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Der Religionsbegriff bei Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing

Title: Der Religionsbegriff bei Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing

Seminar Paper , 2010 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Yvonne Büchner (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Summary Excerpt Details

Die Zeit der Aufklärung, also das 18. Jahrhundert, ist die Zeit der Loslösung des Denkens von den festen Dogmen der Theologie. Lessings „Erziehung des Menschengeschlechts“ und Moses Mendelssohns „Jerusalem…“ untermauern den Wunsch der Aufklärer die Philosophie und das geschichtliche Denken mehr von den theologischen Einflüssen zu befreien und damit den Weg zur rationalen Weltanschauung zu öffnen. Allein die Vernunft sollte Lotse der Erkenntnis sein und nicht mehr die hohlen Phrasen der theologischen Dogmen. Beide Männer stehen für die Forderung nach religiöser Toleranz und der Trennung von Kirche und Staat. Nach Lessings Auffassung passe Gott, wie ein guter Lehrmeister, seine Offenbarungen dem menschlichen Verstand an, so dass ein jeder sie verstehen kann aber ein „verständigerer Mensch“ auch durch diese nicht am höheren Erkennen gehindert werde. Dabei unterscheidet er die Religion der Kirche und die Theologie von der Religion Christi, welche für den Menschen sei. Mendelssohn, der obsavant lebende Jude, begreift dagegen die Religion als einen privaten Lebensbereich, welcher nichts mit Wertigkeit eines Bürgers und dessen Rechten zu tun habe dürfe. Vielmehr wohne einem jeden Menschen die Anlage zum „vernünftigen Erkennen“ allgemeingültiger Glaubenswahrheiten inne, welche ihm erlaube sich weiter zu entwickeln und die Tradition mit dem modernen Wissen zu verbinden. Mendelssohn hielt immer an dem Glauben an einen personalen Gott, an der Unsterblichkeit der Seele und an der Hoffnung auf einen gerechten Ausgleich im Jenseits fest.
Die beiden Schriften unterscheiden sich in ihrer erkenntnistheoretischen Position, denn wo Mendelssohn in „Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum“ seine Gewissheit über ewige Vernunftwahrheiten vertritt, postuliert Lessing den Gedanken an eine „Humanitätsreligion“ mit dem Endzweck der absoluten Toleranz seinen Mitmenschen gegenüber. Dieser Blickwinkel auf eine Entwicklungsgeschichte der geistigen Reifung ist es, welche „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ auch noch im 21. Jahrhundert bedeutend macht.
Beide Autoren richten ihre Werke an das aufgeklärte Bürgertum. Einem Leserkreis von dem sie hofften, dass er der Idee von dem Vernunftglauben folgen würde und welcher diesen Glauben von der institutionellen Religion unterscheiden könne.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gotthold Ephraim Lessing

2.1. Kurzbiographie

2.2. Die Erziehung des Menschengeschlechts

3. Moses Mendelssohn

3.1. Kurzbiographie

3.2. Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum

4. Die Freundschaft zwischen Mendelssohn und Lessing

5. Schlussteil

6. Quellen

Primärquellen:

Sekundärquellen:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht das Religionsverständnis von Gotthold Ephraim Lessing und Moses Mendelssohn im Kontext der Aufklärung. Ziel ist es, die erkenntnistheoretischen Gemeinsamkeiten und Differenzen ihrer Schriften sowie deren Relevanz für Toleranz und die Trennung von Kirche und Staat herauszuarbeiten.

  • Vergleichende Analyse der Schriften „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ und „Jerusalem“
  • Untersuchung der Rolle der Vernunft versus Offenbarung bei beiden Denkern
  • Betrachtung von Staatsphilosophie und der Forderung nach religiöser Toleranz
  • Reflektion über die Bedeutung von Symbolik und Geschichte in der Religion
  • Würdigung der persönlichen Freundschaft als Brücke zwischen den Kulturen

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Erziehung des Menschengeschlechts

Das religionsphilosophische Werk: „Die Erziehung des Menschengeschlechts", wird von der Lessingforschung als das religionsphilosophische Legat Lessings angesehen. Gotthold Ephraim Lessing setzte sich darin mit dem Konflikt zwischen Kirchendogma und religiösen Gefühlen seiner Zeit auseinander.

Der Kerngedanke der „Erziehung des Menschengeschlechts" ist, dass sich die Vernunft und die göttliche Offenbarung keineswegs ausschließen, sondern sich vielmehr ergänzen. Das Gott seine Offenbarung als Erziehungsmittel vorausschickt bis die menschliche Vernunft reift und den Wahrheitsgehalt der Offenbarung überholt hat und dann von Gott erneuert geoffenbart wird bis die Vollkommenheit der Menschen erreicht wird – „das Ewige Evangelium“-.

