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Kriegsmetaphorik in Sir Philip Sidneys "Astrophil and Stella"

Titel: Kriegsmetaphorik in Sir Philip Sidneys "Astrophil and Stella"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 19 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Günther Orend (Autor:in)

Didaktik für das Fach Englisch - Literatur, Werke

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Einführung des Sonetts in England ist zwar nicht Sir Philip Sidney zu verdanken, dieses Verdienst gebührt Sir Thomas Wyatt (1503-1542), Sidneys Leistung bestand aber darin, als erster englischer Dichter, Anschluss an die europäische Dichtkunst gefunden zu haben. Dies ist umso bemerkenswerter, da es vom damals politisch und kulturell randständigen England aus geschah, das durch die Rosenkriege geschwächt war und keine erhebliche Rolle unter den europäischen Mächten zu spielen in der Lage war. Sidney, der nicht nur als Dichter und Literaturtheoretiker eine der bedeutendsten Gestalten der Renaissanceliteratur war, sondern auch ein ehrgeiziger Höfling und Diplomat, hinterließ ein Werk, das stark durch sein Leben beeinflusst wurde. Mit Astrophil and Stella verfasste er die erste Sonettsequenz in englischer Sprache, in der Astrophil, in dem unschwer Sidney selbst zu erkennen ist, seine hoffnungslose Liebe zu Lady Devereux, einer Dame am königlichen Hof, literarisch verarbeitet. In seinem Sonettzyklus Astrophil and Stella verwendet Sidney eine Metaphorik, die sich aus seinen verschiedenen Lebensbereichen speist. Diese Bereiche lassen sich grob in Metaphern und Bilder aus der militärischen, mythologischen und feudalen Sphäre unterteilen. Meine Hauptseminarsarbeit wird sich vornehmlich mit dem militärischen Aspekt in der Metaphorik Sir Philip Sidneys in Astrophil and Stella beschäftigen. Dabei wird es zum einen um die Frage gehen, welche Rolle Sidneys Biografie für die verwendete Metaphorik spielt. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, wie die Kriegsmetaphern über den Sonettzyklus verteilt sind und möglichen Gründen nachgegangen, warum sie so verteilt sind. Schließlich wird, mittels ausgewählter Sonette, Sidneys Verwendung von Kriegsmetaphorik exemplifiziert, wobei es im Detail um Konsistenz, Funktion und Extension der Metaphern und Bilder geht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sir Philip Sidneys Biografie

3. Verteilung der Kriegsmetaphern

4. Verwendung der Kriegsmetaphorik

4.1 Konsistenz der Kriegsmetaphorik

4.2 Funktion der Kriegsmetaphorik

4.3 Extension der Kriegsmetaphorik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die militärische Metaphorik in Sir Philip Sidneys Sonettzyklus "Astrophil and Stella", um deren Rolle, Verteilung und Funktion im Kontext von Sidneys Biografie und seinem literarischen Anspruch auf Originalität zu analysieren.

  • Biografischer Einfluss auf die Bildsprache Sidneys
  • Analyse der Verteilung von Kriegsmetaphern über den Zyklus
  • Untersuchung der Konsistenz und logischen Stimmigkeit der Metaphorik
  • Funktion der Kriegsmetaphorik als Mittel zur dichterischen Profilierung
  • Fallstudien ausgewählter Sonette zur Illustration der Extension

Auszug aus dem Buch

4.3 Extension der Kriegsmetaphorik

Das Sonett 36 weist mit Abstand die höchste Dichte an Kriegsmetaphern im ganzen Sonettzyklus auf: Stella, whence doth this new assault arise, A conquered, yelden, ransacked heart to win? Whereto long since, through my long battered eyes, Whole armies of thy beauties entered in; And there, long since, love, thy lieutenant lies; My forces razed, thy banners raised within. Of conquest do not these effects suffice, But wilt new war upon thine own begin? With so sweet voice, and by sweet nature so, In sweetest strength, so sweetly skilled withal, In all sweet stratagems sweet art can show, That not my soul, which at thy foot did fall, Long since forced by thy beams, but stone nor tree, (A&S 36)

Die Kriegsmetaphern in Sonett 36 beschränken sich – bis auf „stratagem“ in Zeile 11 – auf die ersten 6 Zeilen, sind jedoch in ungewöhnlicher Dichte vorhanden. Im ersten Quartett fragt das lyrische Ich, woher der nächste Angriff kommen wird, um ein schon erobertes, unterworfenes und geplündertes Herz zu gewinnen, in welches seit langem ganze Armeen von Stellas Schönheit eingefallen sind, durch seine dauerhaft beschossen Augen. Hier vergleicht Sidney Stellas Schönheit und äußere Reize mit militärischen Angriffen, die durch seine Augen auf sein Herz gezielt sind.

