteuropa zuzuordnen sind. Durch die Öffnung des osteuropäischen Marktes bzw. die EU-Osterweiterung entstanden und entstehen weiterhin neue Möglichkeiten der Internationalisierung. Deshalb steht die Wirtschaftsregion „Osteuropa“ im Mittelpunkt dieser Arbeit. Nachdem die mittel- und osteuropäischen Staaten seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges von den Entwicklungen in der Weltwirtschaft weitgehend isoliert waren, haben diese Staaten Ende der 80er Jahre die bis dahin bestehenden Außenhandels- und Devisenmonopole aufgehoben und Unternehmen das Recht zur Durchführung von Außenhandelsaktivitäten eingeräumt.
Unternehmen müssen sich auf dem Weg zu internationalen Märkten mit den Fragen beschäftigen, warum (Motive und Ziele), wohin (Länderauswahl), wann (Timing) und wie (Markteintrittsform) eine Internationalisierung durchzuführen ist. Internationalisierungstheorien versuchen Antworten auf diese Fragen zu geben. Grundlegende Zielsetzung dieser Arbeit ist daher, den Erklärungsbeitrag verschiedener Internationalisierungstheorien herauszuarbeiten und somit zu begründen, was die entscheidenden Faktoren sind, damit eine Unternehmung den Markteintritt in Osteuropa vollzieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Zielsetzung

1.2. Vorgehensweise und Gang der Arbeit

2. Definition der Begriffe

2.1. Begriff der Internationalisierung

2.2. Begriff der Internationalisierungstheorie

2.3. Begriff der ausländischen Unternehmung

3. Osteuropa als Zukunftsmarkt: Chancen und Risiken

3.1. Begriffliche und geografische Abgrenzung Osteuropas

3.2. Die Systemtransformation in Osteuropa

3.3. Die Erfolgsbilanz der Transformationsländer

3.4. Analyse der Länderrisiken in Osteuropa

3.5. Gründe für ein Engagement in einem osteuropäischen Land aus Sicht eines ausländischen Unternehmens

4. Begriff und Gegenstand des Markteintritts

4.1. Markt und Markteintritt

4.2. Markteintrittsstrategien im internationalen Wettbewerb

4.2.1. Markteintrittsstrategie

4.2.2. Markteintrittszeitpunkte

4.2.2.1. Übersicht der Markteintrittszeitpunkte

4.2.2.2. Länderübergreifende Timingstrategien

4.2.2.2. Länderspezifische Timingsstrategien

4.2.3. Markteintrittsformen

4.2.3.1. Systematisierung der Markteintrittsformen

4.2.3.2. Arten von Markteintrittsformen

4.2.3.2.1. Export

4.2.3.2.2. Betätigungsformen mit Wertschöpfung im Ausland ohne Kapitalbeteiligung

4.2.3.2.3. Betätigungsformen mit Wertschöpfung im Ausland und Kapitalbeteiligung

5. Theoretische Grundlagen des Markteintritts ausländischer Unternehmen in Osteuropa

5.1. Systematisierung der Internationalisierungstheorien

5.2. Die Theorien des Außenhandels

5.2.1. Die Theorie der komparativen Kostenvorteile

5.2.1.1. Darstellung der Theorie der komparativen Kostenvorteile

5.2.1.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.2.2. Die Theorie der technologischen Lücke

5.2.2.1. Darstellung der Theorie der technologischen Lücke

5.2.2.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.3. Die Theorien der Direktinvestition

5.3.1. Die Zinssatztheorien

5.3.1.1. Darstellung der Zinssatztheorien

5.3.1.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.3.2. Die Theorie des monopolistischen Vorteils

5.3.2.1. Darstellung der Theorie des monopolistischen Vorteils

5.3.2.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.3.3. Die Theorie des oligopolistischen Parallelverhaltens

5.3.3.1. Darstellung der Theorie des oligopolistischen Parallelverhaltens

5.3.3.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.4. Übergreifende Internationalisierungstheorien

