Für das Referat und diese Hausarbeit erhielt ich das Thema „Industrie und Umweltpolitik“, worunter man sich im ersten Moment sicherlich viel vorstellen kann. Dadurch ergab sich ein Problem bei der Ausarbeitung des Referats: Es gibt unzählige Bücher zum Thema Umweltpolitik, so dass es schwerviel, sich nur auf bestimmte Aspekte zu konzentrieren.
Letztendlich habe ich mich entschieden, das Thema abzugrenzen und mich nur auf die Auswirkungen der Umweltpolitik auf die industrielle Produktion, die Industrialisierung und die damit verbundenen Folgen für die Umwelt in Entwicklungsländern und auf Beispiele für internationale Agenden zu beziehen.
Weiterhin möchte ich in dieser Arbeit auf die Bereiche der Umwelt eingehen, die besonders von der Industrie verschmutzt werden und darauf, welche Mittel dem Staat zur Verfügung stehen, um diese Verunreinigung zu bekämpfen bzw. ihr Einhalt zu gebieten.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Thema: Industrie und Umweltpolitik
2. Umweltpolitik allgemein
3. Umweltbelastungen aufgrund der industriellen Produktion
3.1. Luft
3.2. Wasser
3.3. Boden
3.4. Umweltbelastung aus Sicht des Industriebetriebes
4. Umweltpolitische Instrumente
4.1. Verbote und Gebote
4.2. Instrumente mit nicht monetären (geldlichen) Vorteilen oder Nachteilen
4.2.1. Zertifikate
4.2.2. Abgaben
4.2.3. Haftungsübernahme
4.2.4. Subventionen und Steuervergünstigungen
4.3 Instrumente mit nichtmonetären Vorteilen oder Nachteilen
4.3.1 Gewährung von Benutzervorrechten
4.3.2 Absprache des Staates mit der Industrie
5. Umweltbelastung in den Entwicklungsländern durch die Industrialisierung
6. Internationale Agenden
6.1 Klimaschutz
6.2 Erhaltung der natürlichen Vielfalt
6.3 Reinhaltung der Meere
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen industrieller Produktion und Umweltpolitik. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie staatliche Instrumente zur Minderung industrieller Umweltbelastungen eingesetzt werden und welche spezifischen Herausforderungen sich dabei für Entwicklungsländer sowie im Kontext internationaler Agenden ergeben.
- Industrielle Umweltbelastungen (Luft, Wasser, Boden)
- Staatliche umweltpolitische Steuerungsinstrumente
- Umweltfolgen der Industrialisierung in Entwicklungsländern
- Energieverbrauch und Ressourcenknappheit
- Internationale Abkommen zum Klima-, Arten- und Meeresschutz
Auszug aus dem Buch
3.2 Wasser
Das Wasser wird vor allem durch leicht bzw. schwer abbaubare Stoffe, Salze oder Schwermetalle belastet.
Leicht abbaubare Stoffe gelangen hauptsächlich durch häusliche Abwässer in die Gewässer. Schwer abbaubare Stoffe sind in Lösungs- bzw. Reinigungsmitteln enthalten, die in der Industrie verwendet werden und auch durch diese ins Grundwasser oder in Seen gelangen und verschmutzen. Salze sind unter anderem durch die Abwässer von Kaligruben oder der Sodaindustrie enthalten. Schwermetalle wie Eisen, Blei, Kupfer, usw., werden vor allem durch die Abwässer der chemischen Industrie oder von Metallhütten in unsere Gewässer geleitet.
Ein weiterer, zwar eher unbedeutender aber dennoch interessanter Faktor der Wasserverschmutzung sind die Niederschläge. In die Luft emittierte Schadstoffe gelangen als Bestandteil von Niederschlägen in die Seen und Meere sowie über den Boden in das Grundwasser.
Generell hat sich die Abwassereinleitung der Industrie in den letzten Jahren verringert. So wurden1991 noch 48.066 Millionen m³ in die Gewässer geleitet, 1998 waren es hingegen „nur noch“ 44.077 Millionen m³ (Quelle: Statistisches Jahrbuch 2002).
