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Das Grab von Altlußheim

Title: Das Grab von Altlußheim

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 22 Pages

Autor:in: Steffen Gansmann (Author)

Archaeology

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Summary Excerpt Details

Der Fund wurde 1932 bei Bauarbeiten aus einem Grab geborgen. Er ist unvollständig erhalten, da er bei Bauarbeiten des Freiwilligen Arbeitsdienstes, dem Vorläufer des Reichsarbeitsdienstes, über den durch groß angelegte Programme wurden arbeitslose Jugendliche oder Erwachsene in der Weimarer Republik beschäftigt wurden, zufällig angeschnitten und vor Eintreffen eines Sachverständigen dem Boden entnommen wurde.
Aufgrund des Fundes eines Schwertes wurde bei der Suche nach weiteren wertvollen Funden die bestatteten Überreste der Körper zertrümmert und ebenso eine vorgefundene Tierkopfbronze gewaltsam zerbrochen sowie gefundene Gegenstände unter den Mitgliedern des Freiwilligen Arbeitsdienstes verteilt, wofür auch die Unvollständigkeit der Skelette spricht.
Eine wissenschaftliche Aufnahme des Fundes wurde unter diesen Umständen verhindert, und somit handelt es sich um einen geschlossenen, aber nicht vollständigen Fund.
Es handelte sich um ein Skelett eines 40-60jährigen Mannes sowie ein weibliches Skelett etwa selben Alters, welches von den Arbeitern zuerst übersehen wurde und 3 Schweineknochen.
Der Fund bestand des Weiteren aus einer prunkvollen Spatha mit Teilen einer mit Goldblech und einer Silberfassung verzierten Schwertscheide, ein einschneidiger Langsax, eine silberne Schnalle mit Spuren von Vergoldung sowie ein nicht näher identifizierbares Bronzestück, welches in einen ehemals vergoldeten Tierkopf auslief.
Die Fundstelle liegt zwischen Altlußheim und dem Rhein, innerhalb eines sogenannten Hochgestades, der Geländekante zwischen Niederterrasse und Flussaue des Rheins.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Fundsituation

3. Forschungsgeschichte

4. Fundbeschreibung

4.a. Bestattete

4.b. Langsax

4.c. Schnalle

4.d. Bronzestück

4.e. Spatha

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das 1932 in Altlußheim entdeckte spätantike Grab, analysiert die geborgenen Fundobjekte hinsichtlich ihrer Herkunft und Funktion und ordnet diese historisch in den Kontext des 5. Jahrhunderts sowie den Einflussbereich hunnisch-reiternomadischer Kulturen ein.

  • Historischer Kontext der Region Rhein-Neckar in der Spätantike
  • Dokumentation der chaotischen Fundumstände und Forschungsgeschichte
  • Detaillierte archäologische Analyse der Grabbeigaben (Spatha, Langsax, Bronzestück)
  • Diskussion zur kulturellen Einordnung und ethnischen Identität der Bestatteten
  • Vergleich mit zeitgleichen Fundkomplexen (Goldspathenhorizont)

Auszug aus dem Buch

Spatha

Bei dem Altlußheimer Schwert handelt es sich um eine Spatha pontischen Types von - nach den Resten des Scheidenbeschlags zu beurteilen - 65 - 100 cm langen spitzovalen Klinge von 4,5 cm Breite mit einem Ortbandabschluss aus Lapislazuli.

