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Belastungen von Kindern psychisch kranker Eltern

Rückschlüsse für die Soziale Arbeit

Titel: Belastungen von Kindern psychisch kranker Eltern

Hausarbeit , 2010 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Annika Gantikow (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„ Bringen sie mir blaue Flecken am Kind. Vorher kann ich nichts machen. Wie soll ich das begründen, das Psychische beim Kind sieht man ja nicht“
Aussage einer Sozialarbeiterin in einem Hilfeplangespräch

In einer akuten depressiven Krise einer Mutter eines 7- jährigen Kindes forderten die zuständigen Familienhelfer eine Erhöhung der Betreuungs-stunden, da der suchtkranke Lebensgefährte der Mutter mit der aktuellen Situation allein vollends überfordert war. Durch das Nichtgewähren angemessener Hilfeangebote seitens der Jugendhilfe und weiteren nachfolgenden Krisen der Kindesmutter wurde ein Jahr später die Unterbringung des Kindes in einer Pflegefamilie, durch intensives Anraten des Jugendamts und der Eltern, initiiert. Einer Lösung der Krise durch zum Beispiel Erhöhung der Betreuungsstunden oder auch durch die Suche nach Alternativen wurde keine Chance gegeben.

Dies ist nur ein Erfahrungsbeispiel aus der Praxis und Grund dafür, sich in der vorliegenden Hausarbeit mit der Situation von Kindern psychisch kranker Eltern zu beschäftigen. Die gehäuften Anfragen bezüglich der Begleitung psychisch kranker Eltern, die ich in meiner alltäglichen Arbeit immer wieder erhalte und nicht bedienen kann, sind eine weitere Motivation zum Schreiben über dieses Thema. Es wird immer wieder deutlich, wie viele betroffene Familien es doch offensichtlich gibt.

Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit richtet sich auf die Belastungen der betroffenen Kinder und die daraus entstehenden Anforderungen an die Soziale Arbeit.
Die Hausarbeit beginnt mit der Begriffsbestimmung. Im Anschluss daran werden ausgewählte Störungsbilder der Eltern und deren mögliche Auswirkungen auf die Kinder betrachtet. Weiterhin geht es um den subjektiven Zugang zu den Belastungen der Kinder.
Der letzte Teil beschäftigt sich mit dem Patenschaftsmodell und eigenen Rückschlüssen hinsichtlich der Sozialen Arbeit.

In der Fachöffentlichkeit wurden die Lebenswelten der Kinder psychisch kranker Eltern zum ersten Mal im Jahre 1996 auf dem Kongress Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern vorgestellt und diskutiert, obwohl die Forschung sich mit diesem Problem bereits seit den 30ger Jahren beschäftigt. Initiatoren dieses Kongresses waren der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) und der Dachverband Psychosozialer Hilfsvereinigungen.

Die Anzahl der betroffenen Kinder bewegt sich in der Bundesrepublik scheinbar zwischen 500 000 und 3.000 000 , wobei von einer enormen Dunkelziffer....

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Psychische Störung

2.2 Entwicklungspfade

3. Die Belastungen von Kindern psychisch kranker Eltern

3.1. Objektiver Zugang zu den Belastungen der Kinder psychisch kranker Eltern

3.1.1 Depressionen

3.1.2 Schizophrenie

3.1.3 Alkoholsucht

3.1.4 Persönlichkeitsstörungen

3.2. Subjektiver Zugang

3.2.1. Bindung

3.2.2. Auswirkungen auf den Familienalltag

3.2.3. Fehlende Unterstützung

4. Patenschaftsmodell

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Belastungen, denen Kinder psychisch kranker Eltern im Alltag ausgesetzt sind, und leitet daraus konkrete Anforderungen sowie Handlungsansätze für die Soziale Arbeit ab. Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für die Lebenswirklichkeit dieser Kinder zu schärfen und präventive Unterstützungsformen aufzuzeigen.

  • Belastungen von Kindern durch das Störungsbild der Eltern
  • Die Bedeutung von Bindung und frühen Entwicklungserfahrungen
  • Einfluss psychischer Erkrankungen auf den Familienalltag
  • Notwendigkeit und Implementierung des Patenschaftsmodells
  • Handlungskompetenzen für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.1. Objektiver Zugang zu den Belastungen der Kinder psychisch kranker Eltern

Die Basis für den objektiven Zugang nach Lenz bilden vielfache entwicklungspsychologische Befunde. Diese können somit sowohl eine Grundorientierung hinsichtlich des Risikos einer fehlangepassten kindlichen Entwicklung geben als auch ein Verständnis für verschiedene risikoerhöhende Wirkmechanismen ermöglichen. Das Wissen darüber hilft wiederum in der Sozialen Arbeit Rahmenbedingungen und Grundvoraussetzungen für verschiedenste Unterstützungsangebote zu entwickeln.

