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Zur Shop-Startseite › Soziologie - Recht und Kriminalität

Kriminalität in Japan

Titel: Kriminalität in Japan

Referat (Ausarbeitung) , 2008 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexandra Eger-Römhild (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Japan hat eine der weltweit niedrigsten Kriminalitätsraten unter den Industrienationen. Obwohl Japan und Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg eine vergleichbare wirtschaftliche Entwicklung genommen haben, ist das japanische Kriminalitätsniveau deutlich unter dem deutschen.
Deshalb wird in dieser Arbeit der Frage nachgegangen was ursächlich für diese niedrige Kriminalitätsrate Japans ist. Um Erklärungen für dieses Phänomen zu finden wird die Zeitspanne von der Tokugawa- bis zur Jetztzeit betrachtet. Es wird dabei sowohl auf die rechtsge-schichtliche Entwicklung als auch auf Formen der Kriminalität eingegangen und diese mit kriminologischen Theorien
in Beziehung gesetzt. Da Kriminalität nie losgelöst vom kulturellen Kontext betrachtet werden kann, erscheint es auch erforderlich, die besonderen gesellschaftlichen Strukturen Japans zu beleuchten.
Es folgt ein Kriminalitätsratenvergleich mit Deutschland.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Hintergrund

2.1. Kriminalität in der Tokugawazeit am Beispiel der Kabukimono

2.2. Umgang mit Jugendkriminalität in der Restauration

3. Zur Sozialstruktur in der japanischen Gesellschaft

3.1. Die Familiengruppe, die Berufsgruppe und die Nachbarschaftsgruppe

3.2 Gruppenzugehörigkeit und abweichendes Verhalten

3.3 Die Gruppenposition, das Senioritätsprinzip und Ningen

4. Kriminalität im modernen Japan

4.1. Vergleich der Kriminalitätsraten Japans mit denen Deutschlands

4.2. Jugenddelinquenz und andere Tendenzen im heutigen Japan

4.3. Yakuza und nicht-organisierte Kriminalität

5. Kriminalität in Japan - eine kriminalitätstheoretische Annäherung

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für das vergleichsweise niedrige Kriminalitätsniveau in Japan im Vergleich zu anderen Industrienationen, insbesondere Deutschland. Dabei wird analysiert, wie historische Entwicklungen, spezifische gesellschaftliche Gruppenstrukturen und kulturelle Normen das Kriminalitätsaufkommen sowie den Umgang mit Delinquenz beeinflussen.

  • Historische Entwicklung der Kriminalität von der Tokugawazeit bis heute
  • Einfluss der japanischen Sozialstruktur und Gruppenloyalität auf das Kriminalitätsgeschehen
  • Vergleichende Analyse der Kriminalitätsraten zwischen Japan und Deutschland
  • Phänomene der Jugenddelinquenz und deren gesellschaftliche Hintergründe
  • Organisierte Kriminalität am Beispiel der Yakuza und deren Wertesystem

Auszug aus dem Buch

3. Zur Sozialstruktur in der japanischen Gesellschaft

In der japanischen Gesellschaft ist die Einbindung in Gruppen vorrangig. Der Wert des Einzelnen wird an seinem Nutzen für die Bezugsgruppe bemessen. Auch fühlt sich der Einzelne nicht wie im christlich egozentrischen Weltbild als zentraler, als einzigartiger Mittelpunkt, sondern als abhängiger Teil einer Gruppengesamtheit, gleichgültig, welchen Rang er in dieser einnimmt. Diese Sichtweise rührt von den sich gänzlich vom Christentum unterscheidenden, in Japan vorherrschenden Religionen bzw. Philosophien, des Buddhismus, Shintoismus, Taoismus oder auch Konfuzianismus her. So sieht beispielsweise der Shintoismus auch die postmortale Existenz vor, aber ausschließlich im Sinne des Fortbestehens des Klans und niemals einer einzelnen Seele, wie etwa im Christentum. Diese Sichtweise führt Japaner eher dazu, ihr Selbst (jibun) möglichst mit den Zielen der Gruppe in Einklang zu bringen.

Westeuropäer hingegen idealisieren eher Ziele der persönlichen Selbstverwirklichung.

