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Empowerment - Konzept und Praxis in der interkulturellen Mediation

Titel: Empowerment - Konzept und Praxis in der interkulturellen Mediation

Hausarbeit , 2010 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Kommunikationspsychologin Alexandra Mietusch (Autor:in)

Soziologie - Kommunikation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem Werk Autoren Robert A. Baruch Bush und Joseph P. Folger (1994) The Promise of Mediation: Responding to Conflict Through Empowerment and Recognition gewann der transformative Mediationsansatz in der Mediationspraxis an Reputation und Relevanz. Die als Urheber dieses Ansatzes verstandenen Autoren kontrastieren in ihrer Publikation die problem solving und transformative Mediationsansätze. Transformative Mediation stellt den Menschen und seine Bedürfnisse wie Gefühle in den Mittelpunkt. Zentral ist die Annahme, dass sich Menschen inmitten eines Konfliktes transformieren können, sodass soziales Lernen möglich ist. Die Zielgrößen sind Empowerment und Recognition. Hingegen liegt beim problem-solving Ansatz der Fokus lediglich auf dem Finden einer gegenseitig akzeptablen Vereinbarung der unmittelbaren Auseinandersetzung.

Es werden die Grundlagen und die praktische Verwendung der Methode des Empowerment als klientenzentrierter Ansatz innerhalb interkultureller Konfliktbearbeitung im Sinne der interkulturellen Mediation diskutiert. Welche Ideologie und welches Konfliktverständnis liegen der Anwendung zu Grunde und resultieren in der praktischen Anwendung des Empowerment in der interkulturellen Mediation? Worauf basieren das implizite Konfliktverständnis und die Praktiken im Umgang mit Konflikten, die zu den Entwicklungen der Theorien und Praktiken des Empowerment und der interkulturellen Mediation führen? Im ersten Teil wird das Konzept Empowerment, seine historischen Ursprünge, Definitionsannäherungen und Grundlagen für professionelles Handeln analysiert. Im zweiten Teil wird durch eine Einführung in die interkulturelle Mediation auf den Einsatz von Empowerment innerhalb dieser hingearbeitet. Es soll geklärt werden, welches Konfliktverständnis der Mediation obliegt und welche Rolle Macht und das implizite Machtverständnis innerhalb interkultureller Konflikte spielt und die Methode Empowerment innerhalb dieser legitimiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Das Empowerment Konzept

1.1 Definition

1.2 Ideologische Ursprünge: Individualisierung und Empowerment

1.2.1 Menschenbild und Wertebasis

1.2.2 Konsequenzen für professionelles Handeln

2 Die interkulturelle Mediation

2.1 Definition

2.2 Kulturelle Konfliktorientierung innerhalb der Mediation

2.3 Kulturelle Machttheorie innerhalb der Mediation

2.4 Macht und Konflikt als westliches Konstrukt - alternative kulturspezifische Interpretationen

2.5 Diskussion des Empowerment in der - interkulturellen - Mediation

3 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und die ideologischen Hintergründe des Empowerment-Konzepts im Kontext der interkulturellen Mediation. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welches Konfliktverständnis der Mediation zugrunde liegt, welche Rolle Macht innerhalb interkultureller Konflikte spielt und inwiefern die Methode des Empowerments hierbei eine legitime und hilfreiche Unterstützung bieten kann, ohne kulturell spezifische Aspekte zu vernachlässigen.

  • Historische und soziologische Wurzeln des Empowerment-Begriffs
  • Analyse des westlichen Konflikt- und Machtverständnisses in der Mediation
  • Herausforderungen bei der Übertragung von Empowerment auf interkulturelle Settings
  • Kritische Reflexion der Rolle des Mediators und ethischer Prinzipien

Auszug aus dem Buch

2.2 Kulturelle Konfliktorientierung innerhalb der Mediation

„Conflict is seen as the manifestation of a problem in need of satisfaction (...) (it) is at heart an unsolved problem – a problem of how to satisfy simultaneously what appear to be incompatible, unmet needs.“ (Bush/ Folger 2005: 300). Das heißt, Konflikt ist ein soziales Phänomen und impliziert ein Ideal und die Notwendigkeit einer Reaktion bzw. eines Umgehens eines auftauchenden Problems bzw. Lösens eines vorhandenen Problems. Conflict resultion heißt Lösungen finden, die alle Bedürfnisse aller Beteiligten befriedigen und zu allgemeiner Zufriedenheit führen. Wenn es das Ziel der Intervention ist, Konflikte der Streitparteien zu lösen, besteht die Gefahr darin, dass Mediatoren dazu neigen Interventionsstrategien zu gebrauchen, die den Verlauf des Prozesses in Richtung Einigung - als Ziel der Mediation - beeinflussen (vgl. ebd.: 300-3002). Das heißt auch, dass die Ansicht von unlösbaren Konflikten – innerhalb einer Mediation - aus der Annahme resultieren, dass Probleme gelöst werden müssen (Konfliktmanagement). Hinsichtlich der Thematik Macht impliziert dies, dass ein Machtungleichgewicht ausgeglichen werden muss, wenn gleiche Machtverteilung Grundlage bzw. notwendig für eine friedliches Zusammenlebens ist.

