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Migration und Konflikte

Ein kommunikationspsychologischer Ansatz zur Erklärung möglicher Ursachen von Konflikten im Migrationskontext deutscher Schulen und das Konzept der Peer-Mediation als eine mögliche Lösungsstrategie

Title: Migration und Konflikte

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Intercultural Communication

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Summary Excerpt Details

„Vielfalt statt Einfalt“ ist das Motto einer derzeit laufenden Antidiskriminierungskampagne
des Bundes. Die Plakate der Kampagne spiegeln die Vielfältigkeit unserer modernen
Gesellschaft wider: sie zeigen Frauen in Führungspositionen, homosexuelle Arbeitnehmer,
Behinderte und auch Frauen, die selbstbewusst Kopftuch tragen und mit beiden Beinen im
gesellschaftlichen Leben zu stehen scheinen. Die Plakate werben für Gleichbehandlung. Eine
Gleichbehandlung, die in dieser Form in unserer Gesellschaft leider noch lange nicht
selbstverständlich ist.
Noch immer lassen sich im Alltag allzu oft Momente beobachten, die eher durch
Diskriminierung als durch Akzeptanz gezeichnet sind: Es ist von sozialen Brennpunkten,
gewaltbereiten Migrantenjugendlichen und sozialer Ungleichheit die Rede. Ein Prozess, der
dringend einer Richtungsänderung bedarf: Es müssen Strategien entwickelt werden, die
tatsächlich eine Gleichberechtigung fördern, die Multikulturalität als gesellschaftlichen
Gewinn und nicht als zu überwindende Blockade begreifen.
Eine Schlüsselrolle kommt in diesem Zusammenhang dem Schulsystem zu: Nur die Chance
auf eine gleichberechtigte Bildung öffnet auch die Chance auf eine gleichberechtigte, aktive
Teilnahme am Gesellschaftsgeschehen. Neben einer Reformation des Lehrplans, der eine
individuelle Förderung der Schüler mit Migrationshintergrund berücksichtigt, ist eine
Förderung emotionaler, sozialer und kommunikativer Kompetenzen unter dem Aspekt der
kulturellen Vielfalt mindestens ebenso wichtig. Nur so kann eine Win-Win-Situation erreicht
werden, die über lokale und nationale Grenzen hinausgeht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemabriss und Eingrenzung des Begriffes der Interkulturellen Kommunikation

2.1 Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für das deutsche Schulsystem

2.2 Die Bedeutung von Kultur

2.3 Die Methodik dieser Arbeit

3. Ein kommunikationspsychologischer Blick auf den Migrationskontext

3.1 Interkulturelle Kommunikation als Gegenstand dieser Arbeit

3.2 Das innere Team

3.2.1 Exemplarische Aufstellung eines multikulturellen Teams

3.3 Das Nachrichtenquadrat

3.4 Auswirkungen des multikulturellen Teams auf das Nachrichtenquadrat

4. Peer-Mediation als Lösungsansatz

4.1 Was ist Mediation?

4.2 Phasen der Mediation

4.3 Was kann Peer-Mediation im Migrationskontext leisten?

4.4 Grenzen der Peer-Mediation

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Ursachen von Kommunikationsstörungen zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und deutschen Mitschülern zu identifizieren. Dabei wird untersucht, inwiefern Konflikte nicht auf inhaltlicher Ebene, sondern durch asymmetrische Machtverhältnisse und eine negative Beeinflussung der Beziehungsebene entstehen, und wie Peer-Mediation hierbei als Lösungsstrategie dienen kann.

  • Kommunikationspsychologische Analyse des Migrationskontexts
  • Anwendung des Modells "Das innere Team" auf multikulturelle Identitäten
  • Verbindung von Schulz von Thuns "Nachrichtenquadrat" mit interkulturellen Konflikten
  • Evaluierung von Peer-Mediation als Konfliktbewältigungsstrategie in Schulen

Auszug aus dem Buch

3.2 Das innere Team

Im Folgenden wird das Konzept des Inneren Teams nach Schulz von Thun dargestellt, um dies anschließend auf den Kontext interkultureller Kontakte zu übertragen.

Die Idee des inneren Teams bietet einen hilfreichen Ansatz, um zu erklären, mit welchem inneren Konflikt Jugendliche mit Migrationshintergrund in eine Konversation gehen und inwiefern dies Auswirkungen auf den konkreten Verlauf einer Konversation haben kann. Es bietet einen gut nachvollziehbaren Ansatz, die innere Zerrissenheit, das Zwischen-Zwei-Welten-Phänomen, dem sich wohl die meisten Jugendlichen mit Migrationshintergrund gegenüber sehen, mit Hilfe einer kommunikationspsychologischen Herangehensweise aufzuschlüsseln. Das Modell dient in diesem Rahmen weniger der Erarbeitung einer Lösung, als vielmehr der Stärkung der aufgestellten These dieser Arbeit. Daher geht es hier vorrangig nicht um eine Darstellung der Arbeitstechnik an sich. Es wird stattdessen ein abstraktes inneres Team entsprechend einer vorausgesetzten Multikulturalität entworfen, welches in Form eines ersten Schrittes zur Analyse von Kommunikationsproblemen im Migrationskontext wie eine grobe Schablone fungiert.

