Die Hausarbeit geht der Frage nach, wie sich das Mobilitätsverhalten der älteren Generation und die Angebote des öffentlichen Verkehrs, besonders des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), verbinden lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Demographische Entwicklung
3. Mobilität im Alter
3.1. Automobile Gesellschaft
3.2. Führerscheinausstattung
4. Verkehrsaufkommen allgemein
5. Der öffentliche Nahverkehr
5.1. Rahmenbedingungen des öffentlichen Personen- Nahverkehrs (ÖPNV)
5.1.1. Rahmenbedingungen allgemein
5.1.2. Planung und Finanzierung des ÖPNV
5.2. Differenzierte Bedienung im ÖPNV
5.3. Das Patenticket der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe AG)
5.3.1. Das Konzept
5.4. Kommunales Mobilitätsmanagement für Senioren
5.5. Konzept aus der Schweiz – Poschti- Tour
6. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem demographischen Wandel und den Herausforderungen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), wobei analysiert wird, wie Mobilitätsangebote spezifisch auf die Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft angepasst werden können.
- Demographischer Wandel und seine Auswirkungen auf die Verkehrsnachfrage
- Veränderung des Mobilitätsverhaltens und die Rolle des PKW im Alter
- Analyse aktueller Konzepte und Strategien zur ÖPNV-Nutzung für Senioren
- Bedeutung von Barrierefreiheit und flexiblen Bedienungsformen
- Beispielhafte Vorstellung von Praxisprojekten wie dem Patenticket der KVB
Auszug aus dem Buch
3.1. Automobile Gesellschaft
Bei der Betrachtung des Faktors Mobilität im Alter darf nicht vergessen werden, dass wir uns in einer Gesellschaft bewegen, in der der Stellenwert des eigenen PKW in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter zu genommen hat. Trotz Erhöhung der Benzinpreise und Zunahme des ökologischen Bewusstseins. Dies führte dazu dass Mobilität in der Regel gleichgesetzt wird mit der Nutzung des eigenen PKW. Was in der Folge dazu geführt hat den Gebrauch der öffentlichen Verkehrsmittel besonders in ländlichen Gebieten auf ein Minimum zu reduzieren. Das heisst Autofahren wird als Voraussetzung für Mobilität angesehen. Deshalb glauben wenige ältere Menschen ohne Auto auskommen zu können. Dies bringt eine mangelnde Kompetenz im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit sich und hat damit Auswirkungen auf deren Nutzung im Alter.
Neue Studien (z.B. durch nextpractice) kommen jedoch mittlerweile zu dem Ergebnis, dass es in der Einstellung zum Automobil zu einer Veränderung kommen wird, die zu einem Wertewandel führt.
„An die Stelle der Begeisterung für das Produkt Auto tritt zunehmend der Wunsch nach persönlich sinnvollen Mobilitätskonzepten.“ Das Auto hat damit zunehmend als Statussymbol ausgedient.
Dies hat Konsequenzen für die Automobilindustrie und bietet Chancen für neue Mobilitätskonzepte, die Verkehrsdienstleister entwickeln und anbieten können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, sich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Mobilitätsverhalten und die Angebote des ÖPNV auseinanderzusetzen.
2. Demographische Entwicklung: Dieses Kapitel beschreibt die Zunahme des Anteils älterer Menschen in Deutschland und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Verkehrs- und Städteplanung.
3. Mobilität im Alter: Es wird erörtert, wie veränderte Lebensstile die Bedeutung von Mobilität als Voraussetzung für Lebensqualität und soziale Teilhabe im Alter erhöhen.
3.1. Automobile Gesellschaft: Dieser Abschnitt thematisiert den hohen Stellenwert des PKW in der heutigen Gesellschaft und die Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten sowie die sinkende Kompetenz im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
3.2. Führerscheinausstattung: Das Kapitel analysiert die statistische Zunahme des Führerscheinbesitzes, besonders bei Frauen, und deren Einfluss auf die zukünftige Verkehrsmittelwahl.
4. Verkehrsaufkommen allgemein: Hier werden Grundlagen zum Modal Split und zur Verkehrsstatistik dargelegt, um das Verhältnis verschiedener Verkehrsträger zueinander zu verdeutlichen.
