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Lebenslang? - Die Ehe im Wandel der Wirtschaft

Untersuchung der Institution „Ehe“ ab den Zeiten der industriellen Revolution bis zu den Anfängen des 21. Jahrhunderts

Titel: Lebenslang? - Die Ehe im Wandel der Wirtschaft

Hausarbeit , 2010 , 33 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bettina Stoz (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die „Ehe“ ist ein für jeden bekannter Begriff, der vermeintlich dasselbe meint. Bei näherer Betrachtung jedoch ist unter diesem Begriff über die verschiedenen Epochen und über die verschiedenen Staaten unserer Welt inhaltlich anderes in Zusammenhang zu sehen. Meine Untersuchungen sollen die deutsche Geschichte von „Ehe“ und damit zusammenhängend „Familie“ beschreiben, um nachfolgend Ansätze für den immensen Wert- und Bedeutungswandel der Institution Ehe zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Ehe – Eine Begriffsbestimmung

2. Veränderungen/ Sinneswandel ab den Zeiten der industriellen Revolution

2.1. Institutionalisierung

2.2. Wandel der sozialen Lebensformen

2.3 Entdeckung der Kindheit

3. Das Wirtschaftswunder bis zu der Zeit der dritten Industrialisierungsphase

3.1. Wachsender Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit

3.2. Wandel und Vielfalt ab dem Ende des Wirtschaftswunders

4. Ursachenforschung zu den sinkenden Ehezahlen

4.1. Die Gleichstellung der Frau

4.2. Sozialpsychologische Betrachtungen

4.3. Entwicklungspsychologische Betrachtungen

4.4. Systemtheoretische Betrachtung

5. Auswertung, Beurteilung und inspirierte Vorausschau

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen und soziologischen Wandel der Institution „Ehe“ im deutschen Raum, ausgehend von der industriellen Revolution bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Ziel ist es, die Gründe für den Bedeutungswandel der Ehe sowie die Ursachen für die sinkenden Ehezahlen und steigenden Scheidungsraten unter Berücksichtigung ökonomischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Faktoren zu analysieren.

  • Historische Entwicklung der Ehe vom privatwirtschaftlichen Vertrag zur staatlichen Institution.
  • Einfluss der Industrialisierung und des Wirtschaftswunders auf familiäre Lebensformen.
  • Soziologische und psychologische Erklärungsansätze für den Wandel partnerschaftlicher Anforderungen.
  • Gleichstellung der Frau und Auswirkungen auf die Stabilität von Ehen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Institutionalisierung

Bis zum Beginn der Neuzeit ab Mitte 15. Jahrhundert war die Ehe ein rein zivilrechtliches Geschäft zwischen zwei Familien, ein privater, weltlicher Akt. Erst mit der Christianisierung in Europa gewann die kirchliche Bedeutung von Hochzeit und Ehe an Gewicht, die „Ehe“ wird institutionalisiert:

Vorerst schloss sich die kirchliche Benediktion als zusätzliche Zeremonie an die weltliche, private Eheschließung an. Ab Mitte des 16.Jahrhunderts wurde der Trauritus wurde sowohl in der katholischen und in der evangelischen Kirchenordnung festgeschrieben, die Ehe als Sakrament in der katholischen Kirche betont. Das Trauritual wurde seitdem völlig in die Kirche verlegt. Das preußische allgemeine Landrecht von 1794 bestimmte schließlich: „Eine vollgültige Ehe wird durch die priesterliche Trauung vollzogen.“(Müller 2002: 51,52, Nave- Herz 2004: 25,26). Inhaltlich propagierte die Kirche die Ehe als eine liebende Lebensgemeinschaft mit dem Ziel der Zeugung von Nachkommenschaft. Dabei wurde die Sexualität verdammt und dem Teufel zugeschrieben, während die eheliche Liebe eher mit der Nächstenliebe (Agape) und der Einstehensgemeinschaft gleichgesetzt wurde (Höffner 1959, 30 ff).

Gegen diesen enormen Einfluss der Kirche wandte sich die Kritik des aufstrebenden Bürgertums. Während in Frankreich und in den zeitweise zu Frankreich gehörenden Territorien ab 1793 die obligatorische Zivilehe eingeführt wurde, genehmigte Preußen lediglich eine Notzivilehe. Erst die Zivilstandsgesetzgebung des Deutschen Reiches von 1875 führte nach den heftigen Auseinandersetzungen des Kulturkampfes die pflichtgemäße Zivilehe an 1876 im ganzen Reichsgebiet ein. Seitdem nimmt der Staat in ihm unterstellten Räumlichkeiten den Konsens der Eheleute entgegen und spricht die Kopulation aus. Dies nötigte die Kirche, die Notwendigkeit einer kirchlichen Trauung nach der standesamtlichen Eheschließung neu zu begründen und auch ihre Trauagenden entsprechend neu zu formulieren. Der Terminus „Trauung“ wird seitdem nun sowohl für das staatliche als auch für das kirchliche Zeremoniell verwandt. (Müller 2002: 52).

