Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Social Studies (General)

Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen: Zum Institutioneneffekt bei ost- und westdeutschen Frauen

Eine empirische Untersuchung

Title: Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen: Zum Institutioneneffekt bei ost- und westdeutschen Frauen

Seminar Paper , 2010 , 26 Pages

Autor:in: Bachelor of Arts Nina Eger (Author)

Social Studies (General)

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In den Diskussionen um den Geburtenrückgang und den Ursachen für die ansteigende Kinderlosigkeit ruht der Fokus vornehmlich auf den Frauen. Und hier wird insbesondere den Frauen mit akademischer Ausbildung besonderes Interesse geschenkt. Es wird von einem
über 40%igen Anteil kinderloser Akademikerinnen mit steigender Tendenz berichtet. Zur Erklärung der Kinderlosigkeit hoch gebildeter Frauen wird oft der sog. Institutioneneffekt angeführt. Nach diesem wird davon ausgegangen, dass sich die Familiengründung, bedingt
durch die längeren Ausbildungszeiten nach hinten verschiebe. Die hoch gebildeten Frauen blieben demnach nicht dauerhaft kinderlos,
sondern würden ihre Familiengründungsphase nur zeitlich nach hinten verschieben. Es wird resignierend festgestellt: „Wissenschaft als Lebensform und ein Leben mit kleinen Kindern passen nicht zusammen“ (Metz-Göckel/Möller/Auferkorte-Michaelis 2009: 13). Doch ist dies wirklich so? Sind eine wissenschaftliche Karriere und Kinder unvereinbar?
Die Frage nach der (Un-)Vereinbarkeit von Karriere und Kindern ist eng an die gegebenen Rahmenbedingungen gekoppelt. Ein Blick zurück zeigt, dass die Rahmenbedingungen für die Realisierung von Kindern z.B. während des Studiums nicht in ganz Deutschland gleich gestaltet waren. Im System der DDR gab es z.B. gezielte Anreize für eine frühzeitige Realisierung des Kinderwunsches; Studentinnen mit Kind wurden bspw. gezielt gefördert. Da angenommen wird, dass sich die jahrzehntelange Zweiteilung Deutschlands (in Ost und West) erheblich auf die Bevölkerungsentwicklung, das Familienleitbild und die Rolle der Frau und damit indirekt auch auf das Erstgebäralter ausgewirkt hat, soll die Zugehörigkeit zu den alten bzw. neuen Bundesländern im Rahmen einer klassischen Kontextanalyse getestet werden. Es gilt zu prüfen, ob der Institutioneneffekt für die ost- und westdeutschen Akademikerinnen gleichermaßen feststellbar ist.
Um dieser Frage nachzugehen, wird zu Anfang kurz auf die gesellschaftlichen Veränderungen im Hinblick auf das Familienleitbild, die Rolle der Frau und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eingegangen. Des Weiteren wird der Institutioeneffekt dargestellt. Dem schließt sich der empirische Teil der Arbeit an. Hier wird auf den gewählten Datensatz eingegangen. Anschließend wird die Methode der klassischen Kontextanalyse dargestellt. Dem schließen sich die Auswertung der Daten und ein kurzes Fazit an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftliche Veränderungen Ost- vs. Westdeutschland

2.1 Familienleitbild und Rolle der Frau

2.2 Rahmenbedingungen

2.3 Institutioneneffekt

3. Empirische Untersuchung

3.1 Wahl des Datensatzes

3.2 Operationalisierung

3.2.1 Akademikerinnen

3.2.2 Erstgebäralter

3.2.3 Gesamtkinderzahl

3.2.4 Ost- und westdeutsches Sample

3.3 Charakterisierung des Datensatzes

3.4 Analyse

3.4.1 Methode

3.4.2 Auswertung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des gesellschaftlichen Kontexts (Ost- versus Westdeutschland) auf das Erstgebäralter von Akademikerinnen. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob der sogenannte "Institutioneneffekt" zu einer zeitlichen Verschiebung der Familiengründung bei hochgebildeten Frauen führt und wie sich dieser Effekt empirisch belegen lässt.

  • Demografischer Wandel und Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen
  • Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und Familienbilder
  • Analyse des Institutioneneffekts auf das Erstgebäralter
  • Empirische Untersuchung auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP)
  • Vergleich der Geburtsbiografien in Ost- und Westdeutschland

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Deutschland befindet sich in einem demographischen Wandel, der im Wesentlichen auf zwei Implikationen beruht: die Gesellschaft altert bei gleichzeitig sinkender Geburtenrate.

Im Mittelpunkt der Debatten um den Geburtenrückgang steht auch die Frage danach, wer kinderlos bleibt. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung stellte in diesem Zusammenhang fest, dass Kinderlosen oft vorgeworfen wird keinen Beitrag zum Generationenvertrag zu leisten und ihre Karriereansprüche egoistisch in den Vordergrund zu stellen (BiB 2004: 27).