Die Basis des Modells ist einfach nachzuvollziehen: Schulz von Thun vertritt die Annahme, dass „unsere innere Reaktion auf einen Menschen, auf ein Ereignis, auf eine anstehende Entscheidung nicht einheitlich und klar ist, sondern gemischt, undeutlich, vielfältig, schwankend, hin- und hergerissen.“ (Schulz von Thun 2006, Bd. 3: 21). Das heißt, jeder von uns hat in seinem Inneren verschiedene „Stimmen“, die uns mehr oder weniger verschiedene Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, auf eine bestimmte Situation zu reagieren. An dieser Stelle ist es hilfreich, auf eine grundsätzliche Definition des Begriffes Handeln an sich zurückzugreifen, die im Prinzip der gleichen Idee folgt. Eine solche beinhaltet, dass einer Handlung stets ein bewusstes Ziel zugrunde liegt, wobei psychophysische Aktivitäten zum Zwecke der Erreichung dieses Ziels bewusst organisiert werden (vgl. Kappe 1996: 9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der gesellschaftlichen Vielfalt im Kontext des deutschen Schulsystems und legt den Fokus auf die Rolle der Schule bei der Förderung kommunikativer Kompetenzen.

2. Problemabriss und Eingrenzung des Begriffes der Interkulturellen Kommunikation: Dieses Kapitel definiert den spezifischen Kontext der interkulturellen Kommunikation im Schulalltag und diskutiert verschiedene Kulturbegriffe zur theoretischen Fundierung der Arbeit.

3. Ein kommunikationspsychologischer Blick auf den Migrationskontext: Hier werden das "Innere Team" und das "Nachrichtenquadrat" von Schulz von Thun als Analysewerkzeuge herangezogen, um Kommunikationsstörungen und asymmetrische Machtverhältnisse zu erklären.

4. Peer-Mediation als Lösungsansatz: Das Kapitel führt Peer-Mediation als konstruktive Methode der Konfliktlösung ein und untersucht deren Potenziale sowie Grenzen im schulischen Alltag.

5. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Individuen nicht allein über kulturelle Zuschreibungen zu definieren, um echte Gleichberechtigung zu fördern.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Migration, Peer-Mediation, Schulz von Thun, Nachrichtenquadrat, Inneres Team, Konfliktbewältigung, Deutsches Schulsystem, Bikulturalität, Machtasymmetrie, Identitätskonstruktion, Integrationsarbeit, Kommunikationstheorie, Multikulturalität, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kommunikativen Ursachen von Konflikten zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihren deutschen Mitschülern an deutschen Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen in der Kommunikationspsychologie, den kulturellen Identitätskonstruktionen von Jugendlichen der zweiten Generation und der Anwendung von Mediationskonzepten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Konflikte primär aus einer Asymmetrie in der Beziehungsebene und nicht durch inhaltliche Differenzen entstehen, und wie Peer-Mediation diese verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt kommunikationspsychologische Modelle von Schulz von Thun (Nachrichtenquadrat und Inneres Team), um Fallbeispiele und typische interkulturelle Kommunikationssituationen theoretisch zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung durch das "Innere Team" und das "Nachrichtenquadrat", der exemplarischen Analyse einer multikulturellen Identität sowie der Vorstellung von Peer-Mediation als schulischem Lösungsansatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Interkulturelle Kommunikation, Peer-Mediation, Machtasymmetrie, Identitätskonstruktion und die Modelle von Schulz von Thun.

Was bedeutet das "Innere Team" im Kontext von Selin?

Das "Innere Team" von Selin, einem fiktiven Mädchen, verdeutlicht ihren inneren Konflikt zwischen verschiedenen Identitätsanteilen: der "Deutschen", der "Türkin", der "Unsicheren" und der "Individuellen".

Warum wird die "Beziehungsebene" als kritisch angesehen?

Die Autorin argumentiert, dass bei interkulturellen Konflikten häufig die Beziehungsebene negativ gestört ist, da sich Migranten oft in einer Position der Minderheit wahrnehmen und kulturelle Stereotype die Kommunikation blockieren.

Wie trägt Peer-Mediation zur Lösung bei?

Peer-Mediation fördert das Verständnis füreinander durch einen strukturierten Prozess unter neutraler Leitung, wobei Schüler lernen, sich auf die Bedürfnisse (Interessen) statt auf reine Forderungen (Positionen) zu konzentrieren.

Welche Limitationen der Peer-Mediation werden genannt?

Die Arbeit nennt als Grenzen die Freiwilligkeit des Verfahrens sowie die Gefahr, dass die neutralen Mediatoren durch ihre eigene kulturelle Zugehörigkeit voreingenommen sein könnten.

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Details

Title
Migration und Konflikte
Subtitle
Ein kommunikationspsychologischer Ansatz zur Erklärung möglicher Ursachen von Konflikten im Migrationskontext deutscher Schulen und das Konzept der Peer-Mediation als eine mögliche Lösungsstrategie
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2010
Pages
28
Catalog Number
V159318
ISBN (eBook)
9783640721351
ISBN (Book)
9783640721832
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2010, Migration und Konflikte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159318
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