Die vorliegende Abhandlung soll einen generellen Überblick zum Thema Facility Management und den Möglichkeiten einer erfolgreichen Umsetzung durch Outsourcing geben und aufzeigen, dass die damit verbundenen Risiko- und Problembereiche durch die Wahl der richtigen Form des Outsourcings und geeignete Vertragsgestaltungselemente limitiert oder minimiert werden können, um so das unternehmerische Ziel einer möglichst großen Kostenreduzierung zu erreichen.
Gleichzeitig soll der Nachweis dafür erbracht werden, dass Maßnahmen zur Kostenreduzierung nicht zwangsläufig mit einem Qualitätsverlust bei der Gebäudebewirtschaftung und -verwaltung einhergehen müssen, sondern sich beide Zielsetzungen gerade im Bereich der Auslagerung von gebäudebezogenen Dienstleistungen gemeinsam realisieren lassen, wenn hierzu die notwendigen unternehmerischen Grundentscheidungen sowie betrieblichen und rechtlichen Grundlagen rechtzeitig geschaffen werden.
Der Autor versucht außerdem darzulegen, dass ein verlässliches und effizientes Facility Management für jedes Unternehmen eine der wesentlichen Grundlagen dafür darstellt, dass die Produktion von Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens sichergestellt ist und dass Marktpreise im Wettbewerb vorausschauend kalkuliert werden können. Zweifelsohne eine der wichtigsten Grundlagen jeden unternehmerischen Erfolges.
Inhaltsverzeichnis
1. Kapitel
Einleitung 11
1. Der Begriff des Facility Managements 15
1.1 Herkunft und Bedeutung 15
1.1.1 Historisch 15
1.1.2 Entstehungsgründe 17
1.1.3 Lehre und Forschung 21
1.1.4 Traditionelles Berufsbild des Facility Managements 25
1.2 Definitionen von Facility Management 27
1.2.1 Traditionelle Definition 27
1.2.2 Neuer Ansatz zur Definition von Facility Management 29
1.2.3 Zukünftige Entwicklung und Chancen des Facility Managements 31
1.2.4 Rechtliche Grundlagen 34
2. Nutzen des unternehmensexternen Facility Managements 37
2.1 Nutzenpotenziale 37
2.2 Systematik bei der Suche von Nutzenpotenzialen 38
2.3 Grundlagen 39
2.4 Informationsquellen 40
2.5 Nutzennachweis 41
3. Bestandteile des modernen Facility Managements 43
3.1 Gebäudemanagement 43
3.1.1 Technisches Gebäudemanagement 44
3.1.2 Infrastrukturelles Gebäudemanagement (IGM) 45
3.1.3 Kaufmännisches Gebäudemanagement 45
3.2 Sonstige Facility Management-Funktionen 46
3.2.1 Umweltmanagement 47
3.2.2 Planungsmanagement 48
3.2.3 Instandhaltungsmanagement 48
3.2.4 Energiemanagement 49
3.2.5 Arbeitsschutzmanagement 50
3.2.6 Datenerfassung, Dokumentation und Auswertung von Daten 52
3.2.7 Vertragsmanagement 53
2. Kapitel
1. Einführung des modernen unternehmensexternen Facility Managements 55
1.1 Betriebliche Grundlagen 55
1.1.1 Betriebliche Grundlagen des Facility Management-Unternehmers 55
1.1.2 Betriebliche Grundlagen des Auftraggebers 56
1.2 Instrumente des modernen Facility Managements 57
1.2.1 Die Prozesskostenrechnung 57
1.2.2 Benchmarking und Balanced Scorecard 59
1.2.3 Wertstromdesign 63
1.2.4 Risikomanagement 66
1.2.5 Total Quality Management (TQM) 68
1.3 Zusammenfassung 70
2. Auslagerung von Unternehmensteilen durch Outsourcing 72
2.1 Begriff des Outsourcings 72
2.2 Formen des Outsourcings 75
2.3 Anwendungsgebiete für Outsourcing 81
2.4 Hintergründe und Motivationen für Outsourcing 81
