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Im Westen nichts Neues - Wirklich ein Antikriegsbuch?

Title: Im Westen nichts Neues - Wirklich ein Antikriegsbuch?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Altmann (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Der deutsche Weltbestseller Im Westen nichts Neues gilt heute scheinbar unumstritten als der Antikriegsroman schlechthin. Mit Attributen wie zeitlos, übernational und realistisch geht er seit seinem Erscheinen in 1929 immer wieder in die Neuauflage, sodass man mittlerweile von etwa 20 Millionen verkauften Exemplaren ausgeht. Betrachtet man allerdings seine Rezeptionsgeschichte, so wird deutlich, dass die Einstufung des Romans als „gegen den Krieg“ oder „pazifistisch“ nicht seit jeher in aller Munde ist. Vielmehr entbrannte sich nach dem Erscheinen und noch mehr durch den grandiosen Erfolg, den es daraufhin zu verbuchen hatte, eine äußerst kontroverse Diskussion. So waren durchaus auch Kommentare wie die folgenden zu finden, die dem Werk einen völlig anderen Charakter zusprachen. 1929 schrieb die Berliner Zeitschrift Die Welt am Abend: „Das Buch fördert nicht so sehr den Abscheu vor dem Kriege, als es die latent gewordene Kriegslust weckt.“ Andere Zeitschriften bezeichneten Im Westen nicht Neues als heroisches Buch , das eher den Frontgeist als das pazifistische Gefühl erwachen lasse.
Solche Kommentare sind in der jüngeren Zeit zu einer Ausnahme geworden, doch sind sie tatsächlich völlig von der Hand zu weisen?
Die vorliegende Arbeit wird anhand ausgesuchter Textstellen nachweisen, dass Im Westen nichts Neues, bezüglich der Einstufung als Antikriegsroman, äußerst kritische Elemente enthält, wobei vorerst der Versuch notwendig ist, Merkmale festzusetzen, die ein Kriegsbuch von einem Antikriegsbuch unterscheiden. Aufgrund des festgesetzten Rahmens wird diese Arbeit sich nur mit den problematischen Aspekten des Werkes auseinandersetzen und sie nicht solchen gegenüberstellen, die eine relativierende oder aufhebende Wirkung hätten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriegs- oder Antikriegsbuch – Der Versuch einer Grenzziehung

3. Im Westen nichts Neues und das Konzept der Leerstelle

3.1. Feindbilder

3.2. Krieg und Gewaltdarstellungen

3.3. Heldentum und Dolchstoßlegende

3.4. Kameradschaft

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht kritisch, ob Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues" tatsächlich als Antikriegsbuch klassifiziert werden kann oder ob es durch seine inhaltliche Offenheit und bestimmte narrative Muster Elemente enthält, die den Krieg eher legitimieren oder ästhetisieren, anstatt ihn konsequent pazifistisch anzuprangern.

  • Definition und Abgrenzung von Kriegs- und Antikriegsliteratur
  • Die Darstellung von Feindbildern und menschlicher Wahrnehmung im Krieg
  • Kritische Analyse von Heldentum, Dolchstoßlegende und Kameradschaft
  • Einfluss von Rezeptionsgeschichte und Vermarktung auf die Deutung
  • Spannungsfeld zwischen ästhetischer Darstellung und pazifistischer Intention

Auszug aus dem Buch

3.2. Krieg und Gewaltdarstellungen

Diese Fragen führen in den nächsten Problembereich, nämlich die Wahrnehmung des Krieges durch den Erzähler in Im Westen nichts Neues. Der moderne Krieg erscheint hier als ein „vom Einzelnen nicht zu überschauendes und nicht zu beeinflussendes Ereignis“, ein Chaos aus Gewalt, Technik und Materie, welches das Auffassungsvermögen der jungen Soldaten übersteigt. Dies führt dazu, dass sich der Erzähler in mystifizierende Naturmetaphern flüchtet, was eine vielleicht ungewollte Ästhetisierung herbeiführt und zudem an Schilderungen erinnert, derer sich schon Ernst Jünger in In Stahlgewittern und Adolf Hitler in Mein Kampf bedienten.

