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Area Studies im globalen Kontext

Titel: Area Studies im globalen Kontext

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Katharina Skerka (Autor:in)

Afrikawissenschaften - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Area Studies erleben derzeit weltweit eine Revitalisierung, welche aus europäischen und amerikanischen Debatten um die Neugestaltung der Area Studies hervorgeht. Ein Hauptgrund für das „Wiederaufleben“ der Area Studies sind vielfältige Globalisierungsprozesse innerhalb derer genaue Kenntnisse lokaler, regionaler sowie transnationaler und transkultureller Beziehungen an Bedeutung gewinnen. Wesentliche Vorstellungen des Zusammenhangs von Raum und Kultur werden hinterfragt und zugleich Grenzen und Räume im wechselseitigen Verhältnis zwischen dem Globalen und dem Lokalen „reterritorialisiert“. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Wissenschaft wo sich das Verhältnis von Fachdisziplinen und Area Studies und die Weiterentwicklung von interdisziplinären Arbeitsformen verändert.

„Even if still a debated domain, the extraordinary growth and worldwide coverage of Area Studies scholarship and teaching in the US has no equivalent elsewhere in the world. Paris and London have gathered numerous intellectuals from other parts of the globe, and many European universities have, or have had, comoarable centers or programs, but they are mostly focused on their colonial or ex-colonial possessions. (…) Only the US has numerous universities with multiple Area Studies Centers, Institutes, and Programs dealing simultaneously with several regions of the world.”

Dieses Zitat soll ein Stück weit den Fokus der folgenden Arbeit verdeutlichen. In Abgrenzung zur Auseinandersetzung mit Entwicklung und Synthese der Area Studies in Deutschland, soll es in dieser Arbeit stellenweise auch um die für den deutschsprachigen Raum durchaus interessanten amerikanischen Entwicklungen bezüglich dieses Themas gehen. Denn die Area Studies sind nirgendwo so weit verbreitet, so gut institutionalisiert und, zumindest zeitweise, so sehr umstritten wie in den USA.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung und Synthese der Area Studies

2.1. Was zeichnet das Konzept der Area Studies aus?

2.2. Wissenschaftsgeschichtlicher Abriss

2.3. Organisationsformen (universitäre Einrichtungen)

3. Das Verhältnis zwischen Fachdisziplinen und Area Studies

3.1. Die Geschichtswissenschaft als Disziplin der Area Studies

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen Area Studies und traditionellen Fachdisziplinen im universitären Kontext, mit einem besonderen Fokus auf die unterschiedliche Entwicklung in Deutschland und den USA sowie die Rolle der Geschichtswissenschaft.

  • Vergleich der Institutionalisierung der Area Studies in den USA und Deutschland.
  • Analyse des wissenschaftsgeschichtlichen Wandels und der kritischen Reflexion von Forschungsmethoden.
  • Diskussion der erkenntnistheoretischen Herausforderungen im Spannungsfeld von Disziplinen und Regionalstudien.
  • Betrachtung der Afrikawissenschaft als Fallbeispiel für die Integration von interdisziplinärem Wissen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit postkolonialen Perspektiven und der Rolle des Eurozentrismus.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Geschichtswissenschaft als Disziplin der Area Studies

Nicht erst die postcolonial studies (aber diese im besonderen Maße) haben deutlich gemacht, dass die Forschungsgegenstände in den Area Studies durch kulturelle Austauschprozesse zwischen verschiedenen Orten bestimmt sind. Ein Blick in die Geschichtswissenschaft mit ihren Ansätzen der Vergleichs-, Beziehungs- und Interaktionsgeschichte hilft, wie Hans-Jürgen Puhle betont, andere, frühere Entwicklungen wahrzunehmen. Jedoch reicht es nicht, die unterschiedlichen Orte, die durch transnationale oder transkulturelle Austauschprozesse verbunden werden, für sich zu betrachten. Es müssen auch die unterschiedlichen Bewegungen, Verbindungen, Verflechtungen zwischen ihnen sowie Separierungen und Abkopplungen in den Blick genommen werden. Mit einer solchen geforderten Hinwendung zu einer analytischen Annäherung an transnationale und transkulturelle Prozesse lassen sich neue methodische Ansätze verknüpfen. In der Geschichtswissenschaft ist in diesem Zusammenhang eine Methodendebatte ausgelöst worden, die auch für andere Disziplinen interessant ist. Wegweisend sind Querschnittsthemen gegenwartsbezogener Themen wie, beispielsweise aus dem Bereich der Globalgeschichte, die Bedeutung alternativer Bewegungen zu Nationalstaatsbildung und Moderne.

