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Von der Qualifikation- zur Kompentenzorientierung

Title: Von der Qualifikation- zur Kompentenzorientierung

Scientific Essay , 2010 , 14 Pages

Autor:in: Theresa Wiegand (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy

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Einführung
Im Diskurs um Inhalte und Ziele beruflicher Bildung taucht seit einiger Zeit mit großer Selbstverständlichkeit der Begriff der Kompetenz auf. Dieser verspricht – anders als der vordem vorherrschende Terminus „Qualifikation“ – die subjektive Seite des
Arbeitens aufzunehmen, die in betrieblichen Modernisierungsprozessen stärker als bisher gefordert wird. Die Verschiebung von der Qualifikations- zur Kompetenzorientierung stellt jedoch weder eine Modeerscheinung dar noch will sie die erworbenen und zu erwerbenden Qualifikationen in Frage stellen. Vielmehr ist sie als Reaktion auf die technologische Entwicklung, die Komplexität und Unvorhersehbarkeit derzeitiger wirtschaftlicher und politischer Prozesse unabdingbar
geworden.(1)
Die folgende Arbeit thematisiert den Begriffswandel von der Qualifikations- zur Kompetenzorientierung. Vorausgestellt wird dazu eine skizzenartige Rekonstruktion der Entwicklung des Kompetenzbegriffs in der einschlägigen deutschsprachigen
Literatur. Anschließend wird der Begriffswechsel dargelegt und kritisch hinterfragt.(2)
Im Anschluss an die Schaffung dieses Grundlagenverständnisses zum Thema, soll geklärt werden, ob es im Zusammenhang mit dem Kompetenzbegriff in der Berufsbildungsentwicklung überhaupt eine kohärente Bedeutung gibt. Die Arbeit schließt mit einer abschließenden Betrachtung des Kompetenzbegriffs ab.
[...]
______
(1) Vgl. ERPENBECK, John; SAUER, Johannes: Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm „Lernkultur Kompetenzentwicklung“. IN: Arbeitsgemeinschaft Qualifikations-Entwicklungs-
Management, Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung (Hrsg.): Kompetenzentwicklung 2000: Lernen im Wandel – Wandel durch Lernen. Münster: Waxmann Verlag 2000, Band 5, S. 303.
(2) Dabei wird nicht der Anspruch erhoben, eine vollständige Rezeptionsgeschichte der beiden dieser Arbeit zugrunde liegenden Begriffe zu liefern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Die Entwicklung des Kompetenzbegriffs

3 Begriffswechsel - von Qualifikationen zu Kompetenzen

4 Kompetenz in der Berufsbildung: "Wovon reden wir eigentlich?"

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den theoretischen und praktischen Wandel von der Qualifikations- zur Kompetenzorientierung im Kontext der beruflichen Bildung. Ziel ist es, die historische Entwicklung dieser Begrifflichkeiten zu rekonstruieren, die aktuelle Bedeutungsvielfalt kritisch zu hinterfragen und zu klären, ob der Kompetenzbegriff eine kohärente Bedeutung innerhalb der Berufsbildungsentwicklung besitzt.

  • Historische Rekonstruktion des Kompetenzbegriffs in der Literatur
  • Analyse des Begriffswechsels von Qualifikationen zu Kompetenzen
  • Kritische Reflexion der "inflationären" Verwendung von Kompetenzbegriffen
  • Internationaler Vergleich von Kompetenzansätzen (Deutschland, Niederlande, England, Frankreich)
  • Gegenüberstellung von Persönlichkeitsbildung und ökonomischer Verwertbarkeit

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung des Kompetenzbegriffs

Seit etwa der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere seit der Ablösung der Vormachtstellung des Behaviorismus in den Sozialwissenschaften und des fordistisch-tayloristischen Regimes, steht die Frage der Kompetenz im Mittelpunkt fachlicher sowie politischer Auseinandersetzungen.

In der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Literatur lassen sich im Bezug auf die Durchsetzung des Kompetenzbegriffs einige markante Stationen ausmachen, die ihren Ausgangspunkt mit Habermas (1971) kommunikativer Kompetenz Anfang der siebziger Jahre haben. Sein Konzept zielte darauf ab, die Grundlegung einer kommunikativen Ethik auszuarbeiten. Auf dieser Basis unterschied Roth (1971) in seiner pädagogischen Anthropologie zwischen sachlichen, sozialen und personalen Kompetenzen, und ordnete somit den Weg der heute vielfach in der erziehungswissenschaftlichen Literatur benutzten Einteilung in Sach- oder Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Selbst- oder Humankompetenz. Jedoch war das Konzept von Roth nicht mit dem damaligen mainstream der westdeutschen Erziehungswissenschaften kompatibel, da die Vertreter dieser Richtung im Gefolge des Robinsohnschen (1967) Modells der Curriculumrevision die Ablösung des normativen Bildungsbegriffs durch den deskriptiven Qualifikationsbegriff anzustreben versuchten. Erst der Volkswirt und damalige Leiter des IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung) Dieter Mertens (1974) gab einen Anstoß zu einem Perspektivenwechsel – allerdings zunächst noch im Rahmen des Qualifikationsbegriffs. Mertens bildungsökonomische Intention war es, einen übergreifenden Qualifikationsbegriff zu prägen, welcher sich nicht an den unmittelbaren Anforderungen eines unscharfen Arbeitsmarktes orientiert, sondern an die Anpassungsfähigkeit an nicht Prognostizierbares stützte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung skizziert den Begriffswandel von der Qualifikations- zur Kompetenzorientierung und legt den Forschungsrahmen sowie die Zielsetzung der Arbeit fest.

