In Deutschland soll es nach inoffiziellen Schätzungen etwa 3500 Kundenzeitschriften mit einer Gesamtauflage von über 64 Mio. Exemplaren geben.Diese Zahlen zeigen wie groß und wichtig das Instrument Kundenmagazin heute in der Kommunikations- und Marketingstrategie vieler Unternehmen ist.
Dadurch, dass für Unternehmen heute nicht mehr der unmittelbare Verkauf, sondern Imagepflege und die Bindung des Kunden im Vordergrund stehen, haben sich auch Kundenzeitschriften gewandelt. Von platter Produktwerbung und Selbstverherrlichung geht der Trend zu anspruchsvollen journalistischen Inhalten, die auch einen Vergleich mit Kaufzeitschriften nicht zu scheuen brauchen. Die Leser dieser Magazine erwarten zwei Dinge: Glaubwürdigkeit und einen persönlichen Mehrwert. Diesen bieten Kundenzeitschriften auch in vielerlei Hinsicht für
die Unternehmen im Vergleich zu klassischer Print- und TV- Werbung. Durch ihre zielgruppengenaue Ansprache ist die Kundenzeitschrift oft die preiswertere und effizientere Lösung. Die Gesellschaft erwartet von Produzenten und Handel zusehends mehr ökologische und soziale Verantwortung. Auch dafür ist die Kundenzeitschrift ein geeignetes
Mittel um den verstärkten Dialog mit den Kunden und anderen Stakeholder zu suchen. Im Moment sind die Kundenzeitschriften und andere Unternehmenspublikationen, die einzigen Segmente der Printmedien, deren Marktanteil wächst und in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr positiv verlaufen ist. Sie gelten als eines der ältesten Marketinginstrumente, weshalb auch in dieser Arbeit kurz auf die Historie eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historischer Überblick
3. Einordnung
3.1. Definition
3.2. Einordnung in den Marketing-Mix
3.3. Begriffsverständnis
3.4. Formen der Kundenzeitschrift
3.5. Einordnung der Kundenzeitschrift in das Corporate Publishing
3.5.1 Definition Corporate Publishing
3.5.2 Forum Corporate Publishing
4. Merkmale von Kundenzeitschriften
4.1 Kundenzeitschriften sind kostenlos
4.2 Kundenzeitschriften als Auftragskommunikation
4.3 Interessenkonflikt zwischen Werbung, PR und Journalismus
4.4 Abgrenzung von verwandten Unternehmensmedien
5. Ziele und Funktionen
6. Beispiele
6.1. Porsche Christophorus
6.2. Lufthansa Magazin
6.3. Rossmann Centaur
7. Vertrieb
8. Aktuelle Trends im Kundenzeitschriften-Markt
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Kundenzeitschriften als zentrales Instrument der Unternehmenskommunikation und des Marketings. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sich Kundenzeitschriften von rein werblichen Publikationen abgrenzen und welchen strategischen Mehrwert sie für die langfristige Kundenbindung sowie die Imagepflege von Unternehmen bieten.
- Historische Entwicklung und Einordnung in das Corporate Publishing
- Differenzierung von Kundenzeitschriften zu anderen Marketinginstrumenten
- Analyse der Zielsetzungen und Funktionen von Kundenmagazinen
- Untersuchung von Erfolgsfaktoren anhand von Praxisbeispielen (Porsche, Lufthansa, Rossmann)
- Trends in der digitalen Kommunikation und Crossmedia-Strategien
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In Deutschland soll es nach inoffiziellen Schätzungen etwa 3500 Kundenzeitschriften mit einer Gesamtauflage von über 64 Mio. Exemplaren geben. Diese Zahlen zeigen wie groß und wichtig das Instrument Kundenmagazin heute in der Kommunikations- und Marketingstrategie vieler Unternehmen ist. Dadurch, dass für Unternehmen heute nicht mehr der unmittelbare Verkauf, sondern Imagepflege und die Bindung des Kunden im Vordergrund stehen, haben sich auch Kundenzeitschriften gewandelt. Von platter Produktwerbung und Selbstverherrlichung geht der Trend zu anspruchsvollen journalistischen Inhalten, die auch einen Vergleich mit Kaufzeitschriften nicht zu scheuen brauchen. Die Leser dieser Magazine erwarten zwei Dinge: Glaubwürdigkeit und einen persönlichen Mehrwert. Diesen bieten Kundenzeitschriften auch in vielerlei Hinsicht für die Unternehmen im Vergleich zu klassischer Print- und TV- Werbung. Durch ihre zielgruppengenaue Ansprache ist die Kundenzeitschrift oft die preiswertere und effizientere Lösung. Die Gesellschaft erwartet von Produzenten und Handel zusehends mehr ökologische und soziale Verantwortung. Auch dafür ist die Kundenzeitschrift ein geeignetes Mittel um den verstärkten Dialog mit den Kunden und anderen Stakeholder zu suchen.
