Diese Arbeit beschäft sich vodergründig mit dem Strich als soziales Milieu. Es wird ausgiebig auf die Geschihte der Prostitution eigegangen, sowie auf die rechtlichen Grundalagen aber auch gesetzlichen Sicherheiten/Bestimmungen die Prostituierte schützen und deren Handlungsrahmen abstecken. Der Kern der Arbeit beschäftigt sich mit dem ausführlichen Gründen, wie und warum sich Menschen prostituieren und welche Situationen diese Entscheidung beeinflussen. abschließend wir die Prostitution aus Sicht Prostituierter in den Focus gesetzt und beschrieben, wie der harte Alltag im Milieu aussieht.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Von den Anfängen der Prostitution bis heute
Rechtliche Verbindlichkeiten und Sicherheiten für Prostituierte heute – über die zunehmende Akzeptanz und teilweise Anerkennung als Beruf
Was sind die Gründe respektive unter welchen Voraussetzungen prostituieren sich Menschen?
Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die soziologischen Aspekte der weiblichen Prostitution mit einem Fokus auf die Beweggründe und die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie sich das Verständnis von Prostitution als Dienstleistung historisch und rechtlich entwickelt hat, wobei insbesondere die Rolle von sozialen Faktoren und Milieuzugehörigkeiten beleuchtet wird.
- Historische Entwicklung der Prostitution und gesellschaftliche Doppelmoral
- Rechtliche Einordnung durch das Prostitutionsgesetz von 2002
- Soziologische Faktoren und Beweggründe für den Einstieg in das Milieu
- Problematiken wie Abhängigkeit, Drogenkonsum und der schwierige Ausstieg
- Die Prostitution als Dienstleistung im Kontext gesellschaftlicher Anerkennung
Auszug aus dem Buch
Was sind die Gründe respektive unter welchen Voraussetzungen prostituieren sich Menschen?
Als Hauptgrundlage des folgenden Teils dieser Arbeit wird Roland Girtlers Fallstudie über das Wiener Prostitutionsmilieu, welche er in seinem Buch „Der Strich – Soziologie eines Milieus“ veröffentlicht hat, dienen. Dies hat den Grund, dass sich in kaum einem anderen einzelnen Buch so umfassend in allen möglichen Bereichen, so objektiv, nachhaltig, eindrucksvoll und Einblick gewährend mit dem Thema Prostitution und allem was dazu gehört auseinandergesetzt wird.
Zunächst kann man von drei wesentlichen Gründen ausgehen, die den (mehr oder weniger „freiwilligen“) Weg in die Prostitution ebnen bzw. die zur Prostitution führen können.
1. Kann man - auch ohne einen Beruf erlernt zu haben - auf diese Weise schnell und vor allem viel Geld verdienen.
2. Der erwartete Profit bringt die Prostitution in Gang.
3. Wenn man Schulden oder Kredite abzahlen muss, kann man oft nicht der Verlockung des schnellen Geldes widerstehen.
Außerdem lassen sich noch (unfreiwillige) Gründe wie
4. die Zwangsprostitution durch Menschenhandel sowie
5. die allgemeine Zwangsprostitution durch konstruierte Abhängigkeits- und Gewaltverhältnisse hinzu konstatieren, auf denen zumindest in dieser Arbeit nicht mein Hauptaugenmerk liegt, und diese daher nur am Rand Erwähnung finden werden, obgleich sie Erwähnung finden müssen, um sowohl die Gesellschaft als auch jede einzelnen Person zum Hinsehen zu bewegen.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einführung in die Thematik der Prostitution als einer der ältesten Berufe der Welt unter Berücksichtigung der damit verbundenen Stigmata und drei grundlegender Arten der Prostitution.
Von den Anfängen der Prostitution bis heute: Historischer Abriss über die Rolle der Prostitution von der Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart, wobei der Fokus auf der gesellschaftlichen Doppelmoral liegt.
Rechtliche Verbindlichkeiten und Sicherheiten für Prostituierte heute – über die zunehmende Akzeptanz und teilweise Anerkennung als Beruf: Analyse der gesetzlichen Lage in Deutschland, insbesondere des Prostitutionsgesetzes von 2002 und dessen Auswirkungen auf den Status von Prostituierten als Dienstleisterinnen.
Was sind die Gründe respektive unter welchen Voraussetzungen prostituieren sich Menschen?: Untersuchung der soziologischen Hintergründe und sozialen Mechanismen, die zum Einstieg in die Prostitution führen, gestützt auf Roland Girtlers Fallstudien.
Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse, insbesondere der Schwierigkeit, Prostitution trotz rechtlicher Anerkennung als regulären Beruf zu definieren, und der Notwendigkeit gesellschaftlicher Debatten.
Schlüsselwörter
Prostitution, Strich, Soziologie, Milieu, Prostitutionsgesetz, Dienstleistung, Doppelmoral, Zwangsprostitution, Finanzielle Not, Zuhälterei, Rechtlicher Status, Arbeitsvertrag, Gesellschaftliche Anerkennung, Existenzsicherung, Sozialer Ausschluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Soziologie des Milieus der Prostitution und untersucht die Bedingungen und Beweggründe von Frauen, die in diesem Bereich tätig sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung, die rechtliche Situation in Deutschland seit dem Prostitutionsgesetz 2002 sowie die soziologischen Ursachen und Folgen der Tätigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Gründe zu entwickeln, warum Menschen in die Prostitution einsteigen, und die Widersprüchlichkeit im Umgang der Gesellschaft mit dieser Dienstleistung kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung existierender Fachliteratur und Fallstudien, insbesondere auf die soziologischen Analysen von Roland Girtler.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Betrachtung, die rechtliche Analyse der Bedingungen für Prostituierte sowie eine tiefgehende Untersuchung der persönlichen und sozialen Beweggründe für den Einstieg.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Prostitution, Milieusoziologie, Prostitutionsgesetz, Dienstleistungsbegriff und soziale Ausgrenzung.
Inwiefern hat das Prostitutionsgesetz von 2002 die Situation verändert?
Es hat Prostitution rechtlich als Dienstleistung anerkannt und den Prostituierten theoretisch Zugang zu Sozialversicherungen und arbeitsrechtlichen Sicherheiten ermöglicht, wobei die praktische Umsetzung oft problematisch bleibt.
Wie bewertet der Autor das Konzept der Prostitution als Beruf?
Der Autor argumentiert, dass Prostitution zwar ökonomisch als Dienstleistung zu werten ist, jedoch keinen Beruf im klassischen Sinne darstellt, da es an einer staatlich geregelten Ausbildung fehlt.
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- Daniel Rahn (Author), 2010, Der Strich als soziales Milieu, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161392