2.5 Mögliche Alternativen zum Outsourcing 82
2.5.1 Shared Services 82
2.5.2 Arbeitsgemeinschaften 85
2.5.3 Insourcing 86
2.6 Allgemeine Tendenzprognose für Outsourcing im Facility Management 88
2.7 Risiken, Probleme und typische Fehler bei der Umsetzung 93
2.8 Rechtliche Grundlagen des Outsourcings 96
2.9 Arbeitsrechtliche Aspekte 98
3. Neue Formen des Facility Managements durch Outsourcing 100
3.1 Strategische Entscheidungsgründe für Outsourcing im Bereich des Facility Managements 105
3.2 Umsetzungstrends beim Outsourcing in der Immobilienwirtschaft 108
3.2.1 Öffentliche Einrichtungen 108
3.2.2 Private und kommunale Wohnungswirtschaft 110
3.2.3 Private Unternehmen 112
3. Kapitel
1. Rechtliche Grundlagen 116
1.1 Der Facility Management-Dienstleistungsvertrag als Vertragstyp 116
1.2 Einordnung in das Vertragstypensystem des BGB 119
1.2.1 Facility Management-Verträge als Dauerschuldverhältnisse 119
1.2.2 Facility Management-Verträge als gegenseitige Verträge 120
1.2.3 Vertragliche Bestandteile des Facility Management-Vertrages 121
1.2.4 Werkvertragsrecht 122
1.2.5 Dienstvertragsrecht 123
1.2.6 Entgeltliche Geschäftsbesorgung 124
2. Rechte und Pflichten aus dem Facility Management-Vertrag 124
2.1 Schlechterfüllung und Leistungsstörungen 124
2.1.1 Werkvertragliche Pflichten 125
2.1.2 Dienstvertragliche Pflichten 126
3. Beendigung des Facility Management-Vertrages 127
3.1 Freies Kündigungsrecht des Auftraggebers 128
3.2 Kündigungsrechte aus wichtigem Grund 129
3.3 Sonstige Kündigungsrechte 130
3.3.1 Kündigung des Auftragnehmers bei unterlassener Mitwirkung 130
3.3.2 Kündigung aus Vertrauensstellung des Facility-Dienstleisters 131
3.4 Resümee 132
4. Struktureller Aufbau des Facility Management-Vertrages 133
4.1 Modularer Vertragsaufbau 133
4.2 Inhalte für Rahmenvertrag und Ergänzungsverträge 134
4.3 Allgemeine Geschäftsbedingungen 136
4.4 Lösungsansätze zum Facility Management-Vertrag 138
5. Zusammenfassende Stellungnahme 140
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und rechtlichen sowie betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Facility Managements und dessen erfolgreiche Umsetzung durch Outsourcing, um unternehmerische Effizienz und Kosteneinsparungen zu erzielen, ohne die Qualität der Gebäudebewirtschaftung zu gefährden.
- Facility Management als eigenständiger Managementbereich
- Strategische Instrumente für das Facility Management
- Möglichkeiten und Formen des Outsourcings
- Rechtliche Gestaltung und Vertragstypen des Facility Managements
- Methoden zur Optimierung von Betriebsabläufen und Kosten
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Historisch
In der Immobilienwirtschaft ist eine neue Form der Dienstleistung entstanden, das Facility Management. Seinen Ursprung hat das Facility Management in der Organisation des Betreibens und der Instandhaltung von Liegenschaften sowie der mit ihnen verbundenen technischen Anlagen. Der Leistungsbereich des Facility Managements wurde in der Folgezeit beständig um zahlreiche Bereiche erweitert, die mit der Bewirtschaftung von Gebäuden in Zusammenhang stehen, so dass zunächst einmal die Frage von Inhalt und Bedeutung von Facility Management in der Wissenschaft und der Praxis zu klären ist.
