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Die Entstehung von Religiosität in einer säkularen Gesellschaft

Nach Prof. Dr. Ulrich Oevermann

Title: Die Entstehung von Religiosität in einer säkularen Gesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah McCarty (Author)

Theology - Systematic Theology

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Summary Excerpt Details

Da sich der Mensch in seiner Lebenspraxis in einer widersprüchlichen Einheit zwischen Entscheidungsverpflichtung und Begründungszwang befindet, ist er immer wieder gezwungen aus seinen Routinen aus-zubrechen, um Entscheidungen treffen zu können. Dieses Ausbrechen kann sich häufig krisenhaft vollziehen, auch weil der Mensch für seine Entscheidungen oftmals Gründe hat, die ihm erst im Nachhinein voll bewusst werden. Für Prof. Dr. Ulrich Oevermann ist hierbei die Krise der Normalfall und die Routine die Ausnahme, da sich der Mensch unentwegt gezwungen sieht Entscheidungen zu treffen, deren Ausgang er oftmals nicht oder nicht vollständig überblicken kann und die sein Leben ganz einschneidend beeinflussen können. Da laut Oevermann nicht die Möglichkeit besteht, dass man sich nicht entscheidet muss sich der Mensch immer wieder neu entscheiden. Diese Entscheidungsmuster können aber auch nicht (immer) routinisiert werden, da er sich immer wieder auf neue Situationen einlassen und selbständig Entscheidungen treffen muss.Gerade in der heutigen Zeit trifft dies in extremem Maße zu. Es gibt keine festen Regeln und Normen mehr, an denen man sich orientieren muss. Aber vielleicht auch kann. Dies zeigt nun ganz deutlich die Schwierigkeit auf. In einer Gesellschaft die auch mit „anything goes“ charakterisiert werden kann, ist der Mensch gezwungen, sein Leben selbständig zu planen, indem er Entscheidungen trifft. Allerdings ist er zwar in soweit autonom, dass er selbst entscheiden kann, doch sieht er sich gezwungen diese Entscheidungen auch zu begründen. Vor seinem Umfeld, denn es wird von ihm erwartet, dass er weiß was er tut und die Entscheidungen nicht aufs Geratewohl trifft. Aber auch vor sich selbst, um seinem irdischen Leben Sinn zu geben. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelt Prof. Dr. Ulrich Oevermann das Strukturmodell von Religiosität, welches Gegenstand der vorliegenden Seminararbeit ist. Hierin beschreibt er, wie es im Menschen zur Religiosität kommt respektive kommen muss, auch in einer säkularen Gesellschaft und auch bei „religiös indifferenten“ Menschen. Im Folgenden soll deshalb zunächst der Ansatz Oevermanns dargestellt und erläutert werden. Im Anschluss daran, soll der Fakt, dass auch Menschen, die nicht im weitläufig anerkannten Sinn religiös sind, aber laut Oevermann Religiosität besitzen, mit weiterführender Literatur untersucht werden. Im letzten Teil dieser Arbeit soll ein Fazit durch eine kritische Auseinandersetzung gezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Ansatz

2.1 Universelle Geltung und Religionsvergleich

2.2 Das Strukturmodell in einer säkularen Welt

3 Religiosität und religiöse Indifferenz in einer sich säkularisierenden Gesellschaft

4 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das von Ulrich Oevermann entwickelte Strukturmodell der Religiosität. Ziel ist es, zu analysieren, wie Religiosität auch in einer modernen, säkularen Gesellschaft entsteht und fortbesteht, insbesondere bei Menschen, die sich selbst als religiös indifferent bezeichnen, sowie die soziologische Tragweite dieses Modells zu hinterfragen.

  • Die Entstehung von Religiosität in der Lebenspraxis
  • Die Bedeutung von Entscheidungszwang und Bewährungsdynamik
  • Das Konzept des Bewährungsmythos und der Evidenzsicherung
  • Die Transformation religiöser Motivation in der Säkularisierung
  • Kritische Analyse des Strukturmodells hinsichtlich seiner Universalität

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Da sich der Mensch in seiner Lebenspraxis in einer widersprüchlichen Einheit zwischen Entscheidungsverpflichtung und Begründungszwang befindet, ist er immer wieder gezwungen aus seinen Routinen auszubrechen, um Entscheidungen treffen zu können. Dieses Ausbrechen kann sich häufig krisenhaft vollziehen, auch weil der Mensch für seine Entscheidungen oftmals Gründe hat, die ihm erst im Nachhinein voll bewusst werden. Für Prof. Dr. Ulrich Oevermann ist hierbei die Krise der Normalfall und die Routine die Ausnahme, da sich der Mensch unentwegt gezwungen sieht Entscheidungen zu treffen, deren Ausgang er oftmals nicht oder nicht vollständig überblicken kann und die sein Leben ganz einschneidend beeinflussen können. Da laut Oevermann nicht die Möglichkeit besteht, dass man sich nicht entscheidet muss sich der Mensch immer wieder neu entscheiden. Diese Entscheidungsmuster können aber auch nicht (immer) routinisiert werden, da er sich immer wieder auf neue Situationen einlassen und selbständig fallspezifische Entscheidungen treffen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das grundlegende Problem der menschlichen Lebenspraxis ein, die durch einen ständigen Entscheidungszwang und die Notwendigkeit zur Sinnstiftung geprägt ist.

