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Zur Shop-Startseite › Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Bildung: Soziale Chancen und Benachteiligungen

Soziale Ungleichheiten in der Bundesrepublik Deutschland

Titel: Bildung: Soziale Chancen und Benachteiligungen

Studienarbeit , 2010 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sarah Berens (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Studienarbeit aus dem Jahr 2010. Fachbereich: Sozialwesen. Studiengang: Soziale Arbeit. Note: 1,3. Neun Angaben im Literaturverzeichnis.
Die Ausarbeitung thematisiert die sozialen Ungleichheitsfaktoren bezüglich des Bildungssystems sowie deren Veränderung im Verlauf der letzten 65 Jahre.
Nachdem in den vergangenen Dekaden eine gezielte Kompetenzförderung von Mädchen stattgefunden hat, wirkt sich heute das Merkmal ‚Geschlecht’ zu Ungunsten der Jungen aus. Der Kategorisierungsaspekt ‚Ethnie’ scheint ein relativ junges Benachteiligungsmerkmal der aktuellen Gesellschaft zu sein, welches erst im Zuge der Einwanderungsgesellschaft in bildungspolitischen Diskursen an Bedeutung gewann. Als besonders resistente Benachteiligungs- bzw. Begünstigungsfaktoren von Bildungschancen erweisen sich soziale Herkunft und sozialer Status der Herkunftsfamilien. Es lassen sich somit auch heute noch ständische Gesellschaftsstrukturen erkennen, welche es ermöglichen, den sozialen Status, unabhängig von der erbrachten Leistung, an die nachkommende Generation zu übertragen.
Auf der anderen Seite scheinen individuell erbrachte Leistungen die erlangte soziale Position zu legitimieren. Doch auch der Allokation nach Leistung sind Benachteiligungsfaktoren immanent, welche sich bereits im Grundschulalter, oder aber noch früher auswirken können.
Im Folgenden sollen also die Benachteiligungsmechanismen des Erziehungs- und Bildungssystems beleuchtet werden. Dabei werden zunächst die Entwicklungen von Bildungschancen seit 1945 betrachtet, welche durch Ergebnisse der PISA- sowie IGLU – Studie veranschaulicht werden. Des Weiteren wird das Modell der Meritokratie erläutert sowie auf soziale Filter der Segregation in familialen sowie institutionellen Strukturen hingewiesen. Ergebnis dieser Arbeit soll die Beantwortung der Frage: „Hat die Bildungsexpansion zur Abschwächung oder gar Aufhebung von Bildungsbenachteiligungen geführt, oder hat die von Peisert geprägte Formel sozialer Bildungsbenachteiligungen ‚der katholischen Arbeitertochter vom Lande’ auch heute noch Bestand?“, sein.
Die Relevanz dieser Thematik ergibt sich aus der Reflexion eventuell eigener Benachteiligungsmerkmale, oder aber der Betrachtung der Bildungsbenachteiligung der zukünftigen, eigens reproduzierten Generation, sowie der Notwendigkeit einer Reformierung des dreigliedrigen Bildungssystems der BRD.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bildungsverständnis von 1945 bis heute

