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Die Phasen der Zwangsmigration der Deutschen vor dem Hintergrund der sich wandelnden nationalen und internationalen Situation

Eine kurze Zusammenfassung

Titel: Die Phasen der Zwangsmigration der Deutschen vor dem Hintergrund der sich wandelnden nationalen und internationalen Situation

Essay , 2010 , 2 Seiten

Autor:in: MA Elzbieta Szumanska (Autor:in)

Politik - Geschichte der politischen Systeme

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zwangsmigration der Deutschen in den letzten Kriegsjahren sowie direkt nach Kriegsende kann man prinzipiell in vier Phasen unterteilen.
Bis zum Jahr 1944 haben sich die polnischen Kommunisten mit der Frage der deutschen Aussiedlung nicht befasst. Erst im Oktober 1944 wurde der PUR (der Staatliche Repatriierungsamt) gebildet. Sein Ziel war ursprünglich, die Rückkehr der Polen aus dem Ausland in die Heimat zu ermöglichen. In den ersten Monaten 1945, als mit der Frontrichtungsänderung die Offensive der Roten Armee zur Realität wurde, fiel auch die Aussiedlung der Deutschen mit in den Zuständigkeitsbereich der PUR. Die Deutschen, sowohl Truppen als auch Zivilisten, haben ab diesem Zeitpunkt angefangen, in Panik Richtung Westen zu fliehen. Die Panik war umso grösser, weil man mit so einer umfassenden Offensive nicht gerechnet hatte. Von der faschistischen Propaganda wurden die schlechten Nachrichten über die Frontverschiebung nämlich nicht weitergeleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Zwangsmigration der Deutschen in den letzten Kriegsjahren sowie direkt nach Kriegsende

1.1 Ausgangslage und Anfänge der Aussiedlung bis 1944

1.2 Politische Instrumentalisierung und die Rolle des Ministeriums für widergewonnene Gebiete

1.3 Rahmenbedingungen der neuen nationalen Staatlichkeit

1.4 Chaos der Aussiedlung und der „situative Zwang“

1.5 Internationale Einflüsse: Die „swallow action“ und alliierte Kritik

1.6 Entwicklung der Aussiedlungsbedingungen ab 1947 und soziale Perspektiven in den 50er Jahren

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zwangsmigration der deutschen Bevölkerung in den Jahren 1945 bis in die 1950er Jahre hinein, unter besonderer Berücksichtigung der politisch motivierten Migrationspolitik des polnischen Staates sowie des Einflusses der sowjetischen und alliierten Interessen auf diesen Prozess.

  • Phaseneinteilung und historische Entwicklung der Aussiedlung
  • Die propagandistische und institutionelle Rolle des Ministeriums für widergewonnene Gebiete
  • Mechanismen des „situativen Zwangs“ und die Entrechtung der deutschen Bevölkerung
  • Internationale Rahmenbedingungen wie die „swallow action“
  • Soziale Situation und Auswanderungsmotive der in Polen verbliebenen Deutschen

Auszug aus dem Buch

Diskutiere die Phasen der Zwangsmigration der Deutschen vor dem Hintergrund der sich wandelnden nationalen und internationalen Situation!

Die Zwangsmigration der Deutschen in den letzten Kriegsjahren sowie direkt nach Kriegsende kann man prinzipiell in vier Phasen unterteilen.

Bis zum Jahr 1944 haben sich die polnischen Kommunisten mit der Frage der deutschen Aussiedlung nicht befasst. Erst im Oktober 1944 wurde der PUR (der Staatliche Repatriierungsamt) gebildet. Sein Ziel war ursprünglich, die Rückkehr der Polen aus dem Ausland in die Heimat zu ermöglichen. In den ersten Monaten 1945, als mit der Frontrichtungsänderung die Offensive der Roten Armee zur Realität wurde, fiel auch die Aussiedlung der Deutschen mit in den Zuständigkeitsbereich der PUR. Die Deutschen, sowohl Truppen als auch Zivilisten, haben ab diesem Zeitpunkt angefangen, in Panik Richtung Westen zu fliehen. Die Panik war umso grösser, weil man mit so einer umfassenden Offensive nicht gerechnet hatte. Von der faschistischen Propaganda wurden die schlechten Nachrichten über die Frontverschiebung nämlich nicht weitergeleitet.

Innerhalb der polnischen Bevölkerung, auf nationaler Ebene, wurde der Entschluss gefasst, dass man mit Deutschen und Volksverrätern abzurechnen ist. Mit Unterstützung der Sowjets wollte der polnische Staat den gesellschaftlichen Hass gegenüber den Deutschen ausnutzen, um auf diese Weise die „Eindeutschung“ der neuen westlichen Gebieten straff vorantreiben zu können. In diesem Zusammenhang wurde eine künstliche Anstalt, das Ministerium für widergewonnene Gebiete, gebildet. Dieser propagandistische Name berief sich auf die Piaster-Vergangenheit Niederschlesiens und Großpolens und soll dazu dienen, die Aktion der Vertreibung teilweise zurechtfertigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Zwangsmigration der Deutschen in den letzten Kriegsjahren sowie direkt nach Kriegsende: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Entwicklungen, die politischen Motive der polnischen Führung sowie die prekären Lebensbedingungen, die den Aussiedlungsprozess prägten.

Schlüsselwörter

Zwangsmigration, Aussiedlung, Polen, Sowjets, Ministerium für widergewonnene Gebiete, Vertreibung, situativer Zwang, swallow action, Repatriierung, Volksfeinde, Nachkriegszeit, Migrationspolitik, Eindeutschung, alliierte Kritik, soziale Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Zwangsmigration der deutschen Bevölkerung in Polen im Zeitraum von 1945 bis in die 1950er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der organisatorische Ablauf der Aussiedlung, die staatliche Propaganda, internationale migrationspolitische Initiativen und die soziale Situation der Verbliebenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Phasen der Zwangsmigration unter Berücksichtigung der wechselnden nationalen und internationalen Rahmenbedingungen zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer historischen Analyse unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur zu den Grenzgebieten östlich von Oder und Neiße.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung der Aussiedlungspolitik, die Rolle des Staates, das Chaos und den Zwang bei der Vertreibung sowie die spätere Konsolidierung ab 1947.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zwangsmigration, Aussiedlung, Repatriierung, situativer Zwang und das Ministerium für widergewonnene Gebiete.

Was genau versteht der Autor unter dem „situativen Zwang“?

Es handelt sich dabei um Maßnahmen der Kommunisten, die durch die vollständige Entrechtung der Deutschen und den Entzug von Bildung und Arbeit das Verlassen des Landes faktisch erzwangen.

Warum war die „swallow action“ für die deutsche Migration bedeutsam?

Sie war ein durch Großbritannien initiierter Versuch, die Umsiedlung in die britische Besatzungszone zu organisieren, stieß jedoch aufgrund hoher Flüchtlingszahlen und Koordinierungsproblemen an Grenzen.

Ende der Leseprobe aus 2 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Phasen der Zwangsmigration der Deutschen vor dem Hintergrund der sich wandelnden nationalen und internationalen Situation
Untertitel
Eine kurze Zusammenfassung
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Autor
MA Elzbieta Szumanska (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
2
Katalognummer
V159526
ISBN (eBook)
9783640742189
ISBN (Buch)
9783640742257
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutschen Aussiedlung Vertreibung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA Elzbieta Szumanska (Autor:in), 2010, Die Phasen der Zwangsmigration der Deutschen vor dem Hintergrund der sich wandelnden nationalen und internationalen Situation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159526
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Leseprobe aus  2  Seiten
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