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Zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Das Peacebuilding der Vereinten Nationen

Ein Vergleich der Theorie und Praxis des Peacebuilding am Beispiel von UNAMSIL

Titel: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Das Peacebuilding der Vereinten Nationen

Hausarbeit , 2010 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Johannes Wander (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Schaffung von Frieden gilt als eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe der Menschheit. Zu diesem Zweck und aus der Erfahrung zahlreicher Kriege heraus gründeten sich 1945 die Vereinten Nationen, um für den globalen Austausch und Versuch zum Weltfrieden einzustehen. Dass der Weltfrieden jedoch fern ist und jedes Jahrzehnt seine ganz eigenen Konflikte hervorbringt zeigt sich mit Blick auf die Gegenwart. Innerstaatliche Auseinandersetzungen, Guerillakriege und asymmetrische Konflikte erfordern neue Mittel um Kriege nicht nur zu gewinnen, sondern auch einen nachhaltigen Frieden zu ermöglichen.
Die zentralen Dimensionen zur Lösung der Konflikte des 21. Jahrhunderts lauten gemäß der Vereinten Nationen vorbeugende Diplomatie, Friedensschaffung, Friedenssicherung und Friedenskonsolidierung. Die Schlüsselkonzepte Boutros Boutros‐Ghalis, vorgelegt in der Agenda für den Frieden von 1992, beschäftigen sich in erster Linie mit der Problematik, dass Krisenherde meist dauerhaft sind und dem Ausbruch eines Konflikts vorgebeugt werden sollte. Den weitreichendsten Ansatz in diesem Zusammenhang stellt das Peacebuilding, also die Friedenskonsolidierung, dar.
In dieser Hausarbeit soll es zentral um die Frage gehen, inwiefern das Peacebuilding der Vereinten Nationen den Ansprüchen der Theorie des Peacebuilding gerecht wird. Es soll die Diskrepanz von Anspruch und Wirklichkeit der Friedenskonsolidierung untersucht werden. Ausgegangen wird hierbei von den Ansätzen des Konfliktmanagement, der Konfliktresolution und der Konflikttransformation als zentrale Theoriezweige des Peacebuilding. Dieser Theorie wird vergleichend das Fallbeispiel UNAMSIL als reale Mission der Vereinten Nationen gegenübergestellt. Der Peacebuilding‐Einsatz in Sierra Leone bietet sich vor allem aufgrund seiner fast ausschließlichen Friedenskonsolidierungstätigkeit an, was heißt es wurde weniger Peacekeeping im klassischen Sinne durchgeführt. Weiterhin wird der Einsatz zumeist als eine erfolgreich abgeschlossene Friedensmission der VN eingestuft, was im Ergebnis der Hausarbeit bedeuten kann, dass gezeigt wurde wie sehr ein erfolgreicher Einsatz den Ansprüchen der Theorie genügt, was wiederum Rückschlüsse auf weniger erfolgreiche Einsätze zulässt.
Abschließend soll überprüft werden inwieweit die Theorie Anwendung bei der VN‐Mission gefunden hat und ob die Praxis der Theorie des Peacebuilding entspricht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien des Peacebuilding

2.1 Konfliktmanagement

2.2 Konfliktresolution

2.3 Konflikttransformation

3. Praxis des Peacebuilding

3.1 Agenda für den Frieden

3.2 UNAMSIL

4. Theorie und Praxis

4.1 Übereinstimmungen

4.2 Differenzen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen den theoretischen Ansprüchen des Peacebuilding und dessen praktischer Umsetzung durch die Vereinten Nationen am Beispiel der UNAMSIL-Mission in Sierra Leone.

  • Theoretische Grundlagen des Konfliktmanagements, der Konfliktresolution und der Konflikttransformation.
  • Analyse der Agenda für den Frieden als normativer Rahmen der VN-Friedensmissionen.
  • Empirische Untersuchung der UNAMSIL-Mission hinsichtlich ihrer Zielerreichung.
  • Kritische Gegenüberstellung von theoretischen Idealmodellen und realpolitischer Praxis.
  • Evaluation der Erfolgsfaktoren und Defizite in der zivilen Friedenskonsolidierung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Konflikttransformation

Der Konflikttransformationsansatz geht von einer Verbindung zwischen dem Konfliktmanagement- und resolutionsansatz aus. Es sollen sowohl die langfristige, als auch die kurzfristige Konfliktbearbeitung Beachtung finden und beide Methoden in Kombination angewandt werden. Wesentlich dabei ist die Annahme, dass Konflikte nicht gelöst werden können, sondern transformiert werden müssen. Der Ansatz geht davon aus und setzt sich zum Ziel, dass Konflikte zum Leben einer jeden Gesellschaft dazugehören und von einer gewalttätigen Eskalation hin zu einer friedlichen Auseinandersetzung entwickelt werden müssen. Externe Akteure haben hier eine unterstützende Position aus der heraus sie den internen Akteuren Hilfe leisten sollen.

