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Mittelalterrezeption im 19. Jahrhundert

Titel: Mittelalterrezeption im 19. Jahrhundert

Referat (Ausarbeitung) , 2009 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Susanne Flohr (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit stellt eine Ausarbeitung zu einem in einem Hauptseminar gehaltenen Referat dar. Hierbei geht es um den Kyffhäuser-Mythos, wobei eine kurze Einleitung ins Thema gegeben wird, bevor es zur eigentlichen Behandlung der Thematik, somit zur Vorgeschichte und der Entstehung selbst kommt. Dabei werden Betrachtungsweisen verschiedener Historiker und geschichtswissenschaftliche Kontroversen hinzugezogen.
Die Entstehungszeit des Mythos und das Kyffhäuser Denkmal und die Burg rücken ebenfalls in den Blickpunkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Vorgeschichte

2. Die Betrachtungsweisen verschiedener Historiker

2.1. Eine geschichtswissenschaftliche Kontroverse

3. Der Kyffhäuser-Mythos in seiner Entstehungszeit

4. Die Kyffhäuser-Burg und das Denkmal

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die gesellschaftliche Bedeutung des Barbarossa-Mythos im Kyffhäuser, insbesondere dessen Instrumentalisierung zur Identitätsstiftung im 19. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Frage, wie die Sage vom schlafenden Kaiser als Projektionsfläche für nationale Sehnsüchte nach Einheit und Macht diente und durch verschiedene Historiker sowie literarische Werke geprägt wurde.

  • Mittelalterrezeption im 19. Jahrhundert
  • Historische Kontroversen um die Stauferpolitik
  • Entstehung und Wandel der Kyffhäuser-Sage
  • Verknüpfung von Mythos und preußischem Nationalismus
  • Architektonische Symbolik des Kyffhäuser-Denkmals

Auszug aus dem Buch

2. Die Betrachtungsweisen verschiedener Historiker

Einen scharfen preußischen Schnitt zog erstmals Gustav Freytag in seinem 1867 erschienenen, fünf Bände umfassenden Werk „Bilder aus der deutschen Vergangenheit“. Der erste Band „Bilder aus dem Mittelalter“ legt sowohl die Tugenden als auch die Fehler der Hohenstaufen dar. Diese schienen Freytag zu Folge an der Verfolgung der Idee des römischen Weltreichs gescheitert zu sein, da sie eher hätten in Betracht ziehen sollen, sich nach Osten anstatt nach Italien auszubreiten. „Friedrich Barbarossa wird […] zum Stellvertreter für die Erinnerung an nationale Kraft und Selbstgefühl, die das deutsche Volk unter seiner Herrschaft erleben durfte.“ Sein Vorbild sollte bis in die Gegenwart hinein wirken, um das Nationalempfinden zu stärken und ein Gefühl für die geschichtliche Identität der Nation zu wecken. Freytag schrieb Friedrich Wilhelm, der nach der Kaiserkrone strebte, ein Lehrgedicht, welches in Form eines Dialoges zwischen einem Schwaben und einem Preußen verfasst ist. Die beiden sprechen über die Verpflichtungen des Kaisertums ebenso wie über die Gefahren, die von selbigem ausgehen, wobei ihre Meinungen weit auseinander gehen. Der Preuße richtet sich in seinen Aussagen klar gegen das Kaisertum und tritt für die preußische Königswürde und somit für die an ihr haftenden Traditionen ein, während der Schwabe in der Kaiserkrone ein Zeichen der Vereinheitlichung für die verschiedenen in Deutschland lebenden Stämme sieht.

Der Kyffhäuser-Mythos ist in den Augen der königstreuen Preußen als überholtes Wunschdenken und nicht als Symbol der Sehnsucht anzusehen, was die Aussage „Kiffhäuser heißt ein Hügel in Schwarzburg-Rudolstadt, dort haust in Spinnweben die Kaisermajestat“ deutlich belegt. Freytag stellt sich hauptsächlich gegen die mittelalterlichen Traditionen um das Kaisertum, da er befürchtet, das deutsche Volk könne in diesen konservativen Traditionen erstarren und sich dadurch nicht weiterentwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Vorgeschichte: Das Kapitel beschreibt das wachsende Bedürfnis der Bevölkerung des 19. Jahrhunderts nach geschichtlicher Orientierung und die Rolle der Stauferzeit in zeitgenössischen Werken.

