Die vorliegende Arbeit geht folgenden Fragen nach: Ist die neuropsychologische Diagnostizierbarkeit des infantilen Autismus als Wahrnehmungsstörung philosophisch begründbar? Kann eine Sozialisation unter normalen und humanen Bedingungen eine positive Veränderung der geistigen Entwicklung der Kinder hin zu einer autonomen (selbst bestimmten) Lebensführung bewirken? Welche Rolle kann dabei eine philosophisch-praktische Betreuung spielen? Zur Untersuchung dieser Fragen werden phänomenologische Reflexionsmethoden sowie persönliche Erfahrungen in der praktischen Arbeit mit betroffenen Kindern herangezogen. Diese Abhandlung verfolgt das Ziel, ein neues Verständnis des Autismus über alle Stereotype und Vorurteile hinweg zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Zum Autismus
- Grundlagen des Autismus
- Historischer Überblick
- Der Autismus als Gegenstand der Psychologie
- Persönliche Erfahrungen
- Grundlagen des Autismus
- Phänomenologie der Wahrnehmung
- Zur Phänomenologie der Wahrnehmung
- Phänomenologie der Wahrnehmung und Autismus
- Formen von Wahrnehmungen
- Emotionalität und Bewusstsein
- Intentionale Aspekte
- Zur Phänomenologie der Wahrnehmung
- Ethische Grundhaltung in der Betreuungsarbeit
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Masterarbeit befasst sich mit einer philosophischen Analyse des Autismus, indem sie die Phänomenologie der Wahrnehmung in den Vordergrund stellt. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die Wahrnehmung bei frühkindlichem Autismus beeinträchtigt ist und welche Folgen dies für die Interaktion mit der Umwelt und Mitmenschen hat.
- Analyse des Autismus aus philosophischer Perspektive
- Untersuchung der Phänomenologie der Wahrnehmung bei Autismus
- Bedeutung der Wahrnehmung für soziale Interaktion und Kommunikation
- Ethische Aspekte der Betreuungsarbeit für Menschen mit Autismus
- Bedeutung der persönlichen Erfahrung in der Analyse des Autismus
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführung: Die Einleitung stellt die medizinisch-biologischen und psychologischen Erklärungsmuster zum Autismus vor und führt in die Problematik der Wahrnehmung bei Autismus ein.
- Zum Autismus: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der Autismusforschung und beleuchtet die psychologischen Aspekte des Autismus. Des Weiteren werden persönliche Erfahrungen mit Autismus aus der Sicht des Autors integriert.
- Phänomenologie der Wahrnehmung: In diesem Kapitel werden die Grundlagen der Phänomenologie der Wahrnehmung erörtert und ihr Bezug zum Autismus hergestellt. Die verschiedenen Formen der Wahrnehmung und ihre Bedeutung für die soziale Interaktion und Kommunikation werden beleuchtet.
- Emotionalität und Bewusstsein: Dieses Kapitel analysiert die Rolle von Emotionalität und Bewusstsein im Zusammenhang mit der Wahrnehmung bei Autismus.
- Intentionale Aspekte: Dieses Kapitel untersucht die intentionalen Aspekte der Wahrnehmung und ihre Bedeutung für die Interaktion mit der Umwelt bei Menschen mit Autismus.
- Ethische Grundhaltung in der Betreuungsarbeit: Dieses Kapitel behandelt die ethischen Herausforderungen, die sich in der Betreuungsarbeit für Menschen mit Autismus stellen.
Schlüsselwörter
Autismus, Phänomenologie, Wahrnehmung, soziale Interaktion, Kommunikation, Emotionalität, Bewusstsein, Intention, ethische Grundhaltung, Betreuungsarbeit, Erfahrung, Philosophie des Wissens.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die phänomenologische Sicht auf Autismus?
Die Phänomenologie untersucht Autismus als eine grundlegend andere Art der Wahrnehmung und des In-der-Welt-Seins, jenseits rein medizinischer Diagnosen.
Kann Autismus als reine Wahrnehmungsstörung begründet werden?
Die Arbeit analysiert philosophisch, ob die neuropsychologischen Symptome des Autismus primär auf einer veränderten Verarbeitung sinnlicher Eindrücke basieren.
Welche Rolle spielt die Emotionalität bei Autismus?
Es wird untersucht, wie die veränderte Wahrnehmung die emotionale Resonanz und das Bewusstsein für soziale Signale beeinflusst.
Wie wichtig ist die ethische Haltung in der Betreuungsarbeit?
Eine humane Sozialisation, die auf Respekt vor der Autonomie des Einzelnen basiert, ist entscheidend, um Kindern mit Autismus eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.
Was trägt die philosophisch-praktische Betreuung bei?
Sie hilft dabei, Vorurteile abzubauen und ein tieferes Verständnis für die Lebenswelt autistischer Menschen zu entwickeln, um die Interaktion zu verbessern.
- Quote paper
- Dimitrios Kalaitzidis (Author), 2010, Phänomenologie der Wahrnehmung. Eine Philosophische Analyse des Autismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159132