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Jugendstrafrechtliche Sanktionen und ihre (verfassungs-)rechtlichen Schranken

Title: Jugendstrafrechtliche Sanktionen und ihre (verfassungs-)rechtlichen Schranken

Term Paper , 2009 , 34 Pages , Grade: 2

Autor:in: Jessica Vogel (Author)

Law - Penology

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der jugend-strafrechtlichen Sanktionen und ihren verfassungsrechtlichen Schraken.
Die Zielsetzung dieser Arbeit soll darin liegen, das deutsche Jugendstrafrecht mit ausgewählten europäischen Modellen zu vergleichen und nationale Verbesserungs- bzw. Reformvorschläge kritisch zu betrachten.
Um dies zu erreichen, wird zunächst einmal das deutsche Jugendstraf-recht auszugsweise vorgestellt und in diesem Rahmen die verfassungs-rechtlichen Problematiken ausgearbeitet. Im Rahmen dieser Darstellung wird sich ausschließlich auf die jugendstrafrechtlichen Sanktionen der Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und Jugendstrafe beschränkt. Im Anschluss daran wird das nationale System mit ausländischen Modellen im Hinblick auf dessen Fortschrittlichkeit verglichen.
Der letzte Teil der Hausarbeit wird sich mit einigen nationalen Reformvorschlägen des 64. Deutschen Juristentages befassen, die von der Autorin kritisch bewertet werden. Diese Betrachtung wird dann letztendlich in einem eigenen Regelungsvorschlag der Verfasserin münden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Anwendungsbereich des JGG

2.1 Der Persönliche Anwendungsbereich

2.2 Der Sachliche Anwendungsbereich

2.3 Die subsidiäre Anwendung des allgemeinen Strafrechts

3 Sanktionen und ihre verfassungsrechtlichen Schranken

3.1 Allgemeingültige verfassungsrechtliche Schranken

3.1.1 Anspruch auf ein faires Verfahren

3.1.2 Das Bestimmtheitsgebot

3.1.3 Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

3.2 Das Sanktionensystem des JGG

3.2.1 Erziehungsmaßregeln

3.2.2 Zuchtmittel

3.2.3 Jugendstrafe

4 Das Jugendstrafrecht im europäischen Vergleich

5 Reformbestrebungen in Deutschland

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das deutsche Jugendstrafrecht und dessen verfassungsrechtliche Schranken. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Sanktionen des Jugendgerichtsgesetzes, ihrem Vergleich mit europäischen Modellen sowie der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Reformvorschlägen.

  • Anwendungsbereich und Systematik des Jugendgerichtsgesetzes (JGG)
  • Verfassungsrechtliche Anforderungen an jugendstrafrechtliche Sanktionen
  • Vergleichende Analyse europäischer Jugendstrafrechtssysteme
  • Kritische Bewertung nationaler Reformansätze und eigener Regelungsvorschlag

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, auch Übermaßverbot genannt, wird in unserer Verfassung ebenfalls nicht ausdrücklich erwähnt. Dass es diesen gibt, lässt sich jedoch nach Meinung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) aus dem Rechtsstaatsprinzip gem. Art. 20 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3 GG ableiten. Dieses Prinzip stellt eine Leitregel für jegliches staatliches Handeln dar. Es besagt, dass alles staatliche Handeln, das in die Rechte des Einzelnen eingreift, verhältnismäßig sein muss. Verhältnismäßig ist staatliches Handeln dann, wenn das gewählte Mittel geeignet, erforderlich und angemessen ist.

Ein Mittel ist geeignet, wenn mit seiner Hilfe der gewünschte Erfolg, also das Erreichen des angestrebten Ziels, gefördert werden kann. So sind beispielsweise die Sanktionen wie Arbeitsleistung, Jugendarrest oder die Jugendstrafe gleichermaßen geeignet um z. B. einen Graffiti- Sprayer zu bestrafen.

Erforderlich ist ein Mittel dann, wenn es zur Erreichung des Erfolges das mildeste Mittel darstellt. Das mildeste Mittel ist dann ausgewählt, wenn dies bei gleicher Wirksamkeit den Grundrechtsträger am wenigsten einschränkt. Bei dem eingangs erwähnten Beispiel ist wohl die Arbeitsleistung im Gegensatz zu den freiheitsentziehenden Maßnahmen das mildeste Mittel, welches die Grundrechte des Jugendlichen am wenigsten einschränkt.

