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Das goldene Zeitalter in der Barbierschüssel

Don Quijotes Kampf gegen das zeitgenössische Realitätsbewusstsein

Titel: Das goldene Zeitalter in der Barbierschüssel

Hausarbeit , 2009 , 34 Seiten

Autor:in: Petra Brüning (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird der Realitsmusbegriff nicht als Epochenbezeichnung verwendet, sondern es sollen die Unterschiede in der Auffassung von Realismus, die Abhängigkeit des Begriffs von der jeweiligen zeitgenössischen Auffassung, seine Relativität und seine geschichtliche Abhängigkeit erörtert werden. Dies soll anhand des "Don Quijote" geschehen, denn in diesem Roman treffen unterschiedliche Realitätsauffassungen und -strukturen aufeinander, konkurrieren miteinander und sind teilweise dem Untergang geweiht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Realität?

2.1 Der Wandel des Realitätsbegriffes in der Literatur

2.2 Cervantes zeitgenössische Realität

3. Die verschiedenen Realitätsstrukturen des Romans

3.1 Don Quijotes Realität

3.2 Die Rolle des Erzählers

3.3 Der Aufbau des Romans

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Relativität des Realismusbegriffs anhand von Miguel de Cervantes' "Don Quijote". Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Realitätsauffassungen innerhalb des Romans aufeinandertreffen und wie Cervantes durch komplexe erzähltheoretische Strukturen die Eindeutigkeit von Wahrnehmung und Wirklichkeit hinterfragt.

  • Differenziertheit und historische Bedingtheit des Realismusbegriffs
  • Erforschung der subjektiven Realitätssicht von Don Quijote
  • Analyse der Rolle des Erzählers und dessen Annäherung an die Hauptfigur
  • Untersuchung des Romanaufbaus als Spiegel der Realitätsfragmentierung
  • Verhältnis von Fiktion, empirischer Wirklichkeit und epischen Strukturen

Auszug aus dem Buch

3.1 Don Quijotes Realität

Don Quijotes Realitätssicht einfach als Wahnsinn zu bezeichnen, greift mit Sicherheit zu kurz, ebenso wie ihn als bloße Satire, als Possenfigur zu sehen. Oftmals wird die Figur unterteilt in einen theoretischen Don Quijote, der weise und universal gebildet sich zu verschiedenen Themen äußert, – Endress spricht ihm in diesen Augenblicken „Realismus“ zu (s. S. 41) - bei dem jedoch der Wahn bei der bloßen Nennung des Wortes „Ritter“ bzw. seiner ihn umgrenzenden Begriffsfelder, ausbricht, Don Quijote der Realität enthebt und im Raum des Irrsinns aussetzt, von wo aus er die Realität mit praktischen Mitteln zu bekämpfen versucht und doch stets scheitert (s. Aparicio Vogl, S. 91f.). So sieht auch Aparicio Vogl eine Zweiteilung des Charakters von Don Quijote, wobei sie zusätzlich eine Entwicklung Don Quijotes ausmacht von einer lächerlichen Gestalt hin zu einem komplexeren Charakter, „[v]on der Karikatur zum Charakter“ (Aparicio Vogl, S. 98), der interessanterweise genau dann für den Leser an Lächerlichkeit verliert, wenn die ihn umgebenden Figuren anfangen, mit ihm Theater zu spielen (s. Aparicio Vogl, S. 95/96), sich also selbst in eine andere Realität versetzen.

Diese doppelte Charakteristik des Don Quijote ist sicherlich vorhanden, doch stellt sich die Frage bei einer der Relativität des Realismusbegriffs ergründenden Untersuchung, ob sich die Welt oppositionell aufteilen lässt in Realität und Wahn bzw. Irrsinn. Ist die Sicht des sogenannten Wahnsinns unrealistisch? Oder hat Don Quijote vielleicht einfach eine andere Realitätssicht? Wenn wir uns die im zweiten Kapitel herausgearbeiteten, durch die Jahrhunderte hindurch unterschiedlichen Einstellungen zur Realität und ihrem Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt vergegenwärtigen, so kann argumentiert werden, dass Don Quijote sich keineswegs außerhalb von Realität bewegt, sondern dass seine Realitätssicht eine andere ist als die der Personen, die ihn umgeben. Für Don Quijote zählt nicht das Einzelding, das Besondere, das sinnlich Erfahrbare. So hält auch Robert fest: „er ist und bleibt dem Tatsächlichen fremd, er berücksichtigt keine Erfahrung“ (S. 10). Er strebt nach Idealen wie die Autoren der Renaissancezeit, aus der er hervorgeht, er erhöht die Dingbedeutung in ihre Allgemeinheiten wie das christliche Mittelalter und als Grundlage dienen ihm die Wesenheiten, das Allgemeine als Realitäten, die bereits in der Antike diskutiert wurden und in Don Quijote fortleben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darlegung der Zielsetzung, die Relativität des Realismusbegriffs anhand von "Don Quijote" und die methodische Vorgehensweise zu untersuchen.