Die Zusammenarbeit und Hilfe fokussiert dabei vor allem den langfristigen Aufbau von Versöhnungspotential innerhalb von Gesellschaften, die unter einem langen, ausdauernden Konflikt leben mussten. Ziel der Bemühungen ist dabei in erster Linie die Mittelschicht, über die dann mittelfristig die gesamte Bevölkerung erreicht werden soll. Zusammenfassend will der Ansatz die Bevölkerung wieder zu einem friedlichen Zusammenleben mit den Konflikten befähigen, wobei das Peacebuilding eher den lokalen internen Akteuren anvertraut ist und externe Akteure auf die Leistung von Hilfestellung bedacht sein sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik globaler Konflikte ein und stellt die Forschungsfrage nach der Übereinstimmung von Peacebuilding-Theorie und VN-Praxis anhand des Beispiels UNAMSIL.

2. Theorien des Peacebuilding: Dieses Kapitel systematisiert das heterogene Feld der Friedensbauforschung durch die Vorstellung der drei zentralen Ansätze Konfliktmanagement, Konfliktresolution und Konflikttransformation.

3. Praxis des Peacebuilding: Hier wird der institutionelle Rahmen des VN-Peacebuilding durch die Agenda für den Frieden beleuchtet und der spezifische Einsatz der UNAMSIL-Mission in Sierra Leone detailliert beschrieben.

4. Theorie und Praxis: In diesem Teil werden die theoretischen Modelle den tatsächlichen Maßnahmen der UNAMSIL-Mission gegenübergestellt, um Übereinstimmungen und Differenzen aufzuzeigen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die VN-Praxis zwar sicherheitspolitische Erfolge erzielte, jedoch in der theoretisch geforderten, partizipativen Friedenskonsolidierung deutliche Defizite aufweist.

Schlüsselwörter

Peacebuilding, Vereinte Nationen, UNAMSIL, Konfliktmanagement, Konfliktresolution, Konflikttransformation, Friedenskonsolidierung, Sierra Leone, Agenda für den Frieden, Demobilisierung, Reintegration, Friedensmission, Konfliktbearbeitung, Ziviler Wiederaufbau, Politische Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und theoretischen Fundierung von Friedensmissionen der Vereinten Nationen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Peacebuilding sowie deren praktische Anwendung im Rahmen der UNAMSIL-Mission in Sierra Leone.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit die Friedenspraxis der Vereinten Nationen den Ansprüchen theoretischer Friedensbauforschung gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse, bei der theoretische Konzepte (Konfliktmanagement, -resolution, -transformation) der realen Umsetzung in einer spezifischen VN-Mission gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Peacebuilding-Ansätze und die detaillierte Darstellung sowie kritische Bewertung der Mission UNAMSIL.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Peacebuilding, Friedenskonsolidierung, Konflikttransformation, UNAMSIL und die Unterscheidung zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Außenpolitik.

Welche Rolle spielten regionale Akteure wie ECOWAS bei UNAMSIL?

Die ECOWAS agierte als wichtiger Partner, wobei die Kooperation so intensiv war, dass eine klare Trennung der Aufgabenbereiche teilweise schwierig nachzuvollziehen ist.

Warum wird UNAMSIL als erfolgreicher Einsatz bewertet?

UNAMSIL gilt als erfolgreich, da die Mission eine weitgehende Demilitarisierung, die Durchführung von Wahlen und den Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen in Sierra Leone ermöglichte.

Was ist das zentrale Defizit des VN-Ansatzes im Fazit?

Der Autor kritisiert das Fehlen eines "bottom-up" Peacebuilding, das die Bevölkerung stärker einbezieht und auf die spezifischen kulturellen und gesellschaftlichen Schäden des Krieges eingeht.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Das Peacebuilding der Vereinten Nationen
Untertitel
Ein Vergleich der Theorie und Praxis des Peacebuilding am Beispiel von UNAMSIL
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Friedensschaffung (peacebuilding) in Afrika
Note
1,7
Autor
Johannes Wander (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V160684
ISBN (eBook)
9783640739943
ISBN (Buch)
9783640740390
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Peacebuilding Friedenskonsolidierung UN UNO Vereinte Nationen UNAMSIL Sierra Leone Afrika Blauhelme Peacekeeping post-conflict peacebuilding UN-Mission
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Wander (Autor:in), 2010, Zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Das Peacebuilding der Vereinten Nationen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160684
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Leseprobe aus  18  Seiten
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