Der modernen Kriegsmaschinerie setzt Bäumer die seit jeher existenten Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde entgegen, denen an der Front besondere Bedeutungen zukommen. Die Luft, doch am meisten die Erde, verleihen dem Soldaten Abwehrkräfte. Sie bietet dem Soldat den einzigen Schutz während eines Angriffs, spendet ihm Trost sowie Geborgenheit und wird deshalb zum Freund, zum Bruder, zur Mutter emporgehoben. Das Feuer wird mit den Angriffen der Geschosse gleichgesetzt, sodass es eine negative Bedeutung gewinnt – es löst „Todesangst“ aus, „[…] ist stärker als alles andere. Es vernichtet die Besinnung[…]“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Rezeptionsgeschichte des Romans und stellt die Forschungsfrage, ob das Werk angesichts seiner problematischen Aspekte tatsächlich als ein Antikriegsroman gelten kann.

2. Kriegs- oder Antikriegsbuch – Der Versuch einer Grenzziehung: In diesem Kapitel werden theoretische Kriterien entwickelt, um ein klassisches Kriegsbuch von einem pazifistisch orientierten Antikriegsbuch zu differenzieren.

3. Im Westen nichts Neues und das Konzept der Leerstelle: Dieses Hauptkapitel analysiert spezifische narrative Elemente wie Feindbilder, Gewalt, Heldentum und Kameradschaft hinsichtlich ihrer Wirkung auf den Leser.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Roman aufgrund seiner bewussten Tendenzlosigkeit eine kritische Neubetrachtung der unkritischen Tradierung als Antikriegsroman erfordert.

Schlüsselwörter

Im Westen nichts Neues, Antikriegsroman, Erich Maria Remarque, Kriegsliteratur, Rezeptionsgeschichte, Feindbilder, Kameradschaft, Dolchstoßlegende, Pazifismus, Gewaltdarstellung, Kriegswahrnehmung, Heldenmythos, Authentizität, Ullstein-Konzern, Frontalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die kritische Einstufung von Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues" als Antikriegsroman und hinterfragt, ob das Werk aufgrund seiner textuellen Gestaltung den Krieg wirklich pazifistisch dekonstruiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit beleuchtet die Darstellung des Feindes, die Ästhetisierung von Gewalt, die Rolle der Kameradschaft als Soldatenmythos und die Anlehnung an das Motiv der Dolchstoßlegende.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Roman durch seine "Tendenzlosigkeit" und die Vermarktung als authentischer Bericht problematische Aspekte enthält, die eine eindeutige pazifistische Einordnung erschweren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman auf Basis ausgewählter Textstellen und unter Einbeziehung von Sekundärliteratur zu den Themenkomplexen Krieg und Männlichkeit untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert, wie der Erzähler Paul Bäumer den Krieg wahrnimmt und inwiefern klassische soldatische Tugenden trotz der Grausamkeit des Krieges im Roman bestehen bleiben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf Begriffe wie "Kriegsliteratur", "Antikriegsbuch", "Identifizierungspotential" und "Kameradschaft".

Warum wird die Kameradschaft im Werk als problematisch eingestuft?

Die Autorin argumentiert, dass die Stilisierung der Kameradschaft als "höchstes Gut" eine Nähe zu nationalsozialistischen Leitvorstellungen aufweist und die abschreckende Wirkung des Krieges relativiert.

Inwiefern beeinflusste der Ullstein-Verlag die Wahrnehmung des Buches?

Die Arbeit legt nahe, dass der Verlag das Werk als neutralen Dokumentarbericht vermarktete, um ein breites Publikum anzusprechen, was zu der bis heute unkritischen Tradierung als pazifistisches Werk beitrug.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Im Westen nichts Neues - Wirklich ein Antikriegsbuch?
College
University of Marburg
Grade
1,3
Author
Julia Altmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V158306
ISBN (eBook)
9783640715589
ISBN (Book)
9783640715749
Language
German
Tags
Westen Neues Wirklich Antikriegsbuch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Altmann (Author), 2008, Im Westen nichts Neues - Wirklich ein Antikriegsbuch?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158306
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