Im zweiten Quartett vergleicht er die Liebe mit einem Leutnant, der in seinem Herzen die Belagerung aufrechterhält. Dort wo seine Streitkräfte ausgelöscht worden sind und wo ihre Banner gehisst wurden. An dieser Stelle vergleicht Sidney das Bild einer belagerten Stadt mit dem Zustand seines Herzens. Die Liebe hat längst all seine Widerstandskräfte besiegt und die Herrschaft über sein Herz ergriffen. Nun fragt er, ob Stella die Folgen der Eroberung noch nicht ausreichten, ob sie von neuem einen Krieg um das beginnen wolle, was ihr längst gehöre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung Sir Philip Sidneys für die englische Literatur ein und erläutert die zentrale Forschungsfrage bezüglich der Verwendung von Kriegsmetaphorik in "Astrophil and Stella".

2. Sir Philip Sidneys Biografie: Dieses Kapitel beleuchtet wichtige Lebensstationen Sidneys, insbesondere seine militärischen Erfahrungen und sein politisches Engagement, die als Quellen für die in den Sonetten verwendete Metaphorik dienen.

3. Verteilung der Kriegsmetaphern: Hier wird analysiert, dass die Kriegsmetaphern ungleichmäßig über den Zyklus verteilt sind, wobei eine Häufung in der ersten Hälfte des Werkes festzustellen ist.

4. Verwendung der Kriegsmetaphorik: Dieser Hauptteil untersucht detailliert die Konsistenz, Funktion und Extension der Metaphern anhand spezifischer Sonette und reflektiert Sidneys dichterisches Handwerk.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Kriegsmetaphorik als Mittel zur dichterischen Innovation dient und die Abnahme der metaphorischen Dichte gegen Ende mit einer wachsenden Souveränität des Autors korreliert.

Schlüsselwörter

Sir Philip Sidney, Astrophil and Stella, Sonett, Kriegsmetaphorik, Renaissance, Metaphern, Petrarkismus, Literarische Analyse, Sprezzatura, Innovation, Konsistenz, Belagerung, Lyrik, Literaturtheorie, Bildsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Verwendung militärischer Bildsprache (Kriegsmetaphorik) in Sir Philip Sidneys berühmtem Sonettzyklus "Astrophil and Stella".

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die biografischen Hintergründe des Autors, die quantitative Verteilung der Kriegsmetaphern, deren logische Konsistenz in den Gedichten sowie deren Funktion als Ausdruck dichterischer Originalität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll geklärt werden, warum Sidney Kriegsmetaphern einsetzt, wie er sie innerhalb des Zyklus verteilt und welche Rolle diese für seinen Anspruch als innovativer Dichter gegenüber den zeitgenössischen Konventionen spielen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine philologische Analyse ausgewählter Sonette (insbesondere Nr. 12, 29, 36, 55, 20 und 2) in Verbindung mit biografischen Fakten und literaturhistorischem Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Konsistenz, der Funktion sowie der Extension der Metaphern, wobei jeweils Stärken und Schwächen von Sidneys dichterischem Handwerk aufgezeigt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben dem Autor und Werk vor allem Kriegsmetaphorik, petrarkistische Tradition, Originalitätsanspruch, logische Konsistenz und die historische Person Sidneys als Höfling und Soldat.

Warum verwendet Sidney vermehrt Kriegsmetaphern in der ersten Hälfte des Zyklus?

Die Arbeit postuliert, dass Sidney zu Beginn des Zyklus durch die Einführung des innovativen Erfahrungsbereichs "Krieg" seine Originalität unterstreichen und sich von formelhaften Konventionen abheben wollte.

Wie erklärt die Arbeit die nachlassende logische Konsistenz der Metaphern?

Die zunehmende Inkonsistenz wird entweder mit einer abnehmenden Sorgfalt beim Dichten oder mit einer wachsenden Sicherheit des Autors erklärt, die es ihm erlaubt, freier mit Metaphern zu assoziieren.

Welche besondere Rolle spielt Sonett 36 im Kontext der Arbeit?

Sonett 36 wird als Höhepunkt der Kriegsmetaphorik identifiziert, da es die höchste Dichte an entsprechenden Bildern aufweist und das Szenario einer belagerten Stadt in höchster Extension durchspielt.

Was versteht der Autor unter der "Überblendung" in Sidneys Metaphorik?

Damit ist die Technik gemeint, bei der Sidney durch geschickte Wortspiele (Punning) den Bereich der Kriegsführung mit der Beschreibung der Geliebten und der Liebeserfahrung verbindet, um konventionelle Topoi neu zu beleben.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kriegsmetaphorik in Sir Philip Sidneys "Astrophil and Stella"
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
2.0
Autor
Günther Orend (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V160613
ISBN (eBook)
9783640738830
ISBN (Buch)
9783640738953
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriegsmetaphorik Philip Sidneys Astrophil Stella
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Günther Orend (Autor:in), 2008, Kriegsmetaphorik in Sir Philip Sidneys "Astrophil and Stella", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160613
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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