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Das Frauen- und Männerbild in Hartmanns ‚Erec’

Titel: Das Frauen- und Männerbild in Hartmanns ‚Erec’

Essay , 2009 , 8 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lisa Nohl (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Frauen können nicht einparken und Männer dafür schlecht zuhören – das sind nur zwei bekannte und vor allem weit verbreitete Klischees. Natürlich gibt es noch Unmengen weiterer Vorurteile, die deutlich machen, wie unterschiedlich Mann und Frau sind und wie sie in der Gesellschaft oft dargestellt werden. Diese Art des „Schubladen-Denkens“ ist aber keinesfalls ein Phänomen des heutigen Zeitalters, denn schon im Mittelalter wurden Frauen und Männern verschiedene Rollen zugewiesen. So auch im „Erec“ Hartmanns von Aue. Dieses Essay wird die verschiedenen Geschlechterrollen des Werkes thematisieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Untersuchung der Charaktere Erec und Enite

2.2 Entwicklung der Beziehung und Rollenbilder

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, das Frauen- und Männerbild in Hartmanns von Aues Werk „Erec“ zu analysieren und die Entwicklung der Geschlechterrollen im Kontext ritterlicher Ideale sowie ihrer persönlichen Beziehung zu untersuchen.

  • Analyse der höfischen Geschlechterrollen im Mittelalter
  • Untersuchung der Figurenentwicklung von Erec und Enite
  • Die Bedeutung von Ehre, Minne und ritterlicher Bewährung
  • Enite als Vermittlerin und ideale Partnerin
  • Erecs Weg vom naiven Jüngling zum erfahrenen Helden

Auszug aus dem Buch

Das Frauen- und Männerbild in Hartmanns „Erec“

Frauen können nicht einparken und Männer dafür schlecht zuhören – das sind nur zwei bekannte und vor allem weit verbreitete Klischees. Natürlich gibt es noch Unmengen weiterer Vorurteile, die deutlich machen, wie unterschiedlich Mann und Frau sind und wie sie in der Gesellschaft oft dargestellt werden. Diese Art des „Schubladen-Denkens“ ist aber keinesfalls ein Phänomen des heutigen Zeitalters, denn schon im Mittelalter wurden Frauen und Männern verschiedene Rollen zugewiesen. So auch im „Erec“ Hartmanns von Aue. Dieses Essay wird die verschiedenen Geschlechterrollen des Werkes thematisieren.

Die Frau in der höfischen, mittelalterlichen Epik hatte meist eine eher untergeordnete Rolle. Zumindest scheint das im deutschsprachigen Raum der Fall gewesen zu sein, denn der Titel des Romans bezieht sich eindeutig nur auf den männlichen Protagonisten Erec. In der französischen Originalfassung dagegen heißt es „Erec et Enide“ und das auch nicht ohne Grund, denn die Figur der Frau ist ihrem männlichen Pendant zumindest literarisch ebenbürtig konzipiert, was allerdings nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der geschlechtsspezifischen Rollenbilder ein und stellt die Relevanz der Untersuchung für Hartmanns „Erec“ dar.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die Charakterentwicklung von Erec und Enite sowie deren Interaktion und gegenseitige Abhängigkeit im ritterlichen Kontext.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Entwicklung der Protagonisten zusammen und würdigt die Bedeutung ihrer Fehler für die Menschlichkeit der Romanfiguren.

Schlüsselwörter

Hartmann von Aue, Erec, Enite, Mittelalter, Geschlechterrollen, Artusroman, Ritterlichkeit, Minne, Ehre, Aventiure, Identitätsfindung, höfische Epik, Ehe, Heldentum, Sozialverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Darstellungen von Frauen und Männern in Hartmanns von Aue Roman „Erec“ und hinterfragt die zugeschriebenen Rollenbilder.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte von ritterlicher Ehre, die Bedeutung der höfischen Ehe sowie die individuelle Entwicklung der Hauptfiguren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hartmann von Aue Geschlechterrollen konzipiert und wie diese durch die Handlung des Romans geformt und verändert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Werkes interpretiert und in Bezug zu den Gattungsmerkmalen des mittelalterlichen Artusromans setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterzeichnung von Erec und Enite, ihrer anfänglichen Naivität, dem Scheitern am Hofe durch die Vernachlässigung ritterlicher Pflichten und dem anschließenden Lernprozess.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Erec, Enite, Ritterlichkeit, höfische Ideale, Geschlechterrollen, Ehre und Identitätsentwicklung.

Warum ist die Rolle der Enite für den Roman so bedeutend?

Enite agiert als wichtige Vermittlerin zwischen Erec und der Welt, fungiert als „Zeigerfigur“ für das Idealbild der Frau und trägt durch ihre Intelligenz maßgeblich zum Erfolg Erecs bei.

Wie verändert sich die Beziehung zwischen Erec und Enite im Verlauf des Werkes?

Anfänglich geprägt von blinder Liebe und späterer Vernachlässigung der Pflichten, reift die Beziehung nach den gemeinsamen Aventiuren zu einer partnerschaftlichen Einheit, in der Erec seine Frau wieder auf Augenhöhe wahrnimmt.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Frauen- und Männerbild in Hartmanns ‚Erec’
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,7
Autor
Lisa Nohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
8
Katalognummer
V159985
ISBN (eBook)
9783640762378
ISBN (Buch)
9783640762439
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen- Männerbild Hartmanns
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Nohl (Autor:in), 2009, Das Frauen- und Männerbild in Hartmanns ‚Erec’, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159985
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Leseprobe aus  8  Seiten
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