2. Die Betrachtungsweisen verschiedener Historiker: Hier werden die unterschiedlichen Interpretationen der staufischen Politik durch Historiker wie Gustav Freytag und Wilhelm von Giesebrecht analysiert.

2.1. Eine geschichtswissenschaftliche Kontroverse: Dieser Abschnitt beleuchtet den Disput zwischen Historikern wie Heinrich von Sybel und Julius Ficker über die Bedeutung der Italienpolitik der Staufer.

3. Der Kyffhäuser-Mythos in seiner Entstehungszeit: Das Kapitel erläutert die Entstehung der Sage, ihre Übertragung von Friedrich II. auf Friedrich I. Barbarossa und die Rolle der Dichtung von Friedrich Rückert.

4. Die Kyffhäuser-Burg und das Denkmal: Es wird der Bau und die symbolische Bedeutung des Kyffhäuser-Denkmals als Zeichen für die Reichseinigung und die Verehrung Wilhelm I. als „Erfüller der Kaisersage“ behandelt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie der Mythos über die Jahrhunderte als Hoffnungsträger fungierte, jedoch unter nationalsozialistischem Einfluss eine negative Konnotation erhielt und nach der Wiedervereinigung neu bewertet wurde.

Schlüsselwörter

Barbarossa, Kyffhäuser, Mittelalterrezeption, Nationalismus, Staufer, Geschichtswissenschaft, Reichseinigung, Friedrich I., Friedrich II., Sage, Mythos, Denkmal, Historiker, Identitätsstiftung, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Rezeption von Kaiser Friedrich I. Barbarossa und die Entstehung des Kyffhäuser-Mythos als nationales Identitätssymbol im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts, der volkstümlichen Sagenbildung, der politischen Instrumentalisierung von Geschichte und der architektonischen Symbolik des Kyffhäuser-Denkmals.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Wandel der Barbarossa-Figur vom mittelalterlichen Herrscher zum nationalen Hoffnungsträger des 19. Jahrhunderts nachzuzeichnen und die verschiedenen historiographischen Perspektiven darauf aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie zeitgenössische historische Werke, Sagentexte und die Entstehungsgeschichte des Denkmals quellenbasiert auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die unterschiedlichen Einschätzungen der Historiker zur Stauferpolitik, die Transformation der Barbarossa-Sage in der Literatur sowie die bauliche Umsetzung des Kyffhäuser-Denkmals als Denkmal der Reichseinigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Barbarossa, Kyffhäuser, Nationalismus, Staufer, Sage und historische Identität.

Welche Rolle spielt das Gedicht von Friedrich Rückert für den Mythos?

Das Gedicht von Friedrich Rückert festigte die Übertragung der Sage auf Friedrich Barbarossa und trug durch seine Verbreitung in Schulen maßgeblich dazu bei, dass die Figur als Nationalsage im Bewusstsein verankert wurde.

Wie wurde der Mythos im 20. Jahrhundert politisch missbraucht?

Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurde der Barbarossa-Mythos für Kriegspropaganda instrumentalisiert, etwa indem der Angriff auf Russland unter dem Codenamen „Operation Barbarossa“ geführt wurde, was dem Mythos einen dauerhaften negativen Beigeschmack verlieh.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mittelalterrezeption im 19. Jahrhundert
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3
Autor
Susanne Flohr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V158241
ISBN (eBook)
9783640741427
ISBN (Buch)
9783640741649
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kyffhäuser Mythos Referatsausarbeitung Mittelalter Mittelalterrezeption Kyffhäuser Mythos Deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Flohr (Autor:in), 2009, Mittelalterrezeption im 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158241
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Leseprobe aus  13  Seiten
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