1. Introduction
This termpaper deals with compounding, an important process of word formation.
Ingo Plag wrote that compounding was the most productive type of word formation but
also the most controversial one, he forewarns his readers because “compounding is a field
of study where intricate problems abound, numerous issues remain unsolved and
convincing solutions are generally not so easy to find” (Plag 2006, 132).
Due to this high productivity, compounding can be regarded as the most fundamental
complex cognitive representations of the mental lexicon (Libben 2006, vi).
Compounds are “extremely widespread among the world´s languages and represent
perhaps the easiest way to form a new cognitive representation from two or more existing
ones” (Libben 2006, vi). Laurie Bauer claims that “no known language is without
compounds, and in many languages compounds are the main type of a new lexeme”
(Bauer 1988, 33/34).
This termpaper focuses on compounds and their properties including subcategories,
productivity and the problems that can occur among compounds like questions of stress
and categorization difficulties.
The first part will deal with the definition of compounds, all the compound subcategories
and also with productivity of compounds.
In the second part, questions of stress and difficulties of categorization will be examined.
Inhaltsverzeichnis
1. Introduction
2. Definition
2.1. Formal classification of compounds
2.2. Endocentric compounds
2.3. Exocentric compounds
2.4. Copulative compounds
2.5. Hybrid formations or neoclassical compounds
2.6. Productivity of compounds
3. Problems of compounds
3.1. Stress in compounds
3.2. Categorization problems
4. Bibliography
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das linguistische Phänomen der Kompositbildung als zentralen Prozess der Wortbildung. Dabei werden insbesondere die Definition, die Unterkategorien sowie die Produktivität und die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich Betonung und Kategorisierung analysiert.
- Grundlegende Definitionen und Klassifizierungen von Komposita
- Differenzierung in endozentrische, exozentrische, kopulative und neoklassische Komposita
- Analyse der morphologischen Produktivität verschiedener Wortartkombinationen
- Untersuchung der Komposit-Betonungsregeln und deren Ausnahmeregelungen
- Diskussion von Kategorisierungsproblemen bei komplexen Sprachstrukturen
Auszug aus dem Buch
2.3. Exocentric compounds
Exocentric compounds (also called bahuvrihi in Sanskrit by the ancient Indian grammarian Panini) have their head outside, this means that the head has to be inferred (Dressler 2006, 33). These “headless” compounds are a comparatively small group (Adams 2001, 81). They do not denote a hyponym of the head element of the compound, but instead they denote some feature of the entity which is denoted by the compound (Bauer 1988, 239):
(3) loudmouth → not a kind of mouth but a person who, metaphorically, has a loud mouth (Plag 2006, 145).
skinhead → a person who has no hair or a neo-nazi
redneck → not a kind of neck but a kind of person (Plag 2006, 145).
redcoat → not a kind of coat but a British soldier (Morton Ball 1951, 3).
But exocentric compounds like redneck, loudmouth, pickpocket or cut-throat can be only claimed to be semantically exocentric because if we pay attention to the other properties of these words, we observe that at least the part of speech is influenced by the right-hand member, just as in right-headed compounds (Plag 2006, 145-46). For example, redneck is a noun (and not an adjective) and loudmouth is also a noun (and not an adjective too), because of these properties one could claim that these compounds do have a head and that, “at least in terms of their grammatical properties, these seemingly exocentric compounds are in fact endocentric” (Plag 2006, 146).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Introduction: Einführung in das Thema der Kompositbildung und Darlegung der wissenschaftlichen Relevanz sowie der Problemstellungen.
2. Definition: Erörterung verschiedener Definitionen von Komposita und Einführung der relevanten Unterkategorien sowie Klassifizierungsmöglichkeiten.
2.1. Formal classification of compounds: Analyse der Kombinationen verschiedener Wortarten innerhalb von Komposita und deren orthographische Darstellung.
2.2. Endocentric compounds: Untersuchung von Komposita, deren Bedeutung durch ein zentrales Element („Head“) innerhalb des Wortes bestimmt wird.
2.3. Exocentric compounds: Betrachtung sogenannter „kopfloser“ Komposita, deren Bedeutung extern erschlossen werden muss.
2.4. Copulative compounds: Analyse von Komposita, die durch eine koordinative Beziehung der Bestandteile charakterisiert sind.
2.5. Hybrid formations or neoclassical compounds: Erläuterung von Komposita, die aus Elementen unterschiedlicher Sprachen oder klassischen Wurzeln gebildet werden.
2.6. Productivity of compounds: Untersuchung des Potenzials zur Bildung neuer Komposita in Abhängigkeit von den verwendeten Wortarten.
3. Problems of compounds: Erörterung der sprachwissenschaftlichen Kontroversen, die sich aus der Produktivität und Struktur von Komposita ergeben.
3.1. Stress in compounds: Analyse der Betonungsmuster bei Komposita und Abgrenzung zu Phrasen.
3.2. Categorization problems: Diskussion der Grenzen der Kompositbildung im Hinblick auf Prozessierbarkeit und Struktur.
4. Bibliography: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen.
Schlüsselwörter
Komposita, Wortbildung, Endozentrische Komposita, Exozentrische Komposita, Kopulative Komposita, Neoklassische Komposita, Produktivität, Betonungsregel, Linguistik, Morphem, Wortklasse, Sprachstruktur, Kategorisierung, Sprachwissenschaft, Komplexe Wörter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Prozess der Kompositbildung (Zusammensetzung von Wörtern) als einen der wichtigsten und produktivsten Bereiche der Wortbildung in der Linguistik.
Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und formale Klassifizierung von Komposita, deren Unterkategorien, ihre Produktivität sowie auftretende Probleme bei der Betonung und Kategorisierung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Eigenschaften von Komposita zu geben und die Schwierigkeiten aufzuzeigen, die bei der linguistischen Analyse dieser komplexen Strukturen entstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung bestehender linguistischer Fachliteratur (u.a. Plag, Bauer, Dressler) und der Analyse von Wortbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die verschiedenen Arten von Komposita (endozentrisch, exozentrisch, kopulativ, neoklassisch) definiert und anschließend die Herausforderungen, wie die „Compound Stress Rule“ und Probleme bei der strukturellen Einordnung, detailliert diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Komposita, Wortbildung, Produktivität, Betonungsmuster sowie die verschiedenen morphologischen Unterkategorien von zusammengesetzten Wörtern.
Warum werden einige Verben als „Pseudocompounds“ bezeichnet?
Laut Kortmann werden diese so bezeichnet, weil viele dieser Bildungen nicht durch echte Komposition entstanden sind, sondern durch Konversion oder Rückbildung aus bereits bestehenden Substantiv-Komposita.
Was unterscheidet appositionale von koordinativen Komposita?
Appositionale Komposita beziehen sich auf eine einzelne Entität, die durch beide Bestandteile charakterisiert wird (z.B. „singer-songwriter“), während bei koordinativen Komposita zwei verschiedene Entitäten oder Aspekte miteinander in Beziehung gesetzt werden (z.B. „mind-body problem“).
Warum ist die Unterscheidung zwischen Phrasen und Komposita manchmal schwierig?
Die Schwierigkeit liegt darin, dass einige Komposita und Phrasen segmentell identisch sein können und die Unterscheidung primär über Betonungsmuster erfolgt, welche jedoch nicht immer konsistent sind.
- Arbeit zitieren
- Philipp Kock (Autor:in), 2008, Compounds - Main Properties and Problems, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159628