5.4.1. Die Verhaltenstheorie

5.4.1.1. Darstellung der Verhaltenstheorie

5.4.1.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.4.2. Das Produktlebenszyklusmodell

5.4.2.1. Darstellung des Produktlebenszyklusmodells

5.4.2.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.4.3. Die Standorttheorie

5.4.3.1. Darstellung der Standorttheorie

5.4.3.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.4.4. Die Internalisierungstheorie

5.4.4.1. Darstellung der Internalisierungstheorie

5.4.4.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.5. Weiter übergreifende Internationalisierungstheorien

5.5.1. Das eklektische Paradigma

5.5.1.1. Darstellung des eklektischen Paradigmas

5.5.1.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

5.5.2. Das Internationalisierungsmodell der Uppsala-Schule

5.5.2.1. Darstellung des Internationalisierungsmodells der Uppsala-Schule

5.5.2.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Internationalisierung von Unternehmen mit einem spezifischen Fokus auf den Markteintritt in die mittel- und osteuropäischen Märkte. Ziel ist es, durch die Analyse verschiedener Internationalisierungstheorien die entscheidenden Faktoren herauszuarbeiten, die den Markteintritt in diese Region beeinflussen und begründen.

  • Analyse der Rahmenbedingungen und Risiken in osteuropäischen Transformationsländern.
  • Systematisierung und kritische Würdigung klassischer und übergreifender Internationalisierungstheorien.
  • Untersuchung der Motive für Markteintrittsstrategien (Export, Lizenzen, Joint Ventures, Tochtergesellschaften).
  • Bewertung des Erklärungsbeitrags dieser Theorien für das tatsächliche Investitionsverhalten in Osteuropa.

Auszug aus dem Buch

5.2.1.1. Darstellung der Theorie der komparativen Kostenvorteile

Die Theorie der komparativen Kostenvorteile umfasst die Theorie der Produktivitätsunterschiede von Ricardo und die Theorie der unterschiedlichen Faktorausstattungen von Heckscher und Ohlin (Perlitz 2004, S. 66). Ricardos Theorie der komparativen Kostenvorteile überholte die Theorie der absoluten Kostenvorteile von Smith, die als Ausgangspunkt der Erklärung dient. Die ursprüngliche Idee des Ansatzes von Smith war, dass jedes Land bei bestimmten Gütern absolute Kostenvorteile aufweist, bei anderen Gütern jedoch absolute Kostennachteile. Ein Land hat nach Smith dann einen absoluten Kostenvorteil, wenn es in der Herstellung eines bestimmten Produktes effizienter operiert als andere Länder. Ausschlaggebend für die Effizienz kann z.B. eine höhere Arbeitsproduktivität oder eine bessere Faktorausstattung sein. Ein Land solle sich auf die Produktion eine Gutes spezialisieren und dieses dann exportieren. Der internationale Handel ermöglicht es dann, dieses produzierte Gut gegen andere Güter zu tauschen, die im eigenen Land zu höheren Kosten hätten erzeugt werden können. Durch Spezialisierung sollte sich der Wohlstand eines Landes erhöhen (Smith 1775/1976, S. 13ff.). Ricardos Theorie überholte Smiths Theorie jedoch rasch. Denn Ricardo warf die Frage auf, ob ein Land, das alle Produkte zu geringeren Kosten herzustellen vermag, oder umgekehrt, ein Land, das bei keinem Produkt Kostenvorteile aufweist, als Konsequenz nur exportieren bzw. importieren könne. Mit der Theorie der Produktivitätsunterschiede von Ricardo wurde bewiesen, dass auch in einem solchen Fall der Außenhandel für die beteiligten Länder durchaus von Interesse ist. Dies ist dann der Fall, wenn trotz absoluter Kostenunterschiede in der Herstellung aller Produkte komparative Kostendifferenzen bestehen, so dass die absoluten Unterschiede bei den einzelnen Produkten auftreten. Die Unterschiede in den relativen Kosten können sich durch unterschiedliche Produktionsmöglichkeiten ergeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Problemstellung der zunehmenden Globalisierung und die Bedeutung des osteuropäischen Marktes als Forschungsgegenstand dieser Arbeit.

