INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG
1.1 THEMA UND RELEVANZ
1.2 FRAGESTELLUNG UND HYPOTHESEN
1.3 THEORIE
1.4 METHODIK UND GLIEDERUNG
2. HAUPTTEIL
2.1 EIN GESCHICHTLICHER ABRISS - DIE BEDEUTUNG EXTERNER MÄCHTE
2.2 DIE ETHNISCHE KONFLIKTLINIE - DER FORMALE STAATSAUFBAU
2.2.1 DIE IRAKISCHE BUNDESVERFASSUNG
2.2.2 DER VERFASSUNGSENTWURF KURDISTANS
2.2.3 DIE WAHLEN - KRÄFTEVERHÄLTNISSE IN LEGISLATIVE UND EXEKUTIVE
2.3 WEITERE GEGENWÄRTIGE KONFLIKTLINIEN
2.3.1 INTERNATIONALE AKTEURE
2.3.2 DIE WIRTSCHAFT - DAS ÖL-GESETZ
3. FAZIT
3.1 ERFOLGREICHE BUNDESSTAATEN-KONSTITUTION, VERSTECKTE WIEDERBELEBUNG DER AUTONOMIE-BESTREBUNGEN?
5. ANHANG
5.1 QUELLENVERZEICHNIS
5.2 DIE VERTEILUNG DER PARLAMENTSSITZE
5.2 DIE REGIERUNGSKONSTELLATIONEN
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Thema und Relevanz
1.2 Fragestellung und Hypothesen
1.3 Theorie
1.4 Methode und Gliederung
2. Hauptteil
2.1 Ein geschichtlicher Abriss – Die Bedeutung externer Mächte
2.2 Die ethnische Konfliktlinie – Der formale Staatsaufbau
2.2.1 Die irakische Bundesverfassung
2.2.2 Der Verfassungsentwurf für Kurdistan
2.2.3 Die Wahlen - Kräfteverhältnisse in Legislative und Exekutive
2.3 Weitere gegenwärtige Konfliktlinien
2.3.1 Internationale Akteure
2.3.2 Die Wirtschaft – Das Öl-Gesetz
3. Fazit
3.1 Die erfolgreiche Bundesstaaten-Konstitution, versteckte Wiederbelebung der Autonomie-Bestrebung
4. Anhang
4.1 Quellenverzeichnis
4.2 Sitzverteilung nach den irakischen Parlamentswahlen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit im Irak nach 2003 eine erfolgreiche Bundesstaaten-Konstitution stattfindet oder ob sich die kurdischen Autonomie-Bestrebungen versteckt wiederbeleben. Dabei wird das Zusammenwirken von nationalen, internationalen und subnationalen Akteuren unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Kurden und der Öl-Politik analysiert.
- Staatliche Entwicklung des Iraks seit 1921
- Die Rolle der Kurden im föderalen System
- Einfluss externer Mächte und geopolitische Interessen
- Rechtliche und politische Bedeutung des Öl-Gesetzes
- Ethnische Konfliktlinien und demokratische Teilhabe
Auszug aus dem Buch
Die ethnische Konfliktlinie – Der formale Staatsaufbau
Im Nachkriegsirak wurde am 13.07.2003 durch die Alliierten zunächst ein so genannter Regierungsrat gegründet, der sich aus 13 Schiiten, 5 Kurden, 5 Sunniten, einer Turkmenin und einem Christen zusammensetzte. Letzterer war bis zur Installation einer Übergangsregierung formal für die Vergabe der Ministerposten, die Politikformulierung, das Budget und die Erarbeitung einer Übergangsverfassung zuständig. Wenige Monate nachdem diese erfolgreich von den Räten erarbeitet wurde, installierte die US-Zivilverwaltung die besagte Übergangsregierung. Deren Mitglieder hatten wiederum ab dem 01.06.2004 neben der Regierungstätigkeit die Aufgabe, die ersten freien und allgemeinen Wahlen am 30.01.2005 zu organisieren. Nach dieser Wahl wurde die erste durch die Iraker gewählte Regierung im Mai 2005 vereidigt. Ganz am Ende dieser institutionellen Wechsel stand am 15.10.2005 der Volksentscheid über die von der offiziellen Regierung weiter ausgearbeitete irakische Bundesverfassung.