3. Erkenntnisse der PISA- Studie

3.1 Kompetenzerwerb

3.2 Erklärungsansätze bezüglich des geschlechterdifferenten Kompetenzerwerbs

3.3 Erklärungsansätze bezüglich der geschlechterdifferenten Bildungsbeteiligung

3.4 Leistungsunterschiede von Mädchen und Jungen auf Bundes- und internationaler Ebene

4. Erkenntnisse der IGLU-Studie

5. Definition der Bildungsgesellschaft nach Solga

6. Meritokratie – (un)gerechte Allokation nach Leistung

6.1 Erster Charakterzug: Die natürliche Fundierung sozialer Ungleichheit

6.2 Zweiter Charakterzug: Ungleichheit als gesellschaftliches Funktionserfordernis

6.3 Dritter Charakterzug: Die Notwendigkeit organisierter Bildungsprozesse

6.4 Vierter Charakterzug: Individuelle statt kategoriale Ungleichheitsdefinition

6.5 Fünfter Charakterzug: Entpersonifizierung der Definition von Leistung

6.6 Die Rollenübernahme der Zertifikatslosen

7. Die Misere der Bildungspolitik

8. Die ständisch organisierte Klassengesellschaft der Gegenwart

9. Konvention und Recht als Mittel der beruflichen Schließung und Privilegierung

10. Der leistungsunabhängige soziale Filter

10.1 Leistungsunabhängiger schichtspezifischer Bildungswille in den Familien

10.2 Leistungsunabhängige soziale Selektion in der Schule

10.3 Die Folgen leistungsunabhängiger Segregation

11. Von der katholischen Arbeitertocher vom Lande zum Migrantensohn aus bildungsschwachen Familien

11.1 Geschlechtsspezifische Bildungschancen

11.2 Ethniespezifische Bildungschancen

12. Zweite Chance: Kompensation oder Verschärfung von Bildungsungleichheiten

13. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die sozialen Ungleichheitsfaktoren im deutschen Bildungssystem über die letzten 65 Jahre und analysiert, warum trotz Bildungsexpansion weiterhin ständische Strukturen die Bildungschancen massiv beeinflussen.

  • Historische Entwicklung des Bildungsverständnisses seit 1945
  • Analyse von Bildungsbenachteiligung durch PISA- und IGLU-Studien
  • Kritische Beleuchtung der meritokratischen Leistungsgesellschaft
  • Rolle sozialer Filter und institutioneller Segregationsmechanismen
  • Geschlechts- und ethniespezifische Bildungsdisparitäten

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die vorliegende Ausarbeitung thematisiert die sozialen Ungleichheitsfaktoren bezüglich des Bildungssystems sowie deren Veränderung oder aber Stagnation im Verlauf der letzten 65 Jahre.

Nachdem in den vergangenen Dekaden eine gezielte Kompetenzförderung von Mädchen stattgefunden hat, welche diese zumindest im Bildungssystem Schule von ihrer Benachteiligung befreite, hat sich das Augenmerk zu Ungunsten der Jungen entwickelt. Der Kategorisierungsaspekt ,Ethnie‘ scheint ein relativ junges Benachteiligungsmerkmal der aktuellen Bildungsgesellschaft zu sein, welches erst im Zuge der Einwanderungsgesellschaft in bildungspolitischen Diskursen an Bedeutung gewann. Als besonders resistente Benachteiligungs- bzw. Begünstigungsfaktoren von Bildungschancen erweisen sich soziale Herkunft und sozialer Status der Herkunftsfamilien. Es lassen sich somit auch heute noch ständische Gesellschaftsstrukturen erkennen, welche es ermöglichen den sozialen Status, unabhängig von der erbrachten Leistung, an die nachkommende Generation zu übertragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, die soziale Ungleichheit im Bildungssystem seit 1945 zu untersuchen und auf die Frage nach der Aufhebung von Bildungsbenachteiligungen einzugehen.

2. Das Bildungsverständnis von 1945 bis heute: Historischer Abriss der bildungspolitischen Entwicklungen, der zeigt, dass der Zugang zu hoher Bildung lange exklusiv blieb und Reformen oft an marktwirtschaftlichen Interessen statt am Recht auf Bildung ausgerichtet waren.

3. Erkenntnisse der PISA- Studie: Analyse geschlechtsspezifischer Kompetenzunterschiede bei Jungen und Mädchen sowie deren Ursachen und Auswirkungen auf die Bildungsbeteiligung.

4. Erkenntnisse der IGLU-Studie: Untersuchung der Lesekompetenz von Grundschulkindern, wobei aufgezeigt wird, dass trotz hoher Homogenität das System unfähig ist, Kinder für ein dreigliedriges Schulsystem korrekt zu fördern.

5. Definition der Bildungsgesellschaft nach Solga: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Bildungsgesellschaft, in der nicht Kompetenz, sondern der Nachweis durch Zertifikate zur Allokation von Status führt.

6. Meritokratie – (un)gerechte Allokation nach Leistung: Darstellung der Meritokratie als Leitbild, das soziale Ungleichheit legitimiert, indem sie Leistung als autonomes, von sozialen Faktoren unabhängiges Kriterium definiert.

7. Die Misere der Bildungspolitik: Kritik an einer Bildungspolitik, die auf Leistungsoptimierung zielt, ohne die strukturellen Barrieren und sozialen Voraussetzungen für den Bildungserfolg zu kompensieren.