Im Moment sind die Kundenzeitschriften und andere Unternehmenspublikationen, die einzigen Segmente der Printmedien, deren Marktanteil wächst und in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr positiv verlaufen ist. Sie gelten als eines der ältesten Marketinginstrumente, weshalb auch in dieser Arbeit kurz auf die Historie eingegangen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die aktuelle Relevanz von Kundenzeitschriften als wachsendes Instrument in der Unternehmenskommunikation zur Imagepflege und Kundenbindung.
2. Historischer Überblick: Umreißt die Entwicklung von den ersten Anfängen im 16. Jahrhundert bis zur modernen Professionalisierung im Bereich Corporate Publishing.
3. Einordnung: Definiert Kundenzeitschriften und verortet sie innerhalb des Marketing-Mix sowie im Kontext des Corporate Publishing.
4. Merkmale von Kundenzeitschriften: Identifiziert Kernmerkmale wie die kostenlose Abgabe, den Charakter der Auftragskommunikation und die Abgrenzung zu anderen Medien.
5. Ziele und Funktionen: Analysiert die journalistischen und marketingbezogenen Ziele, wie Kundenbindung und Markenpositionierung.
6. Beispiele: Verdeutlicht das theoretische Konzept anhand der Praxisfälle Porsche Christophorus, Lufthansa Magazin und Rossmann Centaur.
7. Vertrieb: Beleuchtet die verschiedenen Vertriebswege, insbesondere die Kombination von Point of Sale und Aboversand.
8. Aktuelle Trends im Kundenzeitschriften-Markt: Untersucht die Bedeutung von Crossmedia und integrierter Kommunikation in der digitalen Ära.
9. Fazit: Resümiert die Notwendigkeit von Kundenzeitschriften für die Differenzierung vom Wettbewerb durch echten Mehrwert für den Kunden.
Schlüsselwörter
Kundenzeitschriften, Corporate Publishing, Kundenbindung, Marketing, Unternehmenskommunikation, Dialog-Medium, Journalismus, Imagepflege, Crossmedia, Zielgruppenansprache, Markenwelt, Point of Sale, Kundenmagazin, Kundenorientierung, Werbebudget
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Kundenzeitschriften als Instrument der Unternehmenskommunikation und ihre Rolle im modernen Marketing-Mix.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung, die inhaltliche Gestaltung, strategische Ziele wie Kundenbindung sowie aktuelle Trends der digitalen Transformation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Kundenzeitschriften trotz ihres werblichen Ursprungs heute als anspruchsvolle Dialogmedien erfolgreich sind und einen Mehrwert für Unternehmen bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine Fallstudienbetrachtung führender Kundenmagazine im deutschsprachigen Raum.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt Merkmale von Kundenzeitschriften, deren Einordnung in das Corporate Publishing sowie die praktische Umsetzung bei renommierten Marken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kundenbindung, Corporate Publishing, Crossmedia und Unternehmenskommunikation charakterisiert.
Was zeichnet das "Porsche Christophorus" Magazin als Fallbeispiel aus?
Es gilt als eine der ältesten Kundenzeitschriften und verbindet erfolgreich eine exklusive Markenwelt mit hohem journalistischem Anspruch.
Warum spielt der Dialog mit dem Kunden für die Rossmann "Centaur" eine wichtige Rolle?
Durch Gewinnspiele, Leserbriefe und Produktgutscheine wird der Kunde direkt in einen aktiven Austausch einbezogen, was die Responsequote signifikant steigert.
- Arbeit zitieren
- Marcus Meixner (Autor:in), 2010, Kundenzeitschriften als Kommunikationsinstrument , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159627