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Die Industrialisierung Württembergs am Beispiel der Maschinenfabrik Esslingen

Titel: Die Industrialisierung Württembergs am Beispiel der Maschinenfabrik Esslingen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 26 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Christine Schulz Blank (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Sagt was ihr wollt, unser Menschtum hängt davon ab, ob wir Zeitungen und Lokomotiven haben.“1

Dieses zeitgenössische Zitat zeigt, welchen Stellenwert die Eisenbahn für die Industrialisierung Deutschlands im 19. Jahrhundert hatte. Für den Industrialisierungs-prozess Württembergs und Esslingens wird immer wieder auf die herausragende Bedeutung der Maschinenfabrik Esslingen (ME) hingewiesen, da sie früh und als Großunternehmen gegründet wurde und sich auch im Ausland nach kurzer Zeit einen Namen machte.2
Als sie 1846 gegründet wurde, hatte der Lokomotivbau - weltweit betrachtet - schon eine über zwanzigjährige Tradition. 1823 wurde in Newcastle eine Lokomotivenfabrik von George Stephenson gegründet, die auch 1835 die erste Lokomotive, den „Adler“, nach Deutschland lieferte.
Nach und nach vollzog sich im Deutschen Reich ein Wandel und in den frühen 1840er Jahren wurde begonnen den Maschinenbau als eigenständige Disziplin zu etablieren. Anfangs wurde größtenteils noch das englische Know-How in den entstandenen Werkstätten kopiert, aber man versuchte mehr und mehr eigene Wege zu gehen und sich vom englischen Vorbild loszulösen. Im Jahr 1838 verlegte sich eine Reihe deutscher Maschinenfabriken auf den Lokomotivbau, der aussichtsreiche Erwerbstätigkeiten versprach. In der Anfangsphase war der Erfolg aber noch sehr wechselhaft und viele Unternehmen mussten nach kurzer Zeit Konkurs anmelden. Den nachhaltigsten Erfolg erzielten Unternehmensgründer, die die Nähe und den Kontakt zur höfischen Residenz pflegten. Insbesondere beim Staatsbahnprinzip war der Hof in der Frühphase bei Ausschreibungen als Anbieter und später in der Nachfrage direkt beteiligt.3

In der folgenden Arbeit soll der Prozess der Industrialisierung am Beispiel der Maschinenfabrik Esslingen näher dargestellt werden. Dabei wird im ersten Abschnitt die geschichtliche Entwicklung des Unternehmens mit ihren Höhen und Tiefen näher erläutert. Anschließend folgt eine Untersuchung über die Arbeitsverhältnisse in der Fabrik, die Ausbildung der Arbeiterschaft und deren soziale Lage. Auf die Frage, welchen Einfluss die ME für die Stadt Esslingen und Württemberg und damit auf die Industrialisierung des Südwesten hatte, wird am Ende der Arbeit eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Weg bis zur Gründung der Maschinenfabrik Esslingen (ME)

3. Der Bau der ME

4. Die wirtschaftlichen Folgen der Revolution von 1848

5. Der Aufschwung zwischen 1852 und 1857

6. Der Einfluss des Kriegsgeschehen auf die ME

7. Die Zeit nach 1879

8. Die Arbeiter der ME

8.1. Die Ausbildung der Arbeiterschaft

8.2. Die soziale Lage der Arbeiter

8.3. Innerbetriebliche Differenzierungen

9. Die wirtschaftliche Bedeutung der ME für die Stadt Esslingen und ihr Umland

10. Die wirtschaftliche Bedeutung der ME im Industrialisierungsprozess Württembergs

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Industrialisierungsprozess im 19. Jahrhundert anhand der Entwicklung der Maschinenfabrik Esslingen (ME). Dabei wird untersucht, welchen Einfluss das Unternehmen sowohl auf die lokale Wirtschaftsstruktur in Esslingen als auch auf den Industrialisierungsprozess im gesamten Königreich Württemberg ausübte.

  • Historische Entwicklung der Maschinenfabrik Esslingen von der Gründung bis zur Jahrhundertwende.
  • Analyse der Arbeitsverhältnisse, der Ausbildung und der sozialen Lage der Belegschaft.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen dem Fabrikbetrieb und der Stadt Esslingen.
  • Beurteilung der Rolle der ME als Pionierbetrieb im württembergischen Maschinenbau.
  • Einfluss politischer Ereignisse (z. B. Revolution 1848, Kriege) auf die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens.

Auszug aus dem Buch

3. Der Bau der Maschinenfabrik Esslingen

Am 4. Mai 1846 wurde schließlich der Grundstein der ME gelegt. Bau, Einrichtung und Aufnahme der Produktion gingen in einer Geschwindigkeit voran, die schon den Zeitgenossen bemerkenswert erschien. Bereits ein Jahr nach der Grundsteinlegung erschien in der Presse folgende Anzeige:

Wir beehren uns, hiermit Anzeige zu machen, daß die von uns in hiesiger Stadt erbaute Maschinen- und Wagenfabrik gänzlich vollendet und seit einigen Wochen mit ca. 450 Arbeitern in vollem Betrieb ist.

Kessler, der keineswegs bereit war sein Karlsruher Werk zu verlassen, pendelte anfangs zwischen beiden Städten. Die Gründung und der Bau der ME fiel in die Phase maximalen Wachstums der Karlsruher Fabrik. Kessler überzeugte die Esslinger Aktionäre schon vor Baubeginn die geplante Kapazität von jährlich 10 Lokomotiven mit Tendern und 50 acht- bzw. 100 vierrädrigen Wagen auf 15 Lokomotiven mit Tendern, 60 achträdigen Wagen, sowie 10 000 Zentner Guß- und Schmiedeteile zu erhöhen. Die von Esslingen zur Verfügung gestellte Fläche reichte hierfür allerdings nicht mehr aus und so mussten zweieinhalb Morgen Land aus Mitteln des Gesellschaftskapitals dazu gekauft werden und auch der Maschinenpark wurde dementsprechend vergrößert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den historischen Stellenwert der Eisenbahn im 19. Jahrhundert und führt in die Bedeutung der Maschinenfabrik Esslingen für den Industrialisierungsprozess Württembergs ein.

2. Der Weg bis zur Gründung der Maschinenfabrik Esslingen (ME): Das Kapitel beschreibt die frühe industrielle Entwicklung Esslingens sowie die komplexen Bemühungen zur Planung und Finanzierung des Eisenbahnnetzes und der damit verbundenen Fabrikgründung.

3. Der Bau der ME: Hier wird der zügige Aufbau der Fabrik unter der Leitung von Emil Kessler und die Anpassung der Produktionskapazitäten an die hohen Erwartungen der Aktionäre thematisiert.

4. Die wirtschaftlichen Folgen der Revolution von 1848: Dieses Kapitel erläutert die Auswirkungen der Hungersnot und der politischen Instabilität der Jahre 1848/49 auf die wirtschaftliche Auftragslage und den Betrieb der Maschinenfabrik.

5. Der Aufschwung zwischen 1852 und 1857: Es wird die Erholung nach der Krise sowie die Diversifizierung der Produktion durch den Bau von Dampfmaschinen, Schiffen und Brücken dargestellt.

6. Der Einfluss des Kriegsgeschehen auf die ME: Dieses Kapitel untersucht die negativen Auswirkungen kriegerischer Auseinandersetzungen, insbesondere des österreichisch-italienischen Krieges, auf die Arbeitskräftekapazitäten und den Export der ME.

7. Die Zeit nach 1879: Die Phase der Stagnation nach 1879 wird analysiert, inklusive der unternehmerischen Reaktionen durch Fusionen, Firmenerweiterungen und dem Einstieg in die Elektrotechnik.

8. Die Arbeiter der ME: Das Kapitel widmet sich der sozialen Struktur der Arbeiterschaft, den Ausbildungswegen in der Fabrik sowie der rechtlichen und finanziellen Lage der Arbeiter.

9. Die wirtschaftliche Bedeutung der ME für die Stadt Esslingen und ihr Umland: Hier wird aufgezeigt, wie die Fabrik die industrielle Ausrichtung der Stadt dominierte und welche Auswirkungen dies auf den Wohnungsmarkt und das lokale Kleingewerbe hatte.

10. Die wirtschaftliche Bedeutung der ME im Industrialisierungsprozess Württembergs: Zusammenfassende Betrachtung der ME als Grundlage und Impulsgeber für den gesamten württembergischen Maschinenbau.

11. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle der ME als lokaler Pionierbetrieb zusammen, der den Übergang zur modernen industriellen Produktion in der Region maßgeblich einleitete.

Schlüsselwörter

Maschinenfabrik Esslingen, Industrialisierung, Eisenbahnbau, Emil Kessler, Württemberg, Maschinenbau, Arbeiterschaft, Arbeiterbildung, Wirtschaftsgeschichte, Konjunktur, Dampflokomotiven, Industrialisierungsprozess, 19. Jahrhundert, Fabrikwesen, Industriegeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Historie und der wirtschaftlichen sowie sozialen Bedeutung der Maschinenfabrik Esslingen im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Unternehmensentwicklung, der Rolle der Fabrik im Industrialisierungsprozess, der Ausbildung der Fachkräfte und den sozioökonomischen Auswirkungen auf die Stadt Esslingen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Beitrag der Maschinenfabrik Esslingen zur industriellen Entwicklung Württembergs aufzuzeigen und zu bewerten, inwiefern sie als Grundlage für den regionalen Maschinenbau diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse von Primärquellen, Unternehmensberichten, Lohnlisten und Fachliteratur zur Wirtschaftsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte zur Unternehmensentwicklung, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Belegschaftssituation und der Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Maschinenfabrik Esslingen, Industrialisierung, Eisenbahnbau, Emil Kessler, Facharbeiter, regionale Wirtschaftsentwicklung und Innovationskraft.

Welche Rolle spielte Emil Kessler für das Unternehmen?

Emil Kessler war als technischer Direktor entscheidend für den Aufbau der Fabrik und brachte durch seine Ausbildung und Erfahrungen das Know-how mit, das den Erfolg der ME in der Anfangsphase sicherte.

Wie wirkte sich die industrielle Entwicklung auf die Arbeiterschaft aus?

Durch die Arbeit in der ME fand eine Professionalisierung vom unqualifizierten Hilfsarbeiter hin zum qualifizierten Facharbeiter statt, wobei die soziale Absicherung jedoch oft prekär blieb.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Industrialisierung Württembergs am Beispiel der Maschinenfabrik Esslingen
Hochschule
Universität Stuttgart
Note
2,7
Autor
Christine Schulz Blank (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
26
Katalognummer
V158799
ISBN (eBook)
9783640730483
ISBN (Buch)
9783640730667
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Industrialisierung Württembergs Beispiel Maschinefabrik Esslingen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Schulz Blank (Autor:in), 2010, Die Industrialisierung Württembergs am Beispiel der Maschinenfabrik Esslingen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158799
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Leseprobe aus  26  Seiten
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