Bisher wurde der Ursprung des Empowerment in der Individualisierung aufgezeigt. Bush & Folger (2005: 303f.) gehen auch davon aus, dass die Problemlösungsorientierung auf individualistischen Überzeugungen westlicher Kultur der menschlichen Natur und sozialen Interaktionen der letzten 250 Jahre basiert. Der höchste Wert ist die Befriedigung individueller Bedürfnisse und Wünsche, hingegen unangebrachte Bedürfnisse und Unzufriedenheit das größte „Übel“ darstellen. Daraus resultiert das Verständnis von Konflikten als Problem, das autonome Individuen hinsichtlich der komplexen Erreichung einer gemeinsamen Bedürfnisbefriedigung konfrontiert. Die Komponente des demokratischen Grundgedankens führt darüber hinaus zu dem Anspruch alle am Konflikt Beteiligten zufrieden zu stellen: In einer demokratischen Welt in der alle Menschen gleich sind, ist es unerlässlich, verschiedene individuelle Bedürfnisse gleichzeitig zu bedienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das Empowerment Konzept: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge und theoretischen Definitionen des Empowerment-Begriffs sowie dessen Bedeutung für professionelles Handeln.

2 Die interkulturelle Mediation: Hier wird der Transfer des Empowerment-Konzepts in die interkulturelle Mediation diskutiert, wobei insbesondere der Einfluss von Macht und westlich geprägten Konfliktmodellen analysiert wird.

3 Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer sensiblen und kontextbezogenen Anwendung von Empowerment in interkulturellen Konflikten.

Schlüsselwörter

Empowerment, Interkulturelle Mediation, Konfliktverständnis, Macht, Individualisierung, Transformation, Selbstbestimmung, Mediation, Kultur, Machtasymmetrie, Identität, Konfliktlösung, Partizipation, Ethik, Soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Praxis des Empowerment-Konzepts innerhalb der interkulturellen Mediation und hinterfragt, ob dieses westlich geprägte Modell auf interkulturelle Konflikte übertragbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Empowerment-Konzept, die Theorie der Individualisierung, die interkulturelle Konfliktorientierung, Machttheorien sowie die ethische Reflexion der Rolle von Mediatoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die ideologischen Grundlagen des Empowerments und der Mediation zu analysieren, um zu klären, wie diese in der interkulturellen Praxis sinnvoll und ethisch korrekt eingesetzt werden können, ohne dabei kulturelle Unterschiede zu ignorieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit existierenden mediationswissenschaftlichen und soziologischen Ansätzen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Konzept Empowerment und seine Herkunft beleuchtet, bevor diese Erkenntnisse auf die interkulturelle Mediation übertragen werden. Dabei wird kritisch beleuchtet, wie Machtverhältnisse und das Verständnis von Konflikten kulturell beeinflusst sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Empowerment, Interkulturelle Mediation, Machtasymmetrie, Selbstbestimmung und Konfliktlösung beschreiben.

Wie unterscheidet sich die interkulturelle Mediation von der allgemeinen Mediation laut der Autorin?

Während allgemeine Mediation oft stark auf Problemlösung und Einigung fokussiert ist, betont die interkulturelle Mediation primär die Verständigung und den beiderseitigen Lernprozess zwischen Parteien aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.

Warum wird Empowerment in der interkulturellen Mediation kritisch gesehen?

Die Autorin weist darauf hin, dass Empowerment auf westlichen Werten der Individualisierung beruht und bei kulturellen Gruppen, die eher Harmonie oder kollektive Konsensfindung priorisieren, zu Irritationen oder gar zu einer Entmündigung führen kann, wenn es ungeprüft angewendet wird.

Welche Rolle spielt die Machtinterpretation in diesem Kontext?

Macht wird als dynamisches Konzept verstanden, das als Copingstrategie dienen kann. Die Arbeit betont, dass Mediatoren sensibel dafür sein müssen, dass Machtasymmetrien nicht immer durch einfache Umverteilung gelöst werden können, da dies den kulturellen Gegebenheiten widersprechen könnte.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Empowerment - Konzept und Praxis in der interkulturellen Mediation
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaft: Intercultural Communication Studies)
Veranstaltung
Interkulturelle Konflikte und Mediation
Note
1,0
Autor
Diplom-Kommunikationspsychologin Alexandra Mietusch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V160282
ISBN (eBook)
9783640733835
ISBN (Buch)
9783640734467
Sprache
Deutsch
Schlagworte
empowerment interkulturelle mediation macht konflikt individualisierung empowerment und recognition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Kommunikationspsychologin Alexandra Mietusch (Autor:in), 2010, Empowerment - Konzept und Praxis in der interkulturellen Mediation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160282
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Leseprobe aus  21  Seiten
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