Lessing beginnt mit einem Zitat von Augustinus: „Haec omnia inde esse in quibusdam vera, unde in quibusdam falsa sunt“ – All dies ist aus denselben Gründen in gewisser Hinsicht wahr, aus denen es in gewisser Hinsicht falsch ist. Welches den Grundgedanken der gesamten Schrift widerspiegelt. Diesem folgt der „Vorbericht des Verfassers“, denn Lessing tritt zum Selbstschutz in seiner Schrift „Die Erziehung des Menschengeschlechts" nur als Herausgeber auf, nicht aber als Verfasser. Darin gibt Lessing an, dass er Teile der Schrift schon früher, ab 1776, in seinen Beiträgen veröffentlicht hätte und er nun in der Lage sei die Schrift komplett zu veröffentlichen.

Lessing vergleicht in „Die Erziehung…“ die Entwicklung der menschlichen Vernunft mit der Entwicklung der Vernunft beim einzelnen Menschen, wobei Gott als eine Art Erzieher der Menschheit erscheint. Diese "Erziehung" erfolgt in drei aufeinanderfolgenden Stufen, welche, so Helbig (auf S.48ff), die Lessingforschung einheitlich als drei Entwicklungsstufen erkannt hätte

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufbruch des Denkens im 18. Jahrhundert von theologischen Dogmen hin zu einer rationalen Weltanschauung durch Lessing und Mendelssohn.

2. Gotthold Ephraim Lessing: Dieses Kapitel skizziert Lessings Leben und analysiert sein religionsphilosophisches Hauptwerk „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ als stufenweisen Reifeprozess der Menschheit.

3. Moses Mendelssohn: Das Kapitel behandelt die Biographie des Philosophen und analysiert seine Schrift „Jerusalem“ hinsichtlich der Trennung von Staat und Religion sowie der Bedeutung der Religionsgesetze.

4. Die Freundschaft zwischen Mendelssohn und Lessing: Hier wird die historische und intellektuelle Verbindung der beiden Aufklärer beleuchtet, die trotz kultureller Diskrepanzen einen fruchtbaren Austausch pflegten.

5. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die zentralen Thesen zusammen, betont die gemeinsamen Forderungen nach Toleranz und Trennung von Staat und Kirche und stellt die unterschiedlichen Konzepte der menschlichen Entwicklung gegenüber.

6. Quellen: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Aufklärung, Gotthold Ephraim Lessing, Moses Mendelssohn, Jerusalem, Erziehung des Menschengeschlechts, Religionsphilosophie, Vernunftglauben, Offenbarung, religiöse Toleranz, Trennung von Kirche und Staat, Judentum, Geschichte, Symbolik, Humanitätsreligion, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Religionsbegriff der beiden Denker Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing im 18. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Vernunft und Offenbarung, der Begriff der religiösen Toleranz und das Verhältnis von Religion zum Staat.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die philosophischen Positionen beider Denker zu vergleichen und ihre Bedeutung für die moderne gesellschaftliche Entwicklung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Ideengeschichtliche Analyse der zentralen Schriften beider Autoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biografische Einordnung der Denker sowie die detaillierte inhaltliche Analyse ihrer Hauptwerke und ihre persönliche Freundschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aufklärung, Vernunftglauben, Toleranz und Religionsphilosophie charakterisiert.

Wie unterscheidet Lessing die Entwicklung der Menschheit?

Lessing betrachtet die Geschichte der Menschheit als linearen Reifeprozess, der wie eine Erziehung durch Gott in verschiedenen Stufen erfolgt.

Welche Rolle spielen die Religionsgesetze bei Mendelssohn?

Mendelssohn sieht im Judentum keine geoffenbarten Vernunftwahrheiten, sondern eine geoffenbarte Gesetzgebung, die das praktische Handeln leitet, ohne den Glauben zu erzwingen.

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Details

Title
Der Religionsbegriff bei Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing
College
University of Potsdam  (Religionswissenschaft)
Grade
1,3
Author
Yvonne Büchner (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V158779
ISBN (eBook)
9783640717897
ISBN (Book)
9783640717934
Language
German
Tags
Mendelssohn Lessing Jerusalem Erziehung des Menschengeschlecht Religionsphilosophie Aufklärung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Büchner (Author), 2010, Der Religionsbegriff bei Moses Mendelssohn und Gotthold Ephraim Lessing, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158779
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