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Nationale Unterschiede in der Bearbeitung von Lebensmittelskandalen

Vergleich Deutschland / Rumänien / USA

Title: Nationale Unterschiede in der Bearbeitung von Lebensmittelskandalen

Seminar Paper , 2010 , 54 Pages

Autor:in: Despina Leonhard (Author)

Politics - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Das hierbei behandelte Thema „Nationale Unterschiede in der Bearbeitung von Lebensmittelskandalen“ stellte sich als sehr komplex und stark interdisziplinär dar. Es werden viele Analysedimensionen, -akteure und –komponenten angesprochen, die selbst im Einzelnen eine sehr komplexe Analyse und Verständnis benötigen und bereits in der Literatur jeweils mehrere Denkmodelle und Ansätze verzeichnen.
Die Seminararbeit ist als Beitrag zur Beleuchtung der möglichen Einflussfaktoren in der national unterschiedlichen Bearbeitung von Lebensmittelskandalen zu verstehen.
Die im Rahmen der Seminararbeit durchgeführte explorative Umfrage bestätigt die durch Literaturrecherche gewonnene These, dass die nationalen Unterschiede in der Reaktion auf Lebensmittelskandale sowohl auf kulturelle als auch auf institutionelle Gegebenheiten zurück zu führen sind.
Dabei ist es wichtig das Grundverständnis zu gewinnen, dass Ernährung grundsätzlich eine Vertrauenssache ist, die in der Überflussgesellschaft durch die Institutionalisierung des Misstrauens zwischen Staat, Konsumenten und Versorgern gelöst wird (Giddens).
Die detaillierte Analyse der Vertrauensbildung nach Kaejrnes und Harvey, die die Vertrauensbeziehungen in dem Dreieck Verbraucher – Staat – Lebensmittelversorger beschreibt und auf einzelne Subdimensionen herunter bricht, stellte sich als sehr hilfreich heraus, um die komplexe Information systematisch einzuordnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangslage

1.2 Ziel und Vorgehensweise

2 Gentechnik und Lebensmittelskandale

2.1 Der Fall Starlink, eine kostenspielige Krise um GV-Mais

2.2 Dimensionen der Konfliktentstehung bei gentechnisch veränderten Lebensmitteln

2.3 Geschichte der Gentechnik in der Ernährung

2.4 Vorteile der gentechnisch veränderten Nahrungsmittel

2.5 Kritik an dem Einsatz der Gentechnik in die Lebensmittelindustrie

2.6 Das Problem der Informationsvielfalt

3 Vertrauen und Identifikation des Essbaren

3.1 Ernährung im Spannfeld von Kultur und Natur

3.2 Vertrauen als gesellschaftliches Verhältnis

3.3 Das Dreieck des Vertrauens im Bezug auf die Ernährung

4 Empirische Untersuchung

4.1 Studiendesign

4.2 Auswahl der Länder

4.2.1 Politische und kulturelle Gegebenheiten

4.3 Liste der Ansprechpartner

4.4 Interviewleitfaden

4.4.1 Projektvorstellung

4.4.2 Angaben zum Interviewpartner

4.4.3 Befragung

4.5 Ergebnisse der explorativen Umfrage

4.5.1 Deutschland

4.5.2 Rumänien

4.5.3 USA

5 Ergebnisse und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung nationaler Unterschiede in der Bearbeitung von Lebensmittelskandalen, um Ursachen und Strukturen der Vertrauensbildung zwischen Konsumenten, Staat und Versorgern im Kontext gentechnisch veränderter Lebensmittel zu identifizieren.

  • Vertrauensbildung als soziokultureller Prozess
  • Einfluss der Gentechnologie auf das Verbrauchervertrauen
  • Vergleich der Reaktionen in Deutschland, Rumänien und den USA
  • Rolle von Lebensmittelskandalen als Impulsgeber für staatliche Regulierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Fall Starlink, eine kostenspielige Krise um GV-Mais

Die Skandale um GV-Pflanzen beginnen mit Pressemeldungen wie diese: „Im Herbst 2000 rief der US-Lebensmittelkonzern Kraft Foods alle Produkte der Marke Taco Bell aus den Supermärkten zurück. Der Grund: In Maisfladen waren Spuren einer gentechnisch veränderten Maissorte nachgewiesen worden, die nicht als Lebensmittel zugelassen war. Die Zulassung war versagt worden, weil der Mais unter Verdacht stand, Allergien auslösen zu können.“

In der Tat entwickelte sich der Fall Starlink, der nach Aussage von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kein gesundheitliches Risiko darstellte, zu einer weltweiten und kostenspieligen Krise. Dabei ging es um die unbeabsichtigte Verbreitung der gentechnisch veränderten Maissorte „Starlink“, für die es keine Zulassung gegeben hatte. Hinzu kommt, dass diese GV-Maissorte nicht abschließend risikobewertet war. Trotzdem stellt Starlink nach wie vor – nach Aussage von Wissenschaftlern – wahrscheinlich keine große Gefahr dar. Die produzierende Firma war weltweit gezwungen, alle Produkte, in denen Starlink vermutet wurde, zurückzurufen. Diese Rückrufaktion hat nach Schätzungen des Bundesinstitut für Risikobewertung eine Milliarde Euro gekostet. Die Grundlage dieser Rückrufaktion war keine gesundheitliche Gefährdung, sondern der Umstand, dass Starlink nicht in diese Produkte hätte gelangen dürfen und die Verbraucherinnen und Verbraucher dies auch erwarteten. Jeder Versuch, mit den riesigen Kosten der Rückrufaktion zu argumentieren und so den Rückruf nicht durchzuführen, hätte die Gefahr einer Krise im Verbrauchervertrauen hervorgerufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der veränderten Ernährungsgewohnheiten und die Notwendigkeit staatlicher Regulierung infolge von Lebensmittelskandalen ein.

2 Gentechnik und Lebensmittelskandale: Das Kapitel erläutert die Risiken und den gesellschaftlichen Umgang mit der Gentechnik am Beispiel des Starlink-Skandals und der allgemeinen Interessenkonflikte.

3 Vertrauen und Identifikation des Essbaren: Hier werden theoretische Modelle zur Vertrauensbildung und zum Verständnis von Lebensmittelsicherheit als soziales Konstrukt analysiert.

4 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel stellt das Forschungsdesign sowie die qualitative explorative Umfrage in Deutschland, Rumänien und den USA vor.

5 Ergebnisse und Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse fassen die Bedeutung kultureller und institutioneller Faktoren für die Reaktion auf Lebensmittelskandale zusammen.

Schlüsselwörter

Gentechnik, Lebensmittelskandale, Vertrauensbildung, Verbraucherschutz, Ernährung, Globalisierung, Biotechnologie, Risikowahrnehmung, Lebensmittelregulierung, Kultur, Deutschland, Rumänien, USA, Sozialwissenschaften, Konsumentenverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene Nationen auf Lebensmittelskandale reagieren und welche Rolle das Vertrauen von Konsumenten, Staat und Versorgern dabei spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Gentechnologie in der Lebensmittelproduktion, die Mechanismen der Vertrauensbildung und die Auswirkungen gesellschaftlicher Empörung auf staatliche Regulierungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, nationale Unterschiede in der Bearbeitung von Lebensmittelskandalen zu analysieren, um Ursachen und wiederkehrende Strukturen hinter den Reaktionen zu erkennen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturrecherche in Verbindung mit einer explorativen qualitativen Case-Study, basierend auf 18 Tiefeninterviews in drei verschiedenen Ländern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte der Gentechnik, theoretischen Modellen des Vertrauens nach Giddens und Kjaernes/Warde sowie der praktischen empirischen Untersuchung der drei Länder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gentechnik, Vertrauensbildung, Lebensmittelskandale, Verbraucherschutz und internationale Vergleichsanalyse beschreiben.

Warum wird Rumänien als Vergleichsland herangezogen?

Rumänien wird neben Deutschland und den USA als Beispiel untersucht, da es durch seine historische Entwicklung nach der Wende und seinen EU-Beitritt eine spezifische kulturelle und politische Ausgangslage bietet.

Welche Rolle spielt der Starlink-Skandal in der Analyse?

Er dient als plakatives Fallbeispiel, um zu zeigen, wie kostspielig eine Krise werden kann, wenn das Verbrauchervertrauen durch den Einsatz nicht zugelassener gentechnisch veränderter Organismen gefährdet wird.

Wie unterscheiden sich deutsche und amerikanische Konsumenten?

Die Studie zeigt, dass deutsche Konsumenten tendenziell ängstlicher und kritischer gegenüber Gentechnik sind, während amerikanische Konsumenten eine höhere Risikobereitschaft und ein größeres Vertrauen in Marktmechanismen zeigen.

Warum sind Lebensmittelskandale laut der Autorin wichtig?

Skandale haben eine heilende Funktion als „öffentliche Empörungszeichen“, die als Alarmsignale fungieren und wichtige Reformen in Industrie und Politik anstoßen können.

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Details

Title
Nationale Unterschiede in der Bearbeitung von Lebensmittelskandalen
Subtitle
Vergleich Deutschland / Rumänien / USA
College
Technical University of Munich  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
MBA
Author
Despina Leonhard (Author)
Publication Year
2010
Pages
54
Catalog Number
V158971
ISBN (eBook)
9783640720392
ISBN (Book)
9783640720798
Language
German
Tags
Ernährung genmanipulierte Nahrung Gentechnik Fischler Maisskandal genmanipulierter Mais USA Deutschland Rumänien Industrialisierung Saatgut genmanipulierter Saatgut Lebensmittelskandale Lebensmittel Skandal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Despina Leonhard (Author), 2010, Nationale Unterschiede in der Bearbeitung von Lebensmittelskandalen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158971
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