2. Definition der Begriffe: Schafft ein fundiertes Verständnis der zentralen Termini Internationalisierung, Internationalisierungstheorie und ausländische Unternehmung.

3. Osteuropa als Zukunftsmarkt: Chancen und Risiken: Analysiert die Systemtransformation sowie die politischen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Rahmenbedingungen in Osteuropa.

4. Begriff und Gegenstand des Markteintritts: Erläutert Konzepte der Markteintrittsstrategie, inklusive zeitlicher Aspekte und verschiedener Formen wie Export oder Direktinvestitionen.

5. Theoretische Grundlagen des Markteintritts ausländischer Unternehmen in Osteuropa: Systematisiert und bewertet verschiedene Theorien, darunter Außenhandelstheorien, Direktinvestitionstheorien und verhaltenstheoretische Ansätze in Bezug auf ihren Erklärungsbeitrag.

6. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung der untersuchten Theorien für den Markteintritt in osteuropäische Märkte.

Schlüsselwörter

Internationalisierung, Markteintritt, Osteuropa, Transformationsländer, Außenhandelstheorie, Direktinvestition, komparative Kostenvorteile, technologische Lücke, monopolistischer Vorteil, oligopolistisches Parallelverhalten, Verhaltenstheorie, Produktlebenszyklusmodell, Standorttheorie, Internalisierungstheorie, eklektisches Paradigma.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Diplomarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene theoretische Ansätze der Internationalisierung den Markteintritt von Unternehmen in die Märkte Mittel- und Osteuropas erklären können.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die Systemtransformation Osteuropas, Markteintrittsstrategien (wie Export oder Tochtergesellschaften) sowie die kritische Prüfung zahlreicher Internationalisierungstheorien.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt nach dem Erklärungsbeitrag verschiedener Internationalisierungstheorien für den Markteintritt ausländischer Unternehmen in Osteuropa und identifiziert die entscheidenden Faktoren für diesen Prozess.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Der Autor führt eine systematische Literaturanalyse durch, indem er Theorien identifiziert und deren Eignung anhand zahlreicher empirischer Studien aus dem Kontext des Markteintritts in Osteuropa überprüft.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil?

Den Kern bildet die detaillierte Vorstellung und kritische Würdigung der Theorien, unterteilt in Außenhandelstheorien, Direktinvestitionstheorien und übergreifende Internationalisierungstheorien.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis der Arbeit essentiell?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die "OLI-Vorteile" des eklektischen Paradigmas, das "Up-sala-Modell" (Psychic Distance Chain) sowie der "Transaktionskostenansatz".

Welche Rolle spielt die Braubranche in den Fallbeispielen?

Die Braubranche dient als anschauliches Beispiel für einen Oligopolmarkt, um das "oligopolistische Parallelverhalten" und die "Follow-the-Leader-These" in Osteuropa zu demonstrieren.

Wie schätzt der Autor die zukünftige Relevanz dieser Theorien ein?

Der Autor prognostiziert, dass klassische Theorien wie die der komparativen Kostenvorteile an Bedeutung verlieren werden, während flexiblere Ansätze wie das eklektische Paradigma aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit weiterhin hochrelevant bleiben.

Ende der Leseprobe aus 109 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Internationalisierungstheorien und ihr Erklärungsbeitrag für den Markteintritt ausländischer Unternehmen in osteuropäische Märkte
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Institut für Handel und internationales Marketing)
Veranstaltung
Aussenhandel und internationales Management
Note
1,7
Autor
Jens Gerstner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
109
Katalognummer
V161470
ISBN (eBook)
9783640755240
ISBN (Buch)
9783640755301
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationalisierungstheorien Osteuropa europäische Unternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens Gerstner (Autor:in), 2008, Internationalisierungstheorien und ihr Erklärungsbeitrag für den Markteintritt ausländischer Unternehmen in osteuropäische Märkte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161470
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