In Abb. 3 ist das Aufkommen häuslicher und industrieller Abwässer dargestellt. Man kann deutlich erkennen, dass die Abwässer beider Bereiche in den dargestellten Jahren zugenommen haben und das wesentlich mehr Abwässer aus der Industrie stammen, als aus den Haushalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Thema: Industrie und Umweltpolitik: Einführung in die Themenwahl und die Abgrenzung der Forschungsbereiche auf industrielle Produktionsfolgen und internationale Umweltpolitik.
2. Umweltpolitik allgemein: Historischer Rückblick auf die Entstehung der modernen Umweltpolitik seit den späten 60er Jahren und die zunehmenden Investitionen in Umweltschutzbereiche.
3. Umweltbelastungen aufgrund der industriellen Produktion: Analyse der Schadstoffemissionen in die Medien Luft, Wasser und Boden sowie die Differenzierung in direkte und indirekte industrielle Umweltbelastungen.
4. Umweltpolitische Instrumente: Übersicht staatlicher Steuerungsmöglichkeiten wie Verbote, Gebote, Abgaben, Zertifikate und freiwillige Absprachen mit der Industrie.
5. Umweltbelastung in den Entwicklungsländern durch die Industrialisierung: Betrachtung der spezifischen Umweltproblematik in Schwellenländern, fokussiert auf Energieverbrauch und Ressourcenübernutzung.
6. Internationale Agenden: Vorstellung bedeutender internationaler Abkommen zum Klimaschutz, dem Schutz der biologischen Vielfalt und der Reinhaltung der Weltmeere.
Schlüsselwörter
Industrielle Produktion, Umweltpolitik, Luftverschmutzung, Wasserbelastung, Bodenschutz, Umweltinstrumente, Entwicklungsländer, Energieverbrauch, Klimaschutz, Artenvielfalt, Meeresreinhaltung, Schadstoffemissionen, Nachhaltigkeit, Umweltstandards, Industrialisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die komplexen Zusammenhänge zwischen der industriellen Produktion und deren Auswirkungen auf die Umwelt sowie die staatlichen Strategien zur Eindämmung dieser Belastungen.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen die industrielle Umweltverschmutzung, Instrumente der Umweltpolitik, die spezifische Situation in Entwicklungsländern und internationale Umweltschutzabkommen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist die Analyse staatlicher Möglichkeiten zur Steuerung umweltverträglicher Industrieproduktion und der Vergleich von Umweltbelastungen zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung statistischer Daten (u.a. Statistisches Jahrbuch), um die Entwicklung der industriellen Umweltbelastung über die Zeit darzustellen.
Welche Aspekte stehen im Mittelpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Umweltmedien (Luft, Wasser, Boden), die detaillierte Beschreibung umweltpolitischer Instrumente und die Analyse der durch Industrialisierung verursachten Probleme in Entwicklungsländern.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie industrielle Umweltpolitik, Schadstoffemissionen, Ressourcenknappheit, Klimaschutzregime und staatliche Umweltinstrumente definiert.
Welche Rolle spielt die Industrie bei der Luft- und Wasserverschmutzung?
Industriebetriebe werden als Hauptemittenten für Schwefeldioxid in die Luft identifiziert und sind für signifikante Abwassermengen verantwortlich, wobei der Trend jedoch zu verbesserten Reinigungs- und Filtertechnologien geht.
Warum ist die Industrialisierung in Entwicklungsländern ein besonderes Umweltproblem?
Zusätzlich zur vorindustriellen Ressourcenübernutzung führt die Industrialisierung zu neuer Wasser- und Luftverschmutzung, wobei der stark gestiegene Energiebedarf und die Abhängigkeit von traditionellen Brennstoffen die Umweltprobleme verschärfen.
- Arbeit zitieren
- Sabrina Oertel (Autor:in), 2004, Industrie und Umweltpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161110