In Japan sind vor allem drei unterschiedliche Gruppen anzutreffen, die Familiengruppe, die Berufsgruppe und die Nachbarschaftsgruppe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen für die im globalen Vergleich sehr niedrigen Kriminalitätsraten Japans unter Berücksichtigung kultureller Kontexte.

2. Geschichtlicher Hintergrund: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung vom feudalistischen Japan hin zur Moderne und analysiert frühe Deliktformen wie die der Kabukimono sowie den Umgang mit Jugendkriminalität.

3. Zur Sozialstruktur in der japanischen Gesellschaft: Hier wird dargelegt, wie die primäre Orientierung an Gruppen und Hierarchien in Familie, Beruf und Nachbarschaft das individuelle Verhalten und die soziale Kontrolle prägt.

4. Kriminalität im modernen Japan: Dieses Kapitel vergleicht statistisch die Kriminalitätsraten Japans mit denen Deutschlands und thematisiert aktuelle Herausforderungen wie Jugenddelinquenz und die organisierte Kriminalität der Yakuza.

5. Kriminalität in Japan - eine kriminalitätstheoretische Annäherung: Der Autor verknüpft japanische Deliktmuster mit kriminologischen Theorien, wie der Beschämungstheorie und dem kontrolltheoretischen Ansatz, um das Phänomen der geringen Kriminalität zu deuten.

6. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die niedrige Kriminalitätsrate nicht monokausal erklärbar ist, sondern das Ergebnis eines komplexen Gefüges aus informeller Kontrolle und gesellschaftlicher Strukturierung darstellt.

Schlüsselwörter

Kriminalität, Japan, Deutschland, Sozialstruktur, Gruppenloyalität, Jugenddelinquenz, Yakuza, Kriminalstatistik, soziale Kontrolle, Rechtsgeschichte, Ningen, Devianz, Dunkelziffer, Resozialisierung, Industrienationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Faktoren, die zu den vergleichsweise niedrigen Kriminalitätsraten in Japan im Vergleich zu anderen westlichen Industrienationen wie Deutschland führen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des japanischen Strafrechts, die prägende Wirkung der sozialen Gruppenstruktur, das Phänomen der Jugenddelinquenz sowie die Rolle der organisierten Kriminalität.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für die geringe Kriminalitätsbelastung in Japan zu ergründen und diese durch einen Vergleich mit Deutschland sowie unter Anwendung kriminologischer Theorien zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung herangezogen?

Die Arbeit nutzt eine rechtsgeschichtliche und soziologische Analyse, ergänzt durch einen statistischen Vergleich von Kriminalitätsraten und die Anwendung kriminologischer Theorien auf japanische Strukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung seit der Meiji-Restauration, die Analyse japanischer Sozialstrukturen (Familie, Beruf, Nachbarschaft), den Vergleich der Kriminalitätsraten mit Deutschland sowie spezifische Formen der Delinquenz (Jugend, Yakuza).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kriminalität in Japan, soziale Kontrolle, Gruppenloyalität, Yakuza, Jugenddelinquenz und den Vergleich mit dem deutschen Strafrechtssystem beschreiben.

Wie unterscheidet sich das japanische Verständnis von sozialen Gruppen vom westlichen Bild?

Während im Westen die individuelle Selbstverwirklichung im Zentrum steht, wird in Japan der Wert des Einzelnen maßgeblich durch seinen Nutzen für die Bezugsgruppe (z. B. Familie oder Unternehmen) definiert.

Welche Rolle spielt die Yakuza im japanischen Kriminalitätsbild?

Die Yakuza werden als organisierte Syndikate betrachtet, die zwar eigene, destruktive Werte verfolgen, jedoch innerhalb ihrer Organisation eine extrem hohe soziale Kontrolle ausüben und sich als traditionsbewusste Japaner inszenieren.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kriminalität in Japan
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Gesellschaft Japans. Globalisierung in Ostasien
Note
1,0
Autor
Alexandra Eger-Römhild (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V159646
ISBN (eBook)
9783640760800
ISBN (Buch)
9783640761135
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriminalität Japan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Eger-Römhild (Autor:in), 2008, Kriminalität in Japan, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159646
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Leseprobe aus  21  Seiten
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