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Ein kurzer Überblick über Stimmungssysteme

Title: Ein kurzer Überblick über Stimmungssysteme

Seminar Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thomas Wagner (Author)

Musicology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit gibt einen sehr kurzen Abriss der historischen Entwicklung der heute im europäischen Raum üblichen gleichstufigen Temperatur.
Von der pythagoräischen Stimmung über die reine Stimmung wird zunächst die Entwicklung zur Idee einer temperierten Stimmung dargestellt, um dann auf verschiedene Temperaturen einzugehen (Kirnberger, Werckmeister), um schließlich die gleichstufig-temperierte Stimmung zu beschreiben.
Auf Weiterentwicklungen und ensprechende Instrumente (bspw. Enharmonische Instrumente mit geteilten Tasten) soll nur kurz eingegangen werden.
Insgesamt ist die Absicht mehr eine generelle Orientierung über die Entwicklung als ein detailliertes Untersuchen der verschiedenen Systeme.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mathematische Vorbemerkungen

3 Die pythagoräische Stimmung

4 Die Reine Stimmung

5 Die temperierten Stimmungen

5.1 Die mitteltönige Temperatur

5.2 Werckmeister I – VI

5.3 Kirnbergers Temperaturen

5.4 Die gleichstufige Temperatur

6 Weiterentwicklungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung der in der europäischen Musik gebräuchlichen Stimmungssysteme systematisch darzustellen. Dabei wird der Bogen von den theoretischen Grundlagen der pythagoräischen Stimmung über die reine Stimmung hin zu verschiedenen temperierten Systemen gespannt, um schließlich die Etablierung der heute üblichen gleichstufigen Temperatur zu erläutern.

  • Mathematische Grundlagen der Intervall- und Saitenteilung
  • Historische Stimmungssysteme (Pythagoreisch, Rein)
  • Entwicklung und Varianten der temperierten Stimmungen (Mitteltönig, Werckmeister, Kirnberger)
  • Die Etablierung der gleichstufigen Temperatur
  • Problematiken der Intonation und Lösungsansätze

Auszug aus dem Buch

5 Die temperierten Stimmungen

Der Begriff temperieren kommt vom lateinischen „tempere“, was übersetzt „richtig bemessen“ heißt. Verschiedene Intervalle werden bei den temperierten Stimmungen gezielt leicht verstimmt, um mehrstimmiges Spielen und das Spielen in mehreren Tonarten zu ermöglichen. Es gab und gibt viele verschiedene temperierte Stimmungen („Temperaturen“), bpsw. hatte jeder Orgelbauer seine eigene, bei denen häufig mehrere Tonarten unbrauchbar waren. Der Musiktheoretiker und Orgelexperte Georg Sorge (1703-1778) bemerkt dazu: „Mich wundert aber nicht wenig, dass viele von denen Herren Orgel- und Instrumentenmachern, auch den berühmten Herrn Gottfried Silbermann nicht ausgenommen, die Temperatur, nicht, so wie sie solten, verstehen, sondern ihren [...] Wercken einen heszlichen Tadel anhängen, so dasz man von denen 24. Tonarten kaum 4. findet, die nicht mit bösen und unleidlich scharffen Tertzen, der gantz unbrauchbaren Quint gis:dis, nicht einmal zu gedencken, beschmitzet sind.“

Man darf daher den Begriff „temperierte Stimmung“ nicht gleichsetzen mit unserer heute gebräuchlichen gleichstufigen Temperatur. Bei den „wohltemperierten“ Stimmungen des 16. und 17. Jahrhunderts waren die Tonarten stets durch bestimmte Merkmale zu unterscheiden, wogegen in unserem heutigen System die Tonartenunterschiede fast vollständig verloren gehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Stimmungssysteme und deren Zielsetzung im europäischen Raum.

2 Mathematische Vorbemerkungen: Es werden die Grundlagen zur Saitenteilung und die Umrechnung von Intervallen in die Cent-Skala erläutert.

3 Die pythagoräische Stimmung: Darstellung des ältesten europäischen Stimmungssystems, das auf reinen Quinten basiert und das „pythagoräische Komma“ hervorbringt.

4 Die Reine Stimmung: Erörterung der auf der reinen Terz basierenden Stimmung, die im Gegensatz zur pythagoräischen Stimmung konsonanter wirkt, aber praktische Probleme bei der Intonation aufwirft.

5 Die temperierten Stimmungen: Untersuchung verschiedener Ansätze, Intervalle gezielt zu verstimmen, um das Spiel in verschiedenen Tonarten zu ermöglichen, unterteilt in mitteltönige, Werckmeister-, Kirnberger- und gleichstufige Systeme.

6 Weiterentwicklungen: Betrachtung von Kompromisslösungen und technischen Ansätzen zur Optimierung von Stimmungen auf Tasteninstrumenten.

Schlüsselwörter

Stimmungssysteme, Pythagoräische Stimmung, Reine Stimmung, Mitteltönige Temperatur, Werckmeister, Kirnberger, Gleichstufige Temperatur, Saitenteilung, Intervalle, Intonation, Cent-Skala, Tonarten, Wohltemperiert, Syntonisches Komma, Musikgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Systematik der historischen und modernen Stimmungssysteme im europäischen Musikraum.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?

Die Arbeit thematisiert das Spannungsfeld zwischen reinen Intervallen (wie Quinten und Terzen) und der praktischen Notwendigkeit, durch Temperierung in verschiedenen Tonarten spielen zu können.

Was ist das primäre Ziel dieser Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die verständliche Darstellung des historischen Prozesses, der von der einfachen pythagoräischen Stimmung hin zur heute etablierten gleichstufigen Temperatur geführt hat.

Welche wissenschaftliche Methodik wird zur Analyse genutzt?

Es werden musiktheoretische, mathematische Berechnungen der Saitenverhältnisse sowie historische Quellen und Musiktheoretiker herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert mathematische Grundlagen, beschreibt verschiedene Stimmungssysteme (pythagoräisch, rein, mitteltönig, Werckmeister, Kirnberger, gleichstufig) und diskutiert deren Vor- und Nachteile.

Welche Schlüsselbegriffe prägen den Inhalt der Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Stimmungssysteme, Temperierung, pythagoräisches Komma, reine Intervalle, Intonation und die Cent-Skala.

Warum ist das pythagoräische System heute in der Praxis problematisch?

Obwohl es reine Quinten bietet, führt es bei Terzen und anderen Intervallen zu einer hohen Dissonanz, die in späteren Epochen nicht mehr als harmonisch empfunden wurde.

Was unterscheidet eine „wohltemperierte“ Stimmung von der „gleichstufigen“ Stimmung?

Wohltemperierte Stimmungen des 17. Jahrhunderts bewahrten noch spezifische Klangcharaktere der verschiedenen Tonarten, während die heute übliche gleichstufige Temperatur diese Unterschiede fast vollständig ausgleicht.

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Details

Title
Ein kurzer Überblick über Stimmungssysteme
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Musikwissenschaft)
Course
Proseminar: Akustik & Instrumentenkunde
Grade
1,7
Author
Thomas Wagner (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V159747
ISBN (Book)
9783640728190
ISBN (eBook)
9783640728237
Language
German
Tags
Reine Stimmung Stimmungssystem pythagoreisches Komma wohltemperiert Kirnberger Werckmeister
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Wagner (Author), 2008, Ein kurzer Überblick über Stimmungssysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159747
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