„Kinder psychisch kranker Eltern haben generell ein deutlich erhöhtes Risiko,…an einer psychischen Störung zu erkranken.“

Die psychische Störung der Eltern als Risikofaktor für die Entwicklung der Kinder ist mittlerweile gründlich erforscht worden. Im Rahmen dieser Arbeit kann allerdings nur auf ausgewählte Störungsbilder und mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder eingegangen werden, da eine vollständige Darstellung und Behandlung aller psychischen Erkrankungen wohl eher die Grundlage für eine weitergehende Forschungsarbeit bieten könnte. In der Literatur sind aber überwiegend die folgenden Störungsbilder beschrieben worden, auf die näher eingegangen werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert das Thema durch praktische Fallbeispiele und verdeutlicht die Relevanz der Unterstützung für Kinder psychisch kranker Eltern.

2. Begriffsklärung: Hier werden zentrale Begriffe wie die psychische Störung sowie das Konzept der Entwicklungspfade theoretisch definiert und in den Kontext der kindlichen Entwicklung gesetzt.

3. Die Belastungen von Kindern psychisch kranker Eltern: Dieses Kapitel analysiert sowohl durch objektive Forschungsdaten als auch durch subjektive Perspektiven die vielfältigen Belastungsfaktoren im Leben der betroffenen Kinder.

4. Patenschaftsmodell: Das Kapitel stellt das Patenschaftsmodell als netzwerkfördernde und präventive Maßnahme zur Stabilisierung der kindlichen Entwicklung und Vermeidung von Trennungen vor.

5. Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit einer intensiven fachlichen Vorbereitung der Sozialarbeitenden und plädiert für die feste Verankerung von Unterstützungsangeboten wie dem Patenschaftsmodell.

Schlüsselwörter

Kinder psychisch kranker Eltern, Soziale Arbeit, Bindungstheorie, Psychische Störung, Entwicklungspfade, Patenschaftsmodell, Familiensystem, Prävention, Netzwerkarbeit, Risikoerhöhende Bedingungen, Risikomildernde Faktoren, Parentifizierung, Psychosoziale Entwicklung, Unterstützung, Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der spezifischen Lebenssituation von Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind, und deren daraus resultierenden Belastungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Feldern zählen die Auswirkungen elterlicher Störungen (z.B. Depression, Schizophrenie) auf das Kind, die Bedeutung der Bindung sowie Ansätze der sozialen Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Belastungsfaktoren zu identifizieren und aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit durch spezifische Kompetenzen und Modelle, wie das Patenschaftsmodell, präventiv unterstützen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Befunde und der Auseinandersetzung mit theoretischen Zugängen (objektiver und subjektiver Zugang nach Lenz).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine objektive Analyse verschiedener elterlicher Störungsbilder, eine subjektive Betrachtung der kindlichen Bindungserfahrungen und die Auswirkungen auf den Familienalltag sowie das Fehlen von Unterstützung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kindeswohl, Bindungssicherheit, Parentifizierung, Patenschaftsmodell und professionelle Handlungsanforderungen der Sozialen Arbeit.

Warum spielt die Bindungstheorie eine so zentrale Rolle?

Die Bindungstheorie dient als Erklärungsgrundlage dafür, warum die Qualität der Beziehung zu Bezugspersonen maßgeblich darüber entscheidet, wie Kinder mit den Belastungen durch erkrankte Eltern umgehen können.

Welche Anforderungen werden an das Patenschaftsmodell gestellt?

Das Modell erfordert Freiwilligkeit, räumliche Nähe, eine bewusste Wahrnehmung der Familiendynamik durch die Paten sowie ein gewisses Maß an Selbstreflektionsfähigkeit und kommunikativer Kompetenz.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Belastungen von Kindern psychisch kranker Eltern
Untertitel
Rückschlüsse für die Soziale Arbeit
Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
1,3
Autor
Annika Gantikow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V161387
ISBN (eBook)
9783640745838
ISBN (Buch)
9783640746439
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Belastungen Kindern Eltern Rückschlüsse Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Gantikow (Autor:in), 2010, Belastungen von Kindern psychisch kranker Eltern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161387
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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