Die entscheidenden Gremien zur Verfassungsbestimmung sind daher zum einen der Regierungsrat, zum anderen die 2005 gewählte Regierung. Auf beide dürften die Alliierten Einfluss genommen haben, vor allem auf den Rat. Inhaltlich dürfte sich dies darin widerspiegeln, dass die Verfassung sozialistische Ansätze und nationalistischen Panarabismus verbietet (privates Eigentum ist garantiert; Baathismus verboten), besonders liberale und demokratische Werte betont und vorschreibt, dass das Militär unter zivilem Kommando steht (Verhinderung der Widerkehr eines Militärregimes).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Irak seit 1921 ein und benennt die zentrale Fragestellung bezüglich der Rolle der Kurden und der Stabilität des neuen Bundesstaates.
2. Hauptteil: Dieser Teil beleuchtet die historischen Einflüsse externer Mächte, den formalen Staatsaufbau durch die Verfassung und die aktuellen Konfliktlinien, insbesondere im Bereich der Öl-Politik und internationaler Akteure.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet, dass eine erfolgreiche Konstitution des Bundesstaates durch interne Uneinigkeit und mangelndes Vertrauen bei der Umsetzung wichtiger Gesetze erschwert wird.
4. Anhang: Der Anhang enthält das Quellenverzeichnis sowie eine detaillierte Übersicht über die Sitzverteilung im irakischen Parlament.
Schlüsselwörter
Irak, Kurden, Bundesstaaten-Konstitution, Autonomie, Öl-Gesetz, Kirkuk, Föderalismus, Regionale Interessen, Internationale Akteure, Geopolitik, Demokratisierung, Politische Teilhabe, Regierungsrat, Peschmerga, Verfassungsentwurf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der politischen Situation im Irak nach 2003 und der Frage, wie sich das Machtgefüge zwischen der Zentralregierung in Bagdad und der Autonomen Region Kurdistan gestaltet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Konstitution eines funktionierenden Bundesstaates, die Auseinandersetzungen um die Öl-Ressourcen sowie die Auswirkungen der regionalen und internationalen Einflussnahme.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu klären, ob die derzeitige Entwicklung auf eine erfolgreiche Etablierung eines föderalen Bundesstaates hindeutet oder ob eine schleichende Wiederbelebung kurdischer Autonomie-Bestrebungen zu beobachten ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert geisteswissenschaftlich-hermeneutische Ansätze mit einer empirisch-analytischen Auswertung von Primär- und Sekundärquellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, den formalen Staatsaufbau, die politische Repräsentation der Bevölkerungsgruppen und die kontroversen Verhandlungen zum Öl-Gesetz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Irak, Kurden, Föderalismus, Öl-Gesetz, geopolitische Interessen und Staatskonstitution.
Welche Rolle spielt die Stadt Kirkuk im Konflikt?
Kirkuk gilt als "Herz Kurdistans", ist aber aufgrund seiner Öl-Vorkommen und der gemischten ethnischen Bevölkerung ein zentraler Streitpunkt, dessen Status die Stabilität des gesamten Landes gefährdet.
Wie wirkt sich die Rolle externer Mächte auf den Irak aus?
Externe Akteure wie die USA, die Türkei, der Iran und Russland beeinflussen die irakische Innenpolitik maßgeblich durch ihre eigenen geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen, was oft zu Spannungen führt.
Was bedeutet "Pfadabhängigkeit" im Kontext der Arbeit?
Der Begriff beschreibt hier die Sorge der kurdischen Regionalregierung, durch historische Erfahrungen erneut von mächtigeren Akteuren in Bagdad übergangen zu werden, was ihr politisches Handeln und Misstrauen erklärt.
- Arbeit zitieren
- Diplom-Politologe Benjamin Scholz (Autor:in), 2009, Die Kurden im neuen Irak, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158847