In den Diskussionen um den Geburtenrückgang und den Ursachen für die ansteigende Kinderlosigkeit ruht der Fokus vornehmlich auf den Frauen. Und hier wird insbesondere den Frauen mit akademischer Ausbildung besonderes Interesse geschenkt. Es wird von einem über 40%igen Anteil kinderloser Akademikerinnen mit steigender Tendenz berichtet (Gaschke 2004; Martens u.a. 1999; Schmidt/Wagner 2004; Zerrahn 2002; Schwarz 2002). Aufgrund solcher Zahlen verwundert es nicht, dass in der öffentlichen Debatte zunehmend die Akademikerinnen als die Schuldigen des Geburtenrückgangs ausgemacht werden.

Zur Erklärung der Kinderlosigkeit hochgebildeter Frauen wird oft der sog. Institutioneneffekt angeführt. Nach diesem wird davon ausgegangen, dass sich die Familiengründung, bedingt durch die längeren Ausbildungszeiten insbesondere bei den Hochgebildeten, nach hinten verschiebe. Die hochgebildeten Frauen blieben demnach nicht dauerhaft kinderlos, sondern würden ihre Familiengründungsphase nur zeitlich nach hinten verschieben. Allerdings bedingt eine zeitliche Verschiebung nach hinten auch ein kleineres Reproduktionsfenster, was wiederum zu einer insgesamt geringeren Kinderanzahl führen kann. Es wird resignierend festgestellt: „Wissenschaft als Lebensform und ein Leben mit kleinen Kindern passen nicht zusammen“ (Metz-Göckel/Möller/Auferkorte-Michaelis 2009: 13). Doch ist dies wirklich so? Sind eine wissenschaftliche Karriere und Kinder unvereinbar?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel sowie die gesellschaftliche Diskussion um die Kinderlosigkeit von Akademikerinnen und führt in die Fragestellung zur Vereinbarkeit von Karriere und Familiengründung ein.

2. Gesellschaftliche Veränderungen Ost- vs. Westdeutschland: Dieses Kapitel erläutert die historischen Entwicklungen der Familienbilder, die Rolle der Frau sowie die institutionellen Rahmenbedingungen, die die Familienplanung in Ost- und Westdeutschland prägten.

3. Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, angefangen bei der Datenbasis (SOEP) über die Operationalisierung der Variablen bis hin zur statistischen Analyse mittels Regressionsmodellen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Kontexteffekt der Stichprobenzugehörigkeit einen signifikanten Einfluss auf das Erstgebäralter von Akademikerinnen hat.

Schlüsselwörter

Akademikerinnen, Erstgebäralter, Kinderlosigkeit, Institutioneneffekt, SOEP, Familiengründung, Geburtenrückgang, Kontexteffekt, Regressionsanalyse, Familienleitbild, Sozio-ökonomisches Panel, Ostdeutschland, Westdeutschland, Bildungsbiografie, demografischer Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen akademischer Ausbildung bei Frauen, ihrer Familiengründungsphase und den Unterschieden, die sich aufgrund des regionalen Kontexts (Ost- versus Westdeutschland) ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die Auswirkungen von Bildung auf die Fertilität, gesellschaftliche Familienleitbilder und die institutionellen Bedingungen in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob der sogenannte Institutioneneffekt – also die zeitliche Verschiebung der Familiengründung aufgrund von Ausbildung – durch den gesellschaftlichen Kontext in Ost- und Westdeutschland messbar beeinflusst wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine klassische Kontextanalyse angewendet. Dabei kommen deskriptive Statistiken, Box-Plots zur Visualisierung sowie multiple Regressionsmodelle zum Einsatz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und eine empirische Analyse der Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Akademikerinnen, Erstgebäralter, Institutioneneffekt, SOEP-Datensatz und Kontexteffekt.

Wie unterscheidet sich das Erstgebäralter zwischen Ost- und Westakademikerinnen laut der Analyse?

Die Analyse zeigt, dass Akademikerinnen im westdeutschen Sample ihr erstes Kind im Durchschnitt deutlich später bekommen als ihre ostdeutschen Kolleginnen.

Welche Rolle spielt die Gesamtkinderzahl in den Regressionsmodellen?

Die Gesamtkinderzahl wird als exogene Variable in das Modell einbezogen, um zu prüfen, ob sie das Erstgebäralter beeinflusst bzw. wie sie im Zusammenhang mit dem Kontexteffekt steht.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen: Zum Institutioneneffekt bei ost- und westdeutschen Frauen
Subtitle
Eine empirische Untersuchung
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Author
Bachelor of Arts Nina Eger (Author)
Publication Year
2010
Pages
26
Catalog Number
V160266
ISBN (eBook)
9783640734801
ISBN (Book)
9783640735006
Language
German
Tags
Mehrebenanalyse Kinderlosigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Nina Eger (Author), 2010, Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen: Zum Institutioneneffekt bei ost- und westdeutschen Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160266
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint