Die Aufgabe dieser Oberseminararbeit besteht in der Erörterung der Frage, ob das Human Ressource Management ein oder der wichtigste Teil des Innovationsprozesses ist. Dazu wird in Kapitel 2 die Personalwirtschaft und das Personalmanagement von-einander abgegrenzt. Anschließend erfolgt kurz die geschichtliche Entwicklung und es wird auf einzelne Theorien und Ansätze eingegangen. In Kapitel 3 wird der Innovationsprozess durch die Darstellung einzelner Elemente hergeleitet. Besonders werden hier die verschiedenen Innovationsarten voneinander abgegrenzt. Die Zu-sammenführung und Anwendung der einzelnen Begrifflichkeiten erfolgt in 4. Kapitel, an dem selbst gewählten Beispiel Standart – Einsatz – Regeln (SER) für eine exemplarische Freiwillige Feuerwehr im Land Brandenburg. Dabei wird der gesamte Erstellungsprozess einer SER vereinfacht dargestellt und mit den einzelnen Elementen des Innovationsprozesses verglichen und erklärt. Einzelne Phasen werden sodann herausgearbeitet und die mögliche Notwendigkeit des Human Ressources Managements ermittelt und dargestellt. Kapitel 5 liefert abschließend eine Zusammenfassung und einen Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Zielstellung der Arbeit
2 Personalmanagement
2.1 WAS IST PERSONALMANAGEMENT?
2.2 GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG
2.3 THEORIEN UND ANSÄTZE DES PERSONALMANAGEMENTS
2.3.1 Wozu Theorien?
2.3.2 Humankapitaltheorie
3 Von der Idee zur Innovation
3.1 BEGRIFFSABGRENZUNG
3.1.1 Überblick
3.1.2 Invention
3.1.3 Innovation
3.2 INNOVATIONSARTEN
3.2.1 Abgrenzung
3.2.2 Produktinnovation
3.2.3 Prozessinnovation
3.3 INNOVATIONSPROZESS
4 HR als erster Gestalter des Innovationsprozesses
4.1 UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND
4.2 DEFINITION DER STANDART – EINSATZ – REGELN
4.3 STANDART – EINSATZ – REGELN EINER FREIWILLIGEN FEUERWEHR
4.4 ERGEBNIS
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die zentrale Fragestellung, ob das Human Resource Management eine maßgebliche Rolle im Innovationsprozess einnimmt und wie diese Gestaltung konkret erfolgt. Dabei wird aufgezeigt, dass die Qualifikation der Mitarbeiter das entscheidende Bindeglied darstellt, um Ideen über den Innovationsprozess in wertschöpfende Ergebnisse zu transformieren.
- Abgrenzung zwischen Personalwirtschaft und strategischem Personalmanagement
- Analyse der Humankapitaltheorie als Basis für Innovationsfähigkeit
- Differenzierung der Begriffe Invention, Innovation sowie Produkt- und Prozessinnovation
- Transfer der theoretischen Konzepte auf die Erstellung von Standard-Einsatz-Regeln (SER) bei der Freiwilligen Feuerwehr
- Bedeutung der Mitarbeiterqualifikation als Erfolgsfaktor für Innovationsprozesse
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Invention
Eine Invention (deutsch: Erfindung) ist etwas völlig neues auf Basis einer Idee [Benedix, 2003, S. 6; Corsten & Gössinger, 2009, S. 170; Trommsdorff & Steinhoff, 2007, S. 27; Strebel (Hg.) & Perl, 2007, S. 20]. Eine Idee ist in diesem Zusammenhang eine Vorstellung, ein Gedanke bzw. ein Einfall zur Lösung eines Problems [Benedix, 2003, S. 6]. Regelmäßig führt die Idee zu einer Theorie, welche als Grundlage die wissenschaftlichen und technologischen Gesetzmäßigkeiten und Erkenntnisse zu Hypothesen verknüpft [Benedix, 2003, S. 6]. Die Realisierung der aufgestellten Theorie durch das Implementieren neuer Verfahren und/oder Produkte stellt sodann die Erfindung im weitesten Sinne dar [Benedix, 2003, S. 6]. Das Ergebnis kann an dieser Stelle geplant, aber auch ein Zufallsprodukt sein [Benedix, 2003, S. 6]. Letztendlich entsteht am Ende etwas Neues.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zielstellung der Arbeit: Einführung in die Forschungsfrage, ob HR eine zentrale Rolle im Innovationsprozess spielt, sowie Darlegung der methodischen Vorgehensweise anhand eines Fallbeispiels.
2 Personalmanagement: Theoretische Abgrenzung der Personalwirtschaft vom strategischen Personalmanagement sowie Einordnung des Humankapitals als wesentliche Ressource.
3 Von der Idee zur Innovation: Definition und Abgrenzung der Begriffe Invention und Innovation sowie Erläuterung der verschiedenen Innovationsarten und deren prozessuale Bedeutung.
4 HR als erster Gestalter des Innovationsprozesses: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das Praxisbeispiel der Standard-Einsatz-Regeln (SER) der Feuerwehr zur Verdeutlichung des Innovationsaufbaus.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Ergebnisse hinsichtlich der strategischen Bedeutung des HR als wichtigstem Gestalter von Innovationsprozessen.
Schlüsselwörter
Personalmanagement, Humankapital, Innovation, Invention, Produktinnovation, Prozessinnovation, Innovationsprozess, Standard-Einsatz-Regeln, Feuerwehr, Qualifikation, Effektivität, Effizienz, Innovationsfähigkeit, Personalwirtschaft, Unternehmenserfolg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Personalmanagements für den Innovationsprozess und analysiert, ob HR als dessen erster und wichtigster Gestalter fungieren kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des strategischen Personalmanagements, die Humankapitaltheorie sowie die methodische Unterscheidung von Erfindungen und Innovationen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet, ob das Human Resource Management den wichtigsten Teil des Innovationsprozesses darstellt und wie dieser Einfluss in der Praxis konkret ausgeübt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung der Begrifflichkeiten, kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudie zur Erstellung von Standard-Einsatz-Regeln (SER) bei der Feuerwehr.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Fundierung durch Personalmanagement-Theorien, gefolgt von einer Begriffsabgrenzung (Invention vs. Innovation) und der Anwendung auf das gewählte Praxisbeispiel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Innovationsprozess, Humankapital, Personalmanagement, Standard-Einsatz-Regeln und Qualifikation.
Warum wurde die Feuerwehr als Fallbeispiel gewählt?
Die Feuerwehr dient als exemplarisches Beispiel, um den komplexen Prozess von der abstrakten Idee bis hin zur implementierten Prozessinnovation im operativen Alltag nachvollziehbar zu machen.
Welche Rolle spielt die Qualifikation für Innovationen?
Die Qualifikation gilt als das "A und O", da sie die notwendigen Fähigkeiten und den Weitblick vermittelt, um innovative Lösungen fundiert zu entwickeln und umzusetzen.
Was unterscheidet eine Produktinnovation von einer Prozessinnovation?
Eine Produktinnovation fokussiert auf ein neuartiges Ergebnis für den Anwender, während eine Prozessinnovation die Faktorkombination zur Erzielung von Effizienzsteigerungen optimiert.
Welches Fazit zieht der Autor zur Rolle von HR?
Der Autor schlussfolgert, dass das HR nicht nur der erste, sondern der entscheidende Gestalter für den Erfolg von Innovationsprozessen ist, da es die qualifizierten Mitarbeiter als Träger der Innovation bereitstellt.
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- Bastian Garnitz (Author), 2010, Personalmanagement und Innovationsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159086