Der Institutionalisierungsprozess erstreckte sich also erst über die kirchliche Macht, später über die staatliche, die „Ehe“ war jetzt keine reine Privatsache zwischen Familien mehr, sondern eine öffentlich- rechtliche Formalität (Nave- Herz 2004: 25, Schröter 1985).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Ehe – Eine Begriffsbestimmung: Einführung in das Thema und Definition der Ehe als wandelbare, soziale Institution im historischen Kontext.

2. Veränderungen/ Sinneswandel ab den Zeiten der industriellen Revolution: Analyse der Institutionalisierung der Ehe durch Kirche und Staat sowie der soziokulturellen Veränderungen durch die Industrialisierung.

3. Das Wirtschaftswunder bis zu der Zeit der dritten Industrialisierungsphase: Betrachtung der Blütezeit des klassischen Familienmodells und dessen nachfolgender Erosion durch wirtschaftliche und soziale Krisen.

4. Ursachenforschung zu den sinkenden Ehezahlen: Detaillierte Untersuchung von Gleichstellungsaspekten, psychologischen Faktoren und systemtheoretischen Perspektiven auf Ehe und Scheidung.

5. Auswertung, Beurteilung und inspirierte Vorausschau: Synthese der Ergebnisse und Reflexion über die Zukunft von Paarbeziehungen in einer individualisierten Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Ehe, Familiensoziologie, Industrialisierung, Institutionalisierung, Scheidungsrate, Wirtschaftswunder, Gleichstellung, Individualisierung, soziale Lebensformen, Partnerschaft, Familie, Systemtheorie, Rollenverteilung, Liebesideal, gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den historischen Wandel der Ehe in Deutschland von der industriellen Revolution bis zum frühen 21. Jahrhundert und untersucht die Faktoren, die zu einem Wandel des Eheverständnisses geführt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Ehe von einer wirtschaftlichen Notwendigkeit hin zu einer emotionalen Entscheidung sowie dem Einfluss rechtlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Ansätze für den immensen Wert- und Bedeutungswandel der Institution Ehe zu finden und zu erklären, warum klassische Lebensmodelle zunehmend durch vielfältige Lebensformen ersetzt werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse soziologischer und familienwissenschaftlicher Quellen sowie auf die Auswertung statistischer Daten zur Entwicklung von Eheschließungen und Scheidungen.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die Institutionalisierung der Ehe, den Einfluss der Industrialisierung auf soziale Lebensformen, die Auswirkungen der Gleichstellung der Frau sowie psychologische und systemtheoretische Erklärungen für Ehescheidungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Institutionalisierung, sozialer Wandel, Individualisierung, Familiensoziologie und die historische Transformation der Ehe vom ökonomischen Vertrag zum romantischen Liebesideal.

Wie beeinflusste das „Wirtschaftswunder“ die Ehezahlen in Deutschland?

Das Wirtschaftswunder wird als „golden age of marriage“ beschrieben, in dem das bürgerliche Familienmodell seine höchste Verbreitung und Akzeptanz als normatives Leitbild fand.

Welche Rolle spielt die „Gleichstellung der Frau“ für die Stabilität von Ehen?

Die zunehmende Unabhängigkeit der Frau und die damit einhergehenden Wahlmöglichkeiten im Lebenslauf sowie in der Karriere werden als Faktoren identifiziert, die den Druck auf traditionelle Rollenverteilungen erhöhen und zu einer steigenden Tendenz zur Ehescheidung beitragen können.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lebenslang? - Die Ehe im Wandel der Wirtschaft
Untertitel
Untersuchung der Institution „Ehe“ ab den Zeiten der industriellen Revolution bis zu den Anfängen des 21. Jahrhunderts
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel  (Sozialwesen)
Veranstaltung
Familiensoziologie
Note
1,0
Autor
Bettina Stoz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
33
Katalognummer
V158701
ISBN (eBook)
9783640716005
ISBN (Buch)
9783640716272
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lebenslang Wandel Wirtschaft Untersuchung Institution Zeiten Revolution Anfängen Jahrhunderts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bettina Stoz (Autor:in), 2010, Lebenslang? - Die Ehe im Wandel der Wirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158701
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Leseprobe aus  33  Seiten
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