8. Die ständisch organisierte Klassengesellschaft der Gegenwart: Erörterung der These, dass der Mythos der Meritokratie ständische Reproduktionsmechanismen verschleiert, die soziale Positionen über Generationen hinweg sichern.

9. Konvention und Recht als Mittel der beruflichen Schließung und Privilegierung: Analyse, wie soziokulturelle Merkmale (Habitus) und rechtliche Kopplungen an Bildungsabschlüsse soziale Aufstiege behindern.

10. Der leistungsunabhängige soziale Filter: Untersuchung familialer und schulischer Selektionsprozesse, die Bildungslaufbahnen jenseits der tatsächlichen Leistungsfähigkeit beeinflussen.

11. Von der katholischen Arbeitertocher vom Lande zum Migrantensohn aus bildungsschwachen Familien: Betrachtung neuerer Benachteiligungsmerkmale wie Geschlecht und Migration im historischen Wandel der Bildungschancen.

12. Zweite Chance: Kompensation oder Verschärfung von Bildungsungleichheiten: Analyse des Konzepts der "zweiten Chance", welches eher zu einer Ausweitung statt zum Abbau sozialer Ungleichheiten beiträgt.

13. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass Bildungsgerechtigkeit bisher kein Ziel der Politik war und nur durch tiefgreifende Systemreformen und eine ressourcenorientierte Pädagogik erreicht werden kann.

Schlüsselwörter

Bildungschancen, soziale Ungleichheit, Meritokratie, Bildungssystem, PISA-Studie, IGLU-Studie, Bildungsbenachteiligung, Schichtzugehörigkeit, Bildungsexpansion, Zertifikatsgesellschaft, Segregation, Migration, Chancengleichheit, Bildungssoziologie, Selektion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Faktoren sozialer Ungleichheit im deutschen Bildungssystem der letzten 65 Jahre und analysiert, warum das Versprechen der Chancengleichheit bisher nicht eingelöst werden konnte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Bildungsverständnisses seit 1945, die Analyse von Leistungsstudien (PISA/IGLU), das Modell der Meritokratie sowie der Einfluss sozialer Herkunft und Ethnizität auf den Bildungserfolg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu beantworten, ob die Bildungsexpansion tatsächlich zu einer Abschwächung oder Aufhebung von Bildungsbenachteiligungen geführt hat oder ob sich soziale Ungleichheiten in neuen Formen reproduzieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen und literaturanalytischen Auswertung empirischer Daten und soziologischer Studien, um bildungspolitische Mechanismen und soziale Filter zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Auswertung internationaler Vergleichsstudien, eine theoretische Auseinandersetzung mit meritokratischen Modellen und eine detaillierte Betrachtung von Selektionsmechanismen an Schulen und in Familien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bildungsgerechtigkeit, ständische Segregation, soziale Filter, Bildungsgesellschaft und die Kritik am dreigliedrigen Schulsystem.

Warum spielt die Meritokratie in der Argumentation eine zentrale Rolle?

Die Autorin nutzt das Konzept der Meritokratie, um zu verdeutlichen, wie durch die offizielle Ideologie der "Leistungsgesellschaft" soziale Ungleichheiten legitimiert und zementiert werden, anstatt sie aufzuheben.

Welche Bedeutung kommt der "zweiten Chance" laut der Analyse zu?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die "zweite Chance" oft nicht zur Kompensation von Nachteilen dient, sondern vielmehr dazu führen kann, bestehende soziale Disparitäten sogar noch zu verschärfen.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildung: Soziale Chancen und Benachteiligungen
Untertitel
Soziale Ungleichheiten in der Bundesrepublik Deutschland
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Veranstaltung
Soziale Ungleichheit und soziale Teilhabe
Note
1,3
Autor
Sarah Berens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
32
Katalognummer
V160218
ISBN (eBook)
9783640768356
ISBN (Buch)
9783640768813
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungverständnis PISA IGLU Kompetenzerwerb Bildungsbeteiligung Leistungsdifferenzen Bildungsgesellschaft Zertifikatsgesellschaft Meritokratie Allokation Bildungspolitik Klassengesellschaft Stände Privileg sozialer Filter Bildungswille Selektion Segregation bildungsnah bildungsfern bildungsschwach Migration Kompensation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Berens (Autor:in), 2010, Bildung: Soziale Chancen und Benachteiligungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160218
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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