Das Buch zeigt Möglichkeiten zur Rendite- und Risikomessung von Portfolios. Diese Kennzahlen ermöglichen jedoch allein betrachtet noch keine Aussage über die Güte des Portfoliomanagements. Aus diesem Grund werden zunächst klassische Performancemaße auf Basis des CAPM vorgestellt. Dabei erkannte Schwachstellen wecken das Bedürfnis nach modernen, alternativen Performancemaßen, welche ebenfalls betrachtet werden.
Auf eine detaillierte Herleitung der Formeln wurde bewusst verzichtet. Vielmehr sollen die Stärken, Schwächen und Anwendungsgebiete der einzelnen Performancewerkzeuge diskutiert werden.
Die Arbeit behandelt folgende Kennzahlen:
Varianz, Standardabweichung, Semivarianz, Value-at-Risk, Lower Partial Moments, Jensen Alpha, Treynor Ratio, Sharpe Ratio, Information Ratio, Risk Adjusted Performance, Modified Sharpe Ratio, Sortino Ratio, Upside Potential Ratio.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Portfolios
2.1 Definition Portfolio
2.2 Arten von Portfolios
3 Rendite
3.1 Einfache Rendite
3.2 Zeitgewichtete Rendite
3.3 Geldgewichtete Rendite
3.4 Anwendungsbereiche der Renditeberechnung
4 Risiko
4.1 Symmetrische Risikomaße
4.1.1 Varianz
4.1.2 Standardabweichung
4.2. Asymmetrische Risikomaße
4.2.1 Semivarianz
4.2.2 Value-at-Risk
4.2.3 Lower Partial Moments
5 Performance von Portfolios
5.1 Gründe für Performancemessung
5.2 CAPM als Basis der Performancemessung
5.3 Klassische Performancemaße
5.3.1 Jensen Alpha
5.3.2 Treynor Ratio
5.3.3 Sharpe Ratio
5.3.4 Information Ratio
5.3.5 Risk Adjusted Performance
5.4 Bewertung klassischer Performancemaße
5.5 Alternative Performancemaße
5.5.1 Modified Sharpe Ratio
5.5.2 Sortino Ratio
5.5.3 Upside Potential Ratio
5.6. Bewertung alternativer Performancemaße
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die gängigen Verfahren zur Messung von Rendite und Risiko von Wertpapierportfolios zu geben. Da die alleinige Betrachtung der Rendite zur Leistungsbewertung nicht ausreicht, liegt der Schwerpunkt auf der methodischen Kombination von Rendite- und Risikomaßen, um eine objektive Performanceanalyse zu ermöglichen.
- Grundlagen und Definitionen von Portfolios
- Methoden der Renditeberechnung (einfach, zeitgewichtet, geldgewichtet)
- Klassische und asymmetrische Risikomaße
- Performanceanalyse auf Basis des Capital Asset Pricing Model (CAPM)
- Kritische Analyse klassischer und moderner Performancemaße
Auszug aus dem Buch
3.2 Zeitgewichtete Rendite
Um das Timing von Ein- und Auszahlungen bei der Renditeberechnung zu erfassen, wird der Betrachtungszeitraum in T gleich lange Teilperioden aufgegliedert. So muss zum Beispiel nach den GIPS ein Jahreszeitraum mindestens in zwölf Monatszeiträume unterteilt werden. Für diese Teilperioden wird jeweils die einfache Rendite R(t) im Zeitpunkt t berechnet.
Analog der Formel (1) aus Kapitel 3.1 sind W(t) und Z(t) jeweils die Kapitalstände bzw. Salden von Ein- und Auszahlungen im Zeitpunkt t. Die geometrische Durchschnittsrendite dieser einzelnen Teilrenditen ist dann zeitgewichtet. In diesem Zusammenhang wird oftmals von dem Time-Weighted-Return (TWR) gesprochen, der durch die folgende Formel beschrieben wird.
Der TWR neutralisiert damit den Einfluss von Ein- und Auszahlungen während des Betrachtungszeitraums auf den Wert des Portfolios. Maßgeblich für die zeitgewichtete Rendite sind somit die durch das Marktgeschehen veranlassten Wertänderungen am Beginn und Ende der jeweiligen Teilperioden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung plausibler Verfahren zur Leistungsmessung von Kapitalanlagen und steckt den Rahmen der Arbeit ab.
2 Portfolios: Dieses Kapitel definiert den Portfoliobegriff, stellt verschiedene Arten von Portfolios vor und begründet die Fokussierung auf Wertpapierportfolios.
3 Rendite: Es werden verschiedene Ansätze zur Renditeberechnung vorgestellt, insbesondere zur Berücksichtigung von Ein- und Auszahlungen innerhalb eines Zeitraums.
4 Risiko: Dieses Kapitel diskutiert sowohl symmetrische Risikomaße (Varianz, Standardabweichung) als auch asymmetrische Risikomaße wie Value-at-Risk und Lower Partial Moments.
5 Performance von Portfolios: Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit risikoadjustierter Performancemaße und stellt klassische (z.B. Jensen Alpha, Sharpe Ratio) sowie alternative Ansätze detailliert vor.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer anlegerspezifischen Auswahl von Performancemaßen.
Schlüsselwörter
Portfoliomanagement, Performance, Rendite, Risiko, Volatilität, CAPM, Jensen Alpha, Treynor Ratio, Sharpe Ratio, Information Ratio, Value-at-Risk, Semivarianz, Diversifikation, Benchmark, Shortfall-Risiko
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Messung und Bewertung der Performance von Wertpapierportfolios unter expliziter Berücksichtigung des eingegangenen Risikos.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die Renditeberechnung, die Risikomessung durch traditionelle und asymmetrische Kennzahlen sowie die Performancemessung mittels verschiedener Kennzahlensysteme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über gängige Performancemaße zu geben und aufzuzeigen, wie diese im Kontext individueller Anlagebedürfnisse und Portfolioeigenschaften sinnvoll eingesetzt werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher und praxisorientierter Ansätze sowie auf die mathematische Herleitung und Darstellung der zentralen Kennzahlen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst Methoden zur Risiko- und Renditeberechnung vorgestellt, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse klassischer (CAPM-basierter) und alternativer Performancemaße.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Portfoliomanagement, Rendite, Risiko, Sharpe Ratio, Value-at-Risk und Benchmark.
Warum wird neben der Rendite auch das Risiko betrachtet?
Da eine hohe Rendite oft mit einem höheren Risiko einhergeht, ist eine reine Renditebetrachtung zur Beurteilung der Qualität eines Portfoliomanagements nicht ausreichend.
Was unterscheidet das Modified Sharpe Ratio von der klassischen Variante?
Das Modified Sharpe Ratio berücksichtigt über den Modified Value-at-Risk zusätzlich höhere Momente der Renditeverteilung (Schiefe und Wölbung) und ist somit besser für nicht-normalverteilte Daten geeignet.
- Arbeit zitieren
- Daniel Ruppert (Autor:in), 2010, Konzepte zur Messung von Performance und Risiko von Portfolien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160009