Aufgrund der cloissonierten Parierstange ist eine Verwendung der Spatha als Waffe vermutlich auszuschließen. Durch Verarbeitung der Stücke sowie Vergleichsfunden datirt das Grab auf die Mitte des 5. Jahrhunderts, genauer die Stufe D2. Die Spatha war in drei Teilen erhalten: Dem Griffstück mit Parierstange, der Schwertspitze und einem Zwischenstück. Sie wird charakterisiert durch ihre sehr lange und schmale Klinge, welche in drei Bahnen damasziert ist und die aufwendig cloisonnierter Parierstange. Von der hölzernen Schwertscheide waren Teile eines trapezförmigen Goldbleches mit senkrechter Mittelwulst und ein silberner Beschlag erhalten. Die auf den Eisenkern aufgerosteten Holzteile, besonders an der Schwertspitze besagen, dass die Klinge beiderseits durch einen schalenförmigen Holzbelag geschützt war. Das Goldblech war vermutlich unterhalb der Parierstange auf das Holzfutteral aufgepresst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die geografische Lage von Altlußheim und den historischen Kontext vom Römischen Reich bis zum Burgundischen Reich im 5. Jahrhundert.

2. Zur Fundsituation: Dokumentiert die problematische Bergung des Grabes durch den Freiwilligen Arbeitsdienst im Jahr 1932 und die resultierende Unvollständigkeit des Fundes.

3. Forschungsgeschichte: Führt die wissenschaftliche Aufarbeitung und Publikationshistorie des Fundes sowie den Verlust der Skelettrekonstruktionen durch Kriegseinwirkungen auf.

4. Fundbeschreibung: Analysiert detailliert die Skelettreste sowie die einzelnen Grabbeigaben, insbesondere das Schwert, den Langsax, die Schnalle und das bronzene Tierkopfstück.

5. Fazit: Fasst die Bedeutung des Grabes als Beleg für Handelsbeziehungen und hunnisch-reiternomadische Einflüsse zusammen und diskutiert die Identität der Bestatteten.

6. Literatur: Listet die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen zur Erstellung der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Altlußheim, Spatha, Völkerwanderungszeit, Hunnen, Grabfund, Parierstange, Cloisonné, Almandin, Rhein, Reiternomaden, Ostgermanen, Archäologie, Bestattung, Bronzestück, Langsax.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einem archäologischen Fund aus dem Jahr 1932 in Altlußheim, bei dem ein spätantikes Grab mit einem Mann und einer Frau sowie kostbaren Grabbeigaben freigelegt wurde.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Fundsituation, die detaillierte archäologische Beschreibung der Artefakte sowie deren zeitliche und kulturelle Einordnung in den Kontext des 5. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Herkunft der Fundobjekte zu klären und zu analysieren, welchen sozialen Status und welchen kulturellen Hintergrund die dort bestatteten Personen hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine vergleichende Analyse archäologischer Fundstücke (Typologie) in Verbindung mit der Auswertung historischer Quellen und existierender Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Fundumstände, die Historie der wissenschaftlichen Erforschung und eine akribische Einzelbeschreibung der Beigaben wie der Spatha und des Bronzestücks.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Typische Schlagworte sind Altlußheim, Völkerwanderungszeit, Spatha, Reiternomaden, Hunnen, Cloisonné-Technik und spätantike Archäologie.

Warum konnte die ethnische Herkunft der Personen nicht zweifelsfrei bestimmt werden?

Aufgrund der durch die Bauarbeiten zerstörten Fundlage fehlen ausreichende typisch reiternomadische Inventare, was verschiedene Interpretationen vom Ostgermanen bis zum römischen Föderaten zulässt.

Was ist das Besondere an der im Fund enthaltenen Spatha?

Die Spatha weist eine aufwendige Cloisonné-Parierstange auf und ist ein zentrales Statussymbol, das auf weitreichende oströmische oder pontische Fertigungseinflüsse hindeutet.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Das Grab von Altlußheim
Course
HS Germanen, Hunnen und Awaren - Europa zur Zeit der Völkerwanderung
Author
Steffen Gansmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V161093
ISBN (eBook)
9783640743889
ISBN (Book)
9783640743971
Language
German
Tags
Grab Altlußheim Hunnen Völkerwanderung Spätantike Waffen Spatha Föderat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Gansmann (Author), 2010, Das Grab von Altlußheim, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161093
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