Der gedankliche Ansatz des Facility Managements stammt aus den USA, wo man Mitte der 50er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts damit begann, sich mit den möglichen Auswirkungen der Umgestaltung von Büroeinrichtungen auf die Produktivität der Mitarbeiter und damit zusammenhängende Kosteneinsparungseffekte zu befassen. Was zunächst als eine Marketingidee des Möbelherstellers Hermann Miller gedacht war, wurde schnell auch von vielen anderen Unternehmen aus nahezu allen Bereichen aufgenommen und in den unterschiedlichsten Formen weiterentwickelt. Im Jahr 1979 wurde das erste Facility Management Institute (FMI) in Michigan gegründet, welches sich die Entwicklung von Managementsystemen zur Ausstattung und Einrichtung von Unternehmen zur Aufgabe gemacht hatte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kapitel: Dieses Kapitel führt in den Begriff des Facility Managements ein, beleuchtet seine historische Entstehung sowie die akademische Entwicklung und thematisiert die Herausforderungen des traditionellen Berufsbildes sowie die Definitionen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
2. Kapitel: Hier werden die betriebswirtschaftlichen Grundlagen und Managementinstrumente wie Prozesskostenrechnung, Benchmarking und Outsourcing-Formen detailliert erörtert, um die Effizienz der Gebäudebewirtschaftung zu steigern.
3. Kapitel: Dieses Kapitel widmet sich den rechtlichen Spezifika des Facility Management-Dienstleistungsvertrages, der Einordnung in das BGB-Vertragssystem sowie dem strukturellen Aufbau und der Beendigung dieser Verträge.
Schlüsselwörter
Facility Management, Outsourcing, Gebäudemanagement, Immobilienwirtschaft, Kostenmanagement, Prozesskostenrechnung, Dienstleistungsvertrag, Benchmarking, Risikomanagement, Total Quality Management, Liegenschaftsverwaltung, Rechtsgrundlagen, Wertstromdesign, Effizienzsteigerung, Flächenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich umfassend mit dem Facility Management, dessen rechtlicher Verankerung sowie den Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung durch Outsourcing-Strategien.
Welche zentralen Themenbereiche werden untersucht?
Zu den Schwerpunkten gehören das Gebäudemanagement, verschiedene Outsourcing-Modelle, rechtliche Vertragsgrundlagen und moderne Managementmethoden zur Kostenoptimierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Bewirtschaftung von Immobilien mittels moderner Managementmethoden und strategischer Auslagerung Kosten reduziert und Qualitätssicherung betrieben werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Der Autor nutzt eine juristische und betriebswirtschaftliche Analyse, gestützt auf Fachliteratur, Richtlinien, gesetzliche Bestimmungen und die Auswertung von Marktstudien zur Immobilienbewirtschaftung.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil behandelt die betrieblichen Grundlagen des Facility Managements, die verschiedenen Formen der Auslagerung (Outsourcing) sowie die rechtliche Qualifikation und Gestaltung von Facility Management-Verträgen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Wesentliche Begriffe sind Facility Management, Outsourcing, Gebäude- und Anlagenbewirtschaftung, Kostentransparenz, Vertragsrecht sowie Instrumente wie Prozesskostenrechnung und Benchmarking.
Wie unterscheidet der Autor zwischen internem und externem Facility Management?
Der interne Bereich leidet oft unter mangelnder Kostentransparenz und fehlendem Wettbewerbsdruck, während das externe Facility Management durch die klare Trennung von Auftraggeber und Auftragnehmer eine marktorientierte und effizientere Leistungssteuerung ermöglicht.
Welche Rolle spielen Verträge im Facility Management?
Da der Facility Management-Vertrag rechtlich nicht als einheitlicher Typ normiert ist, fungiert er als komplexes Vertragswerk, das Werkvertrags-, Dienstvertrags- und Geschäftsbesorgungsrecht verbindet, um die rechtliche Sicherheit für beide Parteien zu gewährleisten.
- Arbeit zitieren
- Prof. Dr. Dr. nauk (Kharkiv National University) Gunnar Horst Daum (Autor:in), 2010, Facility Management. Ein neuer Unternehmensbereich als Folge von Outsourcing, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158684