Ochsenhautbarren, die ihren Namen aufgrund ihres charakteristischen Aussehens tragen, stellen die üblichste Form dar, in der Kupfer im östlichen Mittelmeerraum und zum Teil auch darüberhinaus in der Spätbronzezeit verhandelt wurde.
Besonders Herkunft und Verbreitung dieser Barren sollen also im folgenden detailliert aufgeführt werden, um spätbronzezeitliche Handelbezeihungen im mediterranen Raum genauer zu beleuchten.
Inhaltsverzeichnis
1. Begriffsklärung
2. Quellenlage
3. Typologie
4. Das Gewicht der Ochsenhautbarren
5. Materialbeschaffenheit
6. Herkunft und Verbreitung der Ochsenhautbarren
6.1 Kreta
6.2 Das Schiffswrack von Uluburun
6.2.1 Die Schiffsladung
6.2.2 Metallurgie
6.3 Das Schiffswrack von Kap Gelidonya
6.4 Zur Problematik der „Apliki“-Erze
6.5 Zypern
6.6 Sardinien
6.7 Streufunde außerhalb des Hauptverbreitungsgebiets
7. Ochsenhautbarren als „Währung“?
8. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Handel von Ochsenhautbarren während der Spätbronzezeit im östlichen Mittelmeerraum. Ziel ist es, die Rolle dieser Barren als zentrales Handelsgut, ihre Herkunft sowie die damit verbundenen ökonomischen Fragen zu beleuchten.
- Typologie und Entwicklung der Kupferbarren
- Die Bedeutung archäologischer Funde wie der Schiffswracks von Uluburun und Kap Gelidonya
- Analyse der Materialbeschaffenheit und Bleiisotopenanalysen zur Herkunftsbestimmung
- Diskussion der Ochsenhautbarren als mögliche prämonetäre Währung
Auszug aus dem Buch
6.2 Das Schiffswrack von Uluburun
Das Schiff von Uluburun an Südküste der Türkei (Abb. 10) stellt den bedeutendsten Fund in Zusammenhang mit Ochsenhautbarren und spätbronzezeitlichem Kupferhandel im ostmediterranen Raum dar.
Das Wrack, das laut dendrochronologischer und Radiokarbondaten gegen Ende des 14. Jhd. untergegangen sein muß, wurde zwischen 1984 und 1994 intensiv erforscht (Abb. 12).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriffsklärung: Definition der Ochsenhautbarren als Handelsform für Kupfer und Erläuterung der verschiedenen Bezeichnungen.
2. Quellenlage: Darstellung der archäologischen und schriftlichen Quellen, insbesondere der Amarna-Briefe und ägyptischer Wandmalereien.
3. Typologie: Einteilung der Barren in verschiedene Formtypen und Diskussion der Herstellungstechnik.
4. Das Gewicht der Ochsenhautbarren: Untersuchung der Standardisierung und Gewichtsvariationen der Barren.
5. Materialbeschaffenheit: Analyse der Materialeigenschaften, insbesondere der Porosität des reinen Kupfers.
6. Herkunft und Verbreitung der Ochsenhautbarren: Detaillierte Untersuchung der Handelsrouten und Herkunftsbestimmung mittels Bleiisotopenanalyse.
7. Ochsenhautbarren als „Währung“?: Kritische Auseinandersetzung mit der Theorie, dass die Barren als Zahlungsmittel dienten.
8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der ökonomischen Bedeutung zyprischen Kupfers und der Auswirkungen politischer Umwälzungen auf den Handel.
Schlüsselwörter
Ochsenhautbarren, Spätbronzezeit, Kupferhandel, Uluburun, Kap Gelidonya, Zypern, Bleiisotopenanalyse, Mittelmeerraum, Archäologie, Apliki, Metallurgie, Währungssystem, Handelsrouten, Rohstoffquelle, Bronzezeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Ochsenhautbarren als wichtiges Kupfer-Handelsgut in der Spätbronzezeit im östlichen Mittelmeerraum.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen Typologie, Materialbeschaffenheit, Herkunftsbestimmung durch chemische Analysen sowie die wirtschaftliche Rolle der Barren als Handelsgut und mögliche Währung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den spätbronzezeitlichen Kupferhandel besser zu verstehen, indem die Verbreitung der Barren analysiert und ihre Funktion sowie Herkunft kritisch beleuchtet werden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung archäologischer Funde (insbesondere Schiffswracks) und naturwissenschaftliche Methoden wie die Bleiisotopenanalyse zur Herkunftsbestimmung der Erze.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der materiellen Beschaffenheit, den wichtigsten Handelsrouten anhand von Schiffswracks sowie der Problematik der „Apliki“-Erze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ochsenhautbarren, Spätbronzezeit, Kupferhandel, Uluburun, Bleiisotopenanalyse und Zypern.
Welche Bedeutung kommt dem Schiffswrack von Uluburun zu?
Es gilt als der bedeutendste Fundkomplex, da es eine große Anzahl an Ochsenhautbarren und damit wertvolle Einblicke in den spätbronzezeitlichen Welthandel liefert.
Warum ist die Theorie der Ochsenhautbarren als Währung umstritten?
Die teilweise hohen Gewichtsschwankungen der Barren sprechen gegen eine präzise Währungseinheit, weshalb die Nutzung als Zahlungsmittel wissenschaftlich weiterhin diskutiert wird.
- Arbeit zitieren
- Anna Gosslar (Autor:in), 2008, Ochsenhautbarren, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158122