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Die Laieninvestitur

Titel: Die Laieninvestitur

Seminararbeit , 2007 , 18 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Martin Teichmann (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Noch nie hat es in der Geschichte Vorgänge wie die der Jahre 1076 und 1077 gegeben:
Der Papst verhängt als Folge über den Kaiser den Kirchenbann und exkommuniziert diesen! Die anschließende Unterwerfung und Demütigung des Kaisers durch den Gang nach Canos-sa, sind bis in die heutige Zeit zu einem geflügelten Wort für eine tiefe Reue, Buße und Un-terwerfung geworden.
Was trieb einen derartigen Keil zwischen Papst und Kaiser, dass es zu diesem bis dato absolut undenkbaren Vorgang, einem Novum der Reichs- und Kirchengeschichte, kam? Wie konnten regnum und sacerdotium, also Reich und Kirche, sich so sehr voneinander entfernen, während sie die Jahre zuvor noch einträchtig nebeneinander existierten, in der ottonisch-salischen Reichskirche gar miteinander verflochten, ja teilweise voneinander abhängig waren? Doch war der in der Literatur angegebene Auslöser, der Streit um die Laieninvestitur, die eigentli-che und alleinige Ursache des Konflikts?
Dieser Frage nachzugehen ist die Basis der vorliegenden Arbeit. In Anbetracht des begrenzten Umfangs dieser Arbeit, möchte ich meine Ausführungen auf die Problematik innerhalb des deutschen Reiches konzentrieren, wobei die beiden Protagonisten, der Salierkaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII., im Mittelpunkt des Geschehens stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in die Thematik

2. Begrifflichkeiten

2.1 Simonie

2.2 Investitur

2.3 Investiturstreit

3. Entstehung und Gegenstand der Laieninvestitur

4. Die Laieninvestiturverbote und Synoden gegen die Laieninvestitur

5. Die Investiturpraxis unter Gregor VII. bis zum Gang nach Canossa

6. Der Investiturstreit nach Canossa bis zur Überwindung im Wormser Konkordat

7. Fazit

8. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Streit um die Laieninvestitur tatsächlich als alleinige Ursache für den tiefgreifenden Konflikt zwischen dem regnum und dem sacerdotium in den Jahren 1076 und 1077 betrachtet werden kann und beleuchtet die historische Entwicklung dieses Machtkampfes im deutschen Reich.

  • Die begriffliche Einordnung von Simonie, Investitur und Investiturstreit
  • Die Entstehungsgeschichte und die kirchenrechtliche Problematik der Laieninvestitur
  • Die Analyse synodaler Investiturverbote im Kontext der gregorianischen Reformen
  • Das Verhältnis zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. vor und nach dem Gang nach Canossa

Auszug aus dem Buch

2.1 Simonie

Der Begriff der Simonie umfasst vordringlich den Kauf- bzw. Verkauf geistlicher Ämter, damit ist nicht nur kirchliches Sacheigentum gemeint, sondern auch der Verkauf damit verbundener Pfründe (Erträge). Mit Simonie wird daher ein Ämterkauf beschrieben. Das Wort ist aus dem in der Apostelgeschichte des Neuen Testaments vorkommenden Namen des Zauberers Simon Magus abgeleitet, welcher der Überlieferung nach gegen Geldzahlung an den Apostel Petrus die Gabe erhalten wollte, den Heiligen Geist zu spenden. (N.T., Apostelgeschichte 8, 18-24)1. Die Simonie erreichte ihren Höhepunkt zwischen dem 9. und dem 11. Jahrhundert2.

Dekrete gegen Simonie und Ehe im Klerus (welche die Weitergabe von Pfarreien an Priestersöhne ermöglichte) wurden auf verschiedenen Synoden erlassen, aber gegen diese Dekrete wurde ebenso immer wieder verstoßen. Die wichtigsten Erlasse kamen aus den Synoden (dieser Begriff war bis zu dem 12. Jahrhundert gleichbedeutend mit einem Konzil) von Pavia 1022 durch Kaiser Heinrich II. zusammen mit Papst Benedikt VIII., sowie 1046 durch Kaiser Heinrich III. eine weitere Synode von Pavia und, ebenfalls im Jahre 1046, die Synoden von Sutri und Rom3.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in die Thematik: Einführung in das historische Novum des Konflikts zwischen Papst und Kaiser im 11. Jahrhundert und die Fragestellung nach der Ursache dieses Zerwürfnisses.

2. Begrifflichkeiten: Definition der zentralen Fachbegriffe Simonie, Investitur und Investiturstreit zur wissenschaftlichen Einordnung der Arbeit.

3. Entstehung und Gegenstand der Laieninvestitur: Analyse der zunehmenden Abgrenzung zwischen Klerus und Laien sowie der kirchenrechtlichen Definition der Laieninvestitur.

4. Die Laieninvestiturverbote und Synoden gegen die Laieninvestitur: Untersuchung der Entwicklung und Durchsetzung synodaler Verbote im Kontext kirchenpolitischer Reformbestrebungen.

5. Die Investiturpraxis unter Gregor VII. bis zum Gang nach Canossa: Betrachtung der persönlichen Rolle Hildebrands und der Investiturpraxis vor dem Hintergrund der Eskalation des Konflikts.

6. Der Investiturstreit nach Canossa bis zur Überwindung im Wormser Konkordat: Darstellung der politischen Entwicklungen nach Canossa und die schleichende Entwicklung der Investiturfrage zum beherrschenden Streitpunkt.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Investitur ursprünglich kein zentrales Streitthema war, sondern erst in der Spätphase des Konflikts an Bedeutung gewann.

8. Bibliographie: Verzeichnis der herangezogenen Quellen und literarischen Werke.

Schlüsselwörter

Laieninvestitur, Simonie, Investiturstreit, Papst Gregor VII., Kaiser Heinrich IV., Canossa, Kirchenreform, Synode, Regnum, Sacerdotium, Wormser Konkordat, Dictatus Papae, Bischofseinsetzung, Kanonisches Recht, Kirchenbann

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit analysiert den historischen Konflikt zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. mit einem Fokus auf die Rolle der Laieninvestitur im 11. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Macht, die Praxis der Bischofseinsetzung, der Kampf gegen Simonie sowie die kirchenpolitischen Reformbewegungen dieser Ära.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob der Streit um die Laieninvestitur tatsächlich die alleinige Ursache für den Zerbruch zwischen Reich und Kirche in den Jahren 1076/1077 war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger mediävistischer Forschungsliteratur basiert.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition der Begrifflichkeiten, den synodalen Verboten, der Investiturpraxis unter Gregor VII. und der Entwicklung des Streits bis zum Wormser Konkordat.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt zusammenfassen?

Wichtige Begriffe sind Laieninvestitur, Investiturstreit, Kirchenreform, Gregor VII., Heinrich IV. und der Gang nach Canossa.

Welche Rolle spielte die Simonie bei der Entstehung des Investiturverbots?

Das Verbot der Laieninvestitur entwickelte sich aus dem Kampf gegen die Simonie heraus; die Simoniekritik war dabei in den Quellen zunächst das deutlich wichtigere Thema als die Investitur selbst.

Warum war der "Gang nach Canossa" für das Kaisertum so folgenreich?

Obwohl Heinrich IV. durch die Buße seine Krone retten konnte, verlor er seinen Anspruch auf die Unantastbarkeit seiner Person, da er sich der kirchlichen Autorität beugen musste.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Laieninvestitur
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Mittelalterliche Geschichte)
Veranstaltung
Der Investiturstreit
Note
2.0
Autor
Martin Teichmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V159763
ISBN (eBook)
9783640726844
ISBN (Buch)
9783640736515
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Laieninvestitur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Teichmann (Autor:in), 2007, Die Laieninvestitur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159763
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Leseprobe aus  18  Seiten
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