Wenn es in den letzten Jahren in der Logistikbranche einen Trendbegriff gegeben hat bzw. gibt, dann ist es der Begriff des Supply Chain Management. In einer immer dynamisch werdenden Welt steigen die Anforderungen und die Komplexität in der Logistik. Die Logistik ist somit den gleichen Veränderungen in den vergangenen Jahren unterworfen gewesen wie z.B. der Technologiesektor oder der Produktionssektor. Der Wandel der Logistik lässt sich durch die Entwicklung von der Abstimmung logistischer Teilfunktionen wie Transport, Umschlag und Lagerung, über funktionales Logistikmanagement, wie z.B. Distributionslogistik bis zum unternehmensübergreifenden, interorganisatorischen Logistikmanagement beschreiben. Insbesondere im
Produktionssektor muss sich die Logistik weiterentwickeln, denn diese ist ein wesentlicher Bestandteil in einem Produktionsunternehmen.
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nternehmen haben deshalb erkannt, dass eine optimal gestaltete Lieferkette ein wichtiger Wettbewerbsfaktor geworden ist. In einer Supply Chain werden relevante Prozesse, wie Beschaffung, Produktion, Distribution, sowie Kunden und Lieferanten betrachtet und eingebunden. Die Finanzkette, die bisher in der logistischen Kette oft vernachlässigt wurde ist ein wesentlicher Bestandteil einer Supply Chain und wird entsprechend in das System integriert. Durch die hohe Komplexität scheitern aber viele Supply-Chain-Transformationen. Gelingt aber eine Veränderung im positiven
Sinn, dann lässt sich die Leistung einer Supply Chain und damit die Logistik merklich steigern. Das ist der Grund warum immer mehr Unternehmen versuchen ein gut funktionierendes Supply Chain Management in ihrem Unternehmen zu etablieren.
Das Supply Chain Management ist die Planung und Realisierung interorganisatorischer
unternehmensübergreifender Logistiksysteme.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen des Supply Chain Management
2.1 Die Entwicklung des Supply Chain Management
2.2 Begriffliche Grundlagen und Charakterisierung
2.3 Die Ebenen des Supply Chain Management
2.4 Chancen und Risiken des Supply Chain Management
2.4.1 Ziele und Chancen
2.4.2 Grenzen und Risiken
2.4.3 Zusammenfassung
3. Ausgewählte Ansätze zur Messung des Supply Chain Management in einem Unternehmen
3.1 Einführung
3.2 Logistik-Controlling
3.2.1 Cost Tracking
3.2.2 Balanced Scorecard
3.3 Zusammenfassung
4. Technologische Entwicklungen in der Logistikbranche und deren Einsatz in einer Wertschöpfungskette am Beispiel von RFID
4.1 Einführung
4.2 Grundlagen der RFID-Technologie
4.3 Konfliktpotentiale der RFID-Technologie
4.4 Bedeutung für die Wirtschaft
4.5 Marktgängige Systeme
4.6 Einsatzbereiche für RFID-Systeme in einer Supply Chain
4.7 Sicherheit, Daten- und Umweltschutz als integraler Bestandteil von RFID
4.8 Zusammenfassung und Zukunftsprognose
5. Ökonomische Auswirkungen und deren Folgen auf die Infrastruktur und Ökologie
5.1 Einführung
5.2 Auswirkungen auf die Infrastruktur am Beispiel des Schienengüterverkehrs
5.3 Auswirkungen auf die Ökologie am Beispiel Klima, Lärm und Abfall
5.4 Zusammenfassung
6. Praktische Umsetzung des Supply Chain Management - Fallbeispiele
6.1 Einführung
6.2 Dell – Fokus und Positionierung: Die Supply Chain nutzen, um Geschäftsvorteile zu erlangen
6.3 Obi – Restrukturierung: Die Installation einer eigenen Transportplattform
7. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit gibt einen umfassenden Einblick in das Supply Chain Management, wobei insbesondere technologische Trends, ökonomische Herausforderungen und ökologische Auswirkungen analysiert werden, um die Bedeutung ganzheitlicher Logistikstrategien für den Unternehmenserfolg darzulegen.
- Grundlagen und evolutionäre Entwicklung des Supply Chain Management
- Methoden zur Messung und Steuerung von Wertschöpfungsketten (Logistik-Controlling)
- Einsatzmöglichkeiten und Implikationen der RFID-Technologie
- Ökonomische und ökologische Auswirkungen moderner Lieferketten
- Praktische Fallbeispiele zur Optimierung von Logistikprozessen (Dell, Obi)
Auszug aus dem Buch
4.2 Grundlagen der RFID-Technologie
Ein RFID-System besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten. Zum einen aus dem Transponder, der sogenannte Tag, welcher an dem zu kennzeichnenden Objekt angebracht wird und zum anderen dem Lesegerät, der sogenannte RFID-Reader. Dieser übernimmt alle wichtigen Kommunikationsaufgaben mit dem Transponder. Mit dem Begriff Lesegerät ist nicht nur das Lesen von Daten gemeint, sondern auch alle weiteren wichtigen Aktivitäten, wie Programmierung und das Beschreiben von Daten.
