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Die Rolle von Kunst und Fotografie in Antonionis "Blow Up" und Cortázars "Teufelsgeifer"

Titel: Die Rolle von Kunst und Fotografie in Antonionis "Blow Up" und Cortázars "Teufelsgeifer"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lisa Nohl (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Hollywood und Film – beide Begriffe gehören für fast jeden von uns zum gängigen Wortschatz. Wir gehen ins Kino und schauen uns auch zuhause vor dem heimischen Fernseher Filme verschiedenster Arten an. Und häufig sind wir fasziniert von vermeintlich neuen Stoffen, Ideen und Geschichten. Aber die wenigsten wissen, dass Hollywood das Rad nur selten neu erfindet. Denn grob geschätzt basieren 50 Prozent aller Verfilmungen auf einer literarischen Vorlage. Und genau da treten Probleme auf, denn es ist fraglich und streitbar, in wie weit Literatur überhaupt verfilmbar ist. Immerhin sind es zwei gänzlich unterschiedliche Medien. Diesbezüglich gibt es Pro- und Kontra-Argumente. Häufig wird diese Diskussion als Zwiespalt zwischen dem vermeintlich „alten“ Medium Literatur und dem „neuen“ Medium Film angesehen. Befürworter sehen den Film als qualitativ hochwertiger als den literarischen Stoff, Kritiker hingegen bemängeln, dass Verfilmungen von Literatur lediglich eine Degradierung der literarischen Vorlage bedeuten. Aber: Literaturverfilmungen sind auch als eigenständige medienspezifische Ausformungen der literarischen Fiktion und immer nur sinnvoll als Interpretation der literarischen Vorlage bzw. des Originals zu sehen. Eine Verfilmung erhebt demnach nur in den seltensten Fällen den Anspruch auf eine getreue Wiedergabe des verschriftlichten Stoffes. Zudem existiert eine Adaptionsproblematik, denn es gibt eine große Vielfalt an möglichen Adaptionstypen und natürlich auch einen Wandel der Adaptionskonzepte. Diese sind beispielsweise regional, epochal oder kulturell begründet , erstrecken sich aber auch über zahlreiche andere Bereiche. Weiterhin kann die Adaption auch als mediale Flexibilität betrachtet werden. Es ist also die Frage nach der so genannten Werktreue bzw. dem Film als unabhängiges Werk.

Einigen wir uns an dieser Stelle also auf den Film als Interpretation, denn es kann schlichtweg nicht vollständig geklärt werden, ob Literatur nun vollwertig verfilmbar ist oder nicht. Auch bei Antonioni und seinem Film „Blow Up“ stellt sich die Frage, ob seine Verfilmung Cortázars „Teufelsgeifer“ wirklich eine Verfilmung ist oder nicht. Hierzu gibt es zwei Thesen:
...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Adaptionsproblematik und die Frage der Werktreue

3. Literaturverfilmung als Interpretation

4. Zwei Thesen zur Verfilmung von „Teufelsgeifer“

5. Die Rolle der Kunst und Fotografie

6. Die Thematik der Impotenz

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Literatur und Film anhand von Michelangelos Antonionis „Blow Up“ und der literarischen Vorlage „Teufelsgeifer“ von Julio Cortázar, wobei insbesondere die Rolle von Kunst und Fotografie als zentrale Motive analysiert werden.

  • Die grundsätzliche Adaptionsproblematik und das Streben nach Werktreue.
  • Die Funktion von Fotografie und Kunst als Ausdrucksmittel im Film.
  • Analyse der zentralen Metapher der „Impotenz“ in verschiedenen Facetten.
  • Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen der Verfilmbarkeit literarischer Stoffe.
  • Gegenüberstellung von filmischer und literarischer Rezeptionsweise.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle von Kunst und Fotografie in Antonionis ‚Blow Up’ und Cortázars ‚Teufelsgeifer’

Anders als in der Erzählung dient die Fotografie bei Antonioni nicht dem Zeitvertreib und einem künstlerischen Zweck, sondern sie ist kommerzieller Natur. Thomas ist Fotograf und verdient damit sein Geld. Beim ersten Sehen seines Werkes entsteht bei Antonioni der Eindruck, als ginge es im Film entweder um eine Kriminalgeschichte (wegen des vermeintlichen Mordes im Park) oder um die Fotografie als solches. In Wirklichkeit geht es aber weder um das eine, noch um das andere. Vielmehr geht es um eine verschobene Wahrnehmung bzw. Realität. Was ist real? Beim ersten Fotoshoot wirkt die Fotografie fast wie ein Sexualakt, es entsteht eine totale Passion. Das gilt allerdings nur für den Moment des Fotografierens, danach herrscht Nüchternheit.