Angemessen bzw. verhältnismäßig i.e.S. ist ein Mittel dann, wenn es nicht in einem unangemessenen Verhältnis zum angestrebten Ziel steht. Vom BVerfG wird ein angemessenes Mittel häufig damit umschrieben, dass eine Maßnahme den Betroffenen nicht übermäßig belasten und für ihn nicht unzumutbar sein darf. Da der Graffiti- Sprayer fremdes Eigentum beschädigt hat, steht das Mittel der Arbeitsleistung nicht in einem unzumutbaren Verhältnis zur Tat.

Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit erstreckt sich über das gesamte Jugendstrafrecht. So sind im Allgemeinen beispielsweise Weisungen unzulässig, die den Jugendlichen (oder Heranwachsenden) so schwer treffen, dass sie in keinem Verhältnis zur ausgeübten Tat stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Bestrafung von Jugendlichen ein und verdeutlicht, dass der Zweck des Jugendstrafrechts primär die Erziehung und nicht die Vergeltung ist.

2 Der Anwendungsbereich des JGG: Hier wird die Definition der Altersgruppen (Jugendliche/Heranwachsende) sowie der sachliche Anwendungsbereich des Jugendgerichtsgesetzes erläutert.

3 Sanktionen und ihre verfassungsrechtlichen Schranken: Das Kapitel befasst sich mit den verfassungsrechtlichen Anforderungen an staatliches Handeln und untersucht detailliert die drei Sanktionsformen des JGG: Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und Jugendstrafe.

4 Das Jugendstrafrecht im europäischen Vergleich: Es folgt ein Überblick über die unterschiedlichen Ansätze in Österreich, den Niederlanden, Dänemark und Großbritannien, um die Fortschrittlichkeit des deutschen Modells einzuordnen.

5 Reformbestrebungen in Deutschland: Dieses Kapitel diskutiert die Kritik am geltenden Recht und stellt die Reformvorschläge des 64. Deutschen Juristentages sowie eigene Ideen der Verfasserin vor.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Reformdiskussion als sinnvoll, betont jedoch die Notwendigkeit einer sorgfältigen Ausgestaltung neuer Regelungen.

Schlüsselwörter

Jugendstrafrecht, JGG, Sanktionen, Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel, Jugendstrafe, Verhältnismäßigkeit, Bestimmtheitsgebot, Rechtsstaatlichkeit, Resozialisierung, Europäischer Vergleich, Reform, Strafe, Erziehung, Strafmündigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem deutschen Jugendstrafrecht, insbesondere mit den Sanktionen für jugendliche und heranwachsende Straftäter sowie deren verfassungsrechtlichen Grenzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen den Anwendungsbereich des Jugendgerichtsgesetzes (JGG), die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Sanktionen, den internationalen Vergleich der Systeme und kritische Reformdiskussionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, das deutsche System zu analysieren, dessen Fortschrittlichkeit im europäischen Vergleich zu prüfen und Reformvorschläge für ein zeitgemäßes Jugendstrafrecht zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, basierend auf Gesetzesauslegungen, verfassungsrechtlichen Grundsätzen sowie einem rechtsvergleichenden Ansatz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Anwendungsbereichs, die Erörterung verfassungsrechtlicher Schranken (Bestimmtheitsgebot, Verhältnismäßigkeit), die detaillierte Darstellung der Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und Jugendstrafe sowie den europäischen Rechtsvergleich.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Erziehungsgedanke, Verhältnismäßigkeitsprinzip, Sanktionensystem nach JGG und die Reformdiskussion um die Modernisierung des Jugendstrafrechts.

Wie bewertet die Autorin die Reformvorschläge für die Jugendstrafe?

Die Autorin stimmt der Absenkung des Mindestmaßes auf drei Monate zu, lehnt jedoch eine einheitliche Höchstgrenze von 10 Jahren ohne Alternativen ab und kritisiert die geplante ersatzlose Streichung der Jugendstrafe wegen schädlicher Neigung.

Welche Bedeutung hat das österreichische Modell in der Arbeit?

Das österreichische Modell dient der Autorin als Vorbild, insbesondere für die zeitliche Begrenzung von Arbeitsstunden, da es als sehr fortschrittlich in Bezug auf Individualprävention eingestuft wird.

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Details

Title
Jugendstrafrechtliche Sanktionen und ihre (verfassungs-)rechtlichen Schranken
College
Federal University of Applied Administrative Sciences Mannheim
Grade
2
Author
Jessica Vogel (Author)
Publication Year
2009
Pages
34
Catalog Number
V158358
ISBN (eBook)
9783640721511
ISBN (Book)
9783640721993
Language
German
Tags
Jugendstrafrecht JGG Erziehungsmaßregeln Zuchtmittel Jugendstrafe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Vogel (Author), 2009, Jugendstrafrechtliche Sanktionen und ihre (verfassungs-)rechtlichen Schranken, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158358
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