Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Linguistik

Sprachsozialisation einiger nicht-europäischer Kulturen im Vergleich

Titel: Sprachsozialisation einiger nicht-europäischer Kulturen im Vergleich

Seminararbeit , 2009 , 20 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Andre Schuchardt (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Spracherwerb ist gleichzeitig auch Erwerb kultureller Kompetenzen, was unter dem Begriff Sprachsozialisation bekannt geworden ist. Diese Arbeit beleuchtet zunächst den theoretischen Begriff um dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Sprachsozialisation einiger ausgewählter Sprachen zu zeigen, deren definitive Vergleichbarkeit aber noch zu untersuchen wäre.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sprachsozialisation.

3. Die Studien

3.1. Inuit: Soziale Tradition vs. Individuelle Moderne

3.2. Kwara'ae: Soziale Kompetenz in der Egalität

3.3. Basotho: Sprache als Überlebensmittel

3.4. Kaluli: Das Gleichgewicht der Gesellschaft bewahren

3.5. Japanisch: Soziale Unterwürfigkeit

3.6. Taiwan: Autoritäres Beschämen als Moralerziehung

4. Vergleich und Diskussion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht interkulturelle Strategien der Sprachsozialisation, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede darin aufzuzeigen, wie Kinder in verschiedenen Kulturen durch den Spracherwerb soziale Kompetenzen und kulturelle Werte vermittelt bekommen.

  • Theoretische Grundlagen der Sprachsozialisation nach Ochs & Schieffelin
  • Vergleichende Analyse verschiedener kultureller Erziehungspraktiken
  • Rolle von Routinen, Direktiven, Necken und Scham bei der Erziehung
  • Untersuchung von Mutter-Kind-Interaktionen in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen
  • Diskussion über kulturelle Einflüsse auf die Sprachverwendung bei Kindern

Auszug aus dem Buch

3.4. Kaluli: Das Gleichgewicht der Gesellschaft bewahren

Schieffelin (1986) untersuchte die Sprachsozialisation der Kaluli, vor allem deren wichtigste Strategien: Necken und Beschämen (teasing & shaming).

Die Kaluli leben im Regenwald von Papua Neu Guineas Hochländern. Sie leben in etwa 20 Dörfern und sind egalitär, also ohne Anführer. Fast alle sprechen nur Kaluli, eine isolierte Sprache. Ihr tägliches Leben besteht größtenteils aus verbaler Manipulation und Sprache ist daher wichtiges soziales Werkzeug. Schieffelin nahm für ihre Studie 83 Stunden spontaner Familieninteraktionen auf.

Die Kaluli vermeiden physische Mittel andere zu beeinflussen, nutzen dafür aber stark das Necken und Beschämen. Sie sagen, man kann nicht wissen, was andere Menschen denken, also auch nicht empathisch sein. Deshalb versuchen sie so zu sprechen, dass der Gesprächspartner seinen Wünschen folgend aus der Interaktion herauskommen kann; die meisten Äußerungen sind ambig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit beleuchtet die interkulturellen Strategien der Sprachsozialisation und erläutert die thematische Eingrenzung sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Sprachsozialisation.: Es werden die theoretischen Grundlagen des Begriffs sowie die Rolle von Routinen und interaktionalen Mustern für den Spracherwerb und die Vermittlung sozialer Normen dargelegt.

3. Die Studien: In diesem Kapitel werden diverse Fallbeispiele (Inuit, Kwara'ae, Basotho, Kaluli, Japanisch, Taiwan) analysiert, um spezifische kulturelle Erziehungsstrategien aufzuzeigen.

3.1. Inuit: Soziale Tradition vs. Individuelle Moderne: Die Studie untersucht den Wandel der Sprachsozialisation bei den Inuit unter dem Einfluss westlicher Kultur.

3.2. Kwara'ae: Soziale Kompetenz in der Egalität: Es wird analysiert, wie durch Ausrufen und Wiederholen soziale Kompetenz und harmonisches Verhalten in einer egalitären Gesellschaft vermittelt werden.

3.3. Basotho: Sprache als Überlebensmittel: Das Kapitel behandelt die Nutzung von Direktiven und verbalen Routinen als lebenswichtige Erziehungsmittel bei den Basotho.

3.4. Kaluli: Das Gleichgewicht der Gesellschaft bewahren: Hier wird die Bedeutung von Necken und Beschämen für die Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Gleichgewichts bei den Kaluli untersucht.

3.5. Japanisch: Soziale Unterwürfigkeit: Die Analyse konzentriert sich auf indirekte Kommunikation, soziale Harmonie und die Bedeutung von Empathie in der japanischen Erziehung.

3.6. Taiwan: Autoritäres Beschämen als Moralerziehung: Es wird untersucht, wie Scham in taiwanesischen Familien als Mittel der moralischen Erziehung eingesetzt wird.

4. Vergleich und Diskussion: Die Ergebnisse der verschiedenen Studien werden synthetisiert, um Gemeinsamkeiten und kulturell spezifische Unterschiede in den Sozialisationsformen zu identifizieren.

5. Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Grenzen der Vergleichbarkeit sowie den weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Sprachsozialisation, Spracherwerb, kulturelle Kompetenz, Direktive, Routinen, interkulturelle Studien, soziale Normen, Necken, Beschämen, Kommunikation, Sozialisation, Kulturspezifik, Interaktion, Erziehungsstrategien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Kinder in verschiedenen, nicht-westlichen Kulturen durch ihre Sprache soziale Kompetenzen und kulturelle Werte erlernen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Sprachsozialisation, kulturelle Erziehungspraktiken, verbale Interaktionsmuster sowie der Einfluss gesellschaftlicher Strukturen auf den Spracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, interkulturelle Strategien der Sprachsozialisation zu vergleichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Vermittlung sozialer Normen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine vergleichende Analyse bereits existierender ethnographischer und (psycho)linguistischer Longitudinal-Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert sechs verschiedene Kulturen (Inuit, Kwara'ae, Basotho, Kaluli, Japanisch, Taiwan) hinsichtlich ihrer spezifischen Erziehungsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sprachsozialisation, kulturelle Kompetenz, Direktive, verbale Routinen sowie spezifische Methoden wie das Necken oder der Einsatz von Scham.

Wie unterscheidet sich die Erziehung bei den Kaluli von der bei den Japanern?

Während die Kaluli Necken und Beschämen nutzen, um Kinder zu verbaler Manipulation zu befähigen und die Gesellschaft egalitär zu halten, betonen Japaner soziale Unterwürfigkeit, Konformität und soziale Harmonie.

Welche Rolle spielt Scham in der taiwanesischen Erziehung?

In Taiwan dient Scham als zentrales Instrument der Moralerziehung, um das Individuum auf die Erwartungen der Gemeinschaft vorzubereiten und konfuzianische Werte zu vermitteln.

Verwenden alle untersuchten Kulturen "Babytalk"?

Nein, "Babytalk" wurde in der Arbeit nur bei den traditionellen Inuit und den Kwara'ae beobachtet; andere Kulturen nutzen zwar vereinfachte sprachliche Formen, aber kein spezifisches "Babytalk".

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprachsozialisation einiger nicht-europäischer Kulturen im Vergleich
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,5
Autor
Andre Schuchardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V158473
ISBN (eBook)
9783640725618
ISBN (Buch)
9783640725854
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachsozialisation Kulturen Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andre Schuchardt (Autor:in), 2009, Sprachsozialisation einiger nicht-europäischer Kulturen im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158473
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum