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Zur Shop-Startseite › Kunst - Bildhauerei, Skulptur, Plastik

Adriaen de Vries´ Bronzewerke

"Venus und Adonis" (1621) und "Raub der Sabinerin" / "Raub der Proserpina" (1621)

Titel: Adriaen de Vries´ Bronzewerke

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 35 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Carolina Franzen (Autor:in)

Kunst - Bildhauerei, Skulptur, Plastik

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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Grandissimo ornamento alla nostra Italia" – kein geringerer als der Erfinder der "figura serpentinata", Gianpaolo Lomazzo, schrieb bereits über den Niederländer Adriaen de Vries, er würde ganz Italien zur Zierde gereichen. Seit de Vries´ Wiederentdeckung, Ende des 19. Jahrhunderts, sind zahlreiche Publikationen zu dessen Werken erschienen. Die Bronzeplastiken "Raub der Sabinerin" / "Raub der Proserpina" (1621) und "Venus und Adonis" (1621), welche den Gegenstand dieser Arbeit darstellen, fanden jedoch nur im Rahmen größerer Werküberblicksdarstellungen Beachtung. Ihnen dezidierte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, soll mit der vorliegenden Arbeit nachgeholt werden. Auf die Einordnung der Plastiken in das Gesamtwerk des Künstlers folgt eine Darstellung der Forschungsgeschichte, sowie Erläuterungen zu Provenienz und Auftragslage. Der Schwerpunkt liegt nachfolgend einerseits auf der thematischen Einordnung der Mehrfigurengruppe "Raub der Sabinerin" / "Raub der Proserpina" (1621), da diese bis heute umstritten ist. Zum anderen steht das Zusammenspiel der Figuren untereinander im Zentrum; die Analyse geht detailliert auf die komplexen Bezugssysteme ein, die innerhalb der einzelnen Gruppen, sowie zwischen diesen bestehen. Unter Beachtung der daraus gewonnenen Ergebnisse schließt diese Arbeit mit einer kritischen Hinterfragung der derzeitigen Aufstellungspraxis im Bodemuseum.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Das Urteil zu Lebzeiten – ein Vorspann

Eine Forschungsgeschichte: die Basis

Zu Provenienz und Auftragslage: eine erste Stufe der Einordnung

Venus und Adonis – die Besprechung eines Meisterwerks ...

... und seines Gegenstückes: Raub der Sabinerin / Raub der Proserpina

Eine Ponderation zwischen Revolution und Konformität – eine Zusammenfassung

Und als Ausblick: eine Kurationskritik

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bronzeskulpturen "Venus und Adonis" (1621) und "Raub der Sabinerin / Raub der Proserpina" (1621) von Adriaen de Vries. Ziel ist es, das inhaltliche Programm der beiden als Gegenstücke konzipierten Werke durch eine detaillierte Analyse der Figurengruppen, ihrer Komposition und ihres ikonografischen Bezugs zu klären sowie ihre stilistische Einordnung im Spannungsfeld zwischen Hochrenaissance und Barock zu präzisieren.

  • Analytische Untersuchung der kompositorischen Bezugssysteme zwischen den beiden Skulpturen.
  • Kritische Überprüfung bisheriger Zuschreibungen zu Auftragslage und Provenienz.
  • Deutung der ikonografischen Programme unter Einbeziehung antiker Primärquellen wie Ovid.
  • Einordnung der Werke in den stilistischen Kontext der figura serpentinata und des zeitgenössischen Formenkatalogs.
  • Diskussion der modernen Rezeption und kuratorischen Aufstellung im Bode-Museum.

Auszug aus dem Buch

Venus und Adonis – die Besprechung eines Meisterwerks ...

Die lebensgroße Bronzeskulptur Venus und Adonis wird durch eine enge Komposition einer männlichen und einer weiblichen Aktfigur auf einer quadratischen Basis bestimmt. Der stehende, junge Mann ist in einem rückwärtsgewandten, ausfallenden Schritt quer über die Basis festgehalten. Sein muskulöser Oberkörper wird dabei für den Betrachter frontal sichtbar und bestimmt prominent die Hauptansicht des Werkes. Ein Riemen hängt ihm von der rechten Schulter quer über die Brust, das eine, nach vorne baumelnde Ende verdeckt seine Scham. In der rechten Hand, die er gerade über den Kopf hebt, hält er ein Jagdhorn, in seiner linken einen abgebrochenen Stab; wahrscheinlich, zur Jagdmotivik passend, eine Art Spieß. Sein Kopf ist geneigt und sein Blick auf eine sitzende, junge Frau zu seiner linken gerichtet, die ihn am anderen Ende des Riemens zu sich heranzieht.