2. Was ist Realität?: Historischer Abriss zur Entwicklung des Realitätsbegriffs von der Antike bis zur Renaissance sowie Analyse der Lebensumstände von Cervantes.

3. Die verschiedenen Realitätsstrukturen des Romans: Hauptteil mit erzähltheoretischer Analyse der Figur Don Quijote, der Funktion des Erzählers und der Struktur des Romans.

4. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die die Vieldeutigkeit und den Verlust einer absoluten Wahrheit in diesem Werk hervorhebt.

Schlüsselwörter

Don Quijote, Realismus, Realitätsbegriff, Cervantes, Erzähltheorie, Subjektivität, Epos, Literaturwissenschaft, Ideale, Wahnsinn, Perspektivität, Romanaufbau, Mittelalter, Renaissance, Fiktionalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Differenziertheit und Relativität des Realismusbegriffs in der Literatur anhand des Romans "Don Quijote" von Miguel de Cervantes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konkurrenz verschiedener Realitätsauffassungen, das Spannungsfeld zwischen Epos und Roman sowie die Rolle des Erzählers bei der Vermittlung von Wirklichkeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Don Quijote durch sein Festhalten an Idealen mit der zeitgenössischen Realität kollidiert und inwieweit der Roman durch seine Erzählstruktur die Vieldeutigkeit von Realität abbildet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine erzähltheoretische Analyse, die durch historische Literaturtheorien und den Vergleich verschiedener Realismuskonzepte (Antike, Mittelalter, Renaissance) gestützt wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Realitätssicht der Hauptfigur, die sich wandelnde Rolle des Erzählers und die Strukturmerkmale des Romans, die fiktive und faktuale Ebenen verknüpfen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Subjektivität, Perspektivität, Fiktionalität, Idealismus und die Dekonstruktion des klassischen Epos charakterisieren.

Warum wird Don Quijote nicht nur als bloße "Witzfigur" betrachtet?

Die Autorin argumentiert, dass Don Quijote einer anderen, an Werten orientierten Realitätssicht folgt, die ihn über die Mittelmäßigkeit seiner Umgebung erhebt und seine Handlungen in einen tragischen Kontext rückt.

Wie verändert sich die Haltung des Erzählers im Verlauf des Romans?

Der Erzähler nähert sich im Verlauf der Erzählung zunehmend seinem Helden an, gibt seine Allwissenheit auf und setzt vermehrt auf Perspektivenvielfalt, anstatt Don Quijote der Lächerlichkeit preiszugeben.

Welche Bedeutung hat das "goldene Zeitalter" für Don Quijote?

Es dient als idealisiertes Gegenmodell zur empirischen Wirklichkeit; der Kampf Don Quijotes ist der Versuch, die in diesem goldenen Zeitalter vermutete Einheit von Werten und Handeln wiederherzustellen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Realität im Roman?

Der Roman bezeugt den Verlust einer einzigen, umfassenden Wahrheit zugunsten einer modernen Vielstimmigkeit, in der Realität stets eine Frage der perspektivischen Auslegung bleibt.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das goldene Zeitalter in der Barbierschüssel
Untertitel
Don Quijotes Kampf gegen das zeitgenössische Realitätsbewusstsein
Hochschule
FernUniversität Hagen
Autor
Petra Brüning (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
34
Katalognummer
V159980
ISBN (eBook)
9783640728718
ISBN (Buch)
9783640729104
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Realismus Don Quijote Erzählstrukturen Realitätsbegriff Miguel de Cervantes Romananalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Petra Brüning (Autor:in), 2009, Das goldene Zeitalter in der Barbierschüssel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159980
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  34  Seiten
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