5. Der öffentliche Nahverkehr: Dieser Teil betrachtet die allgemeinen Rahmenbedingungen des ÖPNV und wie diese durch demographische Faktoren beeinflusst werden.
5.1. Rahmenbedingungen des öffentlichen Personen- Nahverkehrs (ÖPNV): Es wird der Rückzug des ÖPNV in ländlichen Gebieten thematisiert und wie durch Deregulierung und Planung gegengesteuert wird.
5.1.1. Rahmenbedingungen allgemein: Beschreibung der strukturellen Probleme wie Zentralisierung und vergrößerte Einzugsbereiche, die den ÖPNV in ländlichen Räumen vor Herausforderungen stellen.
5.1.2. Planung und Finanzierung des ÖPNV: Erläuterung der Instrumente zur Ausgestaltung des Nahverkehrsangebots sowie der Finanzierung durch Regionalisierungsmittel.
5.2. Differenzierte Bedienung im ÖPNV: Vorstellung von flexiblen Bedienweisen wie Anruf-Sammeltaxen, die den regulären Linienverkehr ergänzen, um ältere Menschen besser zu erreichen.
5.3. Das Patenticket der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe AG): Vorstellung eines Modellprojektes, bei dem erfahrene Nutzer ihre Kompetenz durch ein Patenticket an Neukunden der Generation 60+ weitergeben.
5.3.1. Das Konzept: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und der Erfolgsfaktoren des Patenticket-Modells.
5.4. Kommunales Mobilitätsmanagement für Senioren: Dieses Kapitel stellt das Modellprojekt im Kreis Euskirchen vor, das auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen bei der Planung von Mobilitätsangeboten zielt.
5.5. Konzept aus der Schweiz – Poschti- Tour: Ein praktisches Beispiel, wie durch die Kombination von Nahverkehr und Einkaufshilfen Mobilitätsbarrieren abgebaut werden können.
6. Fazit: Die Zusammenfassung betont die Notwendigkeit eines interdisziplinären Austauschs, um tragfähige Mobilitätskonzepte für eine alternde Gesellschaft zu entwickeln.
Schlüsselwörter
Mobilität im Alter, ÖPNV, demographischer Wandel, Senioren, Nahverkehrsplan, Automobilgesellschaft, Führerscheinbesitz, Modal Split, differenzierte Bedienung, Patenticket, Kölner Verkehrsbetriebe, Mobilitätsmanagement, Barrierefreiheit, soziale Teilhabe, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, wie der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) auf den demographischen Wandel reagieren kann, um die Mobilität der älteren Generation zu sichern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der demographische Wandel, die Dominanz des motorisierten Individualverkehrs (PKW), die Entwicklung des Mobilitätsverhaltens im Alter sowie konkrete Konzepte zur Attraktivitätssteigerung des ÖPNV.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie das Mobilitätsverhalten der älteren Generation mit den Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs verknüpft werden kann, um eine eigenständige Lebensführung zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung und exemplarischen Darstellung von aktuellen Mobilitätsprojekten basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Rahmenbedingungen des ÖPNV, die Verkehrsstatistik, die Auswirkungen der PKW-Verfügbarkeit und präsentiert Praxisbeispiele wie das Patenticket der KVB oder die Poschti-Tour.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Mobilität im Alter, ÖPNV, demographischer Wandel, Senioren, Mobilitätsmanagement und Barrierefreiheit.
Wie unterscheidet sich die Zielgruppe "Senioren" im Hinblick auf ihre Mobilität?
Senioren haben veränderte Bedürfnisse nach dem Ende der aktiven Berufstätigkeit, wobei zeitliche Flexibilität gewinnt, während physische Einschränkungen oder der Wegfall sozialer Unterstützungsstrukturen die Mobilität beeinflussen.
Was versteht man unter dem Konzept der „differenzierten Bedienung“?
Es ist die Ergänzung des starren Linienverkehrs durch flexible Angebote wie Rufbusse oder Anruf-Sammeltaxen, um nachfrageorientiert auf die Bedürfnisse älterer oder in ihrer Mobilität eingeschränkter Menschen zu reagieren.
- Arbeit zitieren
- Andréa Kaib (Autor:in), 2009, Mobilität im Alter , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158648