Thomas ist zwar professionell genug und technisch durchaus versiert, er hat aber scheinbar kein aufrichtiges Interesse an seiner Tätigkeit. Das wird auch in der zweiten Szene deutlich, als er partout keine Lust mehr hat, die vor ihm posierenden Models zu abzulichten. Stattdessen geht er in den Park und übt sich an Naturfotografien. An diesem Punkt gibt es eine Parallele zur Erzählung, denn auch dort zieht es den Protagonisten in die Natur. Im Film existiert ein deutlicher Zwist zwischen Natürlichkeit und Unnatürlichkeit und er hinterfragt die Rolle der Fotografie. Ist sie lediglich eine Tätigkeit und Arbeit wie jede andere auch? Dem entgegen steht die Kunst im Film, dargestellt durch Thomas’ Freund Bill: er ist Künstler mit Leib und Seele. Er fertigt seine Werke zunächst allein der Kunst wegen und aus persönlichen Impulsen heraus an und sieht dann erst später einen tieferen Sinn darin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Literaturverfilmung und das Verhältnis der Medien Literatur und Film zueinander.

2. Die Adaptionsproblematik und die Frage der Werktreue: Erläuterung der Schwierigkeiten, literarische Vorlagen getreu zu adaptieren, und der subjektiven Natur von Vorstellungskraft.

3. Literaturverfilmung als Interpretation: Darstellung der Literaturverfilmung als eigenständige Interpretation anstatt bloßer Reproduktion.

4. Zwei Thesen zur Verfilmung von „Teufelsgeifer“: Präsentation zweier konträrer Ansätze, wie Antonionis Film in Bezug auf seine Vorlage zu bewerten ist.

5. Die Rolle der Kunst und Fotografie: Analyse der Bedeutung von Fotografie und Kunst als zentrales Motiv und Werkzeug zur Hinterfragung von Realität.

6. Die Thematik der Impotenz: Untersuchung der verschiedenen Arten von Impotenz im Film, symbolisiert durch diverse Phallussymbole wie Kamera, Verstärker oder Propeller.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Thesen und Reflexion über den Wert von Literatur und Film im Vergleich.

Schlüsselwörter

Literaturverfilmung, Intermedialität, Adaption, Blow Up, Teufelsgeifer, Antonioni, Cortázar, Fotografie, Werktreue, Impotenz, Wahrnehmung, Realität, Symbolik, Filmphilologie, Interpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen dem Film „Blow Up“ und der Erzählung „Teufelsgeifer“ sowie die generelle Problematik von Literaturverfilmungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die mediale Adaption, die subjektive Wahrnehmung, die Funktion von Kunst und Fotografie sowie die psychologische Thematik der Impotenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie Antonioni mit der Vorlage von Cortázar umgeht und ob „Blow Up“ als eine werkgetreue Adaption oder als eigenständige künstlerische Interpretation zu betrachten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse von literarischem Text und Film unter Berücksichtigung filmtheoretischer Ansätze und einschlägiger Literaturwissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Phallussymbole, der Rolle der Fotografie und der Interpretation des Films als Darstellung verschiedener Arten von Impotenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Literaturverfilmung, Impotenz, Interpretation und das Wechselspiel von Realität und Wahrnehmung geprägt.

Wie unterscheidet sich die Fotografie im Film von der in der literarischen Erzählung?

Im Gegensatz zur literarischen Vorlage ist die Fotografie im Film bei Antonioni primär kommerziell motiviert und dient dem Protagonisten zur Vertuschung seiner Unfähigkeit zu echter zwischenmenschlicher Nähe.

Welche Bedeutung hat der Propeller im Film „Blow Up“?

Der Propeller fungiert als markantes Symbol für die Orientierungslosigkeit des Protagonisten und seinen verzweifelten Wunsch nach menschlicher Potenz und Sinnstiftung.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle von Kunst und Fotografie in Antonionis "Blow Up" und Cortázars "Teufelsgeifer"
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Literaturverfilmungen - Fragen der Intermedialität
Note
1,3
Autor
Lisa Nohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
11
Katalognummer
V159982
ISBN (eBook)
9783640728756
ISBN (Buch)
9783640729166
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antonioni Kunst Fotografie Cortázar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Nohl (Autor:in), 2010, Die Rolle von Kunst und Fotografie in Antonionis "Blow Up" und Cortázars "Teufelsgeifer", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159982
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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