Das RFID-System ist also ein Verfahren zur automatischen Identifizierung von Objekten über Funkwellen. Dadurch bietet es die Möglichkeit Objekte ohne Sichtkontakt, also berührungslos und unbemerkt zu erfassen. Ein RFID-System ist grundsätzlich durch drei folgende Eigenschaften gekennzeichnet:
Eindeutige Kennzeichnung von Objekten durch die elektronisch gespeicherten Daten
Kontaktlose Datenübertragung: Mittels Funkfrequenzkanal können die Daten ausgelesen werden
Senden auf Abruf: Ein Objekt sendet seine Daten nur, wenn ein dafür vorgesehenes Lesegerät diese abruft
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Kapitel definiert Supply Chain Management als wichtigen Wettbewerbsfaktor und skizziert das Ziel sowie den Aufbau der Studienarbeit.
2. Theoretische Grundlagen des Supply Chain Management: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des SCM, dessen begriffliche Einordnung, die drei zentralen Ebenen sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken.
3. Ausgewählte Ansätze zur Messung des Supply Chain Management in einem Unternehmen: Hier werden Controlling-Instrumente wie das Cost Tracking und die Balanced Scorecard als Mittel zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Wertschöpfungskette vorgestellt.
4. Technologische Entwicklungen in der Logistikbranche und deren Einsatz in einer Wertschöpfungskette am Beispiel von RFID: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, das wirtschaftliche Potenzial sowie die Sicherheits- und Datenschutzaspekte der RFID-Technologie.
5. Ökonomische Auswirkungen und deren Folgen auf die Infrastruktur und Ökologie: Es wird untersucht, wie steigender Transportbedarf die Infrastruktur belastet und welche ökologischen Auswirkungen (Klima, Lärm, Abfall) dies nach sich zieht.
6. Praktische Umsetzung des Supply Chain Management - Fallbeispiele: Anhand der Unternehmen Dell und Obi wird die erfolgreiche praktische Implementierung von Supply Chain Management zur Prozessoptimierung aufgezeigt.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Wertschöpfungsketten.
Schlüsselwörter
Supply Chain Management, Wertschöpfungskette, Logistik, Logistik-Controlling, RFID, Transponder, Kosteneffizienz, Prozessoptimierung, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Balanced Scorecard, Warenfluss, Informationsfluss, Wettbewerbsvorteil, Umweltschutz
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit behandelt das Supply Chain Management (SCM) und seine wachsende Bedeutung für Unternehmen in einer komplexen, globalisierten Wirtschaft.
Welche zentralen Themenbereiche werden untersucht?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen SCM-Grundlagen, Messinstrumenten im Logistik-Controlling, RFID-Technologie, ökonomisch-ökologischen Auswirkungen sowie praktischen Umsetzungen.
Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?
Ziel ist es, dem Leser einen Einblick in das SCM zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch technologische und organisatorische Anpassungen ihre Wettbewerbsposition verbessern können.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fallbeispielen, um theoretische Konzepte in die praktische Anwendung zu übertragen.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit inhaltlich ab?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Einordnungen, Ansätze zur Erfolgsmessung (wie die Balanced Scorecard), technologische Neuerungen wie RFID und die Auswirkungen auf Umwelt und Infrastruktur.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind SCM, Wertschöpfungskette, Logistik-Controlling, RFID, Prozessoptimierung und Nachhaltigkeit in der Transportwirtschaft.
Wie verändert die RFID-Technologie die Supply Chain konkret?
Sie ermöglicht eine automatische, berührungslose Identifizierung von Waren, was Arbeitsvorgänge effizienter gestaltet, Fehler reduziert und die lückenlose Überwachung der Wertschöpfungskette verbessert.
Welchen Einfluss hat die SCM-Restrukturierung auf die Kundenzufriedenheit am Beispiel von Obi?
Durch die Einführung von Transportplattformen und eine bessere Koordination konnte Obi die Lieferpünktlichkeit massiv steigern, was direkt zu einer höheren Kundenzufriedenheit führt.
- Arbeit zitieren
- B.Sc. Marcel Keller (Autor:in), 2009, Supply Chain Management. Einblick, Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160063