Wenn das Thema Altern und Alter betrachtet wird, dann bleibt ein Faktum nicht außen vor: Etwa 1,2 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Form der Demenz. Demenzen gehören zu den häufigsten und folgenreichsten psychiatrischen Erkrankungen im höheren Alter. Mit 55% ist die Alzheimer Demenz die am häufigsten vorkommende Form der Demenz. Da laut demographischen Erkenntnissen die Bevölkerung immer älter wird und mit zunehmendem Alter der Anteil der Alzheimerpatienten zunimmt, wird eine Behandlung dieser Krankheit folglich immer mehr zum Erfordernis. Deshalb gehören neben der Beschreibung des Krankheitsbildes und den Folgen auch Behandlungsansätze der Alzheimer Demenz zum Thema dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Definition von Demenz
3. Krankheitsbild Alzheimer Demenz
4. Folgen für die Betroffenen
5. Probleme der Angehörigen von Betroffenen
6. Unterstützung der pflegenden Angehörigen
7. Behandlung, Rehabilitation und Pflege
8. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit befasst sich mit der Alzheimer-Demenz als eine der häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter. Ziel der Untersuchung ist es, das Krankheitsbild zu definieren, die Auswirkungen auf Betroffene und Angehörige aufzuzeigen sowie notwendige sozialarbeiterische Interventions- und Unterstützungsansätze im Kontext der Behandlung und Pflege darzustellen.
- Grundlagen und Definitionen des Demenzsyndroms
- Klinischer Verlauf und Symptomatik der Alzheimer-Demenz
- Psychosoziale Auswirkungen und Stigmatisierungsprozesse
- Belastungssituation pflegender Angehöriger
- Multimodale Behandlungsstrategien und soziotherapeutische Ansätze
Auszug aus dem Buch
7. Behandlung, Rehabilitation und Pflege
Es stellt sich nun die Frage, wie beim Alzheimerpatienten interveniert bzw. behandelt werden kann.
Neben der Betreuung im Heim bieten sich verschiedenen Therapiemöglichkeiten, auf die ich angelehnt an das Buch von Hampel, Padberg und Möller eingehen möchte. „Die Therapie demenzieller Erkrankungen ist komplex. Sie besteht aus medikamentösen und psychosozialen Maßnahmen.“ (ebenda, S.319).
Die medikamentöse Therapie wird unterteilt. Die Therapie mit Antidementiva zielt einerseits auf die Reduktion kognitiver Störungen. Diese Arzneimittel sollen Hirnfunktionen, wie Gedächtnis, Lernen, Auffassungs-, Denk- und Konzentrationsfähigkeit fördern. Psychopharmaka, wie Antidepressiva, zielen andererseits auf die Behandlung von krankheitsbedingten Symptomen, wie Depressionen, Halluzinationen, Angstzustände oder auch Schlafstörungen. (vgl. ebenda).
Auf die Klassifikation und Wirkungsweise von Antidementiva sowie Psychopharmaka wird im genannten Buch ausführlich eingegangen. Diese rein auf medizinischen Aspekten beruhenden Ausführungen würden den Rahmen dieser Arbeit sprengen, zumal im Zusammenhang mit dem Seminar Handlungswissenschaften, psychosoziale und soziotherapeutische Maßnahmen für den Sozialarbeiter vorrangig von Interesse sind, auf die ich in diesem Abschnitt noch eingehen werde.
Wichtig bei der Behandlung von Alzheimer Patienten ist die Kopplung der pharmakologischen Behandlung mit nicht-pharmakologischen Interventionsstrategien. Die Therapie des Patienten sollte also multimodal erfolgen. Erst die kombinierte Therapie kann je nach Schweregrad der Erkrankung zur möglichst optimalen Nutzung noch vorhandener Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kranken führen. (vgl. ebenda, S.392/393).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der demenziellen Erkrankungen im Kontext des demographischen Wandels in Deutschland.
2. Allgemeine Definition von Demenz: Medizinische Einordnung des Demenzsyndroms und Abgrenzung verschiedener Krankheitsformen anhand des ICD-10.
3. Krankheitsbild Alzheimer Demenz: Detaillierte Beschreibung der drei Stadien der Alzheimer-Erkrankung und ihrer spezifischen kognitiven sowie motorischen Symptome.
4. Folgen für die Betroffenen: Analyse der tiefenpsychologischen, sozialpsychologischen und ökonomischen Auswirkungen der Krankheit auf die Lebenssituation der Patienten.
5. Probleme der Angehörigen von Betroffenen: Untersuchung der physischen und psychischen Belastungen des sozialen Umfelds sowie der resultierenden Problematik der Heimunterbringung.
6. Unterstützung der pflegenden Angehörigen: Darstellung von Interventionsmöglichkeiten und Beratungsangeboten für das soziale System Familie zur Prävention von Überlastung.
7. Behandlung, Rehabilitation und Pflege: Erörterung multimodaler Therapieansätze, die medikamentöse Behandlung mit nicht-pharmakologischen, soziotherapeutischen Methoden verbinden.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit ganzheitlicher Hilfsangebote und neuer Wohnformen für eine menschenwürdige Betreuung.
Schlüsselwörter
Alzheimer-Demenz, Altenpflege, Sozialarbeit, Interventionsansätze, Angehörigenberatung, Soziotherapie, Demenzsyndrom, Stigmatisierung, Multimodale Therapie, Lebensqualität, Pflegebedürftigkeit, Krankheitsverlauf, Psychosoziale Betreuung, Demographischer Wandel, Hilfe zur Selbsthilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild der Alzheimer-Demenz und untersucht, welche Ansätze der Sozialen Arbeit helfen können, sowohl die Lebensqualität der Betroffenen als auch die Situation pflegender Angehöriger zu verbessern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition der Demenz, den Krankheitsverlauf in Stadien, die sozialen und psychischen Folgen für Patienten sowie die Unterstützungs- und Therapiemöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Komplexität der Erkrankung aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer multimodalen, soziotherapeutischen Herangehensweise in der professionellen Sozialarbeit zu begründen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse relevanter Fachliteratur aus dem Bereich der Gerontopsychiatrie und Handlungswissenschaften der Sozialen Arbeit.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil behandelt die Stadien der Erkrankung, die Belastung der Angehörigen, Ansätze zur Unterstützung des pflegenden Umfelds sowie die Kombination aus medizinischen und psychosozialen Therapieansätzen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Alzheimer-Demenz, Soziotherapie, Angehörigenbelastung, Interventionsmöglichkeiten und Hilfe zur Selbsthilfe.
Warum ist laut Autorin die soziotherapeutische Anpassung des Umfeldes so wichtig?
Die Soziotherapie ist entscheidend, da eine vertraute Umgebung die Alltagskompetenz länger erhalten kann und das Gefühl von Würde und Selbstbestimmung beim dementen Menschen fördert.
Welche Rolle spielt die Stigmatisierung in der Arbeit?
Stigmatisierung wird als tiefgreifendes Problem dargestellt, das nicht nur die Patienten in die Rolle von Außenseitern drängt, sondern auch die Angehörigen belastet und häufig zu sozialer Isolation führt.
- Arbeit zitieren
- Doreen Förste (Autor:in), 2007, Dementielle Erkrankungen im Alter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161184