Dem Betrachter den Rücken zuwendend, sitzt sie auf einem mit einem Tuch umschlungenen Baumstumpf und hat den Kopf in den Nacken gelegt. Ihr Blick ist dem jungen Mann zugewandt, doch sie muss ihren Oberkörper deutlich drehen, um mit der linken Hand den Riemen festzuhalten und mit der rechten den Arm des Mannes zu ergreifen. Ihre zunächst verdeckten Beine hält sie angewinkelt und kaschiert so mit dem linken ihre Scham. Ihre Beine und Füße berühren die des Mannes, welche deutlich über die Basis hinausragen. Zwischen dessen Beinen sitzt außerdem ein schlanker, kniehoher Hund, der seinen Kopf, von den beiden ab, nach links wendet und ein Vorderbein hebt.

Zusammenfassung der Kapitel

Das Urteil zu Lebzeiten – ein Vorspann: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Wertschätzung von Adriaen de Vries durch Zeitgenossen wie Gianpaolo Lomazzo und seinen Aufstieg am Prager Hof Rudolfs II.

Eine Forschungsgeschichte: die Basis: Hier wird die Rezeptionsgeschichte der Werke nachgezeichnet, die vom frühen Vergessen bis zur wissenschaftlichen Wiederentdeckung und Einzelausstellungen um die Jahrtausendwende reicht.

Zu Provenienz und Auftragslage: eine erste Stufe der Einordnung: Das Kapitel klärt die Entstehungsbedingungen der Skulpturen für Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg sowie die Zusammenarbeit mit dem Gießer Martin Hilliger.

Venus und Adonis – die Besprechung eines Meisterwerks ...: Eine formale und inhaltliche Analyse der Skulptur, wobei der Fokus auf der Komposition, dem Motiv der figura serpentinata und den antiken Bezügen zu Ovid liegt.

... und seines Gegenstückes: Raub der Sabinerin / Raub der Proserpina: Untersuchung der zweiten Skulptur, ihrer Ikonografie, der Deutungsschwierigkeiten und der kompositorischen Korrespondenz zum ersten Werk.

Eine Ponderation zwischen Revolution und Konformität – eine Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse, in der de Vries als bewusster Könner charakterisiert wird, der Tradition und Innovation verbindet.

Und als Ausblick: eine Kurationskritik: Reflexion über die heutige Aufstellung der Bronzen im Bode-Museum und wie diese die Wahrnehmung der Werke und ihre räumliche Beziehung zueinander beeinflusst.

Schlüsselwörter

Adriaen de Vries, Bronzeplastik, Venus und Adonis, Raub der Proserpina, Raub der Sabinerin, figura serpentinata, Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg, Ovid, Metamorphosen, Hochrenaissance, Barock, Kunstgeschichte, Skulptur, Kompositionsanalyse, Provenienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert zwei 1621 entstandene Bronzeskulpturen von Adriaen de Vries, um deren inhaltliche Bedeutung und formale Gestaltung im Kontext ihrer Zeit zu beleuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die ikonografische Deutung der Sujets, die kompositorische Verschränkung der Figuren sowie die stilistische Einordnung der Werke zwischen Renaissance-Tradition und barocker Dynamik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie inhaltliches Programm und kompositorische Form in diesen beiden Werken zusammenspielen und ob sie als inhaltliche und formale Gegenstücke bewusst konzipiert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Analyse, die formale Bildbetrachtung, einen Abgleich mit zeitgenössischen kunsttheoretischen Schriften sowie den Vergleich mit literarischen Primärquellen wie den Metamorphosen Ovids kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Besprechung beider Skulpturen, hinterfragt deren Provenienz und Auftragslage und arbeitet die stilistischen Besonderheiten, wie die figura serpentinata, detailliert heraus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Adriaen de Vries, die beiden besprochenen Skulpturengruppen, das Konzept der figura serpentinata, der Einfluss der Antike und die Dialektik der künstlerischen Möglichkeiten.

Warum ist das Thema "Raub der Sabinerin" umstritten?

Die Zuordnung ist umstritten, da ikonografische Attribute wie der Merkurknabe zur Deutung als "Raub der Proserpina" führen, während andere Merkmale wiederum eher auf den römischen Gründungsmythos verweisen.

Welche Bedeutung hat die kuratorische Aufstellung für das Verständnis der Werke?

Die heutige Aufstellung im Bode-Museum ermöglicht eine Sichtbarkeit, die den direkten Bezug der beiden Skulpturen zueinander betont, wobei die Autorin die räumliche Inszenierung kritisch würdigt.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben
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Details

Titel
Adriaen de Vries´ Bronzewerke
Untertitel
"Venus und Adonis" (1621) und "Raub der Sabinerin" / "Raub der Proserpina" (1621)
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Kunsthistorisches Institut)
Veranstaltung
Deutsche Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts
Note
1,3
Autor
Carolina Franzen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
35
Katalognummer
V159495
ISBN (eBook)
9783640729777
ISBN (Buch)
9783640730216
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adriaen Vries´ Bronzewerke Venus Adonis Raub Sabinerin Raub Proserpina
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolina Franzen (Autor:in), 2009, Adriaen de Vries´ Bronzewerke, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159495
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Leseprobe aus  35  Seiten
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