2 Die Entwicklung des Kompetenzbegriffs: Das Kapitel rekonstruiert die historische Genese des Kompetenzbegriffs ausgehend von den 1970er Jahren und analysiert die theoretischen Einflüsse sowie die Abgrenzung zum Qualifikationsbegriff.

3 Begriffswechsel - von Qualifikationen zu Kompetenzen: Hier wird die begriffliche Dichotomie zwischen Persönlichkeitsbildung und ökonomischer Verwertbarkeit erörtert und die zunehmende Veränderungsdynamik auf dem Arbeitsmarkt als Treiber für diesen Wandel identifiziert.

4 Kompetenz in der Berufsbildung: "Wovon reden wir eigentlich?": Dieses Kapitel beleuchtet anhand internationaler Beispiele aus Deutschland, den Niederlanden, England und Frankreich die Bedeutungsvielfalt und die praktische Implementierung des Kompetenzbegriffs.

5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und warnt vor einer inflationären Verwendung des Kompetenzbegriffs, die trotz seiner Etablierung weiterhin von einer gewissen theoretischen Willkür geprägt ist.

Schlüsselwörter

Kompetenzorientierung, Qualifikationsbegriff, Berufsbildung, Schlüsselqualifikationen, Persönlichkeitsbildung, Arbeitsmarkt, Handlungsfähigkeit, Kompetenzentwicklung, Bildungsökonomie, Lernprozesse, Berufspädagogik, Wissenserwerb, berufliche Handlungskompetenz, Kompetenzmodell, Bildungsdiskurs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen und konzeptionellen Wandel von einer rein qualifikationsorientierten hin zu einer kompetenzorientierten beruflichen Bildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Begriffe "Qualifikation" und "Kompetenz", die Spannung zwischen Persönlichkeitsbildung und ökonomischer Verwertbarkeit sowie die unterschiedliche Auslegung dieser Begriffe in verschiedenen nationalen Berufsbildungssystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein fundiertes Grundlagenverständnis für den Begriffswandel zu schaffen und kritisch zu prüfen, ob es eine einheitliche Bedeutung von "Kompetenz" innerhalb der aktuellen Berufsbildungsentwicklung gibt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer skizzenartigen Rekonstruktion und Analyse der deutschsprachigen sowie internationalen Fachliteratur zum Diskurs der Kompetenz- und Qualifikationsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Kompetenzdebatte, die Untersuchung der Dichotomie zwischen Qualifikation und Kompetenz sowie eine vergleichende Analyse der Situation in Deutschland, den Niederlanden, England und Frankreich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Kompetenzorientierung, Qualifikationsbegriff, berufliche Handlungskompetenz, Persönlichkeitsbildung und die ökonomische Verwertbarkeit von Wissen.

Warum wird der Begriff "Schlüsselqualifikation" in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die Autorin weist darauf hin, dass der Begriff historisch aufgrund seiner inhaltlichen Unschärfe und der inflationären Verwendung in unzähligen Katalogen kritisiert wurde und heute als Parallele zur aktuellen Kompetenzdebatte dient.

Wie unterscheidet sich die Situation in Deutschland von der in Frankreich bezüglich der Kompetenzorientierung?

Während in Deutschland das duale System und die Kompetenzbereiche wie Fach- und Methodenkompetenz im Vordergrund stehen, diskutiert man in Frankreich Kompetenzen eher im Kontext der "Kompetenzbilanz" und der Anerkennung informell erworbener Fähigkeiten.

Gibt es laut der Autorin eine kohärente Bedeutung des Kompetenzbegriffs?

Die Autorin stellt fest, dass aufgrund der national geprägten Problemschwerpunkte und der inflationären Verwendung des Begriffs derzeit keine universell kohärente Bedeutung existiert, der Begriff jedoch dennoch wichtig ist, um die einseitige Reduktion auf reinen Wissenserwerb zu überwinden.

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Details

Title
Von der Qualifikation- zur Kompentenzorientierung
Author
Theresa Wiegand (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V160466
ISBN (Book)
9783640860739
ISBN (eBook)
9783640861101
Language
German
Tags
qualifikation- kompentenzorientierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theresa Wiegand (Author), 2010, Von der Qualifikation- zur Kompentenzorientierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160466
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