Die vorliegende Arbeit führt in den Werdegang der Rhetorik durch die Jahrhunderte - oder besser Jahrtausende ein. Dabei werden stets wichtigste Tendenzen der Zeit an Hand der bedeutendsten Schriften hingewiesen. Als Schwerpunkt dienen dabei stets ihr Aufstieg und Fall sowie deren auslösende Elemente.
Inhaltsverzeichnis
0. ABSTRACT
1. EINLEITUNG
2. RHETORIK – EINE EINFÜHRENDE DEFINITION
3. DIE GESCHICHTE DER RHETORIK
3.1 Die griechische Rhetorik
3.2 Die Rhetorik im Römischen Reich
3.3 Das Mittelalter: Rhetorik und Christentum
3.4 Renaissance, Humanismus, Reformation und Barock
(14. – 17. Jahrhundert)
3.5 Rhetorik im Dienst der Aufklärung – das 18. Jahrhundert
3.6 Das 19. Jahrhundert
3.7 Nullpunkt der Rhetorik – das 20. Jahrhundert
4. RESUMEN - TENDENZEN DER GEGENWART
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den historischen Werdegang der Rhetorik über Jahrtausende hinweg nachzuzeichnen, wobei insbesondere ihr Aufstieg und Fall sowie die jeweils auslösenden Faktoren analysiert werden. Die Forschungsfrage widmet sich der Entwicklung der Rhetorik als eigenständige Wissenschaft im Kontrast zu ihrem heutigen Verständnis als bloße praktische Fertigkeit.
- Die historische Genese der Rhetorik von der griechischen Antike bis in die Gegenwart.
- Die systematische Analyse von Rhetorik als theoretische Wissenschaft gegenüber der praktischen Anwendung.
- Untersuchung der Bedeutung zentraler rhetorischer Schriften und Theorien in verschiedenen Epochen.
- Die Auswirkungen gesellschaftlicher und politischer Wandlungsprozesse auf den Stellenwert rhetorischer Ausbildung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Griechische Rhetorik
Entsprechend der ursprünglichen Sprache des Wortes Rhetorik, liegt auch der Ursprung dieser in Griechenland, in der Antike. Der offizielle Beginn wird von der Rhetorikhistoriographie ins Jahr 427 v. Chr. datiert, als der Sizilianer Gorgias von Leontenoi (um 480-380 v. Chr.) mit seinen fesselnden Reden in Griechenland Aufsehen erregte (vgl. Knape 2000:27). Zugleich ist aber auch bekannt, dass die Rhetorik zu diesem Zeitpunkt keine absolute Neuerung mehr war.
Mit dem Fall der Tyrannenherrschaft 467 v. Chr. in Syrakus wurden vor Gericht zahlreiche durch Enteignungen entstandene Besitzfragen entschieden. Dabei kam es ganz besonders auf die Rede des Angeklagten an, was den Bedarf an Logographen (Redeschreibern) sowie den Bedarf an rhetorischer Schulung förderte. Ähnliche Entwicklungen traten nahezu zeitgleich in Athen auf (vgl. Nicolosi 2008). Auch die politische Rede erhielt in der Demokratie ihren Raum. Das erste Handbuch, von dem man weiß, stammt vom Sizilianer Korax und seinem Schüler Teisias. So gesehen liegt der Beginn der Geschichte der Rhetorik hier (vgl. Ueding 2000a:16).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die heutige inflationäre Nutzung des Rhetorik-Begriffs in der Werbung und kontrastiert dies mit dem historischen Verständnis der Rhetorik als eigenständiger Wissenschaft.
2. RHETORIK – EINE EINFÜHRENDE DEFINITION: Dieses Kapitel definiert Rhetorik als Handlungswissenschaft, die theoretische Analyse mit praktischer Anwendung zur Persuasion verbindet.
3. DIE GESCHICHTE DER RHETORIK: Ein umfassender historischer Abriss, der die Entwicklung von den griechischen Anfängen über die römische Epoche, das Mittelalter, die Renaissance und Aufklärung bis hin zur Dekadenz des 19. und dem Nullpunkt des 20. Jahrhunderts darstellt.
4. RESUMEN - TENDENZEN DER GEGENWART: Dieses Kapitel resümiert die aktuelle Rehabilitierung der Rhetorik durch die "Neue Rhetorik" und betont die Notwendigkeit der Rückbesinnung auf antike Wurzeln.
Schlüsselwörter
Rhetorik, Rhetorikgeschichte, Redekunst, Aristoteles, Cicero, Quintilian, Rhetoriktheorie, Persuasion, Logos, Ethos, Pathos, Klassische Rhetorik, Wissenschaftsgeschichte, Redetraining, Sprachwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung der Rhetorik von der griechischen Antike bis heute und untersucht den Wandel ihres Status als Wissenschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung der Redekunst, die theoretischen Grundlagen der Rhetorik, den Einfluss auf Bildungssysteme und die heutige Relevanz rhetorischer Theorie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Aufstieg und Fall der Rhetorik als eigenständige Wissenschaft zu verdeutlichen und die auslösenden Faktoren für diesen Prozess aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse bedeutender rhetorischer Schriften und historischer Analysen, um den Werdegang der Disziplin nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den griechischen Anfängen, über die römische Rhetorik, das christliche Mittelalter bis hin zum "Nullpunkt" der Rhetorik im 20. Jahrhundert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rhetorik, Persuasion, historische Entwicklung, theoretische Fundierung und das Verhältnis von Redekunst und Philosophie.
Was bedeutet der "Nullpunkt der Rhetorik" im 20. Jahrhundert?
Ueding beschreibt damit den Zustand, in dem die Rhetorik zwar als Praxis omnipräsent war, ihre theoretischen und antiken Wurzeln jedoch verloren gingen und die Wissenschaft hinter der Anwendung verschwand.
Wie bewertet die Autorin die heutige Lage der Rhetorik?
Die aktuelle Situation wird vorsichtig optimistisch bewertet, wobei die Wiederentdeckung der rhetorischen Grundlagen durch die "Neue Rhetorik" als Chance für eine Rehabilitierung der Wissenschaft gesehen wird.
- Arbeit zitieren
- Salome Zimmermann (Autor:in), 2008, Die Geschichte der Rhetorik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159233