2 Der Ansatz: Dieses Kapitel stellt das Strukturmodell der Religiosität nach Oevermann vor, das auf den drei Momenten der Bewährungsproblematik, dem Bewährungsmythos und der Evidenzsicherung durch Vergemeinschaftung basiert.

3 Religiosität und religiöse Indifferenz in einer sich säkularisierenden Gesellschaft: Das Kapitel analysiert, wie sich Religiosität im Kontext der Säkularisierung transformiert und warum moderne, religiös indifferente Individuen dennoch auf Bewährungsmythen angewiesen sind.

4 Kritische Würdigung: Die abschließende Würdigung hinterfragt den Universalitätsanspruch des Modells und diskutiert die Herausforderungen bei der Anwendung auf Grenzfälle oder abweichende Lebensentwürfe.

Schlüsselwörter

Religiosität, Säkularisierung, Ulrich Oevermann, Lebenspraxis, Entscheidungszwang, Bewährungsdynamik, Bewährungsmythos, Evidenzsicherung, religiöse Indifferenz, Strukturmodell, Sinnstiftung, Moderne, Leistungsethik, Soziologische Methoden, Religionssoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Bestimmung von Religiosität nach dem Modell von Prof. Dr. Ulrich Oevermann und untersucht, wie dieses Modell zur Erklärung von Religiosität in einer säkularen Gesellschaft beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf das Zusammenspiel von menschlicher Lebenspraxis, dem Zwang zu lebenswichtigen Entscheidungen und der daraus resultierenden Notwendigkeit, dem Leben durch religiöse oder säkulare Mythen einen Sinn zu geben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Oevermanns Strukturmodell der Religiosität darzustellen, zu erklären, wie es auch säkulare Lebensweisen erfasst, und eine kritische Auseinandersetzung mit der Anwendung dieses Modells zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturanalytische Betrachtung der Lebenspraxis auf Basis der von Oevermann entwickelten soziologischen Konzepte, ergänzt um eine kritische Reflexion.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des theoretischen Ansatzes Oevermanns, die Anwendung dieses Modells auf die Säkularisierung und die Diskussion von Formen religiöser Indifferenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Religiosität, Bewährungsdynamik, Säkularisierung, Bewährungsmythos und Lebenspraxis definiert.

Wie definiert Oevermann nach dieser Arbeit den „säkularisierten Menschen“?

Oevermann versteht unter dem säkularisierten Menschen jemanden, dem der Glaube an ein Jenseits fehlt, weshalb er gezwungen ist, das Bewährungsproblem in der Immanenz, etwa durch Selbstverwirklichung oder Leistungsethik, zu lösen.

Welche Rolle spielt die „Vergemeinschaftung“ für die Evidenzsicherung?

Die Vergemeinschaftung dient dazu, den subjektiven Glauben im Kollektiv zu stützen und somit die Evidenz für den gewählten Bewährungsmythos zu sichern, da eine rein methodische Überprüfung des Mythos unmöglich ist.

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Details

Title
Die Entstehung von Religiosität in einer säkularen Gesellschaft
Subtitle
Nach Prof. Dr. Ulrich Oevermann
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Soziologische Methoden in der Religionswissenschaft
Grade
1,0
Author
Sarah McCarty (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V161355
ISBN (Book)
9783640775644
ISBN (eBook)
9783640775729
Language
German
Tags
Die Entstehung von Religiosität in einer säkularen Gesellschaft Religiosität Säkularisierung Prof. Dr. Ulrich Oevermann Point of no Return Religionssoziologie Religiosität und religiöse Indifferenz säkularisierende Welt Gesellschaft Entscheidungsverpflichtung Begründungszwang Krise als Normalfall säkulare Gesellschaft Bewährungsdynamik Bewährungsmythos Religion Endlichkeit Krise Begründungsverpflichtung Entscheidung Bewährung Nicht-Stillstellbarkeit Diesseits Jenseits Sinngebung Sinnstiftung Evidenzsicherung Evidenzsicherung durch Vergemeinschaftung Religionsvergleich religiös indifferenter Mensch Leistungsdruck Religionssoziologe religiöse Indifferenz Kirchenaustritt Theodizee Verdiesseitigung des Bewährungsproblems Leistungsethik Wirtschaftskrise Nachruf Zinsderivatenhändler
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GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah McCarty (Author), 2009, Die Entstehung von Religiosität in einer säkularen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161355
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