Der US-amerikanische Historiker und Sozialwissenschaftler Steve Feierman hat die eurozentristische bzw. westlich zentrierte Sichtweise, mit welcher Geschichte geschrieben wurde und auch immer noch wird, als Hauptkritikpunkt bezüglich der Geschichtswissenschaft als Disziplin der Area Studies, insbesondere der Afrikastudien, formuliert. Feierman betont kulturelle Entwicklungen außerhalb der westlichen Zivilisation, welchen keine Aufmerksamkeit seitens der westlichen Zivilisation gewidmet wurde und bezüglich dessen eine naive Form von objektivem Geschichtsglauben bzw. den Gedanken, dass Geschichte objektiv gesetzlich voran schreiten müsste, von der westlichen Mehrheit vertreten wurde. Er stellt heraus, dass in der Wissenschaft und insbesondere in der Geschichtswissenschaft sicher gestellt werden muss, dass sich nicht ausschließlich auf die Nationalgeschichte bezogen werden darf, sondern Globalgeschichte betrieben werden muss. Dies beinhaltet nicht nur die Vielstimmigkeit und Vielschichtigkeit der Geschichtsschreibung, sondern auch die Vielstimmigkeit und Vielschichtigkeit der methodischen und analytischen Ansätze.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die weltweite Revitalisierung der Area Studies ein und begründet den Fokus auf das Verhältnis zu Fachdisziplinen sowie den Vergleich zwischen Deutschland und den USA.

2. Entwicklung und Synthese der Area Studies: Dieses Kapitel definiert das Konzept der Area Studies, skizziert deren wissenschaftsgeschichtliche Entstehung im Kontext politischer Interessen und vergleicht die unterschiedlichen universitären Organisationsformen.

3. Das Verhältnis zwischen Fachdisziplinen und Area Studies: Hier wird der Konflikt zwischen Länderspezialisten und dem fachdisziplinären Mainstream analysiert und die Notwendigkeit interdisziplinärer Kooperationen hervorgehoben.

3.1. Die Geschichtswissenschaft als Disziplin der Area Studies: Dieser Unterpunkt untersucht anhand postkolonialer Kritik und Globalgeschichte, wie geschichtswissenschaftliche Ansätze die Area Studies bereichern und eurozentristische Sichtweisen hinterfragen können.

4. Schluss: Das Kapitel fasst die Kritik an der Forschungspraxis zusammen und plädiert für ein neues Selbstverständnis, das regionale Expertise und disziplinäre Theoriebildung integrativ verbindet.

Schlüsselwörter

Area Studies, Regionalstudien, Fachdisziplinen, Interdisziplinarität, Globalisierung, Geschichtswissenschaft, Afrikawissenschaft, Postcolonial Studies, Wissenschaftsgeschichte, Forschungsmethodik, Eurozentrismus, Institutionelle Verankerung, Kulturraum, Globalgeschichte, Regionalforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, der Entwicklung und dem Selbstverständnis der sogenannten Area Studies im akademischen Kontext, insbesondere im Vergleich zwischen den USA und Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Institutionalisierung von Regionalforschung, das Spannungsverhältnis zwischen fachspezifischer Theorie und regionaler Expertise sowie die kritische Aufarbeitung kolonialer Wissensstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, in welchem Verhältnis Area Studies und Disziplinen zueinander stehen müssen, um einen hohen erkenntnistheoretischen Mehrwert zu generieren, und warum die Entwicklung in Deutschland anders verlief als in den USA.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine wissenschaftsgeschichtliche Analyse, den Vergleich von Organisationsmodellen der Universität sowie die Auswertung relevanter Fachliteratur und theoretischer Debatten aus den Sozial- und Geisteswissenschaften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen (Kalter Krieg, Kolonialgeschichte), vergleicht Organisationsstrukturen wie Institute und Zentren und diskutiert die notwendige Überwindung methodischen Nationalismus in der Geschichtswissenschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Area Studies, Interdisziplinarität, Globalisierung, postkoloniale Kritik und das Verhältnis von Regionalforschung zu Fachdisziplinen charakterisiert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Geschichtswissenschaft in den Area Studies?

Die Arbeit sieht die Geschichtswissenschaft als essenzielle Disziplin, die durch transnationale und interaktionsgeschichtliche Ansätze dazu beitragen kann, eurozentristische Narrative zu durchbrechen und eine globale Perspektive einzunehmen.

Welche Kritik üben Autoren wie Mahmood Mamdani an den Area Studies?

Mamdani kritisiert, dass die Area Studies oft in politisch und kolonial geprägten Wissensgrenzen verhaftet bleiben und anstatt zu "dekolonisieren", häufig neue Formen der wissenschaftlichen Fremdbestimmung oder Fragmentierung fördern.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Area Studies im globalen Kontext
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Afrikawissenschaften)
Veranstaltung
Geschichte der Afrikaforschung im 20.Jhd.
Note
2,0
Autor
Katharina Skerka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V161105
ISBN (eBook)
9783640747160
ISBN (Buch)
9783640747313
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Area Studies Kontext
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Skerka (Autor:in), 2008, Area Studies im globalen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161105
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