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Die Reformation - Mit Fokus auf die Bedrohungen und Ängste im Spätmittelalter

Fachbereich Evangelische Religionslehre; Klassenstufe 8

Titel: Die Reformation - Mit Fokus auf die Bedrohungen und Ängste im Spätmittelalter

Unterrichtsentwurf , 2010 , 23 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Paula Svoboda (Autor:in)

Theologie - Religion als Schulfach

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die von mir am X-Gymnasium gehaltene Unterrichtsstunde beschäftigt sich mit dem Thema 8.3 des bayerischen Lehrplanes für Gymnasien: der Reformation. Sie bildet die erste Unterrichtsstunde dieses Themas und beschäftigt sich mit dem Hintergrund der Welt- und Glaubensvorstellungen der Zeit Luthers.
In diesem Abschnitt möchte ich mich mit meinen Zielen und möglichen Vorurteilen auseinandersetzen. Das Thema Reformation ist sozusagen eins meiner Herzthemen. In meiner Zulassungsarbeit, die ich im nächsten Semester schreiben werde, beschäftige ich mich mit den spätmittelalterlichen Höllenvorstellungen und ihre Veränderung durch Martin Luther. Ich halte dieses Thema auch für die Zukunft der Schüler sehr wichtig, da es die Grundlage ihres Verständnisses des evangelischen Glaubens bildet. Deswegen war ich bei der Planung des Unterrichts enthusiastisch und habe mir vorgenommen zu versuchen, meine Begeisterung für das Thema an die Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Daraus folgt auch mein erstes Unterrichtsziel: bei den Schülern soll im Zuge ihrer Auseinandersetzung ein Interesse für das Thema geweckt werden. Es ist mir jedoch auch bewusst, dass mein Enthusiasmus auch negative Folgen haben könnte, zum Beispiel, wenn ein Schüler deutlich macht, dass er das Thema unwichtig findet und ich ihm daraufhin aus Enttäuschung unbewusst eine negative Rückmeldung gebe – durch Mimik, Gestik oder Worte. Der Schüler interpretiert meine Rückmeldung so, dass ich ihn nicht für allzu begabt halte und könnte ein niedrigeres Fähigkeitsselbstkonzept aufbauen. Ein anderes Problem wäre, wenn ich negative Aspekte der Reformation ausklammern würde, um „mein“ Thema rein positiv darzustellen.
Was mich bei der Unterrichtsvorbereitung sehr beschäftigte, war die Frage, inwiefern ich darauf reagieren soll, dass die Klasse oft unruhig und unkonzentriert ist. Ich habe mich nach langen Überlegungen dafür entschieden, ihnen ohne Vorurteile zu begegnen und zu versuchen, sie zu motivieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Persönliche Begegnung

II. Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes

1. Situation der Schule

2. Situation der Klasse

3. Beobachtungen zu einzelnen Schülerinnen und Schülern

4. Vorhergehender Unterricht

III. Theologische Orientierung

1. Kirchengeschichtlicher Blick

a. Deutschland um 1500

b. Jenseitsvorstellungen im Spätmittelalter

c. Der Weg in den Himmel

d. Vorabend der Reformation

e. Der junge Martin Luther

2. Systematischer Blick

a. Reformation

b. Auseinandersetzung zwischen evangelischer und katholischer Position

C. Das Abendmahl als Streitpunkt innerhalb der evangelischen Kirchen

IV. Didaktische Orientierung

1. Das Exemplarische

2. Gegenwartsbedeutung

3. Zukunftsbedeutung

4. Struktur des Inhalts, Schwierigkeiten und Gefahren

5. Unterrichtliche Zugänglichkeit

V. Didaktische Entscheidungen

VI. Methodische Entscheidungen

VII. Verlaufsplanung

IIX. Kritische Reflexion

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit dient als schriftlicher Unterrichtsentwurf für die erste Stunde zum Thema Reformation im Religionsunterricht der achten Jahrgangsstufe. Ziel ist es, den Schülern durch eine theologische und didaktische Aufarbeitung der spätmittelalterlichen Lebenswelt und Glaubensvorstellungen einen Zugang zum Verständnis der Reformation und des evangelischen Glaubens zu ermöglichen.

  • Analyse der religiösen Lebenswelt und Ängste im Spätmittelalter.
  • Untersuchung des Wandels von Jenseitsvorstellungen und der Rolle Luthers.
  • Erprobung kooperativer Lernformen (Gruppenpuzzle) zur Motivationssteigerung.
  • Didaktische Reflexion über die Bedeutung des Themas für die Identitätsbildung der Schüler.
  • Schulung von Schlüsselqualifikationen durch das Prinzip "Lernen durch Lehren".

Auszug aus dem Buch

A. DEUTSCHLAND UM 1500

Zur Zeit Luthers befand sich die Gesellschaft im Umbruch in vielerlei Bereichen. Einige Historiker behaupten sogar, dass es sich um eine gesamtgesellschaftliche Krise handelte. Es gab viel Spannung in der Gesellschaft. So stand die Schwäche des Reiches (und des Kaisers) der steigenden Macht der Reichsstände gegenüber, so wie die Kirchenfrömmigkeit den kirchlichen Missständen. Die Städte erlebten einen wirtschaftlichen Niedergang, indem sie in Konkurrenz mit den Fürstenstaaten standen.

Die Gesellschaft war in Ständen gegliedert. An der Spitze der Hierarchie stand der Adel, dem die Hälfte des Grundbesitzes gehörte. Das Rittertum verlor immer mehr von seinem Einfluss. 90% der Bevölkerung lebten auf dem Land. Man kann die Situation der Bauern nicht allgemeingültig beschreiben, es kam sehr auf ihren Lebensort an, wie ihre soziale und wirtschaftliche Lage ausfiel.

Zu dieser Zeit wurde das geozentrische Weltbild durch Kopernikus abgelöst und ein neuer Kontinent entdeckt, dessen Reichtümer nach Europa flossen. Gutenberg erfand den Buchdruck, was die Informationsvermittlung um Einiges verbesserte. Schließlich wurde auch das Schießpulver entdeckt. Alle diese Erfindungen und Entdeckungen verunsicherten den mittelalterlichen Menschen. Diese Verunsicherung, wie mit den Neuigkeiten umzugehen sei, wurde durch die kirchliche Lage noch verstärkt.

Die Kirche prägte das Mittelalter. Sie regierte über das Leben und das Heil der Menschen, sie offenbarte die Wahrheit und regulierte den Alltag, indem sie den Tag /die Woche/das Jahr begleitete und die Familie und Gesellschaft durch ihre Anordnungen formte. Die una sancta catholica et apostolica ecclesia herrschte über das geistliche Reich des Abendlandes. Rom war das Zentrum der westlichen Welt und der Papst der Stellvertreter Christi auf Erden und somit im Rang auch über alle weltlichen Fürsten. Die Kirchenfrömmigkeit zeigt sich in der Kunst, im Bau von Spitälern und in der Heiligenverehrung. Hinter diesen Bestrebungen steckt Eins: die Angst vor der Hölle und vor dem Fegefeuer. Die Menschen fürchteten sich vor dem Jüngsten Gericht, vor dem richtenden Gott.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Persönliche Begegnung: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Motivation und die Zielsetzung für die Unterrichtsstunde über die Reformation.

II. Analyse des didaktischen Bedingungsfeldes: Eine Bestandsaufnahme der schulischen Rahmenbedingungen, der Klassensituation und der individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler.

III. Theologische Orientierung: Eine fundierte kirchengeschichtliche und systematische Darstellung der spätmittelalterlichen Lebenswelt und Luthers theologischer Entwicklung.

IV. Didaktische Orientierung: Untersuchung der Relevanz des Themas im Sinne von Klafki, inklusive Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung.

V. Didaktische Entscheidungen: Darstellung der geplanten Lernziele und der didaktischen Herleitung der Unterrichtsschritte.

VI. Methodische Entscheidungen: Begründung der Wahl der Methode "Gruppenpuzzle" zur Aktivierung und Stärkung der Klassengemeinschaft.

VII. Verlaufsplanung: Eine übersichtliche tabellarische Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Unterrichtseinheit.

IIX. Kritische Reflexion: Eine kritische Auswertung des tatsächlichen Unterrichtsverlaufs und der pädagogischen Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Reformation, Martin Luther, Spätmittelalter, Didaktik, Religionsunterricht, Jenseitsvorstellungen, Gruppenpuzzle, Rechtfertigungslehre, Kirchengeschichte, Angst, Fegefeuer, Lernmotivation, Identitätsbildung, Konfessionen, Unterrichtsentwurf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit stellt einen schriftlichen Unterrichtsentwurf für den Religionsunterricht an Gymnasien zum Thema Reformation dar, wobei der Fokus auf den Ängsten und dem Weltbild des Spätmittelalters liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Lebenswelt um 1500, mittelalterliche Jenseitsvorstellungen, die Theologie Martin Luthers sowie didaktisch-methodische Aspekte der Unterrichtsplanung.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Die Schüler sollen ein Verständnis für die religiöse Situation vor der Reformation entwickeln und die Basis für Luthers Lebensweg verstehen, um eine eigene Identität in Auseinandersetzung mit dem evangelischen Glauben aufzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Konzept des Gruppenpuzzles eingesetzt, um durch kooperatives Lernen und das Prinzip "Lernen durch Lehren" sowohl fachliche Kompetenzen als auch soziale Schlüsselqualifikationen zu fördern.

Welcher Inhalt wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem historischen Hintergrund Deutschlands um 1500, der Lehre von Fegefeuer und Ablass sowie Luthers persönlicher Krise und seiner Entdeckung der Rechtfertigungslehre.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Reformation, Martin Luther, Spätmittelalter, Gruppenpuzzle, Didaktik, Rechtfertigung sola fide und die Identitätsbildung der Lernenden.

Warum wurde das Gruppenpuzzle als Methode gewählt?

Die Klasse war innerlich zersplittert und ungeübt in kooperativen Arbeitsformen, weshalb eine strukturierte Methode zur Stärkung des Wir-Gefühls und der Lernmotivation notwendig erschien.

Wie wurde die Lernkontrolle am Ende gestaltet?

Die Lernkontrolle erfolgte über einen Basiswissentest, der bewusst offen gestaltet wurde, um das eigenständige Denken der Schüler zu fördern und den Druck einer Benotung zu vermeiden.

Welche Bedeutung hat das "Sturmerlebnis" Luthers in der Planung?

Es fungiert als zentraler Anknüpfungspunkt im Unterricht, um die persönliche Krisensituation Luthers mit den existentiellen Ängsten der spätmittelalterlichen Menschen in Verbindung zu bringen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Reformation - Mit Fokus auf die Bedrohungen und Ängste im Spätmittelalter
Untertitel
Fachbereich Evangelische Religionslehre; Klassenstufe 8
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Studienbegleitendes Praktikum
Note
2,7
Autor
Paula Svoboda (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V160574
ISBN (eBook)
9783640754380
ISBN (Buch)
9783640754724
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reformation Fokus Bedrohungen Spätmittelalter Fachbereich Evangelische Religionslehre Klassenstufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paula Svoboda (Autor:in), 2010, Die Reformation - Mit Fokus auf die